Schweiz
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Künstliche Intelligenz soll Kapazität im Schweizer Bahnverkehr um 30 Prozent steigern



Die Digitalisierung hält Einzug im Schweizer Bahnverkehr: Die Branche setzt das Programm «smartrail 4.0» um, das beispielsweise bei einer Fahrplanabweichung innert Kürze mehrere Lösungsvarianten generiert und diese an die anderen Systeme kommuniziert.

Eine Simulation Ende des vergangenen Jahres habe gezeigt, dass das System machbar sei, teilten die SBB, die BLS, die Schweizerische Südostbahn, die Rhätische Bahn sowie der Verband öffentlicher Verkehr am Dienstag mit. In den nächsten neun Jahren soll das System, welches für die kurz- und langfristigen Planung des Fahrplans sowie zur Steuerung des Bahnverkehrs eingesetzt wird, etappenweise umgesetzt werden und die heutigen Systeme ablösen.

In einem ersten Schritt soll das System ab 2022 bei der kurzfristigen Planung des Fahrplans – also wenn bei Störungen rasch reagiert werden muss – eingesetzt werden. Gemäss der Mitteilung werden Bahnreisende ab diesem Zeitpunkt von mehr und pünktlicheren Verbindungen sowie präziseren und schnelleren Informationen profitieren.

Ziel: 30 Prozent mehr Auslastung

Ziel des neuen Verkehrsmanagement-Systems sei es, die Kapazität und die Sicherheit im Schweizer Bahnnetz zu steigern und Kosten zu sparen. Die Auslastung auf dem bereits dicht befahrenen Schweizer Bahnnetz soll bei bestehender Infrastruktur um 30 Prozent gesteigert werden. Das Bahnnetz könne besser ausgelastet werden, weil das System den Fahrplan während der Erstellung laufend auf kritische Situationen überprüfe und diese behebe. Das erhöhe die Stabilität des Fahrplans.

In der Simulation habe das Programm beispielsweise mehrere Stunden eines Fahrplans berechnet und optimiert. Im Dezember 2017 war zudem ein Doppelstockzug auf der Strecke Bern - Olten im Beisein des Lokführers automatisch gebremst und beschleunigt worden. Zusätzlich war der Zug einem vorgegebenen Geschwindigkeitsprogramm für eine besonders energiesparende Fahrt gefolgt.

Grosse Veränderungen für Mitarbeitende

Für die Mitarbeitenden bedeutet das System eine grosse Veränderung ihrer Arbeit. Stark repetitive und manuelle Arbeiten werden gemäss der Mitteilung wegfallen. Hinzu kämen dafür Aufgaben, welche höhere Kompetenzen erforderten - beispielsweise bei der Berechnung der optimalen Nutzung der Kapazität. Das Programm «smartrail 4.0» beinhalte die Entwicklung dieser Kompetenzen «im Dialog mit den Mitarbeitern».

Das neue Fahrassistenzsystem baut auf dem bestehenden Zugsicherungssystem European Train Control System (ETCS Level 2) sowie einem von der SBB entwickelten System für die energiesparende Fahrweise namens adaptive Lenkung (ADL) auf. Um den grössten Nutzen für das Gesamtsystem zu erzielen, müsste die Technik für eine weiter automatisierte Zugsteuerung grenzüberschreitend ausgelegt und für den Güter- und Personenverkehr möglichst standardisiert sein. (whr/sda)

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Video: srf/SDA SRF

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22Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • John Henry Eden 29.01.2019 21:42
    Highlight Highlight Einfach den Taktfahrplan ausserhalb der Stosszeiten abschaffen. Das erhöht die Auslastung wahrscheinlich sogar um 50%.
  • Eisenhorn 29.01.2019 15:35
    Highlight Highlight AI das neue Superwort nach Block-Chain. *seufz*

