Russland
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+++ Liveticker zu MH17 +++

Immer noch kein Zugang zur Absturzstelle für Ermittler – Indentifizierung der Opfer hat begonnen



Liveticker: Nach dem Abschuss von MH17

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Adrian Eng
3:47
Offenbar neue MH17-Wrackteile und Leichen in der Ukraine gefunden
Mehr als eine Woche nach dem Absturz des Malaysia-Airlines-Flugzeugs in der Ostukraine haben Ermittler nach australischen Medienberichten ein neues grosses Wrackteil sowie weitere Leichen gefunden. Sie beriefen sich auf Sprecher der OSZE, die unter anderem australische Ermittler in das Absturzgebiet begleitet hatten.

Der Fundort sei unweit der anderen Wrackteile. Die Ermittler - darunter zwei australische Diplomaten und ein Forensiker - seien zunächst nicht dafür ausgerüstet gewesen, die Leichen zu bergen, berichteten der Fernsehsender ABC und die Zeitung «Sydney Morning Herald» am Freitag. Bei dem Wrackteil handelt es sich demnach um einen Teil des Rumpfes, in dem Sitze und Fenster noch intakt waren. (sda/dpa)
20:27
Groisman wird für Übergang ukrainischer Regierungschef
Der bisherige ukrainische Vize-Ministerpräsident Wladimir Groisman soll die Regierung übergangsweise führen. Das teilte Innenminister Arsen Awakow am Donnerstag in Kiew mit. Zuvor hatte Regierungschef Arseni Jazenjuk seinen Rücktritt erklärt.

Groisman ist von ukrainischer Seite auch für die Ermittlungen nach dem Absturz der malaysischen Boeing zuständig. (sda/dpa)
19:06
Experten identifizieren Opfer von MH17
Ein internationales Team von 200 Experten hat mit der Identifizierung der Opfer des Absturzes von Flug MH17 begonnen. In der Ostukraine erhalten Ermittler auch eine Woche nach dem mutmasslichen Abschuss der Passagiermaschine keinen ungehinderten Zugang zum Absturzort.

«Der Prozess der Identifizierung kann lange dauern», sagte der Sprecher des Forensischen Teams der niederländischen Polizei (LTFO), Arie de Bruin, am Donnerstag in Bunnik bei Utrecht. Er warnte vor falschen Erwartungen, dass man wie in der US-Krimiserie «CSI innerhalb einer halben Stunde alle Informationen sammeln kann und ein DNA-Match hat.»

In dem Team arbeiten 120 Niederländer und 80 Experten aus Deutschland, Belgien, Grossbritannien, Australien, Indonesien, Neuseeland und Malaysia zusammen. Nachdem die ersten 40 Opfer am Mittwochabend in einer Kaserne in Hilversum eingetroffen waren, hatte die Identifizierung begonnen.
19:05
Kämpfe verhindern Augenschein vor Ort
Noch immer keinen vollständigen Zugang zum Absturzort der malaysischen Passagiermaschine erhielten die internationalen Experten. «Die Experten sind noch immer in Kiew und Charkow, sie konnten sich aus Sicherheitsgründen nicht zum Absturzort begeben», teilte die niederländische Sicherheitsbehörde OVV mit, die die Untersuchungen leitet.

Nach einem Vorschlag Australiens soll nun eine UNO-Truppe die Gegend sichern. 50 australische Polizisten wurden am Donnerstag in Erwartung einer solchen Mission nach London geschickt.
A piece of the wreckage is seen at a crash site of the Malaysia Airlines Flight MH17 near the village of Petropavlivka (Petropavlovka), Donetsk region July 24, 2014. REUTERS/Maxim Zmeyev (UKRAINE - Tags: TRANSPORT DISASTER)
17:35
EU kann sich nicht auf griffige Sanktionen gegen Russland einigen
Die EU-Botschafter diskutierten ein Paket von Massnahmen als Reaktion auf den mutmasslichen Abschuss des Flugs MH17 über der Ostukraine, die auf die russische Wirtschaft zielen sollen. Dazu erwarteten EU-Diplomaten am Donnerstag aber noch keine Einigung. Ein weiteres Treffen der EU-Botschafter ist daher am Dienstag angesetzt.

Immerhin verständigten sich die EU-Botschafter in Brüssel darauf, Einreiseverbote und Kontensperrungen gegen zusätzlich 15 Personen zu verhängen. (sda/dpa/afp)
17:10
Ukrainische Regierung tritt überraschend zurück
Der ukrainische Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk hat den Rücktritt seiner Regierung bekanntgegeben, wie Spiegel-Online berichtet. Er ziehe die Konsequenzen aus der Auflösung der Koalition, sagte Jazenjuk am Donnerstag im Parlament in Kiew.

Zuvor hatte sich die prowestliche Koalition «Europäische Wahl» aufgelöst, die seit dem Umsturz in der Ukraine Ende Februar regierte. Am Vormittag hatten die Partei Udar des Kiewer Bürgermeisters und Ex-Box-Profis Vitali Klitschko sowie die nationalistisch geprägte Partei Swoboda von Oleg Tjagnibok ihren Austritt aus der Koalition verkündetet.

Jazenjuk hatte das Amt am 27. Februar 2014 angetreten. Mit dem Rücktritt wollen die Kräfte um den prowestlichen Präsidenten Petro Poroschenko den Weg zu Neuwahlen freimachen. Das Land steht vor tiefgreifenden Reformen. Als möglicher Wahltermin wird der 26. Oktober genannt. Mehr dazu lesen Sie hier
epa04329057 Ukrainian Prime Minister Arseny Yatseniuk addresses the parliament in Kiev, Ukraine, 24 July 2014. Ukraine's government stepped down 24 July announced Prime Minister Arseniy Yatsenyuk, clearing the way for elections in October as the country finds itself in the grip of events threatening to tear it apart. The news came hours after the coalition that had supported Yatsenyuk's Fatherland party dissolved, a move that all coalition members had sought.  EPA/ANDREW KRAVCHENKO/GOVERNMENT PRESS SERVICE / POOL
16:20
OSZE-Beobachter sollen russisch-ukrainische Grenze überwachen
Die OSZE will so schnell wie möglich Beobachter an die russisch-ukrainische Grenze schicken. Eine entsprechende Mission wurde am Donnerstag vom Ständigen Rat der Organisation in Wien verabschiedet. 16 OSZE-Vertreter sollen demnach Informationen über die Situation an zwei russischen Grenzposten sammeln. Alle 57 Mitgliedstaaten stimmten dem Beschluss zu, darunter auch Russland und die Ukraine, wie eine Sprecherin mitteilte.
Im Rahmen einer separaten Sondermission befinden sich bereits etwa 230 OSZE-Beobachter in der Ukraine. Einige davon kontrollieren derzeit auch die Absturzstelle des malaysischen Passagierflugzeugs nahe Donezk.
13:14
Militärflugzeug holt weitere Opfer aus Charkow ab
Eine Luftbrücke bringt weitere Opfer des Flugzeugabsturzes in der Ostukraine zurück in die Niederlande. Militärtransporter aus den Niederlanden und Australien holten am Donnerstag 74 Leichen aus der ukrainischen Stadt Charkow ab. (sda/dpa)
11:44
Polen sagt sein Kulturjahr in Russland ab
Die polnische Regierung hat das für 2015 geplante polnische Kulturjahr in Russland abgesagt. In der gegenwärtigen politischen Situation und angesichts dessen, was in der Ukraine geschehe, sei es unmöglich, ein polnisches Jahr in Russland durchzuführen, teilte Regierungssprecherin Malgorzata Kidawa-Blonska am späten Mittwochabend mit.

Dieser Ansicht seien der Aussenminister und die Kulturministerin Polens. Auch das geplante russische Kulturjahr in Polen werde damit ausgesetzt. «Kultur soll Künstler und Zuschauer verbinden, es soll eine gute Atmosphäre sein», sagte die Regierungssprecherin. Es habe auch zahlreiche Vorschläge polnischer Künstler gegeben, das Kulturjahr in Russland auszusetzen oder zu verschieben. (sda/dpa)
11:10
Russland verlangt von USA Beweise
Es gebe bisher keinen einzigen Beleg dass prorussische Separatisten MH17 abgeschossen haben, kritisierte der russische Vize-Verteidigungsminister Anatoli Antonow am Donnerstag. «Sie haben gesagt, dass der US-Geheimdienst technische Daten und Satellitenfotos hat, die zeigen, dass die Rakete aus dem Rebellengebiet abgeschossen wurde», sagte Antonow im Fernsehsender Rossija 24. «Die Frage ist, wo diese Daten sind», ergänzte er. (whr/sda/afp/dpa)
10:50
Prorussischer Separatist: «Statt ukrainischen Piloten fanden wir tote Zivilisten»
Ein prorussischer Separatist hat zugegeben, dass seine Leute MH17 abgeschossen haben, berichtet die italienische Zeitung «Corriere della Sera». Der 31-jährige, nicht namentlich genannte Separatist, sagte, es habe sich um eine tragische Verwechslung gehandelt, eigentlich wollten sie einen ukrainischen Kampfjet treffen: «Ich hatte Fallschirme erwartet und fand den Körper eines toten Mädchen, nicht älter als fünf Jahre. Es war schrecklich.»
10:45
Malaysia und Neuseeland entsenden Gerichtsmediziner
Malaysia und Neuseeland unterstützen die Niederlande bei der Identifizierung der Opfer von Flug MH17 und entsenden gerichtsmedizinische Experten. Am Donnerstag machten sich zwei malaysische Gerichtsmediziner mit DNA-Proben von Familien der Opfer auf den Weg in die Niederlande.

