Russland
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epa04337947 Australian and Dutch investigators examine a piece of debris of Malaysia Airlines Flight MH17 plane, near the village of Hrabove, 100 km from  Donetsk, Ukraine, 01 August 2014. A group of international experts arrived 01 August at the site of the crash of Malaysia Airlines MH17 in eastern Ukraine after the government halted military operations against Russia-backed rebels. The Dutch government said members of the Organization for Security and Co-operation in Europe (OSCE), as well as Australian and Dutch experts, had reached the scene of the crash, where up to 80 bodies could still be laying. Most of the victims on the plane, which is suspected of having been shot down by rebels on July 17, were Dutch, Malaysian and Australian.  EPA/IGOR KOVALENKO

Experten aus den Niederlanden und aus Australien begutachten den Absturzort der Maschine MH17. Bild: IGOR KOVALENKO/EPA/KEYSTONE

MH17

Experten beginnen Ermittlungen an Absturzstelle in Ostukraine



Trotz anhaltender Gefechte hat eine Gruppe von Experten am Freitag ihre Arbeit am Absturzort des mutmasslich abgeschossenen Passagierflugzeugs in der Ostukraine aufgenommen. Rund 70 Forensiker und Kriminaltechniker vornehmlich aus den Niederlanden und Australien begannen am Freitag mit der Suche nach weiteren Leichenteilen der 298 Absturzopfer und der Spurensicherung an Wrackteilen.

«Falls die Experten sterbliche Überreste finden, werden diese umgehend geborgen», erklärte das niederländische Justizministerium in Den Haag. Die Untersuchung wird von den Niederlanden geleitet, aus denen die meisten der Absturzopfer stammen.

epa04337946 Australian and Dutch investigators examine a piece of debris of Malaysia Airlines Flight MH17 plane, near the village of Hrabove, 100 km from  Donetsk, Ukraine, 01 August 2014. A group of international experts arrived 01 August at the site of the crash of Malaysia Airlines MH17 in eastern Ukraine after the government halted military operations against Russia-backed rebels. The Dutch government said members of the Organization for Security and Co-operation in Europe (OSCE), as well as Australian and Dutch experts, had reached the scene of the crash, where up to 80 bodies could still be laying. Most of the victims on the plane, which is suspected of having been shot down by rebels on July 17, were Dutch, Malaysian and Australian.  EPA/IGOR KOVALENKO

Rund 70 Forensiker und Kriminaltechniker sind vor Ort. Bild: IGOR KOVALENKO/EPA/KEYSTONE

Begleitet wurde die Gruppe von Beobachtern und Experten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Bis zu 950 bewaffnete Polizisten aus den Niederlanden und Australien sollen die Arbeiten zudem absichern. Ihre Stationierung soll ebenfalls am Freitag beginnen.

Kämpfe behinderten Arbeiten

Die Regierung in Kiew und der Westen machen die prorussischen Separatisten für den Abschuss des Flugzeugs am 17. Juli verantwortlich. Die Rebellen bargen 227 Leichen, doch befinden sich inmitten der weiträumig verstreuten Trümmer die sterblichen Überreste weiterer Opfer.

Bemühungen zu ihrer Bergung und zur Untersuchung des Absturzes wurden durch die Kämpfe in der Region behindert. Versuche der Ermittler, zur Absturzstelle vorzudringen, scheiterten mehrfach. Eine Vorhut der Experten konnte das Gelände erstmals am Donnerstag in Augenschein nehmen.

epa04337928 Australian and Dutch investigators examine a piece of debris of Malaysia Airlines Flight MH17 plane, near the village of Hrabove, 100 km from  Donetsk, Ukraine, 01 August 2014. A group of international experts arrived 01 August at the site of the crash of Malaysia Airlines MH17 in eastern Ukraine after the government halted military operations against Russia-backed rebels. The Dutch government said members of the Organization for Security and Co-operation in Europe (OSCE), as well as Australian and Dutch experts, had reached the scene of the crash, where up to 80 bodies could still be laying. Most of the victims on the plane, which is suspected of having been shot down by rebels on July 17, were Dutch, Malaysian and Australian.  EPA/IGOR KOVALENKO

Inmitten der Trümmern befinden sich sterbliche Überreste weiterer Opfer. Bild: IGOR KOVALENKO/EPA/KEYSTONE

Die ukrainische Armee und die prorussischen Separatisten vereinbarten bei Krisengesprächen in Minsk, den Ermittlern einen Zugang zum Absturzort zu gewährleisten, wie der ukrainische Ex-Präsident Leonid Kutschma in Kiew sagte.

Beide Lager hätten zudem den gegenseitigen Austausch von 20 Gefangenen beschlossen. «Die Männer werden in Kürze freigelassen», sagte Kutschma, der am Donnerstag als Vermittler an dem Treffen in der weissrussischen Hauptstadt teilgenommen hatte.

Kämpfe gehen weiter

Armee und Regierungstruppen warfen sich allerdings gegenseitig vor, die beschlossene Feuerpause nicht einzuhalten. Die Armee feuere aus Mehrfachraketenwerfern, sagte Separatistenanführer Andrej Purgin. Die militanten Gruppen könnten daher die Sicherheit internationaler Ermittler nicht garantieren.

Mindestens zehn ukrainische Soldaten seien getötet worden, als ihre Einheit in Schachtjorsk, rund 25 Kilometer vom Absturzort entfernt, in einen Hinterhalt geriet, sagte Armeesprecher Alexej Dmitraschkowski. Dabei starben auch vier Separatisten.

In Lugansk wurden mindestens fünf Zivilisten getötet. Das von Regierungstruppen eingekesselte und von der Versorgung mit Lebensmitteln abgeschnittene Lugansk ist neben Donezk die letzte Hochburg der Rebellen. (viw/sda/afp/dpa/reu)

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