Schweiz
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Chow-Chow im Aargau eingeschläfert – Schuld sind seine Herrchen

Ein Chow-Chow, den eine Aargauer Familie aus dem Türkei-Urlaub mitbrachte, wurde eingeschläfert. Er besass keine Tollwut-Impfung.

14.06.18, 17:43


100 Tage Quarantäne für diesen Vierbeiner wären nicht mit den Tierschutz-Richtlinien vereinbar gewesen. Tele M1

Was abzusehen war, ist nun wirklich passiert: Der drei Monate alte Chow-Chow, den eine Aargauer Familie illegal aus der Türkei importiert hatte, wurde eingeschläfert.

Das bestätigte Tierarzt Christoph Gloor von der Tierklinik Aarau West auf Anfrage der AZ. Dort war der kleine Vierbeiner vorübergehend in Quarantäne gekommen, als klar war, dass er keine Tollwut-Impfung besitzt.

Da die Türkei ein Tollwut-gefährdetes Land ist, war das Risiko zu hoch, dass sich jemand bei dem Tier mit der Krankheit ansteckt und stirbt. Zwar hätte der Hund nachträglich geimpft werden können, doch dann hätte er 100 Tage ohne Kontakt zu Menschen und anderen Tieren in Quarantäne verbringen müssen.

Drama nach Türkei-Ferien: Dieser Chow-Chow wird eingeschläfert (23. Mai)

Kurzerhand nimmt eine Familie im Urlaub den jungen Vierbeiner mit. Doch weil der keine Tollwut-Impfung hat, muss er vermutlich eingeschläfert werden. Video: © TeleM1

«Der junge Hund hätte unter diesen Umständen eine schwere Verhaltensstörung entwickelt», erklärt Gloor. Das wäre nicht mit dem Tierschutz vereinbar und letztendlich Tierquälerei gewesen. Zudem seien die Kosten für einen so langen Aufenhalt sehr hoch.

Dieses Problem gab es auch bei einer anderen Möglichkeit, die den Chow-Chow hätte retten können: «Eine Alternative wäre gewesen, den Hund zurück in sein Herkunftsland zu bringen, doch das wäre ebenfalls sehr teuer für die Aargauer Familie geworden.» Zudem wäre nicht sicher gewesen, ob die Türkei das Tier überhaupt zurücknimmt. Aus diesen Gründen habe der Kantonale Veterinärdienst die Einschläferung beschlossen, so Gloor.

Der Chow-Chow ist kein Einzelfall: In der Schweiz müssen jährlich rund 20 Tiere wegen des illegalen Imports aus einem Tollwut-gefährdeten Landes eingeschläfert werden. (cki/az)

Der Schweizer Hund, der 40 Menschen rettete

Video: srf

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Fumia Canenero 15.06.2018 03:48
    Highlight Ich hoffe, dass die Leute eine saftige Busse bekommen haben. Es musste ja ein billiger Rassehund-Welpe sein, nicht etwa ein herrenloses Tier aus einer Auffangstation. Eigentlich hätten die "Importeure" auch ein lebenslanges Halteverbot für Hunde verdient.
    37 4 Melden
  • chnobli1896 14.06.2018 22:53
    Highlight Traurige Geschichte. In schweizer Tierheimen gibts leider mehr als genug Tiere welche auf ein neues Zuhause warten, lasst euch dort als Herrchen / Frauchen aussuchen ;-)
    27 1 Melden
    • Lavamera 15.06.2018 11:18
      Highlight Ich finde es noch überraschend, dass es im Vergleich zum Ausland es in der Schweiz sehr wenige Hunde in Tierheimen hat (und nein darüber will ich mich nicht beklagen ;))
      8 0 Melden
  • pinguinpinguin 14.06.2018 22:18
    Highlight So traurig die Geschichte ist, wer kommt denn bitte auf die Idee, ein Tier aus den Ferien mit nach Hause zu nehmen? 😟
    23 3 Melden
  • Gummibär 14.06.2018 19:58
    Highlight Über die Gefahr einer Tollwut-Infektion in relativ vielen beliebten Reiseländern (Kenya, Indien, Indonesien) wird zu wenig hingewiesen. Moderne Impfstoffe sind zudem gut verträglich. Bis jetzt ist ein einziger Fall (einer fünfzehnjährigen Amerikanerin) dokumentiert bei der ein an Tollwut erkrankter Mensch überlebt hat.
    52 3 Melden
    • bebby 15.06.2018 07:17
      Highlight Ich würde bereits einmal gegen Tollwut geimpft, was aber nicht heisst, dass man nach einem Biss geschützt ist, sondern 48h hat, um nochmals geimpft zu werden. Oder habe ich etwas falsch verstanden?
      10 0 Melden
    • chnobli1896 15.06.2018 08:56
      Highlight @bebby: Mir wurde gesagt ich habe 48h Zeit für das Gegenmittel, genau
      8 0 Melden

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