Schweiz
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ARCHIVBILD ZU EINEM FALL VON TUBERKULOSE AN DER PRIMARSCHULE SUHR, AM FREITAG, 6. SEPTEMBER 2019 - The schoolhouse Vinci, one of the schoolhouses of the Public School Suhr, Canton of Aargau, Switzerland, on June 25, 2018. The Public School Suhr consists of kindergartens, primary schools and senior classes. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Das betroffene Schulhaus in Suhr AG. Bild: KEYSTONE

Primarschülerin in Suhr AG an Tuberkulose erkrankt – bereits der 26. Fall im Aargau 2019

Eine Primarschülerin an der Schule in Suhr AG ist an Lungentuberkulose erkrankt. Auch an der Realschule in Oberkulm musste ein Schüler wegen Tuberkulose behandelt werden. Im Aargau sind in diesem Jahr bislang 26 Fälle gemeldet worden.



Die Gesamtschulleitung von Suhr informierte in einem Schreiben an 1350 Eltern über die Erkrankung der Schülerin an der vierten Primarschulklasse. Zum Bluttest müssen Kinder und Personen, die mehr als acht Stunden während der letzten zwei Monaten mit dem erkrankten Kind in einem Raum verbracht hatten. Potenziell betroffen sind 28 Personen. Das erkrankte Kind befindet sich in Spitalpflege.

In diesen Fällen bestehe ein Ansteckungsrisiko, heisst es im Schreiben weiter, über den das Onlineportal von «20 Minuten» zuerst berichtete. «Wir halten den Ball flach», sagte Gesamtschulleiterin Denise Widmer am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

ARCHIVBILD ZU EINEM FALL VON TUBERKULOSE AN DER PRIMARSCHULE SUHR, AM FREITAG, 6. SEPTEMBER 2019 - Protective clothing in the corridor of the Sereal schoolhouse of the Public School Suhr, Canton of Aargau, Switzerland, on June 25, 2018. The Public School Suhr consists of kindergartens, primary schools and senior classes. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bild: KEYSTONE

Es sei möglich, dass sich das Kind während den Sommerferien angesteckt habe. Das Kind sei jünger als zwölf Jahre. Weitere Massnahmen plane die Schule nicht. Man stehe in Kontakt mit der Lungenliga Aargau und den Kantonsbehörden.

In den Sommerferien erkrankt

Auch in Oberkulm gab es eine Tuberkulose-Erkrankung, wie Alois Zwyssig, Gesamtschulleiter Mittleres Wynental, eine Onlinemeldung des «Blicks» auf Anfrage bestätigte.

Während den Sommerferien sei bei einem Mitschüler der letztjährigen ersten Realschule eine Tuberkulose-Erkrankung festgestellt worden. Die Person wurde behandelt. Die Schüler und Eltern der betroffenen Klasse wurden bereits Ende August informiert. Kommende Woche müssen die Mitschüler und Lehrkräfte zu einem Bluttest.

Im Kanton Aargau sind in diesem Jahr den Behörden bislang 26 Tuberkulose-Fälle gemeldet worden, wie das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) auf Anfrage mitteilte. «Das ist keine Häufung und keine Epidemie», sagte DGS-Mediensprecherin Jelena Teuscher. Es gebe zwei Fälle von Kindern im schulpflichtigen Alter.

550 Fälle pro Jahr

Die Tuberkulose ist eine durch hustende Erkrankte über die Raumluft übertragbare Krankheit. In der Schweiz gibt es pro Jahr rund 550 Erkrankungen, in der Mehrzahl bei Migranten, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) festhält.

Die Übertragung erfolgt, indem eine an Lungentuberkulose erkrankte Person bakterienhaltige Tröpfchen aushustet, die dann in der Raumluft schweben und von anderen eingeatmet werden. Für eine Ansteckung ist gemäss BAG meist ein Aufenthalt im gleichen Raum über Stunden erforderlich.

Eine Ansteckung ist erst nach zwei Monaten nachweisbar. Nur fünf bis zehn Prozent der Personen mit einer frischen Ansteckung erkranken später einmal, am ehesten innert zwei Jahren.

Typische Symptome sind Husten, oft mit Auswurf, Fieber und Gewichtsabnahme. Die Tuberkulose ist mit speziellen Antibiotika über Monate meist gut behandelbar. Ohne Behandlung verläuft sie, nach einer meist längeren Erkrankung, oft tödlich. (cbe/aeg/sda)

Beat Richner

Die Schweiz ist nicht ganz unschuldig

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62
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    Alle Leser-Kommentare
  • Abu Nid As Saasi 06.09.2019 22:26
    Highlight Highlight Nur im Aargau?
  • Eskimo 06.09.2019 15:30
    Highlight Highlight Gemäss anderen Medien ist auch ein weiteres Kind einer anderen Schule erkrankt.
  • Fairness 06.09.2019 15:25
    Highlight Highlight Die gehören alle in Quarantäne bzw. dürfen ihr Zuhause nicht mehr verlassen, bis das abgeklärt ist. Was wenn die mit dem Zug oder im Flugzeug länger unterwegs sind?
    • forestkidd 06.09.2019 15:44
      Highlight Highlight Was soll das bringen? TB ist erst ansteckend, wenn die Krankheit ausbricht. Solange jemand "nur" infiziert ist, kann gar nichts passieren.
    • ingmarbergman 06.09.2019 16:28
      Highlight Highlight User wie @Fairness gehören eingesperrt und vom Internet getrennt.

