Schule - Bildung
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epa04336915 A Liberian walks through an empty classroom at Cathetheral Catholic School which is closed in Monrovia, Liberia, 31 July 2014. Liberian president Sirleaf during a nation address ordered the closure of schools in an attempt to curtail the deadly Ebola virus in the country. A state of emergency has been declared in Sierra Leone due to the Ebola crisis. Over 672 people have died of Ebola in West Africa in 2014 making it the world's deadliest outbreak to date according to statistics from the United Nations. Liberia has closed most of its border entry points with only a few remaining operational and quarantined certain communities in an attempt to curb the spread with two major West African airlines also cancelling flights in Guinea, Sierra Leone and Liberia.  EPA/AHMED JALLANZO

Klassenzimmer in Liberia: Wegen des Ebola-Ausbruchs im vergangen Jahr wurden viele Schulen vorübergehend geschlossen. In vielen Ländern gibt es dagegen gar kein Grundschulsystem.  Bild: AHMED JALLANZO/EPA/KEYSTONE

Eine Grundschule für alle Kinder gibt es nur gerade in jedem zweiten Land



Nur in etwa der Hälfte aller Länder weltweit gibt es ein flächendeckendes Grundschulangebot für alle Kinder. Das ist das Ergebnis eines Erziehungsberichts, den die UNO-Organisation Unesco am Donnerstag in Neu Delhi und Paris vorstellte.

Lediglich ein Drittel der Länder habe die im Jahr 2000 beschlossenen Ziele einer messbaren «Bildung für alle» erreicht, teilte die Bildungsorganisation weiter mit. Nach Unesco-Berechnung sind zusätzlich gut 20 Milliarden Euro jährlich notwendig, um neue Bildungsziele bis zum Jahr 2030 zu erreichen.

 «Im südlichen Afrika kann jede zweite Frau weder lesen noch schreiben.»

Befund des Unesco-Bildungsberichts

Sechs Ziele für 164 Staaten

164 Staaten hatten sich vor 15 Jahren in Dakar auf sechs verbindliche Bildungsziele geeinigt: Einen Ausbau der frühkindlichen Bildung, eine Grundschulbildung für alle, eine Absicherung der Lernbedürfnisse von Jugendlichen, eine Senkung der Analphabetenrate bei Erwachsenen um die Hälfte, die Überwindung von Geschlechterungleichheiten und eine Verbesserung der Qualität der Bildung.

Die Welt habe enorme Fortschritte bei der Bildung gemacht, sagte Unesco-Chefin Irina Bokowa nach Angaben der Organisation. Millionen von Kindern mehr seien in der Schule, als die Trends der 1990er Jahre annehmen liessen. Allerdings sei das Ziel noch nicht erreicht. Mit speziellen Strategien sollten die Ärmsten und vor allem Mädchen gefördert werden, um die Zahl der Analphabeten zu verringern.

781 Millionen Analphabeten

Nur in jedem vierten Land wurde dem Unesco-Bericht zufolge das Ziel erreicht, die Analphabetenrate um 50 Prozent zu senken. Zwei Drittel der weltweit 781 Millionen erwachsenen Analphabeten sind Frauen. Im südlichen Afrika kann jede zweite Frau weder lesen noch schreiben.

Besonders besorgt ist die Unesco über die Situation von Kindern in Krisengebieten. Ein Drittel der Kinder, die keine Schule besuchen, lebt in Konfliktregionen. Auch Armut ist ein zentrales Hindernis bei der Bildung: Die Wahrscheinlichkeit, die Grundschule abzuschliessen, ist bei den Ärmsten fünfmal geringer als bei den Reichsten. (trs/sda/dpa/afp)

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Richtich oder valsch? «Schreiben nach Gehör» steht in mehreren Kantonen auf der Kippe 

In vielen Schulen dürfen Primarschüler so schreiben, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Der Kanton Nidwalden ist vorgeprescht und verbannt das lautgetreue Schreiben neu ab der 2. Klasse aus den Schulzimmern. Das will nun auch der Zuger Bildungsrat prüfen. 

«Mein Nahme ist Lena und ich besize eine Kaze»: Sätze wie diesen schreibt so mancher Primarschüler in sein Aufsatzheft – und das ganz ohne Rotstift-Korrektur des Lehrers. In vielen Schweizer Schulen dürfen Primarschüler so schreiben, wie sie sprechen. «Schreiben nach Gehör» heisst das Konzept aus dem Lehrplan 21 – und es ist umstritten. Der Kanton Nidwalden wird das lautgetreue Schreiben nun ab der 2. Klasse aus den Schulzimmern verbannen, wie die NZZ berichtet. 

Der Widerstand wächst …

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