Schweiz
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Momentan ist das Kulturzentrum Bremgarten (KuZeB) durch die Polizei umstellt. Offenbar findet eine Razzia statt.

In Bremgarten durchsuchte die Polizei am Mittwochmorgen das Kulturzentrum. Bild: aargauer zeitung/leserbild

G20-Razzia: Die deutschen Behörden ermitteln gegen einen Aargauer – ohne konkrete Beweise

Die deutsche Justiz ermittelt wegen Brandstiftung und Landfriedensbruch gegen einen Mann aus Bremgarten. Der 27-Jährige soll in Hamburg Brandsätze geworfen oder Autos beschädigt haben. Doch Beweise fehlen.

Fabian Hägler / nordwestschweiz



Am frühen Dienstagmorgen um 6 Uhr hat die Staatsanwaltschaft Hamburg eine internationale Polizeiaktion durchgeführt, auch in der Schweiz. In Winterthur nahmen die Polizisten unter anderem einen 27-jährigen Schweizer fest, in Bremgarten durchsuchten sie dessen Wohnung und das Kulturzentrum. 

Gegen den jungen Schweizer läuft ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren, die Hamburger Justiz wirft ihm schweren Landfriedensbruch vor. Hat der 27-jährige in Hamburg während des G20-Gipfels im vergangenen Jahr also randaliert und Autos beschädigt?

Beweise für solche Straftaten hat die Staatsanwaltschaft offenbar keine – dies ist gemäss Pressesprecherin Frombach aber auch nicht nötig. «Ein konkreter Tatbeitrag wird dem Beschuldigten nicht vorgeworfen, er soll Teil der vermummten und gewaltbereiten Gruppe von 220 Personen gewesen sein und muss sich daher das Handeln anderer Gruppenmitglieder zurechnen lassen.»

Die Hamburger Oberstaatsanwältin Nana Frombach und Rechtsanwalt Martino Locher über den Fall des Aargauer G20-Demonstranten

Video: © Tele M1

Es ist also unklar, ob der befragte Aargauer selber Feuer gelegt hat oder nur vermummt im «Schwarzen Block» mitgelaufen ist. Genau die Unsicherheit, ob die per Foto gesuchten Personen tatsächlich Delikte begangen haben, löste in Deutschland heftige Kritik an der Öffentlichkeitsfahndung aus. Die Linke in Hamburg erklärte, den abgebildeten Aktivisten drohe lebenslange Stigmatisierung.

Noch keine Anklage erhoben

Die Ermittler bezeichneten die erste Öffentlichkeitsfahndung im Dezember hingegen als grossen Erfolg. Vor rund zwei Wochen teilte die Hamburger Polizei mit, von 107 Tatverdächtigen habe man 35 identifiziert, zwei seien angeklagt worden, zudem sei ein Strafbefehl ergangen. Wie es im Fall des verdächtigen Aargauers weitergeht, ist laut Staatsanwaltschaft Hamburg offen. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung, er ist nach der Befragung auf freiem Fuss, eine Anklage gibt es derzeit nicht.

Mit diesem Video hat die Polizei Hamburg nach dem Aargauer gesucht.

      Video: © Polizei Hamburg/T-Online

Weil die Schweiz keine eigenen Bürger ausliefert, müsste ein allfälliger Prozess in Deutschland in Abwesenheit des Mannes stattfinden. Möglich wäre auch ein Strafübernahmebegehren der Hamburger Behörden an die Staatsanwaltschaft im Aargau. Dabei würden Unterlagen und Beweise weitergeleitet und die Schweizer Behörden aufgefordert, ein Strafverfahren durchzuführen.

Parallelen zu «Tanz dich frei»

Ähnlich wie die Hamburger Polizei ging vor fünf Jahren die Kantonspolizei Bern vor. Nach massiven Ausschreitungen bei der «Tanz dich frei»-Demonstration kam damals auch das Mittel der Öffentlichkeitsfahndung zum Einsatz. Dies allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Wenn sich eine Straftat nicht eindeutig einem Verdächtigen zuordnen liess, wurden keine Fotos von ihm im Internet veröffentlicht.

Später gab es Strafverfahren gegen Teilnehmer der Demonstration, die Gewalttaten verübt, Autos angezündet oder Geschäfte verwüstet haben sollten. Die entscheidende Frage bei der Strafzumessung war jene, die im Fall des Aargauers am G20-Gipfel auch im Zentrum steht: Reicht es für eine Verurteilung, nur Teil einer randalierenden Gruppe zu sein? Oder braucht es für einen Schuldspruch den Beweis, dass ein Angeklagter einen Polizisten angriff, eine Flasche warf oder einen Brandsatz legte? Die Gerichte beurteilten diese Frage unterschiedlich.

Nach G20-Krawallen: Mann in Bremgarten festgenommen

   Video: © Tele M1

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    Alle Leser-Kommentare
  • Peldar 31.05.2018 11:07
    Highlight Highlight Und Herr Glarner freut sich darüber.. Wie war das nochmal mit den fremden Richtern?;)
  • Walter Sahli 31.05.2018 10:10
    Highlight Highlight Bin gespannt, wer bei der nächsten Diskussion über die Verschärfung des Waffenrechts behaupten wird, der Staat wolle die Bürger entwaffnen, damit sie sich nicht gegen ihn wehren können.
    Ich wette darauf, dass es die Gleichen sein werden, die hier applaudieren, wenn jene, die sich gegen die Arroganz der G20-Regierungen auflehnen, verfolgt werden.
    • mogad 31.05.2018 11:10
      Highlight Highlight Ja zum ersten Abschnitt. Ich habe den Verdacht (behaupte nichts), dass die EU die europ. Zivilbevölkerung schleichend entwaffnen will, damit es z.B. bei einem Staatsbankrott (siehe Griechenland, bald Italien?) nicht zu bewaffneten Revolten kommt. Aus dem gleichen Grund, will man ja auch das Bargeld abschaffen. Man will wehrlose Bürger.
      Es erstaunt mich aber, dass Sie dem schwarzen Block einen Blankocheck ausstellen, indem Sie sagen, die würden sich gegen die Arroganz von G20 auflehnen. Noch nie hat der schwarze Block konkrete politische Inhalte portiert. Nur Gewalt um der Gewalt willen!
    • Walter Sahli 31.05.2018 12:40
      Highlight Highlight Ja, schon klar, Widerstand ist nur dann gut, wenn er aus den eigenen Reihen kommt. Dann nennt man sich Freiheitskämpfer, alle anderen sind aber Terroristen.
      Übrigens waren in Hamburg weit mehr Menschen am Demonstrieren als nur der schwarze Block.
  • Noblesse 31.05.2018 09:23
    Highlight Highlight Bin erstaunt, dass die Ostschweizer Presse dazu heute verstummt ist. Nur der Blick bringt noch den Zusammenhang. FCSG Präsident Hüppi, der Vater des Betroffenen, hat wohl den Medien einen Maulkorb verpasst. Sorry, aber das gehört zum "Vatersein". Dass man zu seinen Söhnen steht, auch wenn es negative Schlagzeilen gibt. Für mich sehr schwach! FCSG hin oder her!
  • EvilBetty 31.05.2018 09:20
    Highlight Highlight «Die deutsche Justiz ermittelt wegen Brandstiftung und Landfriedensbruch gegen einen Mann aus Bremgarten. Der 27-Jährige soll in Hamburg Brandsätze geworfen oder Autos beschädigt haben. Doch Beweise fehlen.»

