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Screenshots Bachelorette Frieda Hodel

Nicht ungefährlich, dieses erotische Dschungelcamp. Die neue Bachelorette in Thailand Bild: 3+

Die Rosenspiele der Hoden-Horde um die holde Hodel sind eröffnet

Folge eins der «Bachelorette» auf 3+ ist vorbei, und endlich ist die Nation schlauer. 

27.04.15, 22:01 28.04.15, 18:30


Jetzt haben sie also begonnen, die Rosenspiele einer Horde Hoden um die holde Hodel. Pardon. Noch einmal: Die «Killerbraut» (Alain) und «Riesenbombe» (Marcello) Frieda Hodel hat jetzt endlich die Auswahl zwischen sechzehn Männern mit Muskeln. Frieda hat selbst enorm viele Muskeln und sie ist auch Model und sie sieht gut aus, und damit die Männer neben ihr nicht so furchtbar abfallen, sind die meisten von ihnen auch aus dem körperfixierten Bereich. Also Models, Personal Trainer, Thaiboxer, Masseure und so.

Trotzdem heisst Friedas Topfavorit nach der ersten Sendung Marcello und ist Bankangestellter mit dem Herzenswunsch «eine Familie zu gründen und diese nicht verhungern zu lassen». Oder ist es doch Bodybuilder Marco, der sagt, von aussen möge er stark scheinen, aber in seinem Herzen drin «bricht manchmal was»? Schon verwechselt. Schon vergessen. Wahrscheinlich wegen Friedas feucht verruchtem Augenaufschlag. Die «Chatz» (Alain) kann das echt gut.

Screenshots Bachelorette Frieda Hodel

Männerzimmer. Auch romantisch. Bild: 3+

Die crazieste Beschreibung der Killerbraut kam von Roman, 38, Informatiker: «Wenn Schönheit velofahren könnte, müsste Frieda das Matterhorn raufbremsen!» Und Sebastian, 31, aus Deutschland, der weiss, dass «eine Beziehung wie Fussball» ist, nämlich ein Teamsport mit einem gemeinsamen Ziel, schrieb eine Gedicht auf Frieda, von dem sich die andern sicher waren, dass er es «aus dem Internet» habe. Hatte er aber nicht. Das Gedicht geht so – und übertrifft an Tiefe definitiv alle Lyrikversuche der legendären Beate aus «Schwiegertochter gesucht»:

«Gedanken an dich werden zum Diesseits/
geschöpft aus Tränen und Träumen des unendlichen Jenseits/
Erdrückend und doch voller Vorfreude auf den Moment, der unsere beiden Blicke ineinander versinken lässt.»

Kandidat sebastian

Wow. Whatever.

Screenshots Bachelorette

Der Dichter und seine Henkerin? Sebastian versucht alles. Bild: 3+

Mitten ins Herz getroffen hat Frieda ausgerechnet den Jüngsten, Emanuel, 23, der noch vor dem ersten Treffen Megaangst hatte, dass sie seine Tattoos («live fast, love hard») nicht mögen würde. «Ich werde allen zeigen, wie man Romantik mit Crazyness verbindet», sagte der Bub, bevor ihn Friedas Augen niederstreckten und er nur noch schmachten konnte: «S' Herzli pöpperlet immer na wie wild.» Er gestand ihr schliesslich, er suche in einer Beziehung «Halt», gerade auch «im Winter, damit man nicht so alleine ist». Frieda sei «tägg i mis Herz», verriet er in der Vorschau auf Folge zwei.

Aber wer weiss schon, ob Emanuel «authentisch» ist, wie der Sprecher immer wieder sorgenvoll fragt – «sind alle sechzehn Männer wirklich authentisch?» – oder doch nicht einfach schwul. Auf jeden Fall ist er «megasweet», um Friedas liebstes Lieblingswort auch mal zu brauchen.

Zweifellos ist Emanuel für die Liebe gemacht. Fragt sich nur, zu wem. Bild: 3+

Und was sucht eigentlich Frau Frieda? Der unerschrockene «Heisssporn» (3+), der «Eyecatcher» (eine Freundin) mit dem offenherzigen Kühlschrank und dem Job, der ihr «Spass macht», weil sie dabei «gesund bleibt»? Frau Frieda sucht ganz traditionell einen Mann, der abends, nach der Arbeit, zuhause auf sie wartet und keine Angst vor ihr hat. «Wie mein Vater soll auch mein Traummann so ruhig, so gelassen sein.»

Am meisten faszinieren sie «Kreativität und Sensibilität». Weshalb wir ihr an dieser Stelle unbedingt zum sanften Aargauer Koch Daniel, 32, raten, der sie ruhig und gelassen mit einer aus einer Rande geschnitzten Rose überraschte.

