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Pastoren-Tochter mit Rapper: Katy Perry und jemand, der sich Riff Raff nennt.Bild: Getty Images North America
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Meinetwegen hat Miley irgendwas gewonnen. Der Anatomie-Award geht aber an Nicki Minaj

Aufsteigerin Nicki Minaj wackelte mit dem Hintern, Preisträgerin Miley Cyrus schickte einen Obdachlosen vor, aber am Schluss gehörte der Abend Beyoncé und ihrer Pop-königlichen Familie: So waren die MTV Video Music Awards 2014. 
25.08.2014, 10:4425.08.2014, 15:31
Ein Artikel von
Spiegel Online

Inglewood - Wenn das Video des Jahres eines ist, dessen Bilder man mit einem einzigen Halbsatz wieder heraufbeschwören kann, dann hat das richtige gewonnen: «Der Clip, in dem die Sängerin nackt auf einer Abrissbirne schaukelt» – «Wrecking Ball» von Miley Cyrus also – wurde als «Video des Jahres» bei den MTV Video Music Awards prämiert, die am Sonntagabend in Kalifornien verliehen wurden. 

Schnell einen Schleck Achselschweiss und schon kann die Show losgehen. Bild: Getty Images North America

Die Trophäe für das Video, bei dem der skandalumwitterte Fotograf Terry Richardson Regie geführt hat, nahm Miley Cyrus allerdings nicht persönlich entgegen. Die Sängerin schickte einen Obdachlosen namens Jesse vor, der eine Rede für all diejenigen hielt, die auch grosse Träume haben, aber sie sich nicht erfüllen konnten. 

Miley mit Obdachlosem: Gute Vibes für alle.
Miley mit Obdachlosem: Gute Vibes für alle.Bild: AFP

Preisträger-Träume erfüllten sich bei der seit 1984 von dem Fernsehsender MTV durchgeführten Gala unter anderem für den Briten Ed Sheeran («Best Male Video» mit «Sing»), für Katy Perry («Best Female Video» mit «Dark Horse») und für Newcomerin Ariana Grande («Best Pop Video» für «Problem»). Auch Drake, Lorde und die Band 5 Seconds of Summer wurden geehrt. 

Ariana Grande: Sehr geehrte Familie MTV, Ihr Paket ist angekommen.
Ariana Grande: Sehr geehrte Familie MTV, Ihr Paket ist angekommen.Bild: Getty Images North America

Doch traditionell bleiben bei den MTV Video Music Awards eher die Auftritte in der Show als die Preisträgerin in Erinnerung. Bei der Übertragung aus dem Forum Theater im kalifornischen Inglewood bestach Taylor Swift mit einem sehr stilvollen, ganz unkontroversen Auftritt nach Art der Zwanzigerjahre zu ihrer Pop-Single «Shake It Off»: 

Obacht: Weisse Leute am tanzen!
Obacht: Weisse Leute am tanzen!Bild: MARIO ANZUONI/REUTERS

Weniger stilvoll, aber dafür umso mehr nach Aufmerksamkeit gierend präsentierte sich hingegen die Rapperin Nicki Minaj, die mit ihrem Song «Anaconda» gerade einen Abrufrekord beim Musikvideoportal Vevo verzeichnen konnte. Die Schlüsselzeile daraus, «Oh my God, look at her butt», setzte sie mit viel Hinternwackeln auf der Bühne um:

Und zwar so: Eins ...
Und zwar so: Eins ...Bild: MARIO ANZUONI/REUTERS
... zwei ...
... zwei ...Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA
... drei ...
... drei ...Bild: LUCY NICHOLSON/REUTERS
... uuuund vier!
... uuuund vier!Bild: AFP

Die Zeit zum Kleiderwechsel für den nächsten Auftritt an der Seite von Jessie J und Ariana Grande («Bang Bang») war dann allerdings offenbar zu knapp bemessen: Minaj musste ihr Kleid mit der Hand zusammenhalten. 

Nicht einatmen, Nicki, sonst platzt das Kleid!
Nicht einatmen, Nicki, sonst platzt das Kleid!Bild: Getty Images North America

Zu solchen Tricks muss Beyoncé Knowles längst nicht mehr greifen, um die Massen zu fesseln: Die derzeitige Pop-Königin wurde mit dem Ehrenpreis «Michael Jackson Video Vanguard» ausgezeichnet und bedankte sich mit einem epischen Medley von allen Songs ihres aktuellen Albums «Beyoncé». Um Beyoncé den Preis zu überreichen, kamen ihr Ehemann Jay-Z und die gemeinsame Tochter Blue Ivy auf die Bühne – sie wirkten stolz auf ihre Frau und Mutter, die dem Rest der Popwelt ein weiteres Mal die Show gestohlen hatte. 

We are family: Ivy, Jay und Beyoncé.Bild: Chris Pizzello/Invision/AP/Invision

Bonus: Die Anatomy-Awards

(feb/AP/Reuters)

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