    Wenn Beweise vorhanden wären, müsste man ja nicht mehr ermitteln ... 🙄
  • aglio e olio 31.05.2018 08:57
    Highlight Highlight Wo bleibt der Aufschrei der SVP gegen die Einmischung von Seiten der "fremden Vögte"? Das kann der Eidgenoss' doch selber regeln.
  • Walter Sahli 31.05.2018 08:51
    Highlight Highlight Gut zu wissen! Von jetzt an brauche ich zu Polizisten nicht mehr anständig zu sein, schliesslich war mal einer unanständig zu mir. Ist ja schliesslich die gleiche Gruppe und mitgegangen ist mitgehangen, nä?!
    • mogad 31.05.2018 11:15
      Highlight Highlight Wenn sie zu Polizisten nicht mehr anständig sein wollen, sind Sie ja in "bester" Gesellschaft!
      Wenn bei Ihnen eingebrochen würde, würden Sie die Polizei rufen und die dann gleich mit dem Baseballschläger unter der Wohnungstür empfangen? Sind ja nur verd...te Bullen. Sch...se, dass man die halt ab und zu braucht, nachdem man selber Opfer von Gewalt geworden ist!
    • Walter Sahli 31.05.2018 12:47
      Highlight Highlight Neinneinneinnein! Fussballspiele werden von Fussballfans besucht und unter Fussballfans hat's auch solche, die Gewalt anwenden! Deswegen müssen ALLE Fussballfans strafrechtlich verfolgt werden! ALLE!
  • Dynamischer-Muzzi 31.05.2018 08:37
    Highlight Highlight Ich finde das Vorgehen absolut korrekt. Wer nichts zu verbergen hat, muss auch keine Angst haben. Generell liest sich dieser Artikel mal wieder mehr wie Stimmungsmache gegen D.
    Das, was da in Hamburg angegangen ist, gehört genau untersucht und jeder einzelne Täter hart bestraft. Vermummt fremdes Eigentum zerstören und alles zu verwüsten, zeugt ausserdem nicht gerade von besonders viel IQ der teilnehmenden Personen.
    In der Masse fühlen sie sich stark, aber einzeln malt der dicke Stift in der Hose!
    Diese Aussage gilt generell für jede extreme Richtung.
    • EvilBetty 31.05.2018 09:34
      Highlight Highlight «...gehört genau untersucht und jeder einzelne Täter hart bestraft.»

      Yap, inklusive den Tätern auf Polizei-Seite!
    • mogad 31.05.2018 11:22
      Highlight Highlight Wenn die doch alle gegen G20, gegen Globalisierung und den Kapitalismus sind, warum gehen die dann auf die Zivilbevölkerung los? Warum versammeln die sich nicht vor dem Nestle-Hauptsitz, oder vor Rüstungsfabriken, vor Pharmakonzernen usw. und machen dort Rabatz? Tja, diese Firmen haben natürlich einen sehr effizienten Werkschutz. Da ist es für den schwarzen Block viel weniger riskant, wahllos die Wohnhäuser und Autos wehrloser Menschen anzuzünden, von denen viele wahrsch. selber unter diesen Grosskonzernen zu leiden haben. Mittels Leistungsdruck, prekären Arbeitsverhältnissen usw..
  • Steiner 31.05.2018 07:41
    Highlight Highlight 107 Personen wurden öffentlich an den Pranger gestellt. 2 davon wurden bisher angeklagt. Bravo👏👏👏
    Manchmal hoff ich insgeheim, dass es einmal jene trifft, die eine solche Mittelalter-Prangerei unterstützen. Mal schauen, wie lange dann noch die „selber Schuld“ Keule geschwungen wird.
    • mogad 31.05.2018 11:28
      Highlight Highlight Sie finden wohl, diese kriminellen Gewalttäter hätten noch eine Prämie vom Staat verdient für ihre Taten! Ich wünsche mir aber, dass es einmal jene vom Schwarzen Block trifft. Von denen wird nämlich kein Einziger eine Strafe kriegen. Das zeichnet sich jetzt schon überdeutlich ab. Zuerst Dreinhauen und dann jammern!
  • Tapatio 31.05.2018 07:21
    Highlight Highlight Er hatte ja mehrere Möglichkeiten..

    1. zu Hause bleiben
    2. nach Hamburg reisen und friedlich demonstrieren
    3. nach Hamburg reisen und als Teil des schwarzen Blocks Landfriedensbruch begehen

    Scheinbar hat er sich für 3. entschieden und muss jetzt zu recht mit den Konsequenzen leben. Weshalb dieses Mitleid?

    Recht zu Demonstrieren: Ja...
    Recht fremdes Eigentum zu zerstören und Polizisten anzugreifen: Nein! Ganz einfach
  • pamayer 31.05.2018 06:46
    Highlight Highlight Vor kurzem hat der svp Glarner verlauten lassen, er wolle besagtes Haus in Bremgarten kaufen und somit das Jugendzentrum schliessen und jetzt eine Razzia wegen dem G20 Gipfel.

