Russland
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In this photo taken on Monday, Aug. 3, 2009, Russian Prime Minister Vladimir Putin seen riding a horse in the mountains of the Siberian Tyva region (also referred to as Tuva),  Russia, during his short vacation. (AP Photo/ RIA Novosti, Alexei Drizhinin, Pool)

Bild: AP RIA Novosti

Pussy riot in us-comedyshow

«Wir wollen keinen halbnackten Mann auf einem Pferd, der Russland in die Zukunft führt.»



Pussy Riot in The Colbert Report

Bild: «Screenshot The Colbert» Report/Comedy Central

Zwei Frontfrauen der russischen Punk-Band Pussy Riot weilen in New York. Und sie scheinen alles richtig zu machen, um die Herzen der Amerikaner zu gewinnen. Gestern waren Nadya Tolokonnikova und Masha Aljochina in der Comedy-Show «The Colbert Report» zu Gast und entzückten das Publikum. Egal, was ihnen der Gastgeber Stephen Colbert, der in seiner Show den typischen konservativen Republikaner spielt, an den Kopf wirft: die Pussy-Riot-Girls geben schlagfertig und geistreich zurück. Das Publikum reagiert mit immer frenetischerem Applaus und Jubel.

Sehen Sie sich den Talk hier an (englisch).

Stephen Colbert: Ihr wurdet in Russland verhaftet. Was habt ihr getan?

«Wir haben ein lustiges Lied in einer Kirche gesungen.»

- Nadya

Wladimir ist mein Freund. Wir werden alles Schlechte rausschneiden, das ihr über ihn sagt.

«Das ist okay. Wir machen unsere eigenen Aufnahmen.»

- Nadya

Dann durchsuchen wir euch, bevor ihr das Gebäude verlässt.

«Kein Problem. Wir haben zwei Jahre Übung darin, Dinge vor Durchsuchungen zu verstecken.»

- Nadya

Putin versucht doch nur, den Frieden zu wahren und Russland in eine strahlende Zukunft zu führen. Was habt ihr gegen ihn?

«Wir haben eine andere Vorstellung von einer strahlenden Zukunft. Und wir wollen keinen halbnackten Mann auf einem Pferd, der uns dahin führt.»

- Nadya

NEW YORK, NY - FEBRUARY 05:  Maria Alyokhina (L) and Nadezhda Tolokonnikova of Pussy Riot speak onstage at the Amnesty International Concert presented by the CBGB Festival at Barclays Center on February 5, 2014 in New York City.  (Photo by Theo Wargo/Getty Images for CBGB)

Masha und Nadja hielten am Mittwochabend an einem Konzert von Amnesty International in Brooklyn, New York, eine Rede. Bild: Getty Images North America

Wir hören immer wieder vom russischen Gesetz gegen schwule Propaganda. Denkt ihr, die meisten Leute werden die richtige Entscheidung treffen und aufhören, schwul zu sein?

«Ich weiss nicht. Meiner Erfahrung nach törnt es sie nur noch mehr an.»

- Nadya

«Es könnte bald ein Gesetz gegen homosexuellen Extremismus geben.»

- Masha

Homosexueller Terrorismus?

«Wir haben etwas in der Art gemacht. Wir haben 40 Polizistinnen geküsst.»

- Nadya

Und, wie war das?

«Es war lustig. Viele fragten uns nur, warum wir das in der Öffentlichkeit machen mussten.»

- Nadya

epa04056599 Nadezhda Tolokonnikov (L) and Maria Alyokhina (R) of the Russian feminist punk rock group 'Pussy Riot'  address the media at a press conference before the start of the Amnesty International

Zusammen mit Amnesty International kämpfen die Frauen für bessere Haftbedingungen von politischen Gefangenen. Bild: EPA/EPA

Ihr sagt, Putin hat euch nur als PR-Stunt vor den Olympischen Spielen freigelassen. Stimmt das?

«Wir glauben nicht, dass es funktioniert hat. Das Bild von Russland hat sich nicht verbessert. Vielleicht hat Putin einen Fehler gemacht und sollte uns zurück ins Gefängnis werfen.»

- Nadya

Uno-Botschafter der USA und Russland sticheln wegen Pussy Riot

Die Uno-Botschafterin der USA, Samantha Power, hat sich am Mittwoch mit den beiden Pussy-Riot-Mitgliederinnen getroffen und in einem halbstündigen Gespräch über die «verstörenden» Entwicklungen in Russland gesprochen. Der russische Uno-Botschafter Vitaly Churkin reagierte gemäss Reuters mit bissigen Kommentaren. So sagte er: «Ist sie der Band beigetreten?» Und: «Ich könnte mir vorstellen, dass sie in der Washington National Cathedral auftreten würden». Power reagierte auf Twitter: «Ich kann zwar nicht singen, aber wenn Pussy Riot mich aufnehmen würde, würde ich sagen, unser erstes Konzert ist für die politischen Gefangenen in Russland.» (rey)

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