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Das Motto der Demo in Oberwil-Lieli.
bild: facebook

#refugeeswelcome: Demo gegen Flüchtlingsschreck Andreas Glarner – die Bewilligung dafür erteilte er gleich selbst

Die Gegner von Andreas Glarner wollen am Sonntag an dessen Wohn- und Wirkungsstätte Oberwil-Lieli demonstrieren. Den Segen dazu erteilte Gemeindeammann Glarner eigenhändig.



Unter dem Motto Herzen öffnen, nicht Gemeindekassen rufen die Veranstalter am Sonntag ab 14 Uhr in Oberwil-Lieli zu einer Solidaritätskundgebung für Flüchtlinge auf. Gleichzeitig protestieren sie damit gegen die Politik und die Äusserungen von Andreas Glarner. Der SVP-Mann hat es in den vergangenen Tagen mit seinen Äusserungen über die Flüchtlingsproblematik in die internationale Presse geschafft.

Der Gemeinderat von Oberwil-Lieli hat die Demonstration in einem Bewilligungsschreiben, welches der az vorliegt, am Freitag genehmigt. Die Ironie dabei: Gemeindammann Glarner hat mit seiner Unterschrift persönlich den Segen dazu gegeben.

«Die liegen uns ewig auf der Tasche»: Andreas Glarner über Flüchtlinge

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Das Interview mit Andreas Glarner im ARD-Magazin moma.
YouTube/darkriderman

Mitgetragen wird die Kundgebung von der Gruppierung «Solidarisches Mutschellen», wie aus einer Mitteilung der Veranstalter hervorgeht. «Das Aargauer Dorf ist eines von vielen, das sich beim Kanton freigekauft hat», schreiben sie darin. «Nun möchte die Dorfbevölkerung (...) dagegen protestieren und ein starkes Zeichen für ein Oberwil-Lieli mit Herz setzen.» Laut Bewilligungsschreiben der Gemeinde gehen die Veranstalter von rund 150 Teilnehmern aus. 

Der SVP-Hardliner dürfte der Demonstration gelassen entgegenblicken. Es ist nur eine von mehreren Protest-Aktionen, die sich in den vergangenen Tagen gegen ihn bildeten: Die Jungpartei der Aargauer Grünen hat ihm am Freitag den eigens ins Leben gerufenen Preis, «Der goldene Vollpfosten», überreicht. Eine andere Aktion ruft dazu auf, Glarner selbstgezeichnete Herzen zu schicken, weil er, so schreiben die Initianten auf Facebook, «keine Empathie kenne und ein Herz brauche.» (cze)

Im kroatischen Grenzdorf Tovarnik: Keine Medizin, keine Infrastruktur – aber täglich 1000 neue Flüchtlinge

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    Alle Leser-Kommentare
  • atomschlaf 27.09.2015 13:16
    Highlight Highlight Lustiger Slogan. Da der Kanton Aarau ja neuerdings die Vollkosten für die Flüchtlingsunterbringung und -betreeuung verrechnet, dürfte es finanztechnisch in etwa auf dassselbe hinauslaufen ob man als Gemeinde Flüchtlinge unterbringt oder die Ersatzabgabe zahlt.
    Langfristig könnte die Aufnahme sogar wesentlich teurer werden, falls es nicht gelingt, die Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren und diese in der Sozialhilfe steckenbleiben.
    • EvilBetty 27.09.2015 14:52
      Highlight Highlight Kanton Aarau... soso... lassen sie mich raten: Stadtzürcher?

      Könnte natürlich auch ein Tippfehler sein... kenne aber Zürcher die dachten AR wäre Aarau 😂
    • atomschlaf 27.09.2015 15:03
      Highlight Highlight Nur Teilzeit-Stadtzürcher.

      ein simpler Tippfehler, sorry ;)
  • Maria B. 27.09.2015 11:25
    Highlight Highlight Amüsant das Bild mit dem Demo-Slogan : "Öffnen wir unsere Herzen statt die Gemeindekassen!" Das Eine wird wohl ohne das Andere kaum zu bewerkstelligen sein, und so wird sich Glarner mutmasslich genauso über das unbedarfte Plakat belustigen, wie ein grösserer Anteil seiner Gemeindebewohner :-)! Dass er die gegen ihn gerichtete Demo auf seinem Gemeindegebiet erlaubt, spricht aber immerhin für ihn, er hätte sicher Gründe anführen können, sowas mit irgendwelchen Pseudoargumenten abzulehnen.

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