Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Sozialhilfe-Betrug im Aargau: Deutsche muss die Schweiz verlassen

Das Bezirksgericht Zurzach verweist eine 42-jährige Deutsche des Landes, weil sie beim Sozialamt gelogen und illegal Geld bezogen hat. Ein Härtefall liege nicht vor, sagte der Richter.

05.06.18, 11:00

Fabian Hägler / az Aargauer Zeitung



ARCHIVBILD ZU DEN ZAHLEN ZUR SOZIALHILFE 2016 --- A consultation meeting photographed through the back of a chair in an office of the social center Albisriederhaus on Albisriederstrasse in Zurich, Switzerland, on March 31, 2016. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Die Angeklagte fuhr Auto, obwohl ihr der Führerausweis entzogen worden war, sie fälschte ein Arztzeugnis, um unrechtmässig Arbeitslosengelder zu erhalten, bezahlte die fällige Geldstrafe nicht und muss darum mit einer Ersatzfreiheitsstrafe rechnen. Bild: KEYSTONE

Sabine (Name geändert) lebt seit 2007 in der Schweiz. Die 42-jährige Deutsche ist alleinerziehende Mutter, ihre beiden Töchter (13 und 16) besuchen hier die Schule, ihre pflegebedürftige Mutter lebt in einem Heim in der Region. Der Vater der Kinder zahlt monatlich 600 Franken Alimente, er lebt getrennt von der Familie in Deutschland. Dorthin muss auch Sabine zurück, wenn es nach dem Bezirksgericht Zurzach geht.

Dort musste sich die Deutsche am Montag verantworten, weil sie im vergangenen Herbst unrechtmässig Sozialhilfe bezogen hat. Sabine erhielt für zwei Monate, in denen sie angeblich nicht arbeitete, von der Gemeinde gut 4500 Franken ausbezahlt. Dies, obwohl sie in Tat und Wahrheit eine Temporärstelle hatte und dort in derselben Zeit rund 6200 Franken verdiente.

Doch dieses Einkommen gab Sabine beim Sozialamt nicht an. «Ich habe nicht richtig gewusst, dass man das sofort melden muss, in Deutschland hat man drei Wochen Zeit dafür», sagte sie zu Einzelrichter Cyrill Kramer. Dieser schüttelte den Kopf und wies die Angeklagte darauf hin, dass sie das Arbeitseinkommen auch bei einem Gespräch auf dem Sozialamt verschwiegen habe. «Ich habe nicht die Wahrheit gesagt, das war ein grosser Fehler, und das tut mir auch leid», sagte Sabine.

Verwarnung vom Migrationsamt

Richter Kramer sprach sie darauf an, dass genau wegen solcher Fälle in der Bevölkerung von Sozialschmarotzern die Rede sei. «Ich hatte Angst bei der Befragung im Sozialamt, ich habe das nicht mit Absicht gemacht», antwortete Sabine. Während der Verhandlung zeigte sich, dass sie rund 70 000 Franken Schulden angehäuft hat, neben zahlreichen Betreibungen haben sich 50 Verlustscheine angesammelt. Ausserdem ist sie in der Schweiz mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten und hat insgesamt fünf Vorstrafen.

Sabine fuhr Auto, obwohl ihr der Führerausweis entzogen worden war, sie fälschte ein Arztzeugnis, um unrechtmässig Arbeitslosengelder zu erhalten, bezahlte die fällige Geldstrafe nicht und muss darum mit einer Ersatzfreiheitsstrafe rechnen. «Und Sie haben vom Migrationsamt eine Verwarnung erhalten, mit dem Hinweis, dass Ihnen bei einer nächsten Verfehlung der Entzug der Aufenthaltsbewilligung droht», ergänzte Richter Kramer. Dass sie nach dieser Verwarnung wieder straffällig geworden sei und beim Sozialamt gelogen habe, sei für ihn unverständlich.

Bitte um ein mildes Urteil

Weil die Sachlage derart klar war, konnte Sabine nur um ein mildes Urteil bitten. «Geben Sie mir noch eine letzte Chance, denken Sie an meine Kinder und meine pflegebedürftige Mutter. Es tut mir sehr leid, was passiert ist, ich werde keine Straftaten oder Dummheiten mehr machen.» Die Staatsanwaltschaft verlangte für Sabine eine Geldstrafe von 3000 Franken und eine fünfjährige Landesverweisung. Dies, weil Sozialhilfebetrug ein sogenanntes Katalogdelikt ist, also eine Straftat, die laut Ausschaffungsinitiative die zwingende Landesverweisung zur Folge hat.

Sabines Pflichtverteidigerin sagte, es handle sich um einen leichten Fall, ihre Mandantin solle gebüsst, aber nicht des Landes verwiesen werden. Die Konferenz der Staatsanwälte zieht die Grenze für leichte Fälle bei einer Deliktsumme von 3000 Franken. Mit rund 4500 Franken liege ihre Mandantin noch im Bereich des richterlichen Ermessens. Zudem widerspreche eine Landesverweisung dem Personenfreizügigkeitsabkommen zwischen der Schweiz und der EU. Dieses sehe eine solche Massnahme nur vor, wenn eine Person die öffentliche Sicherheit im Land gefährde. Schliesslich liege ein Härtefall vor, für die Kinder wäre eine Rückkehr nach Deutschland ein grosser Einschnitt.

Schuldig im Sinn der Anklage

Einzelrichter Kramer sprach Sabine schuldig, verhängte eine Geldstrafe von 3000 Franken und sprach eine fünfjährige Landesverweisung aus. Es gebe noch keine Gerichtspraxis zur Deliktsumme für leichte Fälle, er orientiere sich an der Empfehlung der Staatsanwälte-Konferenz von 3000 Franken. Kramer betonte, das Freizügigkeitsabkommen sehe eine Landesverweisung auch bei Gefährdung der öffentlichen Ordnung vor.

Sabine habe sich in den elf Jahren, die sie in der Schweiz ist, kaum um die hiesige Rechtsordnung gekümmert. Sie sei uneinsichtig, immer wieder straffällig geworden und habe trotz Verwarnung des Migrationsamts erneut ein Delikt begangen, «das ist nicht nachvollziehbar». Auch ein Härtefall liege nicht vor, die Kinder könnten ihre schulische Ausbildung in Deutschland weiterführen.

Die Sozialhilfe nimmt uns Schweizern die Frauen weg!

Video: watson/Renato Kaiser

Das könnte dich auch interessieren:

Migros und Coop sind im Fitnessfieber – und die kleinen Studios leiden

So will eine deutsche Architektin das Meer von Plastik-Müll befreien

1 Hanfsamen provoziert ein Gerichtsverfahren – eine Amtsschimmel-Komödie in 3 Akten

Wenn ich noch einen alten Kerl mit einer jungen Frau vögeln sehe ...

«Die Frage ist nur noch: Wann haben wir die Schmerzgrenze erreicht?»

So (böse) freuen sich Eltern, dass die Kinder wieder in die Schule müssen

In Liverpool muss Schnäppchen-Shaqiri beweisen, dass er der Königstransfer ist

Blutgräfin Báthory, die ungarische Serienmörderin

Aufgepasst, Männer! So vermeidet ihr «mansplaining»

Ronaldo verzückt die neuen Teamkollegen: «Es ist gar nicht möglich, mit ihm mitzuhalten»

Bauern wie zu Gotthelfs Zeiten? Per Initiative ins landwirtschaftliche Idyll

Nach Rausschmiss von «Guardians of the Galaxy»-Regisseur: Darsteller droht Disney

Blochers Zeitungsimperium druckt seinen eigenen Artikel gegen «fremde Richter»

Hipster-Bärte bedrohen die Rasierklingen-Industrie

Wie die Migros das Label-Chaos beseitigen will – und dafür kritisiert wird

So viel Geld macht Ferrari pro Auto – und so viel legt Tesla drauf

Die Erde ist bei Google Maps keine flache Scheibe mehr – das ist wichtiger, als du denkst

18 lustige Fails, die dich alles um dich herum vergessen lassen

Scheidungen sind out – und das hat seine Gründe

«Ich habe keine devote Ausstrahlung»: Tonia Maria Zindel über MeToo, Tod und Rätoromanisch

Wie das Geschwür am Hintern des Sonnenkönigs zum Trend wurde

Das sagt Osama Bin Ladens Mutter über ihren Sohn, den Terrorfürsten

Sie waren vor 10 Jahren unsere grössten Hoffnungen – das wurde aus ihnen

Die 8 grössten Kraftwerke zeigen das riesige Potential von erneuerbaren Energien

7 Mehrtageswanderungen, die sich richtig lohnen 

präsentiert von

Endlich «Weltklasse»: Wie Schalkes Max Meyer bei Crystal Palace statt Barça landete

Bruthitze und Megadürre –  Die Katastrophe von 1540 war schlimmer als der Hitzesommer 2003

Die Frau, die weltbekannt wurde, ohne es zu wissen

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

39
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
39Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schlange12 05.06.2018 18:11
    Highlight Das geilste ist sie habe die 3000 Geldstrafe nicht gezahlt. Bei 50 Schuldscheien Gesammtsumme 70’000 Franken wie sol sie das machen? Da hätte die Gemeinde schon längste einmal unterstützend tätig werdeb sollen.
    7 7 Melden
  • dmda 05.06.2018 18:11
    Highlight Ohne diese Entscheidung wäre jede Ausschaffung mit der Argumentation "Kinder" zu verhindern. Als Kollege begrüsse ich Ihre Entscheidung Herr Kramer.
    12 1 Melden
  • einmalquer 05.06.2018 15:15
    Highlight Lasst sie doch da - schwere Verbrechen werden im Artikel nicht genannt, Schummeleien schon..

    und die Kinder haben nichts verbrochen - mit dem Urteil werden drei Personen bestraft, vier gar, wenn man die Mutter dazu rechnet - statt nur einer
    16 83 Melden
    • Factfinder 05.06.2018 20:37
      Highlight Ähh wieso werden die Kinder bestraft?
      Ist Deutschland so schlimm?
      Ich weiss nicht ob sie den Vater sehen wollen oder der Vater sie, aber wenn wäre das sicherlich einfacher wenn die Kinder auch in D wohnen.
      Und umziehen ist vielleicht nicht schön für Kinder, viele müssen das aber auch bloss wegen Sanierung, Neuvermietung oder weil die Eltern es wollen/müssen..
      12 3 Melden
    • einmalquer 06.06.2018 10:57
      Highlight Die Ausweisung ist Teil der Strafe, die die Mutter erhalten hat.

      Dieser Strafe werden auch die Kinder unterzogen...nur wenn eine Ausweisung nicht mehr als Strafe gilt, hätten Sie Recht -

      es geht nicht darum ob es in D schlimm ist, ob es in D besser ist, es geht nur darum, dass eine Ausweisung immer als Strafmassnahme gilt, der sich auch Unbeteiligte, in diesem Fall die Kinder, unterziehen müssen
      3 6 Melden
  • RAZZORBACK 05.06.2018 13:51
    Highlight Genau so sollte es immer sein.
    Gratulation für den Richter. Die Strafen dafür sollten viel, viel höher sein. Wir haben zuviel Sizualschmarotzer in der Schweiz die sich auch noch damit brüsten!
    Unser lasches Gesetz ermutigt viele dazu.
    Es bedarf dringend einer Gesetzesänderung, denn das ist KEIN Kavaliersdelikt mehr, sondern kriminell und sollte dementsprechend auch geandet werden.
    39 41 Melden
    • Energia 05.06.2018 17:33
      Highlight Wo steht etwas von Kavaliersdelikt? Es ist ein Katalogdelikt-> Straftat, dafür gibt es einen Landesverweis. Was soll Ihnen nach angepasst werden im Gesetz?
      4 1 Melden
  • HerrWeber 05.06.2018 12:31
    Highlight Jemand, der sich so anstellt und auch Verwarnungen ignoriert, muss damit rechnen, dass er vom langen Arm des Gesetzes gepackt wird.
    Ich bin total für eine 2. Chance. Die hat nahezu jeder verdient. Aber hier muss ich einfach sagen, Chance(n) verspielt. Irgendwann ist fertig und man muss die Verantwortung für seine Taten übernehmen.

    Und der Spruch "denken Sie an meine Kinder und meine pflegebedürftige Mutter" geht gar nicht. Überhaupt gar nicht. Freifahrtschein, wenn man Kinder oder pflegebedürftige Angehörige hat? Klar, haben wir ab morgen doch alle... Ne, sorry. Geht gar nicht.
    155 1 Melden
  • DerSimu 05.06.2018 12:21
    Highlight "Zudem widerspreche eine Landesverweisung dem Personenfreizügigkeitsabkommen zwischen der Schweiz und der EU."

    Schengen über alles und so.
    39 56 Melden
    • Maracuja 05.06.2018 13:22
      Highlight Nehmen Sie sich Zeit und finden Sie heraus, was Schengen beinhaltet bzw. in welchem Vertrag die Personenfreizügigkeit festgehalten ist.
      47 18 Melden
    • aglio e olio 05.06.2018 13:29
      Highlight Da die Aussage von der Verteidigerin kam, würde ich diese Aussage nicht zu sehr gewichten. Ihre Pflicht ist es die Angeklagte zu verteidigen, bzw. in dem Fall ein möglichst mildes Urteil herauszuholen.
      50 4 Melden
    • DerSimu 05.06.2018 14:01
      Highlight @Maracuja deshalb ja das "und so"
      11 6 Melden
    • aglio e olio 05.06.2018 21:36
      Highlight Dann hiesse es aber "Schengen und so über alles". ;)
      2 4 Melden
  • Ökonometriker 05.06.2018 12:18
    Highlight Und warum erhält die Mutter selbst bei solchen Zuständen die Obhut? Warum kommen die Kinder nicht zum Vater?
    72 6 Melden
  • marmuel 05.06.2018 12:00
    Highlight Sorry, aber klingt echt wie bei RTL... Inklusive HartzIV und Richter show
    74 5 Melden
  • mogad 05.06.2018 11:23
    Highlight Klar, die Frau muss bestraft werden. Aber Landesverweis mitsamt den Kindern? Obwohl kein schweres Gewaltverbrechen vorliegt? Bei einem fürsorgeabhängigen, afrikanischen Drogendealer für den die Polzei mehrfach wegen häuslicher Gewalt ausrücken musste, hiess es vor Jahren, der könne wegen seiner Kinder, die er mit einer Schweizerin habe nicht ausgewiesen werden. Trotz häuslicher Gewalt. Der Mann habe Anspruch auf ein Familienleben.
    36 214 Melden
    • Eine_win_ig 05.06.2018 11:35
      Highlight Der Vorstrafenkatalog ist hier beachtlich.

      Zudem hatte der Dealer eben Kinder mit einer Schweizerin, welche man nicht ausschaffen kann.
      73 2 Melden
    • Oh Dae-su 05.06.2018 11:43
      Highlight Damals ging es aber um die Trennung einer Familie. Hier wird die Familie nicht getrennt, sondern als Ganzes des Landes verwiesen. Glaube aber auch, dass dieser Entscheid nicht mit dem Personenfreizügigkeitsabkommen vereinbar ist und daher von einer höheren Instanz wieder einkassiert wird. Soweit ich mich erinnere, gab es schon deutlich schlimmere Fälle, bei denen eine Ausweisung wegen des Freizügigkeitsabkommens nicht möglich war.
      31 14 Melden
    • dä dingsbums 05.06.2018 11:58
      Highlight Ich kenne den Fall nicht, auf den Du Dich beziehst, aber es spielt wahrscheinlich auch eine Rolle ob die Kinder zurück in ein sicheres Land wie Deutschland, oder in ein unsicheres Land in dem vielleicht noch ein Diktator oder Bürgerkrieg herrscht, zurück müssen.
      53 3 Melden
    • Caprice 05.06.2018 12:06
      Highlight eben "vor Jahren". Die Zeiten ändern sich. Ob ich das gut finde oder nicht.
      20 6 Melden
    • tinette 05.06.2018 12:13
      Highlight Du sagst genau: "Hiess es vor Jahren." Die Gesetzesbestimmungen zur Ausschaffungsinitiative sind jedoch noch nicht so lange in Kraft (nämlich seit Oktober 2016). Nun soll das Regime härter werden, das wollte das Stimmvolk und dem wurde mit dem neuen Gesetz Rechnung getragen.
      Aber ich würde sagen, für die Kinder ist eine "Rückkehr" nach Deutschland, das ja nun wirklich kein Entwicklungs- oder Schwellenland ist, auch verkraftbar.
      56 2 Melden
    • Oh Dae-su 05.06.2018 13:59
      Highlight Ob das Regime wirklich härter geworden ist, gerade für EU Bürger, ist noch alles andere als klar. Da die Bestimmungen der Ausschaffungsinitiative zumindest teilweise gegen die Personenfreizügigkeit verstossen, wird es einen Grundsatzentscheid des Bundesgerichts benötigen, um zu entscheiden, was höher zu gewichten ist. Entscheidend dürfte hierbei dieser Fall sein:

      https://www.nzz.ch/zuerich/die-landesverweisung-kollidiert-mit-dem-freizuegigkeitsabkommen-ld.1321351

      Der wird momentan beim Bundesgericht verhandelt und das Urteil dürfte wegweisenden Charakter haben.
      9 0 Melden
    • tinette 05.06.2018 15:52
      Highlight @Oh Dae-su: Dieses "Problem" ist bekannt. Ich finde es aber richtig, warten Bezirksgerichte et al. nicht einfach auf diesen Entscheid.
      Es wäre in meinen Augen ausserdem fatal, wenn das Gesetz mit seinen Katalogtaten, das indirekt der Durchsetzungsinitiative gegenüberstand, nun bei EU-Bürger*innen doch keine Anwendung findet. Mal abwarten, was in Lausanne entschieden wird.
      5 1 Melden
    • Caprice 05.06.2018 16:38
      Highlight Die Bezirksgerichte dürfen mit dem Entscheid nicht warten, weil es ansonsten in Mon Repos ja nie behandelt werden würde. Ich bin sehr gespannt.
      2 0 Melden
  • Snowy 05.06.2018 11:06
    Highlight Tut mir einzig Leid um die Kinder.
    238 30 Melden
    • Crissie 05.06.2018 11:15
      Highlight Wieso? In Deutschland gibt es auch gute Schulen!
      90 35 Melden
    • KING FELIX 05.06.2018 11:43
      Highlight Naja mit 13 und 16 jahren sind die kinder schon fast zur schule raus. Sicher wird es für die beiden schwierig sich aus ihrem bestehenden sozialen netz zu lösen.
      38 6 Melden
    • Snowy 05.06.2018 11:46
      Highlight Klar, gibts in D auch gute Schulen.

      Aber Kinder aus ihrem gewohnten Umfeld wegnehmen von Freunden, Grossmutter, Schule etc sollte nur in absoluten Notfall geschehen.

      Trotzdem richtiger Entscheid: Offensichtlich hat diese Frau nun wirklich alle Chancen grobfahrlässig verspielt.
      Alles andere wäre unfair vs allen anderen Sozialhilfebezügern (und Steuerzahlern), welche sich korrekt verhalten.
      45 6 Melden
    • Crissie 05.06.2018 11:47
      Highlight Wo ist das Problem? Sie ist Deutsche, ihre Kinder sind Deutsche....
      Im Übrigen hat sie genau gewusst, was sie tat und mit welchen Konsequenzen zu rechnen ist. Sie hat sogar eine Verwarnung bekommen, aber das war ihr ja wohl egal! Und jetzt jammert sie, man solle an ihre Kinder und ihre Mutter denken...
      53 9 Melden
    • dä dingsbums 05.06.2018 12:00
      Highlight Crissie: Klar gibt es in Deutschland gute Schulen. Trotzdem ist es schade, dass die Kinder aus ihrem Umfeld und Freundeskreis gerissen werden, weil ihre Mutter völlig verantwortungslos ist.
      23 16 Melden
    • aglio e olio 05.06.2018 12:53
      Highlight Crissie, echt jetzt? Weil es für Kinder sehr schwer sein kann, aus ihrem sozialen Umfeld entfernt zu werden. Die "Qualität" der Schule ist da eher von geringerer Bedeutung. Ich spreche da aus Erfahrung.
      24 6 Melden
    • carmse 05.06.2018 13:13
      Highlight Naja, mir tut jedes Kind leid, das solche Eltern hat.
      Und klar, Deutschland hat auch gute Schulen, aber für Kinder, welche aus einem solch zerrütteten Elternhaus kommen, haben kaum Chancengleichheit.
      Hinzu kommt, dass die Mädchen nach all den Jahren wahrscheinlich gut integriert sein werden und Freundschaften geschlossen haben. Es ist nie leicht, so was aufzugeben und an einem anderen Ort von 0 zu beginnen.

      Hoffen wir, dass wenigstens der Vater sein Leben im Griff hat und er das Sorgerecht für die beiden erhält...
      23 3 Melden
    • carmse 05.06.2018 13:34
      Highlight Ah, und noch was Crissie:

      "Im Übrigen hat sie genau gewusst, was sie tat und mit welchen Konsequenzen zu rechnen ist. Sie hat sogar eine Verwarnung bekommen, aber das war ihr ja wohl egal! Und jetzt jammert sie, man solle an ihre Kinder und ihre Mutter denken..."

      Snowy hat doch auch gesagt, dass es ihm/ihr EINZIG Leid um die Kinder tut, denn diese können wohl kaum was für das Verhalten der Mutter, sind aber im Endeffekt gemeinsam mit der Grossmutter die Leidtragenden.

      Empathie scheint dir anscheinend ein Fremdwort...
      13 6 Melden
    • Snowy 05.06.2018 13:35
      Highlight @carmse: ...wovon leider nicht auszugehen ist.
      9 2 Melden
    • w'ever 05.06.2018 13:57
      Highlight @Snowy
      "Aber Kinder aus ihrem gewohnten Umfeld wegnehmen von Freunden, Grossmutter, Schule etc sollte nur in absoluten Notfall geschehen."
      hast du als kind nie die schule wechseln müssen, weil deine eltern in eine andere stadt umgezogen sind? daily business
      11 5 Melden
    • Snowy 05.06.2018 15:08
      Highlight Doch.
      Aber mit 7 Jahren (m.E. viel schwieriger wie als Teenager).
      Meine Familie ist damals nach Asien gezogen und ich ging in einer Grossstadt in eine englische Schule.
      Die ersten zwei Wochen war ich todunglücklich. Nachher fand ich alles superspannend und wollte nach zwei Jahre nicht mehr zurück in die Schweiz.

      Ist aber wohl kaum zu vergleichen mit Teenagerkids, welche für immer nach Deutschland in ein Hartz-4 Umfeld umziehen müssen.
      13 4 Melden
    • Factfinder 05.06.2018 20:41
      Highlight Ui die vielen leidenden Kinder in der Schweiz die ganz ohne böse Landesverweise aus ganz verschiedensten Gründen eine neue Schule besuchen müssen und die alten Gspännli nicht mehr sehen.
      Wir brauchen mehr Care-Teams!
      Und weniger polemisch: Klar ist das nicht schön, aber was glaubt ihr wie Gesetze funktionieren? Sobald jemand deren Anwendung "nicht schön" findet darauf verzichten?
      Come on....
      4 0 Melden
    • aglio e olio 05.06.2018 23:29
      Highlight "Klar ist das nicht schön, aber was glaubt ihr wie Gesetze funktionieren? Sobald jemand deren Anwendung "nicht schön" findet darauf verzichten?"

      Darf man nicht trotzdem Mitleid für die Kinder haben? Oder ist man bereits so verhärtet in seiner politischen Weltanschauung, dass man die 2 Seiten einer Medaille nicht mehr differenziert betrachten kann? Der Ausgangspost von Snowy, sowie alle folgenden stellen doch den Landesverweis an sich nicht in Frage. Come on...
      2 2 Melden

«Urteil ist eine Katastrophe»: Vater verliert Tochter wegen Höchstem Gericht

KESB-Gegner Sepsook «Sepp» Imhof kämpfte bis vor Bundesgericht um seine Tochter. Doch dieses erteilt ihm eine Abfuhr. 

Sepsook «Sepp» Imhof (49) reiste von Lostorf nach Lausanne in der Hoffnung, dass das Bundesgericht die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) massregeln würde. Er erwartete einen Grundsatzentscheid, da das Bundesgericht eine seiner seltenen öffentlichen Beratungen einberufen hatte. Der Grund für diese Sitzung war, dass die Richter nicht wie üblich in einem schriftlichen Verfahren Einstimmigkeit gefunden hatten. Die Parteien wussten im Voraus aber nicht, welche Punkte umstritten sein …

Artikel lesen