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Gute Chancen für den Vierfachmörder: Drei Gründe, warum Thomas N. Erfolg haben könnte

Drei Gründe sprechen dafür, dass Thomas N. mit seiner Berufung Erfolg haben könnte. Er wehrt sich gegen eine Verwahrung.

Andreas Maurer / az Aargauer Zeitung



Thomas N. (35), der Vierfachmörder von Rupperswil, akzeptiert seine Strafe, nicht aber die angeordnete Massnahme. Er erklärt in einem Punkt Berufung gegen das Urteil des Lenzburger Bezirksgerichts vom März: Die Verwahrung sei ersatzlos aufzuheben.

Seine Verteidigerin Renate Senn plädierte vor der ersten Instanz für eine tiefere Freiheitsstrafe. Statt lebenslänglich schlug sie 18 Jahre vor. In diesem Punkt stuft sie die Erfolgsaussichten offenbar als zu gering ein.

Die verhängte lebenslängliche Freiheitsstrafe ist allerdings ohnehin nicht so endgültig, wie sie klingt. Sie gilt grundsätzlich bis zum Lebensende; nach 15 Jahren wird regelmässig überprüft, ob der Täter für die Gesellschaft noch gefährlich ist. Falls diese Gefahr nicht mehr besteht, wird er freigelassen.

QUALITY REPEAT - View into the courtroom with the accused Thomas N. (right outside) in the trial for the quadruple murder of Rupperswil, on Tuesday, March 13, 2018 in Schafisheim, Switzerland. Thomas N. is accused of the murder of four people, a woman, two boys and a girl with a knife in a family home in Rupperswill. (KEYSTONE/Sibylle Heusser)

Blick in den Gerichtssaal mit dem Angeklagten Thomas N. (rechts aussen) beim Prozess um den Vierfachmord von Rupperswil vor dem Bezirksgericht Lenzburg in Schafisheim (AG) am Dienstag, 13. Maerz 2018.  (KEYSTONE/Sibylle Heusser)

Die Situation vor dem Bezirksgericht Lenzburg. Bild: KEYSTONE

Das Gericht sprach zusätzlich eine Verwahrung aus. Bei dieser Massnahme geht es nicht um eine Bestrafung des Täters, sondern einzig um die Sicherheit der Gesellschaft. Für eine Entlassung gelten allerdings die gleichen Regeln wie für die lebenslängliche Freiheitsstrafe.

Die drei Widersprüche

Mit seiner Berufung hat Thomas N. gute Chancen. Denn das Urteil des Lenzburger Bezirksgerichts enthält drei Widersprüche. Bei allen geht es um die ordentliche Verwahrung, die er anficht.

Die umstrittene Kombination

Erstens ist die Kombination von lebenslänglicher Freiheitsstrafe und Verwahrung unter Juristen umstritten. Auf die Freiheitsstrafe folgt theoretisch die Verwahrung. Aus der Strafe wird nur entlassen, wer nicht mehr gefährlich ist. Doch wer ungefährlich ist, wird nicht verwahrt. Es ist somit ausgeschlossen, dass Thomas N. tatsächlich je verwahrt werden wird. Es handelt sich um einen logischen Zirkelschluss.

Das zeigt allerdings auch, dass eine Aufhebung der Verwahrung nicht dazu führen muss, dass Thomas N. eher in Freiheit käme. Die Verwahrung hat vor allem eine symbolische Bedeutung. Dennoch ist die Auseinandersetzung wichtig. Es geht um Grundsatzfragen des Rechtsstaats.

Die Gutachten

Zweitens streiten Strafrechtsexperten darüber, ob die Voraussetzungen für eine ordentliche Verwahrung tatsächlich erfüllt sind. Eine Bedingung ist, dass der Erfolg einer Therapie als unwahrscheinlich eingestuft wird. Die zwei aufgebotenen Psychiater hatten Thomas N. jedoch für therapierbar erklärt. Sie gaben zwar an, mit einem Erfolg sei nicht vor fünf oder zehn Jahren zu rechnen. Langfristig sei er aber behandelbar.

Marianne Heer (62) ist eine Koryphäe des Massnahmenrechts und hat den massgeblichen Strafrechtskommentar mitgeschrieben. Ihre Gerichtskarriere startete sie 1984 als Amtsschreiberin des Amtsstatthalteramts Luzern. Danach wurde sie Gerichtsschreiberin, Richterin, Staatsanwältin und Oberrichterin – dieses Amt hat sie seit 18 Jahren inne. Seit dreizehn Jahren ist sie zudem Lehrbeauftragte für Strafrecht an der Universität Luzern.

Marianne Heer Bild: aargauer zeitung/sandra ardizzone

Die Strafrechtsprofessorin und Luzerner Oberrichterin Marianne Heer sagt: «Meines Erachtens ist eine Verwahrung hier nicht zulässig. Es liegt keine grundsätzliche Unbehandelbarkeit vor.» Das Bundesgericht habe diesbezüglich allerdings die Schraube massiv zuungunsten der Betroffenen angezogen. Deshalb sei ungewiss, wie es derzeit mit dieser Frage umginge.

Die ambulante Behandlung

Gegen die ordentliche Verwahrung spricht drittens, dass das Bezirksgericht gleichzeitig eine ambulante Behandlung angeordnet hat. Diese ist grundsätzlich auf fünf Jahre befristet. Deshalb gilt als Voraussetzung, dass in dieser Zeit ein Therapieerfolg erwartet werden muss. Doch genau dies wird ja bei der Begründung der ordentlichen Verwahrung ausgeschlossen.

Marianne Heer sagt deshalb: «Eine ambulante Behandlung und eine Verwahrung sind nicht vereinbar. Die Kombination ist ein Feigenblatt, um das schlechte Gewissen zu kaschieren.» Man erklärt den Täter zwar für kurzfristig untherapierbar, um ihn wegsperren zu können. Aber man gewährt ihm eine kurzfristige Therapie, um ihn im Gefängnis nicht allein zu lassen.

Rupperswil-Verteidigerin erneut in der Kritik

Nachdem die Verteidigerin von Thomas N. beim Prozess die Opfer mitverantwortlich gemacht hat, soll sie eine zu hohe Honorarrechnung gestellt haben. Video: © telem1

Strenge Aargauer Richter?

Fraglich ist allerdings, ob Thomas N. mit den drei Widersprüchen bei der nächsten Instanz, dem Aargauer Obergericht in Aarau, auf Gehör stossen wird. Denn dieses hat den Ruf, besonders streng zu sein.

Einer, der die Aargauer Justiz am längsten kennt und immer noch im Geschäft ist, ist der Strafverteidiger Urs Oswald (74). Er spricht vom «berühmten Rabatt», den das Obergericht früher, also vor der Jahrtausendwende, gewährt habe. Damals seien vor allem ältere Herren zu Oberrichtern ernannt worden. Diese hätten mit einer gewissen Altersmilde geurteilt. Heute hingegen seien auch junge Oberrichter im Amt. «Inzwischen verfolgt das Obergericht bei der schweren Kriminalität eine harte Linie», sagt Oswald.

Das Aargauer Obergericht prägte sein Hardliner-Image mit einem aufsehenerregenden Urteil im Jahr 2012. Damals wandelte es im Fall Lucie eine ordentliche Verwahrung in eine lebenslängliche um. Das Bundesgericht kippte den Entscheid danach aber wieder. Eine Verschärfung steht im Fall Rupperswil allerdings aktuell nicht zur Diskussion, da die Staatsanwaltschaft auf eine Berufung verzichtet hat.

Gemeinsamkeiten zwischen den Fällen Rupperswil und Lucie gibt es dennoch: In der Kriminalgeschichte sind beide erschreckend einzigartig. Deshalb wollten die Richter ein Exempel statuieren. Dafür nahmen sie juristische Ungereimtheiten in Kauf. (aargauerzeitung.ch)

Staatsanwältin Loppacher zum Urteil von Rupperswil

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    Alle Leser-Kommentare
  • Daniel Caduff 14.09.2018 14:58
    Highlight Highlight Das war einer der wichtigsten Strafprozesse in der CH der letzten Jahre. Leider haben das Gericht und die Staatsanwaltschaft hier absolut lausige Arbeit abgeliefert, was angesichts der Bedeutung des Prozesses ein doppelter Schaden für den Rechtsstaat darstellt.

    Der Satz "Deshalb wollten die Richter ein Exempel statuieren. Dafür nahmen sie juristische Ungereimtheiten in Kauf. " darf nicht sein.

    Absichtlich juristische Fehler zu begehen, als Show für die Kulisse, zerstört die Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit der Gerichte.

    Ich hoffe deswegen, dass die höheren Instanzen dies korrigieren.
  • Astrogator 14.09.2018 08:21
    Highlight Highlight "Deshalb wollten die Richter ein Exempel statuieren. Dafür nahmen sie juristische Ungereimtheiten in Kauf. "

    Diesen Satz halte ich für bedenklich, wenn Richter Recht beugen weil sie jemand im Gefängnis haben wollen verlässt man den Rechtsstaat.
    • In vino veritas 14.09.2018 10:23
      Highlight Highlight Ja was will man sonst machen? Die Beweislage ist standhaft mal ehrlich, in anderen Ländern hätte man ihn hingerichtet. Ich möchte nicht sagen, dass Todesstrafen gut sind, aber er hat nicht zuletzt schwere Verbrechern begangenen und die Gesellschaft hat auch ein Recht auf Sicherheit. Wie zuverlässig diese Gutachter sind, mussten wir ja in den letzten Jahren erleben (einige haben es nicht überlebt...).
    • rodolofo 14.09.2018 14:38
      Highlight Highlight In einer Therapie muss es darum gehen, herauszufinden, wie ein solches Verbrechen überhaupt möglich werden konnte, und wie man präventiv solche Täter früher erkennen könnte.
      Motivierend könnten Hafterleichterungen angeboten werden.
      Eine Freilassung ist aber für jeden, der noch einen gesunden Menschenverstand hat, der die Pragraphen nicht genau kennen muss, ausgeschlossen.
  • DerSimu 14.09.2018 08:00
    Highlight Highlight Uneinsichtig, arrogant, pädophil, gewalttätig. Wie kann so einer gute Chancen haben? Schon dass er sich dafür hat, Berufung einzulegen, zeigt, wie uneinsichtig er ist. Wenn Thomas N. die Verwahrung tatsächlich verhindern kann, ist mein glaube in den Rechtstaat Schweiz dahin.
    • Lamino 420 14.09.2018 08:28
      Highlight Highlight Wieso genau steht ja im Artikel.

      ?
    • Alex_Steiner 14.09.2018 08:33
      Highlight Highlight Dann hast du den Artikel oder unser Rechtsystem nicht verstanden. Unser Rechtsystem basiert darauf die Leute wieder zurück in die Geselschaft zu lassen. Das ist bei ihm anscheinend möglich - also sollte er diese Möglichkeit auch bekommen.

      Und eben... er hat lebenslänglich bekommen. Also wenn er nach 15 Jahren noch eine Gefahr ist - wird er sowieso nicht frei gelassen.
    • DerSimu 14.09.2018 09:44
      Highlight Highlight @Alex_Steiner

      Ich finde einfach ein Pädophiler, der vier Leute umbringt und keinerlei Reue zeigt, hat keine zweite Chance verdient.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Granini 14.09.2018 07:57
    Highlight Highlight Ich glaube nicht dass er damit durch kommt. Niemand will bei so einem Täter verantwortlich gemacht werden, wenn der draussen wieder austickt.
  • N. Y. P. D. 14.09.2018 07:53
    Highlight Highlight Was spricht dagegen, sich Gedanken zu machen, die Verwahrung aus dem Gesetz zu streichen und lebenslänglich als lebenslänglich zu betrachten ?
    Sprich nach 25 Jahren darf er das erste Mal ein Gesuch um Entlassung stellen.
    Falls das Gericht findet, dass er bereits nach 15 Jahren, ein Gesuch stellen darf, hiesse das Urteil : 15 Jahre

    Lebenslänglich wäre mindestens 25 Jahre.

    Im Fall Thomas N lautet das Urteil eigentlich 15 Jahre. Der Sühne ist so zuwenig Rechnung getragen.

    Das Wort lebenslänglich ist irreführend.
    • Roterriese #DefendEurope 14.09.2018 08:38
      Highlight Highlight Es gibt Straftaten mit denen man sein Leben verwirkt. Eine solche liegt hier vor. Es wäre abstrus ihn eine zweite Chance zu geben
    • Madison Pierce 14.09.2018 08:59
      Highlight Highlight Das würde ich befürworten. Lebenslänglich ist lebenslänglich, fertig. Würde uns viele Diskussionen über Gutachten und Gefahren ersparen.
    • satyros 14.09.2018 10:10
      Highlight Highlight Lang nicht alle Verwahrten wurden zu lebenslänglichen Freiheitsstrafen verurteilt. Über den möglichen Zeitpunkt einer bedingten Entlassung aus einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe könnte man aber durchaus diskutieren. Das Schweizerische StGB stammt aus den 1930er-Jahren. Damals war die Lebenserwartung deutlich geringer und 15 Jahre waren durchaus 2/3 der zu erwartenden Restlebenserwartung eines Mörders. Also machte eine bedingte Entlassung zu diesem Zeitpunkt analog der bedingten Entlassung aus einer zeitlich begrenzten Freiheitsstrafe (nach dem Verbüssen von 2/3 der Strafe) durchaus Sinn.
  • Theor 14.09.2018 07:34
    Highlight Highlight 3. Das fand ich dagegen auch sehr merkwürdig vom Bezirksgericht Lenzburg. Die verknüpfung von ambulanter Massnahme mit einer ordentlichen Verwahrung mutet beinahe shizophren an.

    Besonders bedauerlich, wenn man bedenkt, wie sehr das Bezirksgericht auf der Verteidigerin rumhackte und damit indirekt ihre Professionalität in den Schmutz zog. Und dabei haben sie sich selber einen solchen Schnitzer erlaubt.
  • Theor 14.09.2018 07:31
    Highlight Highlight 2. Ebenfalls kein Problem. die Staatsanwaltschaft hat sich zwei der renomiertesten (und teuersten) Gutachter geholt, die man für Geld haben kann. Und das nicht ohne Grund.

    Vorab: Man wird praktisch keinen Gutachter finden, der jemals sagen wird, dass es ausgeschlossen ist, jemanden zu therapieren.

    Eine ordentliche Verwahrung wird jährlich überprüft. In diesem Punkt braucht es dafür also keinen "lebenslangen unwahrscheinlichen Therapieerfolg". Es sollte reichen, wenn der Therapieerfolg auf lange Sicht nicht erfolgreich sein kann. Für alles andere gibt es dann eben die jährliche Überprüfung.
  • Theor 14.09.2018 07:28
    Highlight Highlight Zu 1. ist es zwar richtig, dass die Kombination umstritten ist. Das Bundesgericht hat sich jedoch bereits dazu geäussert und es für praktikabel befunden. Damit herrscht geltende Rechtsprechung. Dass das Bundesgericht in dieser Sache in absehbarer Zeit umschwenken würde, ist bisher nicht ersichtlich. Das sie es in einem Fall wie beim Rupperswiler Mörder machen werden, halte ich jedoch für ausgeschlossen.
  • honesty_is_the_key 14.09.2018 07:25
    Highlight Highlight Ich gebe es zu - ich habe keine Ahnung was wo wie gerichtlich machbar ist oder auch nicht etc.
    Und deshalb vielleicht etwas naiv oder doof: Aber ich finde wer so kaltblütig und ohne ersichtliche Reue 4 Menschenleben beendet hat, verdient keine zweite Chance.
    • Alex_Steiner 14.09.2018 08:43
      Highlight Highlight Wie kommst du drauf das er keine Reue zeigt? Bitte Quelle dafür. Ich hab was anderes gelesen.

      "Auf die Frage, ob er seine Tat bereue, antwortete Thomas N. «absolut». Die Gedanken an seine Opfer seien «schmerzhaft»."
    • In vino veritas 14.09.2018 10:41
      Highlight Highlight Wie schön. Hoffentlich war es für die Opfer nicht schmerzhaft...

      Ich kann dass vielleicht nicht beurteilen, aber jemand der in seit Jahren kennt kann das.

      https://amp.blick.ch/8112267

      Und jetzt steinigt mich, weil ich ein Interview aus dem Blick als Quelle verwende...
    • H. L. 14.09.2018 11:06
      Highlight Highlight @ In vino veritas: Das ist nicht mehr als Spekulation. Herr Wenger hätte die Tat ja auch nie für möglich gehalten, insofern kennt er ihn also auch nicht wirklich.

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