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Am Freitag 29. Mai 1998 wurde in Eglisau ein genesener Biber wieder der Freiheit uebergeben. Vor einigen Wochen musste die Fischerei-und Jagdverwaltung an den Rhein ausruecken, um einen apathischen, sich auf dem Land aufhaltenden Biber einzufangen. Es stellte sich heraus, dass der Biber eine Bisswunde hatte. Im Tierspital der Universitaet wurde er behandelt und gesundgepflegt. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Biber sind in der Schweiz vom Aussterben bedroht. Bild: KEYSTONE

Brutale Methode

Tierquälerei: Mit Nägeln in den Bäumen gegen Biber

In aargauischen Stilli bei Brugg will jemand dem Bieber den Garaus machen. Durch Nägeln in den Bäumen kann sich das in der Schweiz vom Aussterben bedrohte Tier schwer oder sogar tödlich verletzten.



Ein Artikel der

Heidi Finsterwald aus Stilli macht auf einem Spaziergang an der Aare eine schlimme Entdeckung. An einem Baum, der schon von einem Biber angeknabbert wurde, hat ein Unbekannter 20 Nägel eingeschlagen. «Der kann sich gar nicht vorstellen, was er anrichtet. Das man einfach so ein Lebewesen zu Boden bringt», sagt Finsterwald gegenüber dem Fernsehsender «TeleM1». Und weiter: «Ich finde, die Biber haben genug Platz und man hat sie ja hier ausgesetzt und diese Nägel einzuschlagen nützt gar nichts.»

Nach ihrem Fund meldet sie sich bei Pro Natura, die sich um das Wohl der vom Aussterben bedrohten Tiere kümmert. Fredy Scherrer alias «Biberfredi» von Pro Natura kommt dann auch sofort vor Ort und zieht die Nägel mit der Zange aus dem Baum. «Diese Nägel sind neu, höchstens zwei bis drei Wochen alt», sagt Scherrer gegenüber «TeleM1».

Bereits 2013 Tierquäler am Werk

Die Nägel könnten für den seit einigen Jahren wieder heimischen Nager sogar tödlich sein. Mit einem Schädel eines Bibers zeigt Scherrer, was schlimmsten Falls passieren könnte. «Wenn das Tier voll in die Rinde mit dem Nagel beisst, könnte ein Zahn abbrechen», erzählt Scherrer. Es bliebe nur zu hoffen, dass dieses Schicksal noch keinem Biber widerfahren ist.

Bereits im Jahr 2013 waren laut Pro Natura am gleichen Ort Tierquäler aktiv und schlugen Nägel im Baum am Aareufer ein. Damals seien die Biber in der Folge abgewandert, so Pro Natura, «eventuell durch die massiven Störungen vom Baumschänder».

Beobachtungen können gemeldet werden bei Johannes Jenny, Geschäftsführer Pro Natura Aargau, Telefon 079 237 03 75 oder bei Fredi Schären, 056 223 32 27. (tr/mhu)

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