Südafrika
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Oscar Pistorius reacts as he  listens to forensic evidence being given in court in Pretoria, South Africa, Wednesday, April 16, 2014.  Pistorius is charged with the murder of his girlfriend, Reeva Steenkamp, on Valentines Day in 2013. (AP Photo/Werner Beukes, Pool)

Alles nur gespielt? Journalistin behauptet, Pistorius habe Schauspielstunden genommen. Bild: AP/SOUTH AFRICA PRESS ASSOCIATION POOL

Mordprozess

Fall Pistorius: Schauspiellektionen für Gerichtsauftritte? 

Pistorius habe vor seinen dramatischen Gerichtsauftritten Schauspielunterricht genommen, will eine südafrikanische Journalistin aus «zuverlässiger Quelle» wissen. Pistorius' Pressesprecherin widerspricht. 



Eine Sprecherin von Oscar Pistorius hat Berichte zurückgewiesen, wonach der südafrikanische Sprintstar extra für seinen Mordprozess Schauspielunterricht genommen haben soll. Derartige Hinweise entbehrten «jeder Wahrheit», erklärte die Presseverantwortliche der Familie Pistorius.

epa04168966 South African Paralympic track star Oscar Pistorius (C) reacts during his trial at the North Gauteng High Court in Pretoria, South Africa, 16 April 2014. South African prosecutor Gerrie Nel indicated on 15 April that he would wrap up his searing cross-examination of Oscar Pistorius, who has now spent more than a week in the witness box. Nel has spent five emotion-filled days dragging Pistorius over the coals, accusing him of lying, tailoring evidence and crying to avoid tough questions. Pistorius is accused of the murder of his model girlfriend Reeva Steenkamp in February 2013.  EPA/GIANLUIGI GUERCIA / POOL

Bild: EPA/AFP POOL

Pistorius habe weder Schauspielunterricht genommen noch einen Seelen-Coach engagiert, schrieb Anneliese Burgess am Dienstag auf ihrer Webseite. Die südafrikanische Journalistin Jani Allan hatte vor einer Woche in einem auf ihrer Webseite veröffentlichten offenen Brief behauptet, Pistorius habe seine wiederholten Zusammenbrüche vor Gericht, seine Tränen und sein häufiges Erbrechen vorher einstudiert.

Pistorius: Ein «falscher Held»

«Ich weiss aus zuverlässiger Quelle, dass Sie für Ihre Auftritte vor Gericht Schauspielunterricht genommen haben», schrieb die bekannte Kolumnistin und fügte hinzu: «Ihr Coach steht vor einer unmöglichen Aufgabe». Dem behinderten Sprintstar warf sie vor, ein «falscher Held» zu sein, der sein Land und seine Fans enttäuscht habe.

epa04169824 South African Olympic and Paralympic sprinter Oscar Pistorius rubs his eyes with his hands as he listens to evidence during his trial at the high court in Pretoria, South Africa, 17 April 2014. Pistorius is accused of the murder of his model girlfriend Reeva Steenkamp in February 2013.  EPA/ALET PRETORIUS/POOL

Bild: EPA/MEDIA 24/POOL

In ihrer Antwort warf Pressesprecherin Burgess der Journalistin vor, mit derartigen Kommentaren die «gewaltige Tragödie» um Reeva Steenkamps Tod zu verhöhnen. Oscar Pistorius hatte seine Freundin in der Nacht zum Valentinstag vergangenen Jahres durch die geschlossene Toilettentür seines Hauses erschossen.

Der 27-jährige unterhalb der Knie amputierte Sportler beteuert, Steenkamp für einen Einbrecher gehalten zu haben. Staatsanwalt Gerrie Nel dagegen wirft Pistorius vor, seine Freundin nach einem Streit bewusst getötet zu haben. Der Prozess wurde für die Osterferien unterbrochen, er geht am 5. Mai weiter. (rar/sda) 

South African Olympic and Paralympic athlete Oscar Pistorius looks on during his murder trial in the North Gauteng High Court in Pretoria, April 16, 2014. Pistorius is on trial for murdering his girlfriend Reeva Steenkamp at his suburban Pretoria home on Valentine's Day last year. REUTERS/Gianluigi Guercia/Pool  (SOUTH AFRICA - Tags: SPORT CRIME LAW)

Bild: Reuters

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!

Hausräumung in Berlin: Die Schlacht um ein linkes Symbol

In Berlin soll am Freitag ein von Linken besetztes Haus geräumt werden. Die Szene ruft zu gewaltsamem Widerstand auf. Grüne und Linke versuchten bis zuletzt, die Räumung des Hauses zu verhindern.

«Lasst uns die Räumung zum Desaster machen», heisst es auf Twitter unter dem Hashtag «liebig34bleibt». Liebig 34 steht für ein Gebäude an der Liebig Strasse 34 im Ost-Berliner Bezirk Friedrichshain. Nach der Wende gab es im Ostteil der Stadt einst 130 besetzte Gebäude, die L34 ist mit einem ebenfalls besetzten Haus an der angrenzenden Rigaer Strasse eines der letzten Symbole der linksradikalen Szene.

Das Gebäude - ein «anarcha-queerfeministisches Hausprojekt», wie es von den Bewohnerinnen …

Artikel lesen
Link zum Artikel