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Tochter Paris packt aus: Michael Jackson glaubte, «dass es jemand auf ihn abgesehen hatte»

25.01.2017, 16:5025.01.2017, 23:21
Paris in Paris: Im Januar war Jackson an einer Modeschau in der französischen Hauptstadt. 
Paris in Paris: Im Januar war Jackson an einer Modeschau in der französischen Hauptstadt. Bild: Thibault Camus/AP/KEYSTONE

Es ist das erste ausführliche Interview, das Paris Jackson bisher gegeben hat. Die Tochter des 2009 verstorbenen Michael Jackson sprach mit dem renommierten amerikanischen Musik-Magazin «Rolling Stone» über den Tod ihres Vaters, ihre Suizidversuche und einen sexuellen Übergriff. 

Mord? Klingt wie eine Verschwörungstheorie ...

Die 18-jährige Jackson ist überzeugt davon, dass ihr Vater «absolut» ermordet wurde. 

«Er liess durchblicken, dass jemand es auf ihn abgesehen hatte», sagte sie über den «King of Pop». «Einmal erklärte er: ‹Sie werden mich eines Tages umbringen.›»

Es sei offensichtlich, dass es sich um einen Mord handle. 

«Alles deutet darauf hin. Es klingt wie eine totale Verschwörungstheorie und wie Bullshit, aber alle echten Fans und alle in der Familie wissen es. Das war gestellt. Es ist Blödsinn.»
Paris Jackson auf dem Cover von «Rolling Stone».
Paris Jackson auf dem Cover von «Rolling Stone».

Paris war elf Jahre alt, als Michael am 25. Juni 2009 an einem Herzstillstand – Folge einer Medikamenten-Überdosis – verschied. Sein Arzt Conrad Murray wurde wegen fahrlässiger Tötung zur Maximalstrafe von vier Jahren verurteilt. Paris macht Murray zwar Vorwürfe, glaubt aber, dass mehr dahintersteckt: 

«Damals war Michael erschöpft, weil er an der Vorbereitung seiner Comebacktournee war. Ich will Gerechtigkeit, aber es ist ein Schachspiel. Ich versuche, meine Bauern auf die richtige Weise zu bewegen. Mehr kann ich im Moment nicht dazu sagen.»

Auch über ihre Depressionen und ihren Drogenmissbrauch sprach Paris mit «Rolling Stone». Sie seien eine Folge der Tatsache, dass «ein viel älterer und vollkommen unbekannter Mann mich sexuell belästigt hat, als ich 14 Jahre alt war», sagte sie.

«Ich will nicht zu genau darauf eingehen, aber es war keine gute Erfahrung. Ich hatte solche Probleme damit, dass ich es niemandem erzählen konnte.»

Sie habe darauf reagiert, indem sie sich selbst verletzte. Das konnte sie jahrelang vor ihrer Familie geheim halten. 

Erst als sie 2013 nach einem Suizidversuch in ein Krankenhaus kam, wurde ihre Situation publik. «Ich hasste mich und hatte überhaupt kein Selbstvertrauen», sagt sie über diese Zeit. 

Die Gerüchte, Michael sei gar nicht der leibliche Vater seiner drei Kinder, fegt sie vom Tisch. «Er wird immer mein Papa sein, Punkt.»

«Leute, die ihm sehr am Herzen lagen, sagen, dass sie ihn in mir wiedererkennen. So viel ich weiss hat er mich nie angelogen.»

Ihre Mutter sei dagegen lange Zeit ein blinder Fleck gewesen. 

«Am Anfang existierte sie einfach nicht. Als ich fragte, wer meine Mutter war, sagte er ‹Debbie›. So kannte ich zumindest ihren Namen.»
Michael Jackson 1996 mit Debbie Rowe in Pasadena.
Michael Jackson 1996 mit Debbie Rowe in Pasadena.Bild: AP

Nach Michaels Tod suchte Paris aktiv nach ihrer Mutter. Sie entdeckte, dass Debbie Rowe eine Krankenschwester war, die Michael über seinen Hautarzt kennengelernt hatte. Als Paris 13 Jahre alt war, kam es zu einem ersten Kontakt mit ihr. 

«Aber ich war nicht auf der Suche nach einer Mutterfigur. Meine Oma und die Kindermädchen füllten diese Rolle bereits aus.»

Auch den Vorwürfen, Michael Jackson habe sich an kleinen Kindern vergriffen, schenkt Paris keinerlei Glauben. 

«Es gab Nächte, da heulte er, weil die Welt ihn für etwas hasste, das er nicht getan hatte. Ich begann meinerseits diese Welt zu hassen für all das, was ihm angetan wurde. Wie können Menschen so gemein sein, fragte ich mich immer.»

Heute hat Paris mehr als 50 Tattoos, wie sie sagt. Neun davon haben explizit mit ihrem Vater zu tun. 

«Er hat mir nichts als Freude gebracht, daran darf ich doch konstant erinnert werden?»

(dhr)

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