      Macht Sinn? Etwa gleich viel wie dein Vorschlag..
    • Änibänäni 06.09.2019 19:17
      Highlight Highlight TB ist auch ehrlichgesagt nicht so ansteckend - von 20 Menschen die angehustet werden infiziert sich einer... und von 5-10 Infizierten wird einer krank - und dieser eine muss dann eine offene Tuberkulose haben um wiederum andere anstecken zu können...

      In Ländern in denen TB verbreitet ist ist es nur so ansteckend, weil die Menschen täglich mit vielen TB erkrankten in Kontakt sind und darum die Wahrscheinlichkeit infiziert zu werden drastisch zunimmt.
  • iisprinzässin 06.09.2019 13:06
    Highlight Highlight ... Und die Familie und die Arbeitsplätze der Eltern, Kitas der evt vorhandenen Geschwister ... Das zieht ganz schön grosse Kreise, wenn man alle testen will
    • dä dingsbums 06.09.2019 16:42
      Highlight Highlight Das ist nicht nötig, da selbst infizierte Personen erst nach mehreren Wochen ansteckend sein können.

      Also, keine Panik.

      Bei 550 Fällen im Jahr, wissen die Behörden wahrscheinlich ganz gut welche Massnahmen angebracht sind.
  • Fairness 06.09.2019 13:00
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Tschüse Üse 06.09.2019 12:35
    Highlight Highlight Gute Besserung dem Kind, nicht schön sowas.
  • Freethinker 06.09.2019 12:30
    Highlight Highlight Ich vermute mal stark, wegen fehlender Impfungen? Wäre aber schon verwunderlich, wenn dies nicht geprüft würde...
    • Ueli der Knecht 06.09.2019 14:51
      Highlight Highlight Ohne explizite Risiko-Exposition wird niemand gegen Tuberkulose geimpft.
    • Freethinker 06.09.2019 15:58
      Highlight Highlight Danke für die Aufklärung, diese bringt viel mehr, als einfach auf den Blitz zu drücken... 😉 Bin davon ausgegangen, dass dies nebt Masern, Mumps, Röteln etc., auch geimpft wird...
    • smarties 06.09.2019 17:10
      Highlight Highlight Die Impfung wird selten empfohlen, das die Wirksamkeit gering ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • WID 06.09.2019 12:13
    Highlight Highlight Mit dem Zuzug von Menschen aus TB Regionen und den damit verbundenen Reiseverkehr kommt die TB nun langsam auch wieder zu uns.
    • #bringhansiback 06.09.2019 17:24
      Highlight Highlight Jajaja die Zuwanderung ist an allem Schuld... Vielleicht hat sich das Kind auch im Urlaub angesteckt? Sommerferien sind ja gerade durch...
    • Die_andere_Perspektive 06.09.2019 17:35
      Highlight Highlight Sehr einseitige Sichtweise wenn man bedenkt, dass des Schweizers liebste Feriendestinationen ebenfalls ein hohes Ansteckungsrisiko aufweisen.

      https://www.who.int/publications/10-year-review/tb-chart.png
    • maude 06.09.2019 18:09
      Highlight Highlight beinghansiback; Klar kann Mensch sich auch im Urlaub anstecken, es ist jedoch auch einfach ne Tatsache, dass Zuwanderung und dadurch das Einschleppen von Krankheiten auch ne Rolle spielen kann. Wär jetzt in der Menschheitsgeschichte wirklich nichts Neues. Versteh nicht, dass man immer gleich was verurteilendes in allem sehen muss...es gibt Dinge, die sind ' einfach so', weder zu verurteilen, noch gut, noch schlecht...Sind einfach. Tatsache.Punkt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eskimo 06.09.2019 12:10
    Highlight Highlight Diese Krankheit war doch in der CH praktisch ausgerottet? Schon krass welchen Gefahren die Bevölkerung aus ideologischen Gründen ausgesetzt wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pitefli 06.09.2019 11:49
    Highlight Highlight In der Mehrzahl bei Migranten? Warum? Aus genetischen Gründen oder weil diese die Sommerferien in einem Lamd verbracht haben in dem es viele Tuberkolose-Erkrankte gibt?
    • Baba 06.09.2019 12:22
      Highlight Highlight Weil in deren Herkunftsländern TB oftmals noch nicht ausgerottet ist. Dass TB nach Europa mitgebracht wird, ist leider eine negative Nebenerscheinung der Migrationsströme 😔.

      WHO Link https://www.who.int/tb/country/data/profiles/en/
    • phreko 06.09.2019 13:00
      Highlight Highlight Echt jetzt? Noch ein bisschen Bock auf Eugenetik und Co.?
    • dommen 06.09.2019 13:07
      Highlight Highlight Weil viele Migranten aus Ländern stammen, in denen die Infektionsrate erhöht ist vielleicht? Nicht alle Länder haben eine derart exzellente Grundversorgung wie wir hier. Selber denken schadet übrigens nicht...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lumpirr01 06.09.2019 11:46
    Highlight Highlight Interessant wäre die Information, in welchem Ferienland eine mögliche Ansteckung erfolgt ist.........
    • Baccaralette 06.09.2019 12:41
      Highlight Highlight Warum?
    • Dr. Zoidberg 06.09.2019 12:44
      Highlight Highlight wieso? tuberkulose gibt es weltweit. und es geht dich irgendwie nichts an, wo das mädel seine ferien verbringt.

      https://tropeninstitut.de/krankheiten-a-z/tuberkulose

      gern geschehen.
    • phreko 06.09.2019 13:00
      Highlight Highlight Damit gehetzt werden darf! Aber so schwierig kanns ja nicht sein. Grds. Irgendwo in der 3. Welt...
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