    Eine AI ist nur so gut wie sie aufgesetzt ist. Man kann nicht einfach einen AI Knopf drücken und alles löst sich von selbst.
  • Knut Knallmann 29.01.2019 13:33
    Highlight Highlight 30% Mehr Kapazität? Wie kommt man auf eine solche Zahl? - Sie scheint mir ein bisschen sehr hoch gegriffen. Die Züge stauen sich nicht wegen der zentralen Steuerungssoftware sondern, weil es in den kapazitätsbestimmenden Knoten und Strecken schlicht zu wenig Infrastruktur (Signale, Weichen, Kreuzungsbauwerke) und zu viele Störfaktoren (Störungen, Reisendenaufkommen, Wetter, etc.) gibt. Das Potential zur Pünktlichkeitsverbesserung hat das neue Programm zweifelslos, aber wieso muss man es bei solchen Ankündigungen immer so übertreiben?
    • Jessica.Haupt 29.01.2019 14:32
      Highlight Highlight Ich finde deine Meinung sehr gut.
    • MSpeaker 29.01.2019 14:39
      Highlight Highlight Naja ich war schon sehr überadcht als ich letztes Jahr mitbekommen habe, das alle SBB Farpläne von Hand ohne wirkliche Hilfetools gemacht werden. Das da bis zu 30% Steigerung drin liegt kann ich mir schon vorstellen.
    • Knut Knallmann 29.01.2019 15:10
      Highlight Highlight An der Tatsache dass sich auf den kritischen Streckenabschnitten die Züge bereits heute im 2 Minuten Takt folgen, kann auch das beste Computersystem der Welt nicht ändern. Erst recht nicht ändern kann es die Tasache, dass der mittels Computer sekundengenau ausgearbeitete Fahrplan dann vermutlich nicht ebenso sekundengenau gefahren werden kann. Schon heute haben in unserem ausgelasteten Netz kleinste Ereignisse und Verzögerungen sofort grosse und weitreichende Auswirkungen auf das Bahnsystem - Ich will mir nicht vorstellen was passiert wenn noch mehr Züge fahren sollen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • qolume 29.01.2019 13:27
    Highlight Highlight SBB/Billetpreis Bashing in 3... 2... 1...
  • RockyMtnHigh 29.01.2019 13:11
    Highlight Highlight Und wie viele Milliarden kostet der Spass??
    • IchSageNichts 29.01.2019 13:43
      Highlight Highlight Und wieviele Mrd kostet eine neue Bahnstrecke?
    • Knut Knallmann 29.01.2019 14:41
      Highlight Highlight Die neue zentrale Steuerungssoftware kostet vermutlich nicht so viel. Die im Rahmen dieses Projektes geplante und zum Erreichen der Ziele notwendige Umstellung auf ETCS Level 2 (oher höher) könnte um die 6-7 Milliarden kosten (Level 3 wird vermutlich noch ein bisschen teurer...)...
    • Jessica.Haupt 29.01.2019 15:11
      Highlight Highlight @Knut Knallmann das ist für mich teuer..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Daniel.I 29.01.2019 12:39
    Highlight Highlight Und was ist genau AI/KI hier?
    Solche Optimierungen werden mit einem Solver gelöst, ist hier AI nicht einfach ein falsches, irreführendes Schlagwort?
    • #bringhansiback 29.01.2019 14:39
      Highlight Highlight Solver tönt halt nicht so fancy und hipp wie AI. Ausserdem weiss kein Mänätscher oder Pressesprecher was ein Solver ist. Das wurde ihm an seinem HSG Mänätscherbuzzwordbingokurs nicht beigebracht...
    • aligator2 29.01.2019 15:55
      Highlight Highlight @Daniel: Welcher Solver eignet sich für dynamische Probleme? Online-Learner sind für solche Modelle definitiv besser geeignet und gehören zum Kern von AI/KI.
      @Hashtag: Die HSG investiert massiv in Data Sciene. Einer der AI Koryphäen im deutschsprachigen Raum (Prof. Borth) ist sogar an die HSG gewechselt. Management ist HSG, HSG aber nicht nur Management.
    • Daniel.I 30.01.2019 01:22
      Highlight Highlight @aligator2
      "Online Algorithmen" und/oder schlaue time-slices und schon bist du fit genug für dynamische Probleme.
      nicht-IT'ler sollten verstehen das viele Probleme nicht ML/DL-Probleme sind, sondern einfacher gelöst werden könnten. Klar hilft irgendwo immer ein trainiertes Netz etwas, aber ein gutes Nagel-Schreckenberg Modell genauso..
  • allright 29.01.2019 12:11
    Highlight Highlight Super, werden dann die Billetpreise aufgrund der Auslastungssteigerung und Kosteinsparung auch sinken? Bin gespannt.

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