DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Die Hälfte aller Bahnhöfe ist mittlerweile behindertengerecht – 680 sind es noch nicht

16.12.2021, 13:04

In der Schweiz kann inzwischen fast die Hälfte aller Bahnhöfe und Bahn-Haltestellen von Menschen mit Beeinträchtigung autonom benutzt werden. 2020 sind gemäss dem neusten Standbericht des Bundesamts für Verkehr (BAV) 35 Bahnhöfe dazu gekommen.

Bis Ende 2023 müssen die Bahnhöfe und Eisenbahn-Haltestellen der Schweiz baulich an die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes angepasst werden, soweit die Anpassungen verhältnismässig sind, wie das BAV am Donnerstag mitteilte.

Die Präsidentin der Behindertenkonferenz Kanton Zürich, Thea Mauchle, steigt am HB in einen Zug ein. Februar 2018.
Die Präsidentin der Behindertenkonferenz Kanton Zürich, Thea Mauchle, steigt am HB in einen Zug ein. Februar 2018.Bild: KEYSTONE

Bis Ablauf der gesetzlichen Frist werden nicht alle Haltestellen ausgebaut sein

Ende 2020 hätten 908 der insgesamt 1800 Stationen von Menschen mit Beeinträchtigungen autonom genutzt werden können. Weil die grossen Bahnhöfe prioritär angepasst würden, sorgten die Verbesserungen dafür, dass 69 Prozent aller Reisenden von den behindertengerechten Umbauten profitierten.

Gemäss aktueller Planung der Bahnen würden bis zum Ablauf der gesetzlichen Frist per Ende 2023 weitere 292 Bahnhöfe baulich angepasst. 386 weitere Bahnhöfe oder Eisenbahn-Haltestellen würden von den Bahnen erst nach Ablauf der gesetzlichen Frist angepasst.

Die Bahnen hätten als Grund für die Verzögerung angegeben, dass sie zu wenig Personal für die Planung hätten und es nicht genügend Zeitfenster gebe für die Umbauten. In allen Fällen würden jedoch Teilinbetriebnahmen angestrebt, schreibt das BAV.

In rund sieben Prozent aller Fälle sei eine bauliche Anpassung unverhältnismässig, weil unter anderem das Passagieraufkommen im Verhältnis zu den Kosten nur sehr klein sei. Dort müssten spätestens ab Ende 2023 Ersatzmassnahmen angeboten werden. In der Regel stehe die Hilfestellung durch Personal des Unternehmens im Vordergrund. (yam/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen

Madeline Stuart – das Model mit dem Down-Syndrom

1 / 13
Madeline Stuart – das Model mit dem Down-Syndrom
quelle: x02844 / andrew kelly
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Skaten im Rollstuhl geht nicht? Doch! Dieser Typ beweist's und wird von Tony Hawk entdeckt

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Zoll greift in der Ostschweiz mehr afghanische Migranten auf

Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit hat im vergangenen Jahr 18'859 Personen aufgegriffen, die sich rechtswidrig in der Schweiz aufgehalten haben. In den beiden Vorjahren waren es jeweils rund 13'000 respektive 11'000 Personen.

Zur Story