Malaysias Ministerpräsident Najib Razak hatte angekündigt, die Regierung wolle die Opfer vor Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan Ende Juli nach Hause bringen. An Bord der Boeing 777-200 der Fluglinie Malaysia Airlines befanden sich unter den 298 Insassen 43 malaysische Staatsbürger, darunter die 15 Besatzungsmitglieder. Andere malaysische Polizisten und Forensiker sind bereits in den Niederlanden eingetroffen.

Auch drei neuseeländische Experten für die Identifizierung von Katastrophenopfern seien auf dem Weg nach Hilversum in den Niederlanden, wo ein internationales Team an der Identifizierung der MH17-Opfer arbeitet, teilte die neuseeländische Polizei mit.

Neuseeländische Experten hätten Erfahrung bei der Opferidentifizierung nach dem Tsunami in Thailand 2004 und dem Erdbeben in Christchurch 2011 gesammelt. (sda/dpa)
10:20
Russland dementiert Abschuss zweier ukrainischer Kampfflugzeuge
Zwei ukrainische Kampfflugzeuge sind nach Darstellung der Regierung in Moskau nicht von russischem Territorium aus abgeschossen worden. Das Verteidigungsministerium erklärte nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax am Donnerstag, es handele sich um «Fantasien der Kiewer Behörden».

Der ukrainische Sicherheitsrat hatte am Mittwoch mitgeteilt, die beiden Kampfflugzeuge über der Ostukraine seien durch Raketen abgeschossen worden, die in Russland abgefeuert worden seien. Die prorussischen Separatisten in der Ostukraine hatten sich zu den Abschüssen bekannt.

Die ukrainische Regierung sieht Russland nicht nur hinter der Versorgung der Separatisten mit schweren Waffen, sondern hat den russischen Streitkräften bereits mehrfach auch direktes Eingreifen in den Konflikt vorgeworfen. Russland weist dies zurück. (whr/sda/reu)
10:05
Separatistenführer weist Bericht über «Buk»-Besitz zurück
Ein Kommandant der Separatisten im Konfliktgebiet Ostukraine hat einen Bericht zurückgewiesen, nach dem die prorussischen Kräfte im Besitz des Flugabwehrsystems «Buk» gewesen seien. «Ich habe keine Kenntnis davon, dass die Aufständischen eine solche Waffe besitzen», sagte Alexander Chodakowski im Interview des Staatsfernsehsenders Russia Today am Donnerstag. Er bestätigte, dass er mit einem Journalisten eines westlichen Mediums verschiedene Möglichkeiten für den Abschuss der malaysischen Passagiermaschine MH17 durchgesprochen habe.

Bei dem auf Video aufgezeichneten Gespräch habe es allerdings einen «roten Faden» gegeben mit der Aussage, dass er den «Buk»-Einsatz nicht bezeugen könne, betonte Chodakowski. Andere Separatistenführer teilten erneut mit, dass die prorussischen Kräfte kein solches Waffensystem genutzt hätten.

Die Separatisten hatten sich bereits im Juni damit gebrüstet, ein ukrainisches «Buk»-System erbeutet zu haben. Allerdings erklärten sie nach dem Abschuss der Boeing 777-200 am vergangenen Donnerstag, dass das Anlage nicht funktionstüchtig gewesen sei. Das hatten auch Ermittler in Kiew bestätigt.

Der Separatistenführer Chodakowski war in russischen Medien am Mittwoch mit Aussagen zitiert worden, wonach er selbst gehört habe, dass die Aufständischen eine «Buk» hätten. Demnach sei auch eine Provokation von ukrainischer Seite möglich gewesen - etwa die gezielte Lenkung der Maschine mit fast 300 Menschen an Bord in das Kriegsgebiet. Die Separatisten könnten die Boeing dann aus Versehen abgeschossen haben, weil sie Maschine für ein ukrainisches Militärflugzeug gehalten hätten, wurde Chodakowski zitiert.

In einem anderen Gespräch hatte der Anführer Vorwürfe der Ukraine über eine mutmassliche Ausrüstung der Separatisten mit einem russischen «Buk»-System kritisiert. Wenn die Ukraine davon ausgegangen sei, dass die Aufständischen mit solchen Waffen schössen, dann hätte der Luftraum für Passagiermaschinen geschlossen sein müssen, meinte der Kommandant des Bataillons «Wostok» (Osten). (sda/dpa)
8:00
Trümmerhaufen ist wichtiger als Blackbox
Die Blackbox von Flug MH17, die nun einem Speziallabor im britischen Farnborough untersucht werden soll, rückt immer mehr in den Mittelpunkt des Interesses. Wichtiger sei aber die genaue Untersuchung der Absturzstelle, sagte der australische Flugsicherheitsexperte Desmond Ross gegenüber SPIEGEL ONLINE. «Die Blackbox allein wird uns wahrscheinlich keine Erklärung liefern. In diesem konkreten Fall ist die Analyse der Trümmer entscheidend.»

Auch der auf Luftverkehr spezialisierte IT-Experte David Allerton von der Universität Sheffield schreibt: «Während sich viel Aufmerksamkeit auf die Blackbox richtet, könnte es am Ende nicht auf ihre Information ankommen. Der Schaden, der der Flugzeugzelle von MH17 zugefügt wurde, könnte uns präzise erzählen, wer für diese Tragödie verantwortlich ist.»

Sollte wie vermutet eine Rakete die Boeing 777 zerstört haben, könne schon die Analyse einzelner Metallteile des Flugzeugs dies beweisen, sagt Ross, der selbst früher Pilot und Fluglotse war. «Wenn darauf Sprengstoffspuren gefunden werden, lässt sich nachweisen, welcher Raketentyp verwendet wurde. Und ich würde nicht ausschließen, dass zwischen den Wrackteilen auch noch Fragmente der Rakete herumliegen.»
7:30
Hunderte bei Trauerfeier für MH17-Opfer in Australien
epaselect epa04326928 A picture made available on 23 July 2014 shows delegates and supporters from the Aids 2014 conference hold a candlelight vigil in Federation square to remember their colleagues who were killed in the crash of Malaysia Airlines flight MH17 while traveling to the conference, in Melbourne, Australia, 22 July 2014.  EPA/DAVID CROSLING AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT
Mehr als 1000 Menschen haben in Melbourne der 298 Insassen des in der Ostukraine abgestürzten Malaysia-Airlines-Flugzeugs gedacht. Bei der Trauerfeier in der australischen Stadt sprachen Christen, Muslime, Buddhisten und Juden Gebete. Diplomaten aus Malaysia und den Niederlanden zündeten Kerzen an.

«Möge Gott uns helfen zu wissen, dass Güte stärker ist als Übel, dass Liebe stärker ist als Hass», sagte der anglikanische Dekan von Melbourne, Andreas Loewe. Die St-Paul's-Kathedrale war so voll, dass viele die Feier auf einer Leinwand in einem Park verfolgten.

Unter den Trauernden waren nach Medienberichten auch Schulkameraden der drei Kinder, die mit ihren Eltern, einer Malaysierin und einem Niederländer, ums Leben kamen. Die Familie lebte in Melbourne. An Bord der vergangenen Donnerstag über der Ukraine abgeschossenen Maschine waren 37 Menschen, die in Australien lebten. (sda/dpa)
4:07
Queen gedenkt der Opfer bei der Eröffnung der Commonwealch-Spiele
Britain's Queen Elizabeth II reads the message from the Queen's baton during the opening ceremony for the Commonwealth Games 2014 in Glasgow, Scotland, Wednesday July 23, 2014. (AP Photo/Frank Augstein)
Bei der Eröffnung der Commonwealth-Spiele im schottischen Glasgow durch die britische Königin Elizabeth II ist mit einer Schweigeminute der Opfer des Flugzeugabsturzes im Osten der Ukraine gedacht worden. Die Queen rief dazu auf, in der schweren Zeit zusammenzustehen.

Von den 298 Menschen an Bord der Passagiermaschine der Malaysia Airlines, die vor einer Woche mutmasslich von prorussischen Separatisten abgeschossen wurde, stammten 82 aus Commonwealth-Staaten. Das malaysische Sportler-Team marschierte vor den zehntausenden Zuschauern am Mittwochabend mit gesenkter Flagge und schwarzen Bändern im Celtic-Park-Stadion ein.
22:50
Im Parlament gings wieder rund
Im ukrainischen Parlament sind sich Separatisten und Nationalisten in die Haare geraten. Die Politiker liessen, wieder einmal, die Fäuste sprechen.

(Video: YouTube/YouTube WebTVVHD)
21:48
Rebellenführer gibt Besitz von Raketen zu
Nach derzeitige Erkenntnisstand und nach US-Informationen wurde die malaysische Passagiermaschine mit 298 Menschen an Bord mit einem BUK-Raketensystem abgeschossen. Nun räumt ein einflussreicher Rebellenkommandeur in der Ostukraine ein, dass die Separatisten über BUK-Luftabwehrraketen verfügt haben.

Doch Rebellenkommandeur Alexander Chodakowski meint damit nicht seine eigenen Einheiten des Wostok-Bataillons, sondern beschuldigt die Rebellen aus Luhansk. Chodakowski sagte der Nachrichtenagentur Reuters: "Ich weiss, dass ein BUK-System von Luhansk gekommen ist." Man habe ihn darüber informiert, dass dieses Raketenabwehrsystem unter die Flagge der Volksrepublik Luhansk gestellt werde. Dies ist die grösste Rebellengruppe, die in der Region um die Stadt Luhansk in der Provinz Donezk operiert. In dieser Region in der Ostukraine war Flug MH17 abgestürzt.

Chodakowski sagte weiter, möglicherweise sei das Raketensystem aus Russland gekommen. "Ich weiß von diesem BUK-System", sagte der Rebellenkommandeur. "Ich habe davon gehört. Ich denke, sie haben es zurückgeschickt. Denn ich habe genau in dem Moment davon erfahren, als diese Tragödie geschehen ist. Sie haben es vermutlich zurückgeschickt, um den Beweis seiner Existenz zu beseitigen."

Vor dem Absturz hatten Rebellen damit geprahlt, sie verfügten über BUK-Raketensysteme. Doch seither hast die Volksrepublik Donezk, die wichtigste Separatistenorganisation in der Ostukraine, den Besitz solcher Abwehrwaffen bestritten.(spiegel online)
19:17
Trauer und Wut in Eindhoven «...für ein politisches Spiel missbraucht»
Der niederländische Aussenminister Frans Timmermans sprach bei der Ankunft der Leichen in Eindhoven aus, was viele Angehörige fühlten: In den gegenseitigen Schuldzuweisungen waren die Opfer zum Spielball geworden, das Leiden der Angehörigen zur Nebensache.

«Stellen Sie sich vor, Sie erfahren, dass Ihr Mann getötet wurde und dann, zwei oder drei Tage später sehen sie Bilder, wie irgendein Verbrecher den Ehering von seiner Hand stiehlt», sagte Timmermans am Montag den Mitgliedern des Weltsicherheitsrates in New York. «Bis an mein Lebensende werde ich nicht verstehen, warum es so lange gedauert hat, bis den Rettern erlaubt wurde, ihre schwierige Arbeit zu machen und dass die Leichen von Menschen für ein politisches Spiel missbraucht wurden.»
Dutch Minister of Foreign Affairs, Frans Timmermans (R), comforts a relative of a victim after the arrival of the plane carrying the bodies of the victims killed in the Malaysia Airlines Flight MH17 plane disaster, taxis into Eindhoven Airport July 23, 2014. A Dutch air force transport plane carrying the first 16 coffins with the remains of victims of the downed Malaysian airliner landed at Eindhoven airport on Wednesday from an airport in the eastern Ukrainian city of Kharkiv. REUTERS/Toussaint Kluiters/United Photos (NETHERLANDS - Tags: TRANSPORT DISASTER POLITICS)
18:41
Blackbox-Daten verwertbar
Der Flugschreiber aus dem Cockpit der abgestürzten Boeing von Malaysia Airlines sind ist nach Angaben des niederländischen Sicherheitsrates nicht manipuliert worden. Das habe eine gründliche Untersuchung des Stimmrecorders ergeben, teilte der Rat am Mittwochabend in Den Haag mit.

«Der Cockpit Recorder war beschädigt, aber die Speicher waren intakt.» Internationale Spezialisten in Grossbritannien hätten die Aufzeichnungen heruntergeladen, um sie zu analysieren.

Die Arbeit am Flugdatenrekorder werde am Donnerstag beginnen. Erste Ergebnisse erwartet der niederländische Rat in einigen Wochen. An der Auswertung sind nach Angaben aus Moskau auch russische Spezialisten beteiligt.


Bilder aus Eindhoven
King Willem Alexander (L) and Queen Maxima of the Netherlands (2ndL), Dutch Prime Minister Mark Rutte (C) and officials attend a national reception ceremony at Eindhoven airport July 23, 2014 for the remains of the victims of Malaysia Airlines MH17 downed over rebel-held territory in eastern Ukraine. Two aircraft carrying the remains of some of the 298 passengers who died on flight MH17 touched down at an airport in the Dutch city of Eindhoven on Wednesday, as next-of-kin and Dutch and foreign officials looked on. The remains of the victims of the downing of the flight over eastern Ukraine, 193 of whom were Dutch, will be brought over the next few days to a military base in Hilversum, the Netherlands. The Netherlands declared Wednesday the country's first day of mourning in more than half a century.      REUTERS/Francois Lenoir (NETHERLANDS  - Tags: TRANSPORT POLITICS DISASTER CIVIL UNREST ROYALS)
König Willem Alexander (l.) und Königin Maxima (2. v. l.) sowie der niederländische Premier Mark Rutte (M.) während der Trauerzeremonie auf dem Flughafen in Eindhoven. Am Mittwoch riefen die Niederlande den ersten offiziellen Trauertag seit mehr als einem halben Jahrhundert aus.
The convoy of hearses with the remains of the victims of Malaysia Airlines MH17 downed over rebel-held territory in eastern Ukraine, drives past international flags as it leaves Eindhoven airport to a military base in Hilversum July 23, 2014. Two aircraft carrying the remains of some of the 298 passengers who died on flight MH17 touched down at an airport in the Dutch city of Eindhoven on Wednesday, as next-of-kin and Dutch and foreign officials looked on. The remains of the victims of the downing of the flight over eastern Ukraine, 193 of whom were Dutch, will be brought over the next few days to a military base in Hilversum, the Netherlands. The Netherlands declared Wednesday the country's first day of mourning in more than half a century.          REUTERS/Francois Lenoir (NETHERLANDS  - Tags: TRANSPORT POLITICS DISASTER CIVIL UNREST)
Der Konvoi mit den Opfern von Flug MH17 in Eindhoven. Die sterblichen Übrerreste werden auf die Militärbasis in Hilversum gebracht.
Coffins of the victims of Malaysia Airlines MH17 downed over rebel-held territory in eastern Ukraine, are loaded into hearses on the tarmac during a national reception ceremony at Eindhoven airport July 23, 2014. Two aircraft carrying the remains of some of the 298 passengers who died on flight MH17 touched down at an airport in the Dutch city of Eindhoven on Wednesday, as next-of-kin and Dutch and foreign officials looked on. The remains of the victims of the downing of the flight over eastern Ukraine, 193 of whom were Dutch, will be brought over the next few days to a military base in Hilversum, the Netherlands. The Netherlands declared Wednesday the country's first day of mourning in more than half a century.      REUTERS/Mischa Rapmund  (NETHERLANDS - Tags: TRANSPORT POLITICS DISASTER CIVIL UNREST)
Die Särge werden weggetragen.
17:44
Kampfjets angeblich von russischem Territorium aus abgeschossen
Die Raketen seien «nach vorläufigen Informationen von russischem Territorium aus abgeschossen» worden, erklärte der Sicherheitsrat der Ukraine. Die Kampfflieger vom Typ Su-25 seien in einer Höhe von 5200 Metern unterwegs gewesen, was zu hoch sei für schultergestützte Raketenwerfer der Separatisten. Die Piloten der Kampfjets konnten sich nach Angaben von Militärsprecher Wladislaw Selesnow mit dem Schleudersitz retten. (sda/afp/dpa)

Video: (YouTube/informator.lg.ua)
Holland will Putins Tochter ausweisen
Maria (29), die Tochter von Wladimir Putin, soll die Niederlande verlassen. Dies berichtet 20 Minuten und beruft sich auf einen Bericht in der niederländischen Regionalzeitung Leidsch Dagblad. Maria lebt seit zwei Jahren in Voorschoten bei Den Haag in einem grossen Apartment und hat mit dem Manager Jorrit Faassen (34) ein Kind.
16:53
Schweigeminute für die Opfer in Eindhoven
A coffin of one of the victims of Malaysia Airlines MH17 downed over rebel-held territory in eastern Ukraine, is loaded into a hearse on the tarmac during a national reception ceremony at Eindhoven airport July 23, 2014. Two aircraft carrying the remains of some of the 298 passengers who died on flight MH17 touched down at an airport in the Dutch city of Eindhoven on Wednesday, as next-of-kin and Dutch and foreign officials looked on. The remains of the victims of the downing of the flight over eastern Ukraine, 193 of whom were Dutch, will be brought over the next few days to a military base in Hilversum, the Netherlands. The Netherlands declared Wednesday the country's first day of mourning in more than half a century.      REUTERS/Francois Lenoir (NETHERLANDS  - Tags: TRANSPORT POLITICS DISASTER CIVIL UNREST)
Im Beisein des niederländischen Königspaares, von Ministerpräsident Mark Rutte und zahlreicher Angehöriger landete ein Transportflugzeug am Mittwochnachmittag auf dem Flughafen von Eindhoven.

Kurz danach folgte eine australische Maschine. Beide waren am Morgen mit insgesamt 40 Särgen an Bord im ukrainischen Charkow gestartet.

Mit einer Schweigeminute ehrten die über 1300 versammelten Menschen, darunter viele Minister und Abgeordnete, der Opfer. Auf dem Rollfeld standen Dutzende Leichenwagen bereit. (sda/dpa)
16:15
Flugzeug mit Opfern von Flug MH17 in Eindhoven gelandet
EINDHOVEN, NETHERLANDS - JULY 23:  Local Dutch police watch as a plane touches down carrying the bodies of crash victims from Malaysia Airlines flight MH17 on July 23, 2014 at Eindhoven Airport, Netherlands. Today the people of the Netherlands are holding a national day of mourning. Malaysian Airlines flight MH17 was travelling from Amsterdam to Kuala Lumpur when it crashed in eastern Ukraine killing all 298 passengers. The aircraft was allegedly shot down by a missile and investigations continue to find the perpetrators of the attack.  (Photo by Peter Macdiarmid/Getty Images)
So reagiert die Twitter-Gemeinde
«Schiessen sie nun doch wieder mit den Raketen, die sie nicht hatten?» Auf Twitter mehren sich die Kommentare, die den Abschuss von MH17 mit dem jüngsten Kampfjet-Abschuss in Verbindung bringen:

15:03 Uhr: Merkel verlangt rasche Sanktionen
German Chancellor Angela Merkel addresses the media during her annual summer press conference in Berlin, Germany, Friday, July 18, 2014. (AP Photo/Michael Sohn)
Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel will möglichst schnell EU-Wirtschaftssanktionen gegen Russland verhängt sehen, wie Spiegel Online berichtet. Da Russland kein Interesse an einer Aufklärung des Flugzeugabsturzes gezeigt habe, halte die Kanzlerin rasche Beschlüsse für nötig, sagte der stellvertretenden Regierungssprecher Georg Streiter in Berlin.
14:42
Separatisten angeblich auf dem Rückzug
In der Industriemetropole Donezk sind die prorussischen Separatisten nach Darstellung des ukrainischen Militärs auf dem Rückzug. Die Aufständischen hätten in Scharen Stellungen in den Aussenbezirken aufgegeben und sich in das Zentrum der Stadt zurückgezogen, erklärte das Militär.

Einwohner der Stadt berichteten, Separatisten hätten vor der Universität in der Innenstadt Schützengräben ausgehoben. In den Studentenwohnheimen hätten zuletzt die Rebellen gelebt.

Schwere Kämpfe wurden den zweiten Tag in Folge aus der Region Lugansk gemeldet, der zweiten noch von den Separatisten kontrollierten Stadt. (sda/reu)
14:30
OSZE-Beobachter wieder an der Absturzstelle von MH17
Beobachter der OSZE haben auch am Mittwoch die Absturzstelle der malaysischen Boeing 777-200 in der Ostukraine begutachtet. In ihrer Begleitung waren ein Vertreter von Malaysia Airlines und zwei Beamte der malaysischen Luftfahrtbehörde.

Die Experten dokumentierten Trümmerteile und persönliche Habseligkeiten der 298 Absturzopfer auf Fotos, wie die Mission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in der Ukraine mitteilte. (sda/dpa)
14:24
Erste Videobeweise
Die ersten Videobeweise des Kampfjetabschusses:
Quelle: YouTube
14:06
Schicksal der Piloten unklar
Ein Sprecher der ukrainischen Streitkräfte sagte, über das Schicksal der Piloten der beiden abgeschossenen Suchoi-Maschinen sei derzeit noch nichts bekannt. Die Jets seien nahe der Stadt Snischne östlich der Rebellenhochburg Donezk abgeschossen worden.
13:49
Zwei ukrainische Kampfjets abgeschossen
In der Ostukraine sind zwei ukrainische Kampfflugzeuge abgeschossen worden. Das teilen ein ukrainischer Militärsprecher sowie die Aufständischen mit.
10:44
Viele Leichen noch auf der Absturzstelle
Der australische Premierminister Tony Abbott vermutet zahlreiche Leichen weiterhin am Ort der Katastrophe. «Es ist recht wahrscheinlich, dass viele Leichname noch dort draussen sind, ungeschützt im europäischen Sommer, Eingriffen von aussen sowie der Hitze und Tieren ausgesetzt», sagte Abbott am Mittwoch in der Hauptstadt Canberra. Die Bergungsarbeiten seien bislang «ziemlich unprofessionell» verlaufen.

Am Dienstag waren etwa 200 Leichen per Zug in der ostukrainischen Stadt Charkow eingetroffen. Die internationalen Ermittler vor Ort waren jedoch eigentlich davon ausgegangen, dass sich in dem Zug rund 280 Leichname befanden. (sda/afp)
10:17
Journalist entschuldigt sich, Sachen der Opfer durchsucht zu haben
Colin Brazier von Sky News entschuldigte sich dafür in der Absturzstelle den Koffer eines Kindes durchwühlt zu haben. Die Situation habe ihn schlicht überfordert und er habe einen Fehler gemacht, schreibt er in einem persönlichen Kommentar in «Guardian». Während der Live-Übertragung sei man damit beschäftigt gewesen, keine Opfer zu zeigen und die Habseligkeiten seien eine gute Möglichkeit gewesen, die Tragödie zu illustrieren.
9:41
Die Trauerzeremonie kurz vor dem Abflug

8:59
Die ersten Toten werden in die Niederlande zurückgeflogen
Die ersten Opfer des Fluges MH17 werden heute in die Niederlande zur Identifizierung geflogen. Um 16:00 Uhr sollen sie laut BBC am Flughafen Eindhoven eintreffen. Mitglieder der königlichen Familie sowie der Premierminister Mark Rutte werden den Flieger empfangen.
8:37
Grossbritannien liefert weiter Waffen an Russland
Ungeachtet des Konflikts in der Ukraine liefert Grossbritannien weiterhin Waffen und militärische Ausrüstung nach Russland, berichtet Spiegel Online. Dabei hatte die britische Regierung bereits im März angekündigt, keine militärischen Güter mehr nach Russland verkaufen zu wollen.

Die Exporte stehen im Widerspruch zur Linie der EU. Russland wird verdächtigt, prorussische Separatisten mit Waffensystem ausgestattet zu haben, die den Abschuss der Maschine der Malaysia Airlines möglich machten.
8:19
Deutsche stellen die Fussball-WM in Russland in Frage
Der Westen ist sich einig, dass Russland eine moralische Mitschuld am Abschuss von Flug MH17 trägt, schreibt Spiegel Online. Eine Neuvergabe der WM als Strafmassnahme könne dabei wesentlich wirksamer sein, als Wirtschaftssanktionen, findet der Vizevorsitzende der deutschen Unions-Bundestagsfraktion, Michael Fuchs.
8:12
Die Wut der niederländischen Bevölkerung richtet sich gegen Putins Tochter
«Ich würde die Tochter von Putin totfahren, wenn meine Tochter im Flugzeug gesessen hätte», schreibt ein niederländischer Künstler auf Facebook. Wie die Zeitung «Welt» berichtet, richtet sich der Zorn der Niederländer gegen die 29-jährige Mascha. Diese ist mit dem Niederländer Jorit Faassen verheiratet, der wiederum für die Gazprombank in Moskau arbeitet. Die beiden sollen in einem Penthouse in Voorschoten, in der Nähe von Den Haag, wohnen. Auf Twitter wird zu friedlichen Demonstrationen vor ihrem Haus aufgerufen. Nicht alle scheinen sich daran zu halten.
3:28
Malaysier übergeben Blackbox an niederländische Ermittler
Niederländische Experten haben den Flugdatenschreiber des in der Ostukraine abgestürzten Passagierflugzeugs übernommen. Vertreter Malaysias hätten ihn am Dienstagabend am Kiewer Flughafen übergeben, teilte das niederländische Aussenministerium in Den Haag mit.

Die malaysischen Experten hatten das Gerät von den prorussischen Separatisten erhalten. Die sogenannte Black Box, die den Flugdatenschreiber und den Stimmenrekorder enthält, soll nun zur Auswertung ins britische Farnborough gebracht werden.
0:46
USA: Russland habe die Bedingungen für den Abschuss geschaffen - Beweise gibt es jedoch nicht
Das Passagierflugzeug der Malaysia Airlines ist laut einem Vertreter des US-Geheimdiensts vermutlich aus Versehen abgeschossen worden. «Die wahrscheinlichste Erklärung ist, dass es ein Fehler war», sagte der hohe Geheimdienstvertreter am Dienstag.

Wahrscheinlich habe eine «schlecht ausgebildete Besatzung» das verwendete Luftabwehrsystem vom Typ Buk nicht richtig beherrscht. Die bisher gesammelten Beweise deuteten darauf hin, dass die prorussischen Separatisten für den Abschuss verantwortlich waren, doch bleibe offen, wer «den Abzug betätigt» habe.

Laut dem Geheimdienstbeamten liegen bisher keine Beweise vor, dass russische Kräfte unmittelbar an dem Abschuss beteiligt waren. US-Regierungsvertreter sagten, zwar sei die Verlegung schwerer Waffen aus Russland in den Osten der Ukraine beobachtet worden, doch gebe es keine Beweise, dass auch Buk-Raketensysteme über die Grenze gebracht wurden.

Hochrangige US-Regierungsvertreter sprechen jedoch davon, dass Russland «die Bedingungen» geschaffen habe, die zum Abschuss des Flugzeugs geführt haben, berichtet der Guardian. Wie genau das zu verstehen ist, führten sie nicht aus.

Die USA veröffentlicht dieses Satellitenbild mit der Laufbahn des Flugzeugs vor und nach dem Abschuss:
Satellitenbild des Abschusses der MH17, Malaysia Airlines, Ukraine. Bild: US-Geheimdienste (U.S. Intelligence Community)
23:04
Luftaufnahmen von der Absturzstelle
A satellite image shows the crash site of Malaysia Airlines flight MH17 in Ukraine, in this July 20, 2014 DigitalGlobe handout photo. World leaders demanded an international investigation into the shooting down of Malaysia Airlines Flight MH17 with 298 people on board over eastern Ukraine in a tragedy that could mark a pivotal moment in the worst crisis between Russia and the West since the Cold War.   REUTERS/DigitalGlobe/Handout via Reuters (UKRAINE - Tags: DISASTER TRANSPORT TPX IMAGES OF THE DAY) ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. NO SALES. NO ARCHIVES. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. MANDATORY CREDIT
A satellite image shows the crash site of Malaysia Airlines flight MH17 in Ukraine, in this July 20, 2014 DigitalGlobe handout photo. World leaders demanded an international investigation into the shooting down of Malaysia Airlines Flight MH17 with 298 people on board over eastern Ukraine in a tragedy that could mark a pivotal moment in the worst crisis between Russia and the West since the Cold War.   REUTERS/DigitalGlobe/Handout via Reuters (UKRAINE - Tags: DISASTER TRANSPORT) ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. NO SALES. NO ARCHIVES. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. MANDATORY CREDIT
(Bilder: Reuters)
22:15
80 Leichen fehlen
Die Übergabe erfolgte am Dienstagmittag: In der ostukrainischen Stadt Charkiw, die von der Kiewer Regierung kontrolliert wird, rollte ein Zug mit Kühlwaggons voller Leichen ein. Allerdings waren es deutlich weniger Tote, als westliche Experten erhofft hatten.

In den Kühlwaggons befanden sich die sterblichen Überreste von lediglich 200 Passagieren des Unglücksfluges MH17, wie Interpol am Abend mitteilte. Erwartet worden waren rund 280 Tote sowie Leichenteile weiterer Personen. Wie es zu der Diskrepanz kommen konnte, war zunächst unklar. (spiegel online)
A guard stands on a train carrying the remains of victims of Malaysia Airlines MH17 downed over rebel-held territory in eastern Ukraine after it arrived in the city of Kharkiv, eastern Ukraine July 22, 2014. Almost 300 people were killed when the Malaysian airliner went down on July 17. REUTERS/Gleb Garanich (UKRAINE - Tags: POLITICS DISASTER TRANSPORT CIVIL UNREST TPX IMAGES OF THE DAY)
21:26
Funkspruch abgehört: MH17 wurde Flug über Krisengebiet erlaubt
Kurz vor dem Abschuss des Malaysia Airline Fluges MH17 haben Piloten einer sich in der Nähe befindenden Air-India-Machine laut der «Times of India» einen Funkspruch abgehört, der der MH17 offiziell den direkten Überflug über das Krisengebiet in der Ostukraine erlaubt.

Normalerweise fliegt man einen Zick-Zack-Kurs. Um Sprit und Zeit zu sparen kommt es jedoch vor, dass Piloten der direkte Weg erlaubt wird. Dies war laut dem Bericht hier offenbar der Fall.
21:18
Weitere Sanktionen gegen Russland geplant
Die EU bereitet nach dem mutmasslichen Abschuss einer malaysischen Passagiermaschine eine Reihe zusätzlicher Sanktionen gegen Russland vor: Dazu zählen Massnahmen in den Bereichen Rüstungsexporten, Finanzdienstleistungen, Energie und bei Gütern, die militärisch und zivil verwendet werden können, so genannte Dual-Use-Güter.

Die Einschränkungen der Waffenexporte sollten jedoch nur die Zukunft betreffen, sagte der niederländische Aussenminister Frans Timmermans nach dem Treffen der EU-Aussenminister in Brüssel.

Damit ist die Lieferung von zwei Helikopterträgern des Typs Mistral von Frankreich an Russland nicht betroffen. «Die Russen haben bezahlt. Wir müssten 1,1 Milliarden Euro zurückzahlen, wenn Frankreich das Geschäft absagen würde», erklärte der französische Präsident François Hollande und verwies darauf, dass der Kriegsschiff-Deal bereits 2011 abgeschossen worden war.
20:29
Niederlande gedenken der Absturz-Opfer mit Trauertag
Die niederländische Regierung hat den Mittwoch zum Tag der nationalen Trauer erklärt, um die Opfer der Flugzeugkatastrophe über der Ostukraine zu ehren. Ein Flugzeug mit den ersten Särgen der 298 Opfer wird am Nachmittag gegen 16 Uhr aus Charkow in Eindhoven erwartet.

Dort werden sie von Angehörigen, dem niederländischen Königspaar und Ministerpräsident Mark Rutte erwartet, teilte ein Regierungssprecher am Dienstagabend in Den Haag mit.

Nach der Landung der Maschine soll im Land eine Schweigeminute abgehalten werden. Alle Opfer sollen in Phasen aus Charkow in die Niederlande geflogen und identifiziert werden. Bei dem Absturz starben 193 Niederländer. (sda/dpa)
17:35
Swiss-Piloten wollen Konfliktgebiete umfliegen
Die Gewerkschaft der Swiss-Piloten Aeropers fordert neue internationale Richtlinien für die Luftfahrt. «Bisher ist man davon ausgegangen, dass auf Reiseflughöhe die Sicherheit gewährleistet ist. Es braucht nun sicher eine Diskussion darüber, welche Kriterien herangezogen werden müssen, um ein Krisengebiet zu definieren», sagte Tobias Mattle von der Pilotenvereinigung Aeropers am Dienstag dem Radio SRF.

Laut Mattle sollte deshalb die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) Überflüge über Krisengebiete verbieten können. Eine Arbeitsgruppe der ICAO habe sich seines Wissens dem Thema Flüge über Konfliktzonen bereits angenommen, sagte Mattle. Er gehe davon aus, dass in Kürze schon erste Empfehlungen herausgegeben würden.
Flugzeuge der Swiss International Airlines auf dem Flughafen Zuerich Kloten, am Mittwoch, 28. Juli 2010. Am Donnerstag, 29. Juli 2010, gibt die Fluggesellschaft Swiss die Halbjahreszahlen fuer das laufende Jahr bekannt. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)
(Bild: Keystone)
17:20
Fingerabdrücke, Gebiss und DNA-Proben: So werden die Opfer identifiziert
Alle 298 Opfer des Absturzes von Flug MH17 werden in den Niederlanden identifiziert. Verantwortlich dafür ist das nationale Team forensischer Ermittlungen der Polizei (LTFO). Die Opfer werden zu einer Kaserne in Hilversum unweit von Amsterdam gebracht. Dort werden die Experten sie nach Regeln von Interpol identifizieren. Herangezogen werden dabei Fingerabdrücke, Gebiss und DNA-Proben.

Kriminalbeamte hatten bereits bei den Angehörigen der 193 niederländischen Opfer DNA-Material abgenommen und - soweit möglich - auch Proben der Opfer selbst gesammelt. Ausserdem wurden Haus- und Zahnärzte aufgefordert, relevante Patienteninformationen an die Ermittler weiterzugeben. Für die DNA-Analyse ist das Niederländische Forensische Institut bei Den Haag zuständig. DNA-Proben der Leichen werden dort mit dem Material der Angehörigen verglichen.

Das international renommierte Institut hatte bereits 2010 DNA-Profile der Opfer des Flugzeugunglücks bei Tripolis in Libyen erstellt. Damals waren 103 Menschen umgekommen, darunter 70 Niederländer. Deren Identifizierung hatte rund 30 Tage gedauert. (sda/dpa)
16:55
Briten sollen Daten auswerten
Britische Experten für Flugzeugunglücke sollen die Flugschreiber der in der Ostukraine abgestürzten Passagiermaschine untersuchen. Auf Bitte der Niederlande würden Spezialisten im südenglischen Farnborough die Daten der Black Boxes von Flug MH17 sichern, damit sie international ausgewertet werden können, teilte Premierminister David Cameron am Dienstag mit.

Ein belgisches Militärflugzeug wird die Flugschreiber von der Ostukraine nach Grossbritannien bringen.

Am Nachmittag sei ein Flugzeug vom Typ Embraer vom Brüsseler Militärflughafen Melsbroek Richtung Kiew gestartet, teilte das belgische Verteidigungsministerium dazu mit. An Bord seien Experten und Vertreter der Vereinten Nationen. (sda/dpa)
15:52
Bewegende Rede des holländischen Aussenministers
Der holländische Aussenminister Frans Timmermans hat in bewegenden Worten vor dem UN-Sicherheitsrat Gerechtigkeit für die Opfer des Flugs MH17 gefordert. Das Video:
15:30
Gefahrenkarte für Überflieger

14:45
Putin verlangt Feuerpause
Der russische Präsident Wladimir Putin verlangt von Kiew eine Feuerpause, solange in der Ostukraine nach der Ursache für den Absturz der malaysischen Passagiermaschine gesucht wird. Russland seinerseits versucht auf die Separatisten in der Ostukraine einzuwirken, damit diese eine vollständige Aufklärung ermöglichen.
Russian President Vladimir Putin listens during a meeting in Samara, Russia, Monday, July 21, 2014. Putin has lambasted those who use the downing of a passenger jet in eastern Ukraine for "mercenary objectives," the Kremlin said Monday. In a statement posted on the Kremlin website, Putin again lashed out at Ukraine for ongoing violence with pro-Russian rebels in the eastern part of the country. (AP Photo/RIA-Novosti, Alexei Nikolsky, Presidential Press Service)
«Wir werden aufgefordert, Einfluss auf die Kämpfer im Südosten auszuüben, wir werden alles in unserer Macht Stehende tun», sagte Putin am Dienstag in Moskau zu Beginn einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates. Russland werde alles für «eine vollständige, umfassende, gründliche und transparente Untersuchung» des Falls tun. (sza/sda)
14:10
Absturzopfer sollen in Eindhoven untersucht werden
Die ersten Opfer der Flugzeugkatastrophe in der Ostukraine sollen bereits an diesem Mittwoch in den Niederlanden eintreffen. Das kündigt der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte in Den Haag an. Ein Hercules-Transportflugzeug steht bereits am Flughafen von Charkow in der Ukraine, wo der Zug mit den Leichen angekommen war.

Nach einer ersten Untersuchung in Charkow sollen alle Opfer in die Niederlande überführt und dort identifiziert werden. Die Leichen sollen nach Eindhoven unweit der deutschen Grenze ausgeflogen werden. (sza/dpa)
13:56
Sanktionen gegen Russland: EU streitet mit Frankreich über Waffenembargo
Immer mehr Aussenminister der EU drängen darauf, Russland nach dem möglichen Abschuss von Flug MH 17 der Malaysian Airlines durch stärkere Sanktionen noch mehr unter Druck zu setzen.

Die Diskussion über ein Waffenembargo bringt vor allem Frankreich in die Bredouille, das ein milliardenschweres Waffengeschäft mit Moskau plant. Trotz der internationaler Kritik werde im Oktober ein erstes Mistral-Kriegsschiff an Russland geliefert, bestätigte François Hollande am Montagabend. Die Lieferung eines zweiten Hubschrauberträgers werde aber von der Haltung Moskaus im Ukraine-Konflikt abhängen.
The stern of Sevastopol, a Mistral class, amphibious assault ship is launched at St.Petersburg naval shipyard on Wednesday, April 30, 2014. The stern is to be tugged to France, where where whole ship will be finished. The Russian acquisition of French Mistral class amphibious assault ships is considered to be the largest defense deal between Russia and the West since World War I. (AP Photo/Dmitry Lovetsky)
Der erste der beiden Hubschrauberträger vom Typ Mistral sei nahezu fertig gebaut und werde wie geplant im Oktober ausgeliefert, sagte Präsident François Hollande am Montagabend.

Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten vergangene Woche noch vor der Tragödie um Flug MH17 eine Verschärfung der EU-Strafmassnahmen beschlossen. Die gezielten Sanktionen gegen bisher 72 Ukrainer und Russen sollen ausgeweitet werden auf Unternehmen oder Organisatoren auch in Russland, welche die Souveränität und territoriale Unversehrtheit der Ukraine bedrohen oder die Separatisten materiell oder finanziell unterstützen. Eine Liste soll bis Monatsende erstellt werden. (sza)
13:40
OSZE-Beobachtermission in der Ukraine wird um 6 Monate verlängert
Das Mandat für die OSZE-Beobachtermission in der Ukraine wird definitiv verlängert. Die Einsprachefrist gegen den Entscheid des Ständigen Rats der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) verstrich am Dienstagmittag ungenutzt.

Die laufende Mission hätte am 20. September geendet. Sie wird nun um sechs Monate verlängert. Die ukrainische Regierung hatte um die Verlängerung des Mandats gebeten. Der Entscheid zur Verlängerung fiel nach Angaben der OSZE vom Dienstag einstimmig. Keiner der OSZE-Mitgliedsstaaten habe sich dagegen ausgesprochen.

OSZE-Präsident Didier Burkhalter begrüsste diesen Entscheid und dankte den Staaten für ihr Vertrauen und ihre finanzielle und personelle Unterstützung der Mission. Diese könne nun ihr Mandat ohne Unterbruch fortführen. Der Wert gesicherter und unparteilicher Information könne in diesen angespannten und unruhigen Zeiten nicht hoch genug geschätzt werden, wird Burkhalter in der Mitteilung weiter zitiert. (sza/sda)
13:06
Leichen sollen so schnell wie möglich in die Niederlande transportiert werden
Nachdem der Zug in Charkow eingetroffen ist, sollen die Leichen so schnell wie möglich in die Niederlande transportiert werden. Die Behörden würden ihr Bestes tun, damit die Opfer noch heute weitertransportiert werden könnten, sagte der Sprecher des zuständigen Krisenausschusses, Alexander Chartschenko.
epa04325992 The train with refrigerated wagons carrying the victims of Boeing 777 Malaysia Airlines flight MH17 arrives to the eastern Ukrainian city of Kharkiv, Ukraine, 22 July 2014. The victims' remains of flight MH17 which crashed when crossing the eastern Ukraine region, are to be taken to a laboratory in Kharkiv, more than 250 kilometers north of the crash site and far from rebel-held territory. Senior OSCE members and Dutch forensic specialists were allowed by separatists to check the bodies after being loaded into the refrigerated wagons. The Malaysia Airlines Boeing 777 with more than 280 passengers on board had crashed on 17 July between the city of Donetsk and the Russian border, an area that has seen heavy fighting between separatists and Ukrainian government forces.  EPA/SERGEI KOZLOV
Ermittler in den Niederlanden sollen versuchen, die 298 Opfer des Absturzes zu identifizieren. Geborgen wurden aber nach Angaben der ukrainischen Behörden nur 282 sowie mehrere Leichenteile. Einige Passagiere sind möglicherweise wegen der hohen Hitze am Unglücksort völlig verbrannt.
epa04326003 The door of a refrigerated wagons carrying the victims of Boeing 777 Malaysia Airlines flight MH17 is sealed with foam as the train arrives to the eastern Ukrainian city of Kharkiv, Ukraine, 22 July 2014. The victims' remains of flight MH17 which crashed when crossing the eastern Ukraine region, are to be taken to a laboratory in Kharkiv, more than 250 kilometers north of the crash site and far from rebel-held territory. Senior OSCE members and Dutch forensic specialists were allowed by separatists to check the bodies after being loaded into the refrigerated wagons. The Malaysia Airlines Boeing 777 with more than 280 passengers on board had crashed on 17 July between the city of Donetsk and the Russian border, an area that has seen heavy fighting between separatists and Ukrainian government forces.  EPA/SERGEI KOZLOV
Forensische Untersuchungen der Leichen sollen zudem bei der Lösung der Frage helfen, was mit dem Flugzeug passierte. Experten wollen unter anderem prüfen, ob sich in den Körpern der Opfer Granatsplitter befinden. Solche werden bei der Explosion einer Rakete von dem Typ ausgeschleudert, mit der die Malaysia-Airlines-Maschine am vergangenen Donnerstag abgeschossen worden sein soll. (sza/sda)
12:22
Alles zu den Absturzopfern in einer Grafik
Das «Wall Street Journal» hat die Passagierliste in einer Infografik zusammengefasst.
12:02
Hinweise auf einen Abschuss von Flug MH17 durch Separatisten verdichten sich
Ein durchlöchertes Wrackteil der abgestürzten Boeing weist nach einem Bericht der «New York Times» auf einen Raketentreffer durch das russische Buk-Flugabwehrsystem hin. Mehr dazu hier.
11:30
Waggons mit sterblichen Überresten in Charkow eingetroffen
Der Zug mit den sterblichen Überresten von 251 Passagieren und Crew-Mitgliedern der abgestürzten Linienmaschine MH17 ist in der ostukrainischen Stadt Charkow angekommen. In Kürze würden die von Sicherheitskräften bewachten Kühlwaggons an internationale Experten übergeben, sagte ein Behördensprecher.
A guard stands on a train carrying the remains of victims of Malaysia Airlines MH17 downed over rebel-held territory in eastern Ukraine after it arrived in the city of Kharkiv, eastern Ukraine July 22, 2014. Almost 300 people were killed when the Malaysian airliner went down on July 17. REUTERS/Gleb Garanich (UKRAINE - Tags: POLITICS DISASTER TRANSPORT CIVIL UNREST)
Niederländische Spezialisten hatten in Charkow ein Zentrum zur Identifizierung der Opfer eingerichtet. Bei dem Absturz der Boeing der Malaysia Airlines waren 298 Menschen ums Leben gekommen. Die Opfer sollen so schnell wie möglich zur Identifizierung in die Niederlande gebracht werden.
Ukrainian police stand guard near a train carrying the remains of victims of Malaysia Airlines MH17 downed over rebel-held territory in eastern Ukraine after it arrived in the city of Kharkiv, eastern Ukraine July 22, 2014. Almost 300 people were killed when the Malaysian airliner went down on July 17. REUTERS/Gleb Garanich (UKRAINE - Tags: POLITICS DISASTER TRANSPORT CIVIL UNREST)

11:10
Ashton: Noch keine neuen Sanktionen gegen Russland zu erwarten
Die Europäische Union wird am Dienstag noch keine verschärften Sanktionen gegen Russland beschliessen. Dies machte die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton zu Beginn eines Treffens der EU-Aussenminister in Brüssel deutlich. Einige Minister fordern jedoch eine härtere Gangart.

Es gehe lediglich darum, den EU-Botschaftern Anweisungen für die weitere Ausarbeitung solcher Sanktionen zu geben, sagte Ashton zu Beginn des Treffens. Es ist das erste Treffen auf EU-Ebene seit dem mutmasslichen Abschuss des Fluges MH17 über der Ostukraine mit fast 300 Toten vergangene Woche. (sza/sda)
11:01
Ukraine beschliesst Teilmobilmachung der Bevölkerung
Die Ukraine hat zur Lösung des blutigen Konflikts im Osten des Landes eine Teilmobilmachung der Bevölkerung beschlossen. Das Parlament in Kiew bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Erlass des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko.

Die Teilmobilmachung bedeutet die Masseneinberufung von Männern im wehrdienstfähigen Alter sowie von Reservisten. Die Oberste Rada stimmte mit knapper Mehrheit von 232 Stimmen für den umstrittenen Schritt.




Die ukrainische Armee steht im Ruf, sehr schlecht mit Personal, Nahrung und Technik ausgestattet zu sein. Mit den zusätzlichen Kräften sowie weiterer Ausrüstung will Poroschenko noch härter gegen die prorussischen Separatisten in der Ostukraine vorgehen.

Poroschenko begründete den Schritt mit einer Sicherung der nationalen Unabhängigkeit der Ukraine. Die prorussischen Kräfte in der Ostukraine wollen eine Abspaltung der Gebiete Donezk und Lugansk von Kiew erreichen.

In der russischen Hauptstadt Moskau kommt am Nachmittag der nationale Sicherheitsrat unter Führung von Präsident Wladimir Putin zusammen. Dabei geht es vor allem um die Lage in der Ostukraine. (sza/sda/dpa/reu)
1:06
Separatisten übergeben Black Boxes an Malaysia
Die prorussischen Separatisten in der Ostukraine haben die Flugschreiber der abgestürzten Boeing-Passagiermaschine an malaysische Experten übergeben. Die beiden Geräte seien in gutem Zustand, sagte einer der Fachleute bei der Aushändigung im ostukrainischen Donezk.

Beide Seiten unterzeichneten am frühen Dienstagmorgen vor Dutzenden Journalisten ein Dokument, mit dem die Übergabe amtlich gemacht wurde. Die Separatisten hatten am Montag bereits angekündigt, die Flugschreiber zu übergeben. Die Rebellen stehen seit dem mutmasslichen Abschuss des Flugzeug am Donnerstag in der Kritik, die Ermittlungen zu behindern.

Eine Delegation von zwölf Experten aus Malaysia hatte nach Angaben der russischen Agentur Interfax den Tag über in Donezk mit den Separatisten verhandelt
A Malaysian expert (L) examines a black box belonging to Malaysia Airlines flight MH17 during its handover from pro-Russian separatists, in Donetsk July 22, 2014. The remains of some of the 298 victims of the Malaysia Airlines plane downed over Ukraine were making their way to the Netherlands on Tuesday as Senior Ukrainian separatist leader Aleksander Borodai handed over the plane's black boxes to Malaysian experts. REUTERS/Maxim Zmeyev (UKRAINE - Tags: POLITICS TRANSPORT DISASTER CIVIL UNREST)
22:45
«Wenn Russland nicht Teil der Lösung ist, wird es weiter Teil des Problems bleiben.»
Trotz der Einigung griff die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Samantha Power, Russland nach der Abstimmung scharf an. «Von einer Seite aus hat es bislang zu wenig öffentliche Verurteilung gegeben und das ist Russland», sagte Power. «Wir begrüssen Russlands Unterstützung der Resolution, aber es wäre überhaupt keine Resolution notwendig gewesen, wenn Russland seinen Einfluss bei den Separatisten schon geltend gemacht hätte.

«Wenn Russland nicht Teil der Lösung ist, wird es weiter Teil des Problems bleiben.» Russland wies die Vorwürfe zurück und beschuldigte erneut die Regierung in Kiew, nicht ausreichend an der Aufklärung des Vorfalls mitzuhelfen. (sda/dpa)
NEW YORK, NY - JULY 21: U.S. Ambassador to the United Nations, Samantha Power, attends a meeting of the United Nations (UN) Security Council to discuss the shooting down of a Malaysia Airlines passenger jet over eastern Ukraine on July 21, 2014 in New York City. There are growing calls for sanctions against Russia as the Security Council is briefed on matters and as investigators work to determine if Russian-backed Ukrainian separatist rebels were responsible for bringing down Flight MH-17.   Spencer Platt/Getty Images/AFP
== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==
21:21
UNO-Sicherheitsrat stimmt für unabhängige Untersuchung
Der UNO-Sicherheitsrat hat per Resolution eine unabhängige Untersuchung des mutmasslichen Abschusses einer Passagiermaschine über der Ostukraine gefordert. Alle 15 Mitglieder des Gremiums stimmten dem Papier bei einer kurzfristig einberufenen Sitzung am Montag in New York zu.

Dem ursprünglich von Australien eingebrachten Entwurf hatten sich schon vor der Abstimmung zahlreiche weitere Länder angeschlossen. Russland hatte zunächst einen eigenen Resolutionsentwurf eingebracht, dann aber einer gemeinsam überarbeiteten Version des australischen Entwurfs zugestimmt.
19:04
Opfer werden nach Charkow gebracht
Der Kühlwagon mit den Opfern sollte gemäss dem ukrainischen Vizeregierungschef Wladimir Groisman, noch am Abend von der Ortschaft Tores in die rund 300 Kilometer entfernte Stadt Charkow fahren. Dort warte bereits eine internationale Gruppe von 31 Experten unter anderem aus den Niederlanden und Deutschland, sagte der Vizeregierungschef. Die Stadt wird nicht von Rebellen kontrolliert.

Am Absturzort haben Rettungskräfte die Suche nach Opfern offiziell beendet. Die Helfer hätten 282 Leichen sowie 87 Leichenteile der übrigen 16 Todesopfer gefunden, sagte Groisman in Kiew.
The train transporting the remains of victims from the crashed Malaysia Airlines MH17 flight departs from the railway station in the eastern Ukrainian town of Torez, Donetsk region July 21, 2014. The train carrying victims from the site where the Malaysian airliner crashed has set off from the rebel-held town of Torez in eastern Ukraine, a Reuters witness said on Monday. REUTERS/Maxim Zmeyev (UKRAINE - Tags: DISASTER POLITICS TRANSPORT TPX IMAGES OF THE DAY)
Der Zug verlässt Tores in Richtung Charkow. Die Stadt wird nicht von Rebellen kontrolliert.
18:59
Erstmals untersuchen ausländische Ermittler die Leichen
Gemäss der Nachrichtenagentur sda erhielten heute, vier Tage nach dem Abschuss der Boeing 777, erstmals ausländische Ermittler Zugang zu den Leichen der Passagiere. Drei niederländische Experten für die Opfer-Identifizierung nahmen in Tores Kühlwaggons in Augenschein.

Das Team zur Opfer-Identifizierung ging mit Mundschutz und Handschuhen durch die Kühlwagen, in denen ein Grossteil der Leichen gelagert wurde. Die Qualität der Aufbewahrung der Körper sei in Ordnung, sagte der Leiter des Teams, Peter van Vliet.

Begleitet wurde das Trio von Beobachtern der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Der Sprecher der Beobachtungsmission, Michael Bociurkiw, teilte mit, die Separatisten hätten die Experten ihre Arbeit machen lassen.
TOREZ, UKRAINE - JULY 21: Alexander Hug (C), Deputy Chief Monitor of the Organisation for Security and Cooperation in Europe (OSCE) Special Monitoring Mission to Ukraine, visits a train containing the bodies of victims of the Malaysia Airlines flight MH17 crash on July 21, 2014 in Torez, Ukraine. Together with Dutch inspectors, the storage conditions were declared acceptable, though it is still unclear where or when the train will be moved. Malaysia Airlines flight MH17 was travelling from Amsterdam to Kuala Lumpur when it crashed killing all 298 on board including 80 children. The aircraft was allegedly shot down by a missile and investigations continue over the perpetrators of the attack. (Photo by Brendan Hoffman/Getty Images)
OSZE-Gesandter Alexander Hug begleitet die niederländischen
Ermittler.
18:42
Obama: «Was versuchen sie zu verbergen?»
In seiner Ansprache forderte US-Präsident Obama am Montagabend die prorussischen Separatisten dazu auf, den internationalen Ermittler-Teams endlich den vollen Zugang zum Absturzgelände zu gewähren.
«Was versuchen sie zu verbergen?», fragte Obama. Es sei klar, dass Russland die Separatisten ausgebildet und bewaffnet habe. «Das Mindeste was Präsident Putin nun tun kann, ist sie anzuweisen, eine volle Untersuchung zuzulassen», meint der US-Präsident weiter. Die Welt verdiene es zu wissen, was tatsächlich passiert ist.
epa04325303 US President Barack Obama makes a statement on the situation in Ukraine at The White House in Washington, DC, USA, 21 July 2014. US President Barack Obama calls for international investigators to have immediate, unfettered access to the crash site of MH17 and for the bodies of the victims to be returned. Russian President Vladimir Putin must use his influence to compel Russian-backed separatists to cooperate with the investigation, stop tampering with the evidence and grant investigators access to the scene, Obama says at the White House.  EPA/SHAWN THEW
17:55
Fussball-Spieler kehren nicht in die Ukraine zurück
Fünf brasilianische und ein argentinischer Spieler des ukrainischen Meisters Schachtjor Donezk haben sich nach einem Freundschaftsspiel in Lyon geweigert, in die Ukraine fliegen. Rund um Donezk tobt ein erbitterter Kampf zwischen Regierungstruppen und abtrünnigen Separatisten. Klubpräsident Rinat Achmetow drohte den Spielern mit Bussen und Schadenersatzforderungen in Höhe von «über 20 Millionen Euro», falls sie nicht zurückkehren.
17:10
Schweizer Experten in der Ukraine
Die Schweiz macht sich bereit, um bei der Identifikation der Opfer des verheerenden Flugzeugabsturzes in der Ukraine zu helfen. Drei Schweizer Spezialisten befinden sich seit Sonntag in Kiew. Das bestätigte das Bundesamt für Polizei (fedpol) am Montag der Nachrichtenagentur sda.

Demnach handelt es um eine Vorabdelegation mit einem Rechtsmediziner, einem Kriminaltechniker und einem fedpol-Mitarbeiter. Die Schweiz hatte der Ukraine vergangene Woche ihre Hilfe bei der Identifizierung der Opfer des in der Ostukraine abgestürzten Verkehrsflugzeuges der Malaysia Airlines angeboten.

Das Schweizer Vorausdetachement in Kiew koordiniere nun die Vorarbeiten im Hinblick auf einen möglichen Einsatz von Schweizer Spezialisten in der Ukraine, sagte fedpol-Sprecherin Danièle Bersier. Sobald eine offizielle Anfrage der Ukraine vorliege, könnte die Schweiz ein Team für die Opferidentifikation entsenden. (sda)
16:20
Hat ein ukrainischer Kampfjet MH17 abgeschossen?
Und noch eine Theorie: Vor dem Absturz der malaysischen Passagiermaschine in der Ostukraine ist nach russischen Angaben ein ukrainischer Kampfjet in der Nähe gewesen. Der Abfangjäger vom Typ Suchoi-25 sei auf die Boeing 777 zugeflogen, sagte Generalleutnant Andrej Kartopolow vom russischen Generalstab am Montag in Moskau.

«Die Entfernung der Su-25 zur Boeing lag zwischen drei und fünf Kilometern.» Das ergebe sich aus Aufzeichnungen der russischen Flugüberwachung. So ein Kampfjet sei mit Luft-Luft-Raketen bewaffnet, der auf diese Entfernung ein Ziel hundertprozentig zerstören könne. Die Ukraine solle Auskunft über dieses Flugzeug geben, forderte Kartopolow.

Kiewer Angaben, dass am vergangenen Donnerstag keine ukrainischen Kampfflugzeuge in der Luft gewesen seien, seien falsch. Ausserdem hätten die ukrainischen Streitkräfte vor dem Absturz ein Flugabwehrsystem «Buk» dicht an Stellungen der Separatisten verlegt, sagte Kartopolow. (whr/sda)
15:10
Betrüger legen Fake-Profile von MH17-Opfern an
15:00
Forensiker bestätigen: Leichen in problematischem Zustand
Nach Angaben der OSZE haben die Separatisten am Montag die Forensik-Experten bei ihrer Arbeit zur Aufarbeitung des Flugzeugabsturzes in der Ostukraine unterstützt. Sie hätten die Stelle gesichert, während die drei niederländischen Experten gemeinsam mit ukrainischen Kollegen im Bahnhof von Tores die Leichensäcke öffneten.

In Tores, das sich rund 10 bis 15 Kilometer von der Absturzstelle befindet, werden die sterblichen Überreste der Unfallopfer derzeit in speziellen Eisenbahnwaggons gelagert. Die Forensiker bestätigten den problematischen Zustand der Leichenteile unter «schwierigen klimatischen Bedingungen».

Über den Zeitpunkt des Leichentransports konnte ein Sprecher der speziellen Beobachtungsmission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) noch keine genauen Angaben machen, ebenso wenig darüber, wohin die Zugwaggons gebracht werden sollen. Probleme mit den Schienen würden den Transport erschweren, sagte er. (sda)

Die niederländischen Forensiker (Bild) bestätigten den problematischen Zustand der Leichenteile unter «schwierigen klimatischen Bedingungen».
epa04325071 Two forensic experts from The Netherlands discuss with OSCE inspectors while checking the bodybags lying on the floor inside one of the train's refrigerated coaches that preseves the bodies of the victims of Boeing 777 Malaysia Airlines flight MH17, which crashed during flying over the eastern Ukraine region, at the railway station of Torez, some 90 kilometers east from Donetsk, Ukraine, 21 July 2014. A team of Dutch forensic experts, accompanied by OSCE inspectors and guarded by rebel soldiers arrived 21 July to check the remains of the plane crash victims. The MH17 victims' remains are stored in refrigerated railway coaches and are to be taken to a laboratory in Kharkiv, more than 250 kilometres north of the crash site and far from rebel-held territory. Senior OSCE members and Dutch forensic specialists were allowed by separatists to check the bodies after being loaded into the wagons. A Malaysia Airlines Boeing 777 with more than 280 passengers on board crashed in eastern Ukraine on 17 July. The plane went down between the city of Donetsk and the Russian border, an area that has seen heavy fighting between separatists and Ukrainian government forces.  EPA/ROBERT GHEMENT
14:15
Malaysia Airlines bietet MH17-Opferfamilien 5000 Dollar Ersthilfe
Malaysia Airlines hat den Familien der 298 Opfer des in der Ukraine abgestürzten Flugzeugs 5000 US-Dollar Ersthilfe angeboten. «Geldmittel für diesen Zweck wurden bereitgestellt», teilte die Fluggesellschaft am Montag mit. Die Summe sei unabhängig von späteren Entschädigungszahlungen und den rechtlichen Ansprüchen der Familien auf Wiedergutmachung.

Es sei nun wichtig, sich um die Verwandten der Passagiere und Crew von Flug MH17 zu kümmern, hiess es seitens Malaysia Airlines. «Die Fluglinie wird die Familien in dieser schwierigen Zeit unterstützen und Hotelunterkünfte, Mahlzeiten und Transport zur Verfügung stellen.»

Malaysias Ministerpräsident Najib Razak will die identifizierten malaysischen Opfer vor Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan am 28. Juli rückführen. «Wir können es nicht zulassen, dass die Toten von irgendjemandem genommen werden und an einen unbekannten Ort gebracht werden», war Najib am Sonntag von dem Nachrichtenportal Malaysiakini zitiert worden. Unter den Opfern befanden sich 43 malaysische Staatsangehörige.
13:40
Leichen sollen in die Grossstadt Charkow gebracht werden
Der Separatistenanführer Andrej Purgin sagte, die «Volkswehr» habe dem Antrag der Führung in Kiew zugestimmt, die sterblichen Überreste in die rund 300 Kilometer entfernte Grossstadt Charkow bringen zu lassen. Zunächst sollten sich Experten in Tores vom Zustand des Transports überzeugen. (whr/sda)

Leichen werden auf einen Lastwagen verladen.
GRABOVO, UKRAINE - JULY 21: Personnel from the Ukrainian Emergencies Ministry load the bodies of victims of Malaysia Airlines flight MH17 into a truck at the crash site on July 21, 2014 in Grabovo, Ukraine.  Malaysia Airlines flight MH17 was travelling from Amsterdam to Kuala Lumpur when it crashed killing all 298 on board including 80 children. The aircraft was allegedly shot down by a missile and investigations continue over the perpetrators of the attack. (Photo by Brendan Hoffman/Getty Images)
12:50
Ukrainischer Präsident befiehlt einseitige Feuerpause
Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat der Armee befohlen, die Kampfhandlungen um den Absturzort des malaysischen Passagierflugzeugs unverzüglich einzustellen. «Ich habe angeordnet, dass die ukrainischen Militärs in einem Radius von 40 Kilometern vom Ort der Tragödie keine Operationen durchführen und das Feuer nicht eröffnen dürfen», sagte er am Montag in Kiew. Poroschenko sprach sich auch für die Beteiligung russischer Experten an der Untersuchung des Absturzes aus. Ziel sei «maximale Transparenz».

Die ukrainische Regierung zeigte sich gar bereit, die Leitung der Ermittlungen niederländischen Experten zu überlassen. Die weitaus meisten Opfer stammten aus den Niederlanden, daher könne das Land auch die Koordinierung der Ermittlungen übernehmen, sagte Ministerpräsident Arseni Jazenjuk am Montag. Kiew sei auch bereit, «alle Leichen nach Amsterdam zu überstellen», um fachgerechte Autopsien zu ermöglichen.(sda)
12:40
BBC veröffentlicht Video von Separatisten
Die BBC zeigt ein Video, dass die prorussischen Rebellen kurz nach dem Absturz an der Unglücksstelle gedreht haben. Es zeigt unter anderem die Bergung des Flugschreibers. (whr)

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12:25
Kämpfe gehen weiter und fordern Todesopfer
Auch nach dem Absturz des malaysischen Passagierflugzeugs liefern sich Armee und prorussische Separatisten in der Ostukraine heftige Gefechte. In der Grossstadt Donezk stehe nach intensivem Artilleriebeschuss schwarzer Rauch über dem Bahnhof, berichteten örtliche Medien am Montag.

«Leider gibt es Tote und Verletzte», sagte ein Behördensprecher. Auch rund um den stillgelegten internationalen Flughafen kam es zu Schusswechseln. Im benachbarten Lugansk starben bei Kämpfen mindestens zwei Zivilisten. Hier seien auch mindestens 26 Häuser durch Granatwerfer beschädigt worden, teilte die Stadtverwaltung mit. (sda)
12:20
Leichen doch nicht gekühlt
Niederländische Ermittler haben am Montag mit der Untersuchung der Leichen getöteter Insassen von Unglücksflug MH17 in der Ostukraine begonnen. Alle fünf Waggons des unweit vom Absturzort stehenden Zugs unter Kontrolle der prorussischen Separatisten wurden geöffnet.

Die darin liegenden Leichen wurden von jeweils zwei Männern mit Gasmasken untersucht, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Entgegen bisherigen Darstellungen der Aufständischen war von einer Kühlung der sterblichen Überreste in ihren schwarzen Säcken jedoch nichts zu merken.

Den mit Stirnlampen ausgerüsteten Ermittlern, die von Vertretern der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) begleitet wurden, schlug bei ihrer Untersuchung starker Verwesungsgeruch entgegen. Der Gestank in den Waggons war so penetrant, dass mehrere Umstehende und auch Vertreter der Rebellen ins Taumeln gerieten.
People surround a refrigerator wagon as monitors from the Organization for Security and Cooperation in Europe (OSCE) and members of a forensic team inspect the remains of victims from the downed Malaysia Airlines Flight MH17, at a railway station in the eastern Ukrainian town of Torez July 21, 2014. The head of a Dutch forensic team said on Monday a train, carrying the remains of victims from the Malaysian airliner crash, should set off later on Monday to a place where "we can do our work". REUTERS/Maxim Zmeyev (UKRAINE - Tags: DISASTER POLITICS TRANSPORT)
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