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Behandlung wegen Überdosis: Waren es die Drogen, die Prince entthronten? 



Der überraschend gestorbene US-Popstar Prince ist laut der Promi-Website «TMZ» vergangene Woche wegen einer Überdosis behandelt worden. Bei einer ungeplanten Zwischenlandung nach einem Konzert wurde ihm in einem Spital ein sogenannter Save Shot gespritzt.

Ein Save Shot sei das übliche Gegenmittel gegen eine Überdosis an Opiaten, schrieb die Promi-Website am Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf mehrere Quellen in der Stadt Moline im US-Bundesstaat Illinois. Dort soll Prince am vergangenen Freitag eingeliefert worden sei.

Demnach wollten die Ärzte, dass Prince 24 Stunden zur Beobachtung in der Klinik bleibt. Der Star habe das Spital aber nach drei Stunden wieder verlassen, weil er kein Privatzimmer bekommen habe.

Vergangene Woche hatte es laut Medienberichten geheissen, Prince sei wegen einer Grippe ins Spital gebracht worden. Demnach fühlte er sich nach einem Konzert in Atlanta derart unwohl, dass sein Privatjet in Moline zwischenlanden musste.

R.I.P Prince

Tot im Lift aufgefunden

Prince war am Donnerstag nach Angaben der Polizei leblos in einem Lift seines Paisley-Park-Studios nahe Minneapolis aufgefunden worden. Die Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos, um 10.07 Uhr (Ortszeit) wurde er für tot erklärt.

epa05271408 Mourners pay tribute to musician Prince during a vigil in Los Angeles, California, 21 April 2016. American singer-songwriter and musician Prince, a multi-talented artist who produced a string of genre-fusing hits in the 1980s, died on 21 April at his residence in Chanhassen, Minnesota. He was 57.  EPA/EUGENE GARCIA

Trauernde Fans in Los Angeles.
Bild: EUGENE GARCIA/EPA/KEYSTONE

Die Polizei und die Rettungssanitäter seien zuvor telefonisch alarmiert und zum Anwesen gerufen worden, hiess es in einer Erklärung des Sheriffs. Zur Todesursache machte er zunächst keine Angaben; er verwies auf laufende Ermittlungen.

Der Tod des Sängers, Komponisten und Produzenten löste weltweit grosse Bestürzung aus. Prince war mit seiner innovativen und virtuosen Musik in den 80er Jahren zum Weltstar geworden.

Kreative Ikone verloren

«Heute haben wir eine kreative Ikone verloren», hiess es in einer in Washington verbreiteten Mitteilung des US-Präsidenten Barack Obama. «Wenige Künstler haben den Sound und die Richtung der Popmusik so deutlich beeinflusst und so viele Leute mit ihrer Kunst berührt», schrieb er. «Er war ein virtuoser Instrumentalist, ein brillanter Bandleader und ein elektrisierender Bühnenkünstler.»

«Die Welt hat eine Menge Magie verloren. Ruhe in Frieden», schrieb die Musikerin Katy Perry auf Twitter. «Taub. Fassungslos. Das kann nicht echt sein», schrieb ihr Kollege Justin Timberlake. «Prince kann nicht sterben», twitterte der Rapper Ice-T.

epa05270803 (FILE) A file picture dated 02 November 2010 of US musician Prince, during his concert at the Palalottomatica indoor stadium in Rome, Italy. According to media reports, Prince died on 21 April 2016 at his Paisley Park residence in Minnesota, USA, at the age of 57.  EPA/FABIO CAMPANA *** Local Caption *** 52626725

Bild: EPA/ANSA

«Ein gewaltiger Verlust für uns alle! Was für ein Genie! Sprachlos», schrieb der Schauspieler Samuel Jackson. Prince sei «brillant und grösser als das Leben gewesen», twitterte die TV-Moderatorin Ellen DeGeneres. «Was für ein trauriger Tag.»

Hunderte unveröffentlichte Titel

Der 1958 in Minneapolis geborene Prince galt als einer der bedeutendsten Musiker der vergangenen Jahrzehnte. Mit Songs wie «Purple Rain», «Sign o' the Times», «Kiss» und «When Doves Cry» feierte er Welterfolge.

Mit seinem einzigartigen Stil zwischen R&B, Funk, Rock und Soul galt Prince als einer der vielseitigsten und wandlungsfähigsten Künstler seiner Zeit. Der siebenfache Grammy-Gewinner ging sehr häufig auf Tour. Er produzierte Alben und schrieb Songs für andere Musiker.

Zum genialischen Mix, der ihn zur Ikone machte, gehörten auch seine exzentrische Kleidung und Bühnenshow, seine lasziven Tanzbewegungen und vulgären Texte, die den Sex zelebrierten und die Sittenwächter auf den Plan riefen.

Er nahm hunderte Titel auf, die bis heute unveröffentlicht sind. Immer wieder experimentierte er mit verschiedenen Stilen und band diese zu einem unverwechselbaren Werk zusammen.

(sda/afp/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Asmodeus 22.04.2016 08:40
    Highlight Highlight Eine Bitte.

    Benutzt nie mehr TMZ als Quelle für irgendwelche News. TMZ ist der Abschaum der Medien, noch eine Stufe tiefer als Fox News.
  • pamayer 22.04.2016 06:56
    Highlight Highlight I'm reading in the morning papers 'bout the composer and singer of one of my top favorite song shall been gone.
    the song 'morning papers'.
    r.i.p.
  • tomdance 22.04.2016 06:44
    Highlight Highlight Entthront? IMHO ein unpassendes Wort, das ihr in den Titel gesetzt habt. Der Mann ist gestorben. Und das ist für mich nicht der richtige Moment für lustig gemeinte Schlagzeilen. Sorry, liebe Redaktion.
    • Philipp Dahm 22.04.2016 08:05
      Highlight Highlight Entthront, weil er ein König im Business war. Da muss man sich jetzt nicht aufregen, finde ich.
    • tomdance 22.04.2016 08:27
      Highlight Highlight @Philipp : nun, das ist wohl in der Tat Geschmackssache. Ich hätte auf das Wortspiel verzichtet.
    • Sheez Gagoo 22.04.2016 22:37
      Highlight Highlight Ich dachte der König war M. Jackson und der Prinz war Prince. Madonna ist die Königin. Habe ich da etwas missverstanden? Bin nicht allzu vertraut mit der Popmonarchie und deren Dynastien.

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