Schweiz
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Wie der Bundesrat mehrere hundert Millionen Franken im Gesundheitswesen sparen will

Um Kosten im Gesundheitswesen zu dämpfen, will der Bundesrat alle Akteure und Profiteure verpflichten, mehr Verantwortung für die Kosten zu übernehmen. Diese wehren sich bislang zögerlich.

Anna Wanner - Schweiz am Wochenende



Bundespraesident Alain Berset waehrend einer Medienkonferenz ueber die Kostendaempfung im Gesundheitswesen, am Freitag, 14. September 2018 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bundespräsident Alain Berset legt sich mit Akteuren im Gesundheitswesen an. Bild: KEYSTONE

Über das Problem an sich verlor Alain Berset gestern keine grossen Worte. Denn dass die Gesundheitskosten in geradezu ungesunder Weise steigen, spüren die Versicherten jedes Jahr im Portemonnaie. Der Gesundheitsminister fokussierte deshalb auf die zehn neuen Massnahmen, die das Kostenwachstum endlich bremsen sollen.

So unterschiedlich die Vorschläge sind, so einheitlich ist ihr Grundton. Wenn Fristen oder Bedingungen nicht eingehalten werden, soll der Bundesrat künftig entweder seine eigenen Pläne durchsetzen oder Sanktionen aussprechen können. Er schafft damit Verbindlichkeiten, die heute fehlen. «Es braucht endlich Bewegung in diesem verfahrenen System», erklärte Berset seinen Schachzug. Allzu oft hätten beispielsweise die Tarifpartner versprochen, die Reform des Ärztetarifs Tarmed abzuschliessen. Immer wurde sie aufs Neue wieder hinausgeschoben. Damit soll nun Schluss sein.

Ärzte und Versicherer

Über den Ärztetarif Tarmed rechnen Ärzte rund 11 Milliarden Franken ab. Weil die Berechnungsgrundlage alt ist, werden manche Behandlungen viel zu hoch vergütet. Mehrere Millionen Franken liessen sich über Änderungen sparen. Nur laufen die Verhandlungen seit Jahren ins Leere. Der Bundesrat hat zwar punktuell korrigiert. Trotzdem braucht es unbestritten einen neuen Tarif. Damit sich Versicherer und Ärzte eher einigen können, soll eine Tariforganisation die Verhandlungen unterstützen. Zweitens sollen Ärzte vermehrt Pauschalen verwenden, anstatt jede Leistung einzeln abzurechnen. Zudem verlangt der Bundesrat die Lieferung aller Daten als Grundlage, um zu beurteilen, ob der Tarif noch den Leistungen entspricht oder ob er angepasst werden muss.

Schliesslich sollen Versicherer und Ärzte Massnahmen vereinbaren, falls sich die Mengen und Kosten in ungerechtfertigter Weise entwickeln. Falls sie dies unterlassen sollten, kann der Bundesrat Vorgaben machen. Laut Bundesamt für Gesundheit handelt es sich dabei nicht um die umstrittenen Zielvorgaben, sondern eher um ein Monitoring.

Schweiz auf Platz zwei

Gesundheitswesen

Bild: az

Schweizer zahlen viel aus eigener Tasche

Gesundheitswesen

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Hohe Lebenserwartung

Gesundheitswesen

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Hohe Ärztedichte

Gesundheitswesen

Bild: az

Mittelfeld bei Spitalbetten

Gesundheitswesen

Bild: az

Pharma-Industrie

Schweizer bezahlen doppelt so viel für Generika wie Patienten in unseren Nachbarländern. Ein neues System der Preisfestlegung soll die Generikapreise drücken. Künftig sollen Krankenkassen nur noch einen festgelegten Maximalpreis vergüten (auch Referenzpreis genannt). Umstritten ist, wie dieser bestimmt werden soll. Der Bundesrat hat sich nicht entscheiden wollen und gestern zwei Vorschläge präsentiert. Klar ist, dass er auf die radikale Variante des Preisüberwachers verzichtet: den Referenzpreis am tiefsten Generikapreis festzulegen. Der Bundesrat zerstreut mit seinem System auch die Ängste, dass die Versorgungssicherheit plötzlich nicht mehr gewährleistet sein könnte. Würden die Preise allzu tief angelegt, könnte sich die Herstellung nicht mehr lohnen, die Generikaproduzenten würden sich zurückziehen. Deshalb wird ein Referenzpreis erst dann festgelegt, wenn mehr als drei oder vier Firmen denselben Wirkstoff anbieten. Wenn es so viele Anbieter gibt, sollte das Geschäft noch lukrativ genug sein.

Apotheker und Ärzte

Ziel ist nicht nur, die Generika-Preise zu senken, sondern Ärzte und Apotheker dazu zu bringen, vermehrt Generika abzugeben. Denn heute sind im Preis eines Medikaments zwei Anreize enthalten, die dies verhindern: Der Verkäufer erhält eine Marge auf den Preis. Kostet das Medikament mehr als 880 Franken, gilt: je höher der Preis, desto mehr Verdienst. Der zweite Fehlanreiz ist der Zuschlag pro Packung. Auch hier gilt: je teurer das Medikament, desto höher der Zuschlag. Das führt dazu, dass Apotheker und Ärzte, die Medis abgeben dürfen, mehr verdienen, wenn sie teurere Medikament verkaufen. Der Bundesrat präsentierte gestern ebenfalls zwei Vorschläge, welche die Fehlanreize zwar nicht komplett ausschalten, aber mildern. Bis zu 50 Millionen Franken sollen so gespart werden können.

Im Unterschied zum Referenzpreissystem bedarf es bei der sogenannten Vertriebsabgabe keiner Gesetzesänderung. Bekämpft wird sie trotzdem.

Spitäler und Kantone

Heute bestimmen die Kantone, welche Spitäler welche Leistungen erbringen. Weil die Versorgungsplanung aus Sicht der Versicherer oft allzu üppig angelegt ist, gelten die Spitäler als grösster Kostentreiber in der Gesundheitsversorgung. Die Versicherer erhalten nun ein Beschwerderecht, um gegen die Spitalplanung vorzugehen. Sie erhöhen so den Druck auf Spitä- ler und Kantone, sorgfältig zu planen.

Patienten und Versicherer

Auch der Versicherte muss seine Verantwortung wahrnehmen und die Rechnungen, die der Arzt ausstellt, genau prüfen. Der Bundesrat verlangt von Ärzten und Spitälern deshalb eine transparente und verständliche Rechnung, die sie den Patienten schicken müssen. Unterlassen sie dies, können sie vom Bundesrat bestraft werden. Auch die Krankenkassen sind angehalten, die Rechnungen besser zu prüfen.

Kostendämpfung im Gesundheitswesen

Alain Berset will mit verschiedenen Massnahmen im Gesundheitswesen längerfristig mehrere hundert Millionen Franken pro Jahr sparen. Er fordert Tarifpartner, Kantone, Pharmaindustrie und die Versicherten dazu auf, ihre Verantwortung wahrzunehmen und so zur Dämpfung der Kosten beizutragen. Video: © sda-Video

Pioniere

Schliesslich will er über einen Experimentierartikel eine gesetzliche Basis schaffen, dass Kantone oder Regionen Projekte ausserhalb der Vorgaben des Gesetzes initiieren können. So kann beispielsweise der Kanton Glarus die einheitliche Finanzierung aller Leistungen und die Waadt die Einheitskasse testen.

Und was sparen wir nun?

Bis diese Massnahmen umgesetzt werden, müssen sie die parlamentarischen Beratungen überstehen – eine nicht zu unterschätzende Hürde. Andere wichtige Reformen wie das Qualitätsgesetz oder die Zulassungssteuerung von Ärzten stecken seit Jahren in den beiden Räten fest – ohne befriedigende Ergebnisse. Und auch der Widerstand gegen die vom Bundesrat angestrebten Reformen kündigt sich an. Allerdings nicht in der üblichen Härte. Das hängt damit zusammen, dass es wesentlich darauf ankommt, wie die Massnahmen ausgestaltet werden. Deshalb bleibt auch die Schätzung, wie viel sich mit diesem Massnahmenpaket einsparen lässt, äusserst vage: mehrere hundert Millionen Franken.

Je tiefgreifender die Änderung, desto stärker der Widerstand. «Es geht um einen Markt, in dem etwa 80 Milliarden Franken umgesetzt werden», erinnerte Berset. Auf die Diskussionen freue er sich. Und es sei klar, dass die verschiedenen Interessenvertreter die Änderungen bekämpfen werden, so Berset. Im selben Atemzug hat er bereits auf Ende 2019 das zweite Massnahmenpaket angekündigt.

Gesundheitswesen

Bild: az

Gesundheitswesen

Bild: az

(aargauerzeitung.ch)

Was kostet eigentlich eine Operation?

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Video: srf

Rezept gegen die Prämien-Explosion gesucht

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    Alle Leser-Kommentare
  • Medardus Sen 15.09.2018 16:05
    Highlight Highlight (2) Wer ein Leiden hat, geht zum Arzt oder Apotheker und erhält von diesem das passende Medikament verschrieben.
    Weiter wäre, wie bereits anderswo kommentiert, eine Einheitskrankasse längst überfällig.
    Diese drei grossen Änderungen im Gesundheitswesen dürften die Kosten erheblich senken.
    Zudem wäre die Forschung nicht mehr vorwiegend auf "lukrative" Krankheiten, sondern allgemeinem Bedarf ausgerichtet.

    Mehr zum Thema kranke Medikamentenpreise findet ihr hier:
    https://www.publiceye.ch/de/themen-hintergruende/gesundheit/patente-und-zugang-zu-medikamenten/kampagne-fuer-bezahlbare-medikamente/
  • Bowell 15.09.2018 16:00
    Highlight Highlight Dann wären da noch Ärzte die mehr als 2. Mio pro Jahr verdienen...
  • Medardus Sen 15.09.2018 15:31
    Highlight Highlight Sorry, aber diese Massnahmen sind nichts weiter als Pflästerlipolitik... Wo bleiben die Vorschläge zur Vergünstigung von Originalpräparaten? Verhandlungen mit der Pharmaindustrie führen wegen deren starker Lobby wohl auch zu nichts. Deshalb müssten konsequent Zwangslizenzen verteilt werden. Weil dies in der Schweiz auch kaum umsetzbar ist, müsste der Staat die Forschung selber in die Hand nehmen. Dann könnte man der Pharmaindustrie Lizenzen für die Produktion der Medikamente verkaufen und von mir aus auch Margen von 10% zulassen. Werbung könnte man getrost verbieten...
  • Ass 15.09.2018 14:40
    Highlight Highlight Bis jetzt wurden die nicht Generika nur teilweise bezahlt. Jetzt werden gewisse Generika nur noch teilweise bezahlt. Im nächsten Schritt werden dann gewisse Medikamente gar nicht mehr gezahlt. Oder anders gesagt: " Sie sind krank, also bezahlen Sie das Medi selber oder sterben Sie!" Tolle Zukunft!?!?
  • einmalquer 15.09.2018 12:33
    Highlight Highlight Die Mediziner studieren jahrelang.

    Und soll ich aufgrund einer Rechnung feststellen können - ohne Studium - ob die Diagnose und die Behandlung adäquat ist.

    Und auch noch bei der Verschreibung der Medikamente rumpfuschen und einfach ein anderes verlangen, weil es billiger ist. Ohne entsprechendes Studium und ohne die Nebenwirkungen, die ev. im Zusammenhang mit anderen Medikamenten, die man nehmen muss, zu kennen.

    Do-it-yourself-Ärzte sollen wir werden! Mit google?
    • whoozl 15.09.2018 15:26
      Highlight Highlight @einmalquer: ich weiss tatsächlich auch nicht, wie Herr Berset sich das genau vorstellt, dass der Patient seine Spital- oder Arztrechnungen in allen Einzelheiten überprüfen soll...?

      Aber in der Apotheke kann man auch ohne abgeschlossenes Pharmaziestudium nachfragen, ob es für ein bestimmtes Medikament, das der Arzt verschrieben hat, ein preiswerteres, ebenfalls kassenzulässiges Generikum gibt. Die Apotheker und Pharmaasisstentinnen wissen i.d.R. besser als der Arzt, ob und welche Generika es als Alternative zum Originalpräparat gibt.
    • einmalquer 15.09.2018 17:04
      Highlight Highlight Möglich ist es ja - aber der Hausarzt kennt mich und meine Gebrechen besser und ich habe echt keine Lust, dem Apotheker das alles zu erzählen, bzw. ihm meine Krankenakte und Medikantenliste auszuhändigen.
  • TheRabbit 15.09.2018 12:00
    Highlight Highlight Eine staatliche Krankenkasse (gleich wie die SUVA bei Unfall) könnte als zusätzlicher Anbieter vielleicht die Prämien verbilligen.


    Grundsätzlich:
    Weshalb gibt es verschiedene Anbieter, welche alle den gleichen Grundkatalog anbieten. Die Grundversicherung sollte eigentlich keinen Cash abwerfen.
    • Medardus Sen 15.09.2018 15:07
      Highlight Highlight Sorry, hättest ein Herz kriegen sollen. Habe falsch gedrückt :(
  • N. Y. P. 15.09.2018 11:05
    Highlight Highlight Da kommt mir sogleich eine Szene aus dem Film Titanic in den Sinn :

    Der Bordingenieur stellt fest, dass eine der Wanduhren ein paar Minuten nachgeht.
    Gedankenverloren stellt er die Uhr wieder auf die richtige Zeit ein, obwohl das Schiff in dieser Szene bereits ordentlich Schlagseite hat.

    Herr Berset stellt gerade die Uhr richtig.
    • Micha Moser 15.09.2018 12:39
      Highlight Highlight Deep
  • DerMedicus 15.09.2018 10:49
    Highlight Highlight Krass. 100 Mio sparen im Gesundheitswesen. Nebst der Bildung einer der wichtigsten Bereiche für den Bevölkerungswohlstand. 100 Mio. Aber man möchte das Armeebudget erhöhen.

    Eine Budgetreduktion der Armee um 1 MILLIARDE (funktioniert immernoch, nur würde man weniger sinnlos Benzin/Diesel/Munition verballern) und unsere Probleme im Gesundheitssystem könnte man gescheiter lösen!

    Liebe Politiker ; denkt bitte mehr nach ! Strukturiert die Gelder um, aber bitte sinnvoller !
    • phreko 15.09.2018 17:05
      Highlight Highlight Medizin, das heilige Kalb, das nicht angerührt werden darf.

      Erst wenn dem kleinen Mann komplett das Geld ausgeht und aus Protest nur noch rechtsextrem wählt, werden die anderen die Tragweite des Problems erkennen.
    • marcog 16.09.2018 09:42
      Highlight Highlight Klar könnte man bei der Armee problemlos mal ein paar Milliarden sparen, aber dies würde die Probleme im Gesundheitswesen nicht lösen. Auch die oben erwähnten Einsparungen von hunderten Millionen ist nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Die Kosten im Gesundsheitswesen wachsen jährlich um mehrere Milliarden!!! Man wird nicht daran vorbei kommen, gewisse Behandlungen nicht mehr zu bezahlen, weil sie zu teuer sind. Aber leider wird diese Diskussion in der Politik nicht geführt, einzig das Bundesgericht musste mal einen solchen Fall behandeln (500'000.- für ein Medikament sei zu teuer).
  • Schnueffelix 15.09.2018 10:40
    Highlight Highlight Wir werden sehen, wieviel von diesen vollmundigen Versprechungen noch übrig bleiben, nachdem die Lobbygeier aktiv geworden sind. Ich teile Philipps befürchtung, dass es schlussendlich doch nur wieder auf dem Buckel der kleinen landet. Zumindest meinerseits herrscht nicht mehr das geringste Vertrauen gegenüber Herrn Berset und seinesgleichen.
  • gnagi 15.09.2018 10:39
    Highlight Highlight Und wie viel kostet uns die (unerwünschte) Werbung der Krankenkassen und deren Verwaltungsräte? Auch wenn im gesamten Kuchen nur ein kleiner Teil, sehe ich dort trotzdem grosses Sparpontential.
    • Billy the Kid 15.09.2018 11:48
      Highlight Highlight Und was glauben Sie wie gross das Werbebudget bei den Pharmamultis ist? Wird auch alles auf die Konsumenten abgewälzt.
      Damit wird auch noch eine idiotische Markengläubigkeit gepusht - obwohl viele Medis die genau gleichen Inhaltstoffe besitzen.
    • marcog 16.09.2018 09:34
      Highlight Highlight Vermutlich ist das ein Teil der 3.8% Verwaltungskosten.
  • PhilippS 15.09.2018 10:33
    Highlight Highlight Klar sind die Medis allgemein zu teuer. Keine Frage. Nur ändert sich an den Gesamtkosten wenig, wenn für eine Schachtel von xy die Versicherung anstatt 10 Fr. nur noch 7 Fr. übernimmt, der Preis aber dennoch bei 10 Fr. bleibt. So werden die Versicherer entlastet, die Gesamtkosten bleiben aber +/- gleich.

    Die Politik kann noch Jahrzehnte an praktisch irrelevanten Stellschrauben drehen (~100 Mio. sparen bei 78 Mrd. Kosten). Solange an den grundsätzlichen Strukturen niemand rütteln will, zu viele, meist zu kleine Spitäler mit Spitzenmedizin, wird sich an der Situation nie was ändern.
    • Billy the Kid 15.09.2018 12:03
      Highlight Highlight 1. Die Versicherungsbranche verdient vor allem an meist sinnlosen / teuren Zusatzversicherungen.
      2. Es sollte schlicht verboten werden, dass Leute mit einem gewöhnlichen Schnupfen zum Spezialisten rennen dürfen.
      3. Es ist nicht immer ein "Notfall" