Russland
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Ukraine-Krise

Jetzt rasselt Russland auch in Transnistrien mit dem Säbel

Ist Transnistrien nach der Krim der nächste Dominostein? Russische Truppen haben in der von Moldau abtrünnigen Region ein Manöver begonnen.



Die Panzergrenadiere übten den Schutz friedlicher Bürger in einem möglichen Kriegsgebiet, sagte der russische Oberst Oleg Kotschetkow am Freitag der Agentur Interfax. Im angrenzenden ukrainischen Gebiet Odessa verstärkten die Behörden den Grenzschutz. In Transnistrien sind etwa 2000 von Russland «Friedenssoldaten» genannte Militärs der Schutzmacht stationiert. 

Wie die Ukraine mit der Krim hat auch das Nachbarland Moldawien mit Transnistrien ein autonomes Gebiet, das von Russland kontrolliert wird. Das Gebiet erklärte 1990 seine Unabhängigkeit und lieferte sich 1992 einen kurzen aber blutigen Krieg mit Moldawien. Seit dem Waffenstillstand wird Transnistrien von Russland unterstützt, hat ein eigenes Parlament, eine Regierung und sogar eine eigene Währung. Nach wie vor sind zahlreiche russische Truppen auf dem kleinen Landstrich der doppelten Grösse des Kantons St. Gallen stationiert.

Neue russische Landkarten mit der Krim sollen bald fertig sein

Schon in wenigen Wochen sollen die neuen russischen Landkarten fertig sein - mit der Erweiterung um die Krim. «Wir brauchen keine besonderen Messungen. Das ganze wird höchstens ein bis zwei Monate dauern», sagte der Präsident der Staatlichen Universität für Geodäsie und Kartographie, Viktor Sawinych. «Wir benötigen nur die Satellitenbilder des Territoriums, die Geodaten haben wir schon.» (whr/sda)

Zwar wird Transnistrien von keinem Land der Welt anerkannt, das Gebiet gehört völkerrechtlich weiterhin zu Moldawien. Aber nachdem sich die Schwarzmeer-Halbinsel Krim endgültig von der Ukraine losgelöst hat, wird das Prinzip der territorialen Integrität in der Region noch mehr relativiert - nachdem sich mit Hilfe Russlands bereits Südossetien und Abchasien von Georgien abgespalten hatten. (whr/sda)

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