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ARD-Sonntagskrimi: Der neue Berlin-«Tatort» im Schnellcheck

Ein Artikel von

Spiegel Online

What's app, Berlin? Hier starren alle auf ihr Smartphone – und auf zwei schwule Männer, die sehr explizit beim Sex gezeigt werden. Letzter «Tatort» vor der Sommerpause!

Christian Buss



Der neue Berlin-«Tatort»: «Wir - Ihr - Sie»

Das Szenario:

Tippen, wischen, starren. Nachdem in einem Parkhaus eine junge Mutter totgefahren wurde, gerät ein Mädchentrio, das über Chat- und Dating-Apps kommuniziert, ins Visier der Ermittlerin. Kommissar Karow (Mark Waschke) und Kollegin Rubin (Meret Becker) setzen ebenfalls auf modernstes Medienequipment - Karow auch privat, er bastelt auf schwulen Dating-Apps Annoncen zusammen.

Der gesellschaftspolitische Auftrag:

Ach, na ja. Irgendwie geht es wohl um die Vereinzelung des Menschen vor dem Smartphone. Ist aber sehr dröge umgesetzt. Interessanter ist da das Krawall-Outing von Karow, der in dieser Folge von Kameras beim expliziten Sex mit einem jungen Mann gefilmt wird und dann erleben muss, wie diese Aufnahmen unter Gejohle seiner heterosexuellen Kollegen auf dem Revier rumgereicht werden. Zuvor gab es nur zaghafte Andeutungen, hier wird nun explizit schwuler Sex gezeigt. Das ist sehr plakativ, aber vielleicht muss das so beim «Tatort» sein, wo man Homosexualität bislang, wenn überhaupt, extrem verschwiemelt in Szene gesetzt hat.

Der beste Satz:

«Davon kannst du nur träumen, oder?» Kommissar Karow zu einem heterosexuellen Kollegen, der sich lauthals im Grossraumbüro über das Sex-Tape lustig macht. Sechs Worte, und schon hat Karow die demütigende Szene in einen Sieg gewendet.

Der Plausibilitätsfaktor:

So la-la. Das sonderbare Kommunikationsverhalten paarungswilliger Grossstädter wird dann doch sehr vereinfacht abgehandelt, die Kommissare aber zeigen ein paar neue interessante Facetten.

Die Berwertung:

6 von 10 Punkten. Wir sind hin- und hergerissen: Der What's-app?-Berlin-Episodenplot ist platt, aber das über die beiden vorherigen Folgen entwickelte Verschwörungsszenario wird geschickt weitergesponnen. So oder so dürfte dieser Fall mit seinen expliziten Sexszenen vor der langen «Tatort»-Sommerpause noch mal für Gesprächsstoff sorgen.

«Tatort: Wir - Ihr - Sie», Sonntag, 20.15 Uhr, ARD

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • malu 64 06.06.2016 15:29
    Highlight Highlight Im Vergleich zu den Schweizer Tatorten erfrischend mit zeitgemäßer Handlung und unkonventionellen Methoden.
    2 0 Melden
  • Zeit_Genosse 06.06.2016 08:22
    Highlight Highlight Dass es "Paula" ist hat ja Gottschalk um 20:35 auf RTL bereits ausgeplaudert. Eine neue Dimension von TV-Trashing! Erfahren wir in Zukunft bereits in der ersten Folge wer der Bachelor, Dschungelkönig, usw. ist? Das TV-Geschäft frisst sich selbst und ein totgesagter Gottschalk wird nochmals reanimiert. Ach ja, da war doch noch ein Tatort.
    3 1 Melden
  • Stromer5 06.06.2016 06:22
    Highlight Highlight Mir hats gepasst und ich bin gespannt auf die nächste Folge 😆
    5 2 Melden

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