Schottlands Weg zur Unabhängigkeit
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
British Prime Minister David Cameron (L) speaks with former New York Mayor Michael Bloomberg, founder of Bloomberg LP,  at the company's headquarters in New York, September 23, 2014. Cameron will meet Iranian President Hassan Rouhani in the next two days in New York and ask him for help to fight Islamic State, the first meeting between leaders of the two nations since Tehran's 1979 Islamic revolution.   REUTERS/Christopher Goodney/Pool    (UNITED STATES - Tags: BUSINESS POLITICS)

Cameron plaudert etwas freimütig mit Bloomeberg. Bild: POOL/REUTERS

Mikrofon übersehen

Cameron lästert über die Queen

Elizabeth II. dürfte gerade «not amused» über ihren Premier David Cameron sein. Dieser plauderte in New York offenherzig mit dem Unternehmer Michael Bloomberg – über die Queen. Dass die Presse mithörte, merkte er nicht.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Böser Patzer des britischen Premierministers David Cameron: Freimütig plauderte er in New York über ein Gespräch, das er nach dem Schottland-Referendum mit Queen Elizabeth II. geführt hatte – offenbar nicht ahnend, dass die Mikrofone der anwesenden Medienvertreter alles aufnahmen. Die Königin habe vor Freude über den Ausgang der Abstimmung «gar nicht mehr aufgehört zu schnurren», sagte Cameron ziemlich despektierlich in einem Smalltalk mit dem Unternehmer Michael Bloomberg. Für ihn sei es eine grosse Erleichterung gewesen, die Queen anzurufen und ihr mitzuteilen, dass ihr Königreich noch intakt sei.

Die Königin habe vor Freude über den Ausgang der Abstimmung «gar nicht mehr aufgehört zu schnurren».

Cameron liess sich auch über die Meinungsforscher aus, die für das Referendum zwischenzeitlich eine Führung der Unabhängigkeitsbewegung prognostiziert hatten. «Ich habe schon gesagt, ich würde am liebsten diese Meinungsforschungsinstitute jagen und sie wegen meiner Magengeschwüre verklagen», sagte Cameron lächelnd. «Es war eine sehr nervenaufreibende Zeit.»

Play Icon

Ertappt! Cameron im Gespräch mit Bloomberg Youtube/swimsuit

Vergangene Woche hatten die Schotten über ihre Unabhängigkeit abgestimmt. Bei der Volksabstimmung stimmte eine Mehrheit von 55,3 Prozent der Schotten dafür, die mehr als 300 Jahre alte Union mit England zu erhalten. Nur vier der 32 Wahlbezirke sprachen sich für die Unabhängigkeit aus, darunter Schottlands grösste Stadt Glasgow und Dundee an der Ostküste.

Kurz nach der Verkündung des Ergebnisses hatte sich auch die Queen zu Wort gemeldet. Mit ungewöhnlich persönlichen Worten versprach sie den Schotten ihre Unterstützung: «Meine Familie und ich werden tun, was wir können, um Ihnen bei dieser wichtigen Aufgabe zu helfen und Sie zu unterstützen.» Die Briten verbinde ihre «ewige Liebe zu Schottland». Jeder müsse nun konstruktiv an der Zukunft Schottlands und des ganzen Landes mitarbeiten. (jbe/dpa)



Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Baba 24.09.2014 14:12
    Highlight Highlight Nun ja, 'lästern' ist ja wohl was anderes. Der PM war indiskret indem er von der Königin' Erleichterung sprach ('never heard someone so happy') und etwas sehr flappy im Ausdruck, dass IM 'schnurrte'. Aber lästern würde ich sowas nun wirklich nicht nennen ;-).

Brexit? Nicht mit uns! Schotten stimmen nochmals über Trennung von Grossbritannien ab

Schottland macht Ernst mit einer Volksabstimmung über die Unabhängigkeit von Grossbritannien. Nur einen Tag vor der britischen EU-Austrittserklärung hat das schottische Parlament am Dienstag einem erneuten Referendum zur Trennung von Grossbritannien zugestimmt.

Mit einer Mehrheit von 69 zu 59 Stimmen erteilten die Abgeordneten in Edinburgh Regierungschefin Nicola Sturgeon das Mandat für die Verhandlungen mit London. Die Abstimmung war ursprünglich in der vergangenen Woche geplant. Sie wurde …

Artikel lesen
Link to Article