    Zufall oder Zusammenhang?
    • Eine_win_ig 31.05.2018 07:05
      Highlight Highlight Klar. Glarner hat die Hamburger Staatsanwaltschaft angerufen und ihr befohlen, gegen einen in Bremgarten wohnhaften ein Strafverfahren zu eröffnen.
      Bitte, Aluhut weg....
  • Roterriese 31.05.2018 06:41
    Highlight Highlight "Hat der 27-jährige in Hamburg während des G20-Gipfels im vergangenen Jahr also randaliert und Autos beschädigt?"

    Der Autor dieses Artikels scheint nicht zu wissen, was Landfriedensbruch ist..

    Ein bisschen Jura-Nachhilfe für Watson:
    Landfriedensbruch (Art. 260 StGB)

    1 Wer an einer öffentlichen Zusammenrottung teilnimmt, bei der mit vereinten Kräften gegen Menschen oder Sachen Gewalttätigkeiten begangen werden, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.

    man muss gar nicht selber "randalieren oder Autos beschädigen", die blosse Teilnahme genügt :)
    • mogad 31.05.2018 07:30
      Highlight Highlight Das ist allerdings heikel. während der 80ziger-Unruhen in Zürich hat die Polizei jeweils die Demonstranten eingekesselt, sodass sich die friedlichen Demonstranten von den Steinewerfern gar nicht mehr absetzen konnten.
      Da bekam Jede/r Gummischrot und Tränengas ab, sogar unbeteiligte Passanten und musste damit rechnen verhaftet zu werden.
    • Steiner 31.05.2018 07:43
      Highlight Highlight Klar, und wegen Landfriedensbruch soll man an den öffentlichen Pranger gestellt werden? Und beim über Rot laufen zukünftig auch? Wird in China bereits gemacht. Und wenns noch viele Ignoranten wie dich gibt bald auch in Europa.
    • Roterriese 31.05.2018 09:41
      Highlight Highlight @steiner landfriedensbruch ist ein vergehen, bei rot über die ampel laufen eine übertretung
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dreiländereck 31.05.2018 06:31
    Highlight Highlight Bei Landfriedensbruch ist es nicht nötig, dass man persönlich „randaliert und Autos beschädigt“.
    Hier die Schweizer Version des Gesetzesartikels Landfriedensbruch:
    Wer an einer öffentlichen Zusammenrottung teilnimmt, bei der mit vereinten Kräften gegen Menschen oder Sachen Gewalttätigkeiten begangen werden, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.
    Die Teilnehmer, die sich auf behördliche Aufforderung hin entfernen, bleiben straffrei, wenn sie weder selbst Gewalt angewendet noch zur Gewaltanwendung aufgefordert haben.

    Mitlaufen im Krawallzug in Hamburg reicht.
  • Peloton 31.05.2018 06:30
    Highlight Highlight Die Teilnahme an einer solchen Aktion ist schon genug! Wer dabei mitmacht duldet das Verhalten und macht sich aus meiner Sicht strafbar. Er hat dich ja wohl freiwillig dem Mob angeschlossen!
  • chnobli1896 31.05.2018 06:28
    Highlight Highlight Mitgehangen, Mitgefangen. Wenn sich das durchsetzt wirds wohl auf lange Sicht keine Demos, Sportfans oder Ähnliches mehr geben. Ob das das Ziel ist oder ob der Ansatz ein Anderer ist? Z.B. das sie davon ausgehen das bei dieser Demo per se Jeder gewalttätig ist. Demokratie- und freiheitstechnisch betrachtet finde ich das Ganze bedenklich.
  • pun 31.05.2018 06:16
    Highlight Highlight Die deutsche Polizei schafft es, drei polizeibekannte Naziterroristen ZEHN beschissene Jahre lang Ausländer ermorden zu lassen, aber wenn es zu Sachbeschädigung an einer linken Demo kommt, gilt plötzlich weder die Unschuldsvermutung noch die Verhältnismässigkeit doch dafür wird die Sippenhaft wieder eingeführt. Oh Germania, wo gehst du hin?
    • Roterriese 31.05.2018 06:50
      Highlight Highlight Man kann auch einfach mit ein paar Grundprinzipien des Strafrechts um sich werfen, wahr wird es nicht. Die von dir genannten Prinzipien sind hier nicht relevant:

      Unschuldsvermutung: Wurde hier jemals gesagt, er sei schuldig? Er gilt im Moment als "Beschuldigter".

      Verhältnismässigkeit: Landfriedensbruch ist ein Vergehen, inwiefern irgenwas an dieser Aktion unverhältnismässig sein soll erschliesst sich mir nicht.

      Sippenhaft: Den Tatbestand des Landfriedensbruchs gibts schon lange und ist nicht neu, der hat mit Sippenhaft nichts zu tun (vgl. in der Schweiz analog Art. 260 StGB)
    • andrew1 31.05.2018 06:54
      Highlight Highlight Es gibt nun mal leider gewaltdelikte wo die täter trotz langjähriger ind aufwändigen ermittlungsarbeiten nicht gefunden werden kann. (Siehe aktenzeichen xy, fall emmen, ruperswil erst nach monatelangen handyauswertungen und hätte der täter das handy nicht mitgeführt vielleicht bis heute nicht)..... da irgendwelche absichtlichen (!) Versäumnisse zu attestieren finde ich weit hergeholt. Höchstens unabsichtliche versäumnisse könnte ich mir vorstellen.
    • Eine_win_ig 31.05.2018 07:07
      Highlight Highlight Text gelesen?
      Für den Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung. Steht da oben. Echt...
    Weitere Antworten anzeigen
  • andrew1 31.05.2018 06:11
    Highlight Highlight Und diesen fehler im system machen sich randalierer und hooligans gerade zu nutzen. Wenn alle vermumt sind und bierflaschen werfen kann man das eine fläschchen welches im auto oder schaufenster landet niemandem zweifelsfrei zuordnen. Da braucht es einen übergeordneten paragrafen welcher das teilnehmen an gewaltsamen demos unter strafe stellt.
    • Roterriese 31.05.2018 06:51
      Highlight Highlight "Da braucht es einen übergeordneten paragrafen welcher das teilnehmen an gewaltsamen demos unter strafe stellt."

      Den gibt es ja, nennt sich Landfriedensbruch.. Findest du in Art. 260 im Strafgesetzbuch
  • Samuel Deubelbeiss 31.05.2018 06:08
    Highlight Highlight Die Polizei hat in Hamburg ja auch nicht zimperlig gehandelt. Reicht es denn, dass jemand PolizistIn ist, um ihn vor Gericht zu bringen? Gibt es auch öffentliche Fahndungsbilder dieses Schlägertrupps?

    • mogad 31.05.2018 07:45
      Highlight Highlight Die Polizei war beim grössten Saubannerzug auf der Elb-Chaussee gar nicht anwesend.
    • Max Dick 31.05.2018 07:48
      Highlight Highlight Jap gibt es auch, auf indymedia. Keine Ahnung aber ob diese Fahndung erfolgreich ist - wird irgendwie erwas totgeschwiegen von den anderen Medien.
  • walsi 31.05.2018 06:05
    Highlight Highlight Die Aufregung der Linken über die öffentliche Fahndung ist lächerlich. Wenn es anstatt gegen einen Linken, gegen einen Mann mit rechter Gesinnung ginge, der bei einem Saubannerumzug von Neonazis mit lief, dann fände man die öffentliche Fahndung total angemessen, auch wenn man keine konkrete Beweise gegen den Mann hat. Was hat der Mann auch für einen schlechten Umgang.
    • philosophund 31.05.2018 07:00
      Highlight Highlight Es ist doch ein Unterschied ob ein par verdrehte Mitläufer mit AFD Plakaten herumlaufen oder ein paar Nazis Hakenkreuzbanner eine Demo ziehen
    • mogad 31.05.2018 07:47
      Highlight Highlight "Die Linke" sollte sich endlich öffentlich distanzieren vom sog. Schwarzen Block.
      Tut sies nicht, spielt sie mMn auf Dauer den rechten Populisten a la SVP in die Hände!

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