Screenshots Bachelorette Frieda Hodel

Daniels Rosenschnitzerei. Bild:  3+

Aber vielleicht will sie ja am Ende doch Model Alain, der sie «zehnmal geiler» als Beyoncé findet und sich selbst einen «Tsunami» nennt. Was auf einer thailändischen Insel besonders empfindungsfrei ist. Oder den starken Stjepan, mit dem sie ein so schönes «flirtyhaftes» Gespräch hatte. Oder den arabischstämmigen Schotten und Masseur James aus Basel mit dem einzigen Hipster-Outfit. Oder auch einfach gar keinen.

Bis dahin wird noch manch heisse Woche auf Ko Samui ins Land ziehen und manche Rose verwelken und viel pathetischer und total authentischer Quatsch geredet werden, wie etwa von einem blonden Jungen, der das Rosencamp verlassen musste und mit den Worten ging: «Ein schockierendes Gefühl. Ich fühle Schmerz.»

Diese 16 Jungs kämpfen um die letzte Rose

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Faceless_Man 28.04.2015 10:19
    Highlight Der Titel des Artikels wurde - meiner Ansicht nach - äusserst passend gewählt, da sich die männlichen Partizipanten dieses TV-Formats als testosterongesteuerte und teils leichtsinnige Individuen darstellen, welche mit ihren meist körperbedingten "Talenten" zu überzeugen versuchen.
    13 0 Melden
    • Valar Dohaeris 28.04.2015 10:39
      Highlight Der Titel ist provokant – auch ich musste schmunzeln. Jedoch alle Kandidaten auf das Level von penisgesteuerten Primaten zu generalisieren, nur weil sie – zugegeben etwas naiv – in einer TV-Show nach der grossen Liebe suchen? Überlassen Sie es doch Frau Hodel, die aufgeblasenen Testosteronklötze von den intelligenten und sensiblen Gentlemen zu trennen.
      5 5 Melden
  • frankyfourfingers 28.04.2015 08:02
    Highlight 1.: geile headline
    2.: #teamjames
    3.: kann ihr bitte jemand sagen, dass es nicht "innerliche werte" heisst?
    4.: zum glück ist das hier anonym und niemand wird je wissen, dass ich den müll tatsächlich geschaut habe
    42 2 Melden
    • Lagovai 28.04.2015 11:22
      Highlight In Zusammenhang mit Twitter und dem #diebachelorette ist es aber auch eine ganz lustige Montagabend-Unterhaltung :)
      0 0 Melden
  • Hüendli 27.04.2015 23:45
    Highlight Dat headline xD
    7 2 Melden
  • Lesley 27.04.2015 23:07
    Highlight Herrlich. Danke :)
    11 2 Melden
  • adritschka 27.04.2015 22:38
    Highlight liebe leute. es wäre "das matterhorn raufbremsen, nicht rattern" ;-)
    19 1 Melden
    • Simone M. 28.04.2015 09:49
      Highlight dankesehr, diese nuance ist mir prompt entgangen!
      4 0 Melden
  • willey 27.04.2015 22:14
    Highlight "Der Dichter seine Henkerin". Ich schmeiss mich weg! Sehr amüsanter Bericht.
    29 1 Melden
  • #10 27.04.2015 22:11
    Highlight Ist doch beruhigend, wenn bei einer Killerbraut wie Frieda immer wieder mal die "innerlichen Werte" zählen...
    22 2 Melden
    • joe 28.04.2015 06:48
      Highlight Innere Werte wie, Blutgruppe, Leberwerte, usw....! ;-)
      13 0 Melden
    • droelfmalbumst 28.04.2015 07:55
      Highlight oder menge an spermien
      9 2 Melden
  • ChiefJustice 27.04.2015 22:08
    Highlight korrektur: Der Spruch lautete: "Wenn Schönheit velofahren könnte, müsste Frieda das Matterhorn hinauf bremsen." Nur so macht er Sinn. Eigentlich hat der noch Style :)
    22 1 Melden

Lieber Röbi Rapp, leb wohl! Als Queer-Pionier bleibst du unsterblich. Merci!

Röbi Rapp und Ernst Ostertag lebten 62 Jahre lang die vielleicht grösste Liebesgeschichte der Schweiz. Ein Nachruf.

Es gibt Menschen, denen verdanken viele andere unendlich viel. So viel, dass es gerade schwer fällt, diesen Nachruf zu schreiben. Trauer ist eine besonders gründliche Form der Überwältigung.

Röbi Rapp war einer dieser Verdienstvollen. Der zarte Coiffeur aus Zürich, der sich in Jahren, als dies gefährlich war, auf der Bühne zur Frau verwandelt und singt, dass alle betört sind. Der 1956, im Alter von 26 Jahren, einen schönen Lehrer namens Ernst kennenlernt. 2003 lassen sie sich als erstes …

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