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Twitter-Kommentare zum «Tatort»

So geht Cliffhanger in Deutschland

Eine norwegische Studentin in Berlin sieht Morde vor ihrem geistigen Auge. Sie hadert mit dieser Gabe, Kommissar Stark hadert mit seinen Ermittlungen – und die Twitterer hadern mit den Drehbuchautoren. Hier die Netz-Reaktionen auf den «Tatort».

arno frank

Ein Artikel von

Spiegel Online

Nach Dominik Raacke verabschiedet sich auch Boris Alijnovic als «Tatort»-Kommissar. Leider hat es nur für einen lahmen Mystery-Thriller gereicht. Die Langweile wirkte sich auch auf Twitter aus.

Im Tandem mit Dominik Raacke war Boris Alijnovic immer so etwas wie ein Juniorpartner neben dem eigentlichen Platzhirsch. So werden ihn die Zuschauer auch nach seinem letzten «Tatort» in Erinnerung behalten. Nämlich nicht so richtig. Oder doch nur für Dinge, die mit schauspielerischem Können nichts zu tun haben.

ARD/rbb TATORT: VIELLEICHT, am Sonntag (16.11.14) um 20:15 Uhr im ERSTEN.Nach dem SEK-Einsatz erkundigen sich Stark (Boris Aljinovic) und sein Kollege Malte (Christian Sengewald, li.) nach Trudes (Lise Risom Olsen) Befinden.© rbb/Frédéric Batier, honorarfrei - Verwendung gemäà der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter rbb-Sendung bei Nennung

Der Mörder ist gefasst, der Schrecken geht weiter: Stark (Boris Aljinovic) mit dem Psycho Armin Teigler (Niels Bormann). Bild: ard

Dabei war es ein «Tatort», wie ihn sich «Tatort»-Freunde wünschen. Nicht so experimentell, selbstironisch, postmodern oder gar spannend wie zuletzt der Krimi aus Hessen. Nein, es ging beschaulich zu. Im Hintergrund klimperte manchmal ein Klavier, die Schauspieler gaben sich sichtlich Mühe mit dem Aufsagen ihrer Sätze, und die ersten 30 Minuten verbrachte Kommissar Stark überwiegend hinter seinem Schreibtisch, sitzend.

ARD/rbb TATORT: VIELLEICHT, am Sonntag (16.11.14) um 20:15 Uhr im ERSTEN.Nach dem SEK-Einsatz erkundigen sich Stark (Boris Aljinovic) und sein Kollege Malte (Christian Sengewald, li.) nach Trudes (Lise Risom Olsen) Befinden.© rbb/Frédéric Batier, honorarfrei - Verwendung gemäà der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter rbb-Sendung bei Nennung

Wenn die Zukunft schon Gegenwart ist: Stark und die Kollegen Oleg (Dimitrij Schaad) und Maria (Anjorka Strechel) greifen in den Verlauf der Dinge ein. Bild:: ard

Zum Aufstehen nötigt den Beamten endlich die norwegische Studentin Trude mit «Visionen» beziehungsweise Träumen, in denen sie Gewaltverbrechen vorhersehen kann. Zunächst wird die Hellseherin als Spinnerin abgetan, so wie womöglich die Drehbuchautoren die Idee einer Hellseherin zunächst als spinnert abtaten, bevor ihnen dann doch nichts Besseres einfiel und sie sich dachten: «Okay, dann eben eine Hellseherin. Aber toll soll sie aussehen!»

ARD/rbb TATORT: VIELLEICHT, am Sonntag (16.11.14) um 20:15 Uhr im ERSTEN.Nach dem SEK-Einsatz erkundigen sich Stark (Boris Aljinovic) und sein Kollege Malte (Christian Sengewald, li.) nach Trudes (Lise Risom Olsen) Befinden.© rbb/Frédéric Batier, honorarfrei - Verwendung gemäà der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter rbb-Sendung bei Nennung

Die Frau, die das Unheil verkündet: Trude (Lise Risom Olsen) erzählt Stark von neuen Visionen. Bild:

Trude jedenfalls sieht einen Mord kommen, der dann Wochen später tatsächlich begangen wird. Was ihren Wert als Zeugin deutlich steigert. Ab hier verwandelt sich der «Tatort» in eine Art «Minority Report» light. Der Täter, von der Seherin als rothaariger Handwerker in einer Latzhose beschrieben, erweist sich tatsächlich als rothaariger Handwerker in einer Latzhose. Ein Umstand so erwartbar, dass er bei Twitter wenigstens phasenweise für Aufsehen sorgte.

Es folgten dann, bei Twitter, schöne Bilder von Peter Lustig. Andere Nutzer des populären Mikroblogging-Dienstes fühlten sich wegen des roten Bartes an einen zeitlebens eher erfolglosen niederländischen Maler erinnert.

Grösste Überraschung war, dass Stark dem Mörder bereits um 21.30 Uhr die Handschellen anlegen konnte. Da wusste man gleich: Kommt noch was! Tatsächlich sieht Trude/Siri darüber hinaus den guten Stark visionstechnisch in seinem Blute liegen. Ein prophezeites Schicksal, dem er sich durch rechtzeitige Quittierung des Dienstes zu entziehen gedenkt. Da ist man bei Twitter aber noch mit dem beiläufigen Satz «Ah, Sie kommen des Mordes wegen» beschäftigt.

Am Ende liegt verhältnismässig erwartbar röchelnd Stark/Alijnovic tatsächlich in seinem Blute, sehr zum Bedauern der Kollegenschaft, der skandinavischen Kassandra (die er ja noch zum Flughafen bringen wollte) und der Twitter-Gemeinde. Der ganzen Twitter-Gemeinde? Nicht ganz. Eine gewisse Kritik am Drehbuch konnte man sich da nicht verkneifen.

Ob er durchkommt? «Vielleicht», sagt der Arzt. Es ist das letzte Wort. So geht Cliffhanger in Deutschland.



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