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Diese Verkehrstafel in Baden führte direkt ins Fahrverbot 🤔

Eine neue Signalisation im aargauischen Baden sorgte während einer Woche für ziemliche Verwirrung – nun hat der Kanton reagiert.

Carla Stampfli / ch media



«Ob die Signalisation unbedacht gewählt worden ist oder die Stadt Baden die Kasse aufbessern will?», fragen die «Wettiger Nochrichte» auf ihrer Website. Auslöser ist die neue Signalisationstafel, die zwischen dem Kreisel Landvogteischloss und dem Brückenkopf Ost in Baden steht. Für die linke Spur, die Richtung Schartenstrasse führt, ist der Weg Richtung Wettingen signalisiert. So weit, so gut.

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Immer geradeaus ins Fahrverbot: Die umstrittene Verkehrstafel in Baden. Bild: zvg

Doch der Wegweiser führte während rund einer Woche auch am Abend, in der Nacht und am Sonntag in Richtung Wettingen – und somit ins Fahrverbot. Denn das rund 300 Meter lange Badener Teilstück der Schartenstrasse ist während dieser Zeit nicht nur für Lastwagen, sondern auch für den ganzen motorisierten Verkehr gesperrt, konkret, wochentags von 20 bis 6 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen.

Dieser Umstand sorgte für Verwirrung, insbesondere bei Ortsunkundigen: Spurte ein Fahrzeuglenker am Abend, in der Nacht oder an Sonntagen auf der linken Fahrbahn ein, musste er noch vor dem Fahrverbot die Fahrbahn wechseln – oder wenn er die Signalisation nicht sah oder ignorierte, musste er damit rechnen, gebüsst zu werden.

Wegweiser noch nicht abgestimmt

Ein Wegweiser, der ins Fahrverbot führt: Wie kommt das? Daniel Schwerzmann von der Abteilung Tiefbau beim kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt: «Das Wechselverkehrszeichen beim Kreisel Landvogteischloss wurde vor rund einer Woche im Rahmen der Bauarbeiten für das Verkehrsmanagement Region Baden-Wettingen installiert.»

Mit dem Verkehrsmanagement sollen die vorhandenen Kapazitäten anhand verschiedener Massnahmen besser bewirtschaftet, der Bus bevorzugt und der Verkehr verflüssigt werden. Das Problem: «Der neue Wechselwegweiser ist noch nicht in Betrieb, weil er Teil der neuen Lichtsignalanlage beim Kreisel Landvogtei ist», so Schwerzmann. Diese Anlage befinde sich momentan in Fertigstellung und soll noch in diesem Jahr dem Verkehr übergeben werden.

Ab dann werde der Wechselwegweiser abgestimmt mit dem Fahrverbot der Stadt Baden gesteuert. «Dass die Situation verwirren kann, ist nachvollziehbar», gibt Schwerzmann zu. Aus diesem Grund habe man umgehend in die Wege geleitet, dass das Wechselzeichen bis zur Inbetriebnahme mit einem orangenen Band durchstrichen wird «Das Band hätte bereits mit der Montage des Wegweisers angebracht werden sollen. Ich bedaure, dass das hier nicht sofort gemacht wurde.»

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Die Behörden haben reagiert: Tafel bis auf Weiteres ungültig. Bild: zvg

Gemäss Schwerzmann habe die verwirrende Signalisation aber keine negativen Folgen für die Fahrzeuglenker gehabt: «Die Stadtpolizei Baden hat keine Zunahme der Bussen verzeichnet.» Das bestätigt Roman Schmid, Gruppenchef-Stellvertreter Verkehrstechnik bei der Stadtpolizei. «Bei uns sind diesbezüglich keine Beschwerden eingegangen.» Man sei froh, habe der Kanton das Problem nun behoben. «Die Situation war unbefriedigend.»

Das Wechselverkehrszeichen und die Dosieranlagen beim Kreisel Landvogteischloss sowie die elektronische Busspur auf der Ehrendingerstrasse sollen Mitte Dezember in Betrieb genommen werden. (aargauerzeitung.ch)

Ganz passend zum Artikel: Die wohl unnützesten Dinge seit es unnütze Dinge gibt

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    Alle Leser-Kommentare
  • Redback 03.12.2018 12:22
    Highlight Highlight Diese Signalisation ist doch nicht neu?!? Das stand doch schon immer so da einfach ohne diese Wechselfunktion. Ich fand das schon immer irritierend, komme aber aus der Gegend und beachte daher die Schilder kaum noch.
  • Matrixx 03.12.2018 08:26
    Highlight Highlight Das bringt für jedes Auto 100 Franken ein. Lohnt sich also!
  • Conguero 03.12.2018 07:33
    Highlight Highlight Ich erhob einmal erfolgreich Einsprache gegen eine Parkbusse, auch in diesem Fall wegen der irreführenden Signalisation. Betroffen waren aber über 100 Personen, deren Bussen wurden jedoch trotz der Erkenntnis, dass sie nicht rechtens waren, aufrechterhalten, weil sich die alle nicht gewehrt hatten. Soviel dazu, es habe in Baden keine Beschwerden gegeben. Unser Staat wird sukzessive von einer Demokratie in eine Kleptokratie umgebaut und alle Politiker und Beamten machen fröhlich mit, während die meisten Bürger schon längst resigniert haben.
    • Ueli_DeSchwert 03.12.2018 08:02
      Highlight Highlight Es hat in Baden in dieser Sache wohl keine Beschwerden gegeben, wenn dies so gesagt wurde. Is wurde ja nie gesagt, dass es in Baden noch nie Beschwerden gegeben habe...
      Oder habe ich da was falsch verstanden?
    • Dumdidum 03.12.2018 09:00
      Highlight Highlight Das gleiche gilt für sehr viele Geschwindigkeitskontrollen zwecks Verkehrssicherheit... Frage mich bis heute welche Sicherheit der Fotoapparat an der wohl längsten geraden Strecke der A1 gewährleistet. Weit und breit keine Ein- oder Ausfahrt aber ein Blitzdings damit RF vom übergrossen Plakat am Jura Gebäude genau sieht, wer zu schnell gefahren ist.

      Kleptokratie triffts auf den Punkt - made my day
    • Nevermind 03.12.2018 11:17
      Highlight Highlight @Dumdidum. Weil überhöhte geschwindigkeit immer noch genügend oft in der unfallstatistik auftaucht. Und weil der kasten dort offensichtlich genau dich davon abhält auf dieser wohl längsten geraden Strecke der A1 deinem tüftüf ein wenig die sporen zu geben.

      😉
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