bedeckt, wenig Regen
DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Russland
Gesellschaft & Politik

Russischer Regierungschef besucht überraschend die Krim 

Medwedew besuchte auch eine Schule in Simferopol.Bild: Reuters
Ukraine-Krise

Russischer Regierungschef besucht überraschend die Krim 

31.03.2014, 12:2331.03.2014, 12:36

Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew ist mit einer grossen Delegation zu einem Besuch auf der Krim eingetroffen. Er wolle sich ein Bild von der sozialen und wirtschaftlichen Lage auf der Schwarzmeer-Halbinsel machen, berichteten russische Nachrichtenagenturen.

Er wolle mit der moskautreuen Führung in Simferopol auch Gespräche führen über eine weitere Integration des Gebiets in russische Strukturen, hiess es. Medwedew war zuletzt im September 2012 auf der völkerrechtlich zur Ukraine gehörenden Krim.

Als erster ranghoher russischer Regierungsvertreter war Verteidigungsminister Sergej Schoigu Anfang vergangener Woche auf die Krim gereist, um sich ein Bild von den militärischen Einrichtungen vor Ort zu machen. Russland hatte die militärische Kontrolle über die Krim übernommen und die Halbinsel im Schwarzen Meer nach einer umstrittenen Volksabstimmung in die Russische Föderation eingegliedert.

Bangen um die Ostukraine

Nun wird im Westen befürchtet, die Moskauer Regierung könnte auch ein Auge auf die östliche Ukraine geworfen haben. Wie auf der Krim hat dort ein Grossteil der Bevölkerung russische Wurzeln. Bei jüngsten Gesprächen mit US-Aussenminister John Kerry hatte Lawrow mehr Rechte für Minderheiten in der Ukraine, föderalere Strukturen und Russisch als Amtssprache gefordert. Die ukrainische Regierung wies diese Forderungen scharf zurück. Russland solle vor seiner eigenen Haustür kehren, erklärte das ukrainische Aussenministerium am späten Sonntagabend.

Vergleichbare Massnahmen seien in Russland selbst völlig undenkbar. Die Regierung in Moskau denke gar nicht daran, Mitgliedern der Russischen Föderation mehr Macht einzuräumen oder andere Sprachen offiziell anzuerkennen.

Lawrow habe seine Vorstellung in einem ultimativen Ton vorgetragen, erklärte das Ministerium weiter. Dies zeige, dass die Regierung in Moskau «als ein wahrer Aggressor» gar nicht an der Lösung der Krise interessiert sei. Vielmehr lasse sie Waffen sprechen, um die «totale Kapitulation der Ukraine, ihre Teilung und die Zerstörung des ukrainischen Staates» zu erreichen.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!