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Grossdemo gegen Abspaltung in London

Cameron warnt Schotten: «Da gibt es keine Wiederholung, keine Wiederkehr, das ist eine Entscheidung ein für alle mal»

15.09.2014, 21:0715.09.2014, 22:17
Bild: DYLAN MARTINEZ/REUTERS

Drei Tage vor dem Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands haben sich mehrere tausend Gegner einer Abspaltung von Grossbritannien im Zentrum Londons versammelt.«Schottland, wir lieben Dich! Geh nicht» und «Lasst uns zusammen bleiben», stand auf Schildern.

Mehr als 2000 Demonstranten kamen am Montagabend auf dem Trafalgar Square zusammen. Über Lautsprecher wurden Poplieder wie «We are Family» und «Let's Stay Together» gespielt. Mehrere Prominente riefen dazu auf, bei der Abstimmung am Donnerstag mit «Nein» zu stimmen.

«Wir denken, dass Einheit besser als Spaltung ist und Kooperation besser als Konkurrenz», sagte der Fernsehmoderator und Historiker Dan Snow, der die Demonstration mitorganisiert hatte.

Der irische Rockmusiker Bob Geldof, der seit langem in England lebt, sagte, es gebe «so etwas wie ein grosses, glorreiches 'Nein'». «Es ist eine Familie und wir lieben einander», sagte Geldof.

Cameron will keine «Scheidung»

Der britische Premierminister David Cameron hat kurz vor dem Referendum über eine Unabhängigkeit Schottlands noch einmal um einen Verbleib der Schotten im Vereinigten Königreich geworben.

Bei der Volksabstimmung gehe es nicht um eine «Trennung auf Probe», sondern um eine «schmerzhafte Scheidung», sagte Cameron am Montag im schottischen Aberdeen. «Da gibt es keine Wiederholung, keine Wiederkehr, das ist eine Entscheidung ein für alle mal», sagte Cameron.

Bei seinem zweiten Auftritt in Schottland binnen einer Woche sagte der britische Regierungschef: «Mit Kopf, Herz und Seele wollen wir, dass Sie bleiben.» Mehr als vier Millionen Einwohnerinnen und Einwohner Schottlands sind am Donnerstag aufgerufen, mit «Ja» oder «Nein» über die Unabhängigkeit von Grossbritannien zu entscheiden.

Am Wochenende sahen drei neue Umfragen der Institute Survation, Opinium und Panelbase das «Nein»-Lager mit wenigen Prozentpunkten in Führung. Die Abstände lagen dabei zwischen einem und sechs Prozentpunkten bei einer relativ hohen Zahl an Unentschiedenen. (sda/afp)

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