Russland
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screenshot twitter/zz.tt

So kreativ umgehen Homo-Aktivisten das russische Flaggen-Verbot

12.07.18, 05:58 12.07.18, 07:06


Homosexuelle haben in Russland einen schweren Stand. Positive Äusserungen in der Öffentlichkeit oder im Internet über das Thema gleichgeschlechtliche Liebe stehen seit 2013 unter Strafe.

Das von Präsident Putin erlassene Gesetz verbietet auch das Tragen oder die Zurschaustellung der Regenbogenfahne und anderer LGBT-Symbolen. Wer dies trotzdem tut, dem drohen hohe Strafen und Geldbussen von mehr als 10'000 Franken.

Aktivistinnen und Aktivisten aus Europa und Lateinamerika haben einen Weg gefunden, das Verbot mit einem simplen Trick zu umgehen, wie ze.tt berichtet. 

Anlässlich der Fussball-Weltmeisterschaft tragen sechs Personen die Trikots von Spanien, der Niederlande, Brasilien, Mexiko, Argentinien und Kolumbien. In einer Reihe aufgestellt repräsentieren sie die menschliche Regenbogenfahne: Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Violett. 

Die Gruppe war in Moskau unterwegs und liess sich an öffentlichen Plätzen sogar neben Polizisten ablichten. Verbieten kann man das wohl kaum. Gemäss GQ soll es zu keinen Zwischenfällen gekommen sein.

Mit kleidertragenden Männern gegen Homophobie

Video: srf/SDA SRF

Positive Zustimmung auf Social Media

Die Gruppe erntet für die kreative und mutige Aktion viel Lob und Zustimmung im Internet. Duzende Fotos des stillen Protests finden sich auf Twitter unter #TheHiddenFlag.

(vom)

Homosexueller Protest in China

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • silverback 12.07.2018 10:37
    Highlight «Es gibt in Russland ein Netz von LGBT-Sportvereinen. Wer hätte das gedacht nach all den Nachrichten über unterdrückte Schwule und mangelnde Rechte?»

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=44885
    1 7 Melden
    • Tikvaw 12.07.2018 11:29
      Highlight Homosexualität ist ja auch nicht per se verboten. Ändert aber nichts an der zunehmenden Gewalt und der behördlichen Diskriminierung.

      Der aktuelle Bericht des russischen LGBT Netzwerks in St. Petersburg zeigt ein ziemlich anderes Bild, als die Schönrederei von Herr Gert-Ewan Ungar in dem von dir zitierten Artikel.

      https://lgbtnet.org/en/newseng/monitoring-discrimination-and-violence-based-sexual-orientation-and-gender-identity-russia
      pdf Direktlink:
      https://lgbtnet.org/sites/default/files/discrimination.pdf

      Aber gemäss "Nachdenkseiten" ist das natürlich alles westliche Propaganda gegen RUS
      6 2 Melden
    • Fabio74 13.07.2018 23:48
      Highlight Eine einseitige Propaganda dein Link.
      In Russland werden Schwule verfolgt und ausgegrenzt. Werden sie Opfer von Straftaten werden die Täter seltenst verfolgt.
      Das Regime arbeitet mit der Kirche zusammen gegen Homosexuelle.
      Das Propgandaverbotsgesetz ist ein Gummiartikel um gegen Homosexuelle vorzugehen.
      4 1 Melden
  • bro heng mal :) 12.07.2018 10:13
    Highlight genau immer 2 Leute die hier alles blitzen... ihr tut mir leid. kiss :)
    3 2 Melden
  • AfterEightUmViertelVorAchtEsser 12.07.2018 08:53
    Highlight 💖🧡💛💚💙💜
    33 13 Melden
  • moimoimoi 12.07.2018 08:51
    14 11 Melden
    • Ale Ice 12.07.2018 09:27
      Highlight @moimoimoi
      Danke für den Link.
      Und hätten nicht Leute aus dem Ausland sondern Russinnen und Russen diese coole Aktion durchgeführt ... die Konsequenzen hätten vermutlich anders ausgesehen.
      8 11 Melden
  • Jason84 12.07.2018 07:56
    Highlight Echt stark!
    Ein übles sinnfreies Gesetz kreativ umgangen und blossgestellt.
    33 13 Melden
  • bro heng mal :) 12.07.2018 07:47
    Highlight finde ich sehr stark!! liebe diese Aktion.
    24 15 Melden
  • Ale Ice 12.07.2018 07:42
    Highlight Respekt für den Mut und Stolz auf die LGBT-Gemeinschaft in Russland!

    In Zeiten wachsender Homophobie wachsen auch Kreativität und Entschlossenheit in einem Kampf, in dem es nicht nur um Menschenwürde sondern um körperliche Unversehrtheit und Überleben geht.

    Besonders nach der WM sollten wir ein Auge auf die Entwicklung in Russland haben.

    LGBT-Aktive rechnen mit wachsender homophober Gewalt angesichts enormer WM-Kosten die das russische Volk trägt. Not und Frustration entlädt sich oft gegen Sündenböcke.

    https://lgbtnet.org/en
    30 23 Melden
    • Waedliman 12.07.2018 13:04
      Highlight Ich frage mich wirklich, wieso jemand Ihren Beitrag blitzt.
      4 1 Melden
    • Dirk Leinher 12.07.2018 20:18
      Highlight Viel beängstigender als die weltweit abnehmende Homophobie ist aus meiner Sicht der wachsende Genderwahnsinn, der bereits dazu führte, dass Frauen in England in bereits 20 Schulen keine Röcke mehr tragen dürfen. Ich frage mich nur weshalb nicht die Männer zum Röcke tragen verdonnert wurden, sondern die Frauen zum Hosen tragen....
      2 3 Melden

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