Russland
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Vier Aktivistinnen und Aktivisten stürmten während dem WM-Endspiel auf das Feld.  twitter/nordbayern.de‏

Nach Flitzer-Aktion: «Pussy Riot»-Aktivisten in Haft – es drohen hohe Strafen



Die Moskauer Polizei hat gegen die vier Aktivisten vom WM-Finale vergleichsweise hohe Verwaltungsstrafen beantragt. Ihnen werde vorgeworfen, gegen die Vorschriften für Zuschauer bei Sportveranstaltungen verstossen und sich unrechtmässig Uniformen beschafft zu haben.

Dies meldete die Agentur Interfax am späten Sonntagabend. Die Höchststrafe für den Verstoss gegen die Regeln für Zuschauer liegt demnach bei einer Geldstrafe von 200'000 Rubel (etwa 3000 Franken) oder 160 Stunden gemeinnütziger Arbeit. Für das Beschaffen einer Uniform beträgt die Strafe dem Bericht zufolge zwischen 1000 und 1500 Rubel.

Vier sogenannte Flitzer hatten beim Finale der Fussball-WM zwischen Frankreich und Kroatien am Sonntagabend für eine kurze Unterbrechung gesorgt, als sie in Uniformen russischer Polizisten auf den Platz rannten.

Die kremlkritische Polit-Punk-Gruppe Pussy Riot reklamierte die Aktion für sich und verband sie mit politischen Forderungen etwa nach mehr politischem Wettbewerb in Russland. Zudem forderte die Gruppe ein Ende von Festnahmen bei friedlichen Protesten und die Freilassung aller politischen Gefangenen.

Die Gruppe fordert unter anderem die Freilassung politischer Gefangener. 

In Gewahrsam genommen

Das folgende Video soll nach der Festnahme auf einem Polizeiposten aufgenommen worden sein. Es sei schade, dass das Jahr 1937 vorüber sei, sagte ein aufgebrachter Polizist. Damit spielte er wohl auf die politische Säuberung von Stalin an. In jenem Jahr liess er 1,5 Millionen Menschen verhaften – der Grossteil davon starb. 

Pussy Riot ist vor allem bekannt für eine Protestaktion 2012 in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale: Dort hatten sie ein «Punk-Gebet» aufgeführt, in dem sie Putin offen kritisierten. Wegen «Rowdytums» und «Aufwiegelung zu religiösem Hass» wurden drei Bandmitglieder zu zwei Jahren Arbeitslager verurteilt, sie kamen jedoch vorzeitig frei. (sda/dpa/afp/vom)

Pussy Riot

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sonnenfeld28 16.07.2018 14:09
    Highlight Highlight Jegliche politische Demonstration hat auf dem Fussballplatz nichts zu suchen und ist entsprechend zu sanktionieren.
    • Silent_Revolution 16.07.2018 16:16
      Highlight Highlight Nationalmannschaftsfussball ist reine Politik, da muss es auch Platz für Demonstrationen geben.

      Wenn die WM nichts mit Politik zu tun hat, was haben dann Kitarović, Putin und Macron mit Infantino in einer Loge zu suchen?
  • leu84 16.07.2018 13:15
    Highlight Highlight Ein paar falsche Socken tragen kosten noch etwas mehr... Okay, man kann beide Sachen nicht miteinander vergleichen...
  • Vanish Oxi Action 16.07.2018 11:25
    Highlight Highlight Warum kritisiert niemand den schweizer kommentator auf srf??? Selbstzufrieden machte er die äusserung, dass diese flitzer nun für sehr lange zeit in sibirien steine klopfen werden🙄 das ist sogar für srf kommentatoren ein neuer tiefpunkt
    • gege 16.07.2018 14:22
      Highlight Highlight Bei Sascha Rufer fallen solche Sprüche gar nicht mehr auf.
    • HansHoni 16.07.2018 15:03
      Highlight Highlight Ich gebe dir völlig recht. Ich war schockiert über die dämliche Aussage von Rufer, meinte sogar, noch einen leicht bewundernden Unterton zu hören (OK, das ist jetzt gemein...). Aber er musste ja schon beim Doppeladler 7x mal sagen, wie dumm die Aktion war. Ohne den geringsten Schimmer, was in der rechtsextremen Ecke der serbischen Zuschauer abgegangen war die ganze Zeit.
    • Silent_Revolution 16.07.2018 16:38
      Highlight Highlight Ich mag ihn. Politisch inkorrekt, spricht ohne zu überlegen und unzensiert genau das aus, was ihm durch den Kopf schwirrt. Als Zuschauer / hörer weiss man nie was als nächstes kommt. Man hat immer mal wieder was zu lachen.

      Auch wenn er sicher nicht der Kompetenteste ist, ist Sascha Ruefer ein Unikat der zu unterhalten weiss.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schnuderbueb 16.07.2018 10:31
    Highlight Highlight Uff! Nur mein Kommentar zu diesem Thema?😲 Habe ich die watson- Community überschätzt? Die versteht anscheinend zu einem Grossteil auch keine Spässchen wie die Russen, wenn es um demokratische Forderungen geht. Fussball und das Verlangen nach 1937 scheint auch hier, grösser zu sein als Freiheit und Demokratie.🙄
    • Schnuderbueb 16.07.2018 11:25
      Highlight Highlight Da hat sich dieser Kommentar von mir mit der Freischaltung der anderen überschnitten.
  • Schnuderbueb 16.07.2018 08:05
    Highlight Highlight "Es sei schade, dass das Jahr 1937 vorüber sei" Da hat der Polizist anscheinend noch nicht gemerkt, dass es eben noch NICHT vorüber ist dort. Putin! Im Westen, zumindest in Westeuropa (in der Visegrád-Gruppe und USA wohl eher nicht) sieht man diese harmlose Aktion mit einem Augenzwinkern. Lass sie bitte wieder gehen.
    • beaetel 16.07.2018 08:15
      Highlight Highlight Einen Monat gemeinnützige Arbeit? Hat tatsächlich nichts mehr mit 1937 zu tun.
    • Schnuderbueb 16.07.2018 12:51
      Highlight Highlight Trotzdem wünscht sich der Polizist 1937 zurück und und einige Leser hier vermutlich auch. Was mich erschaudern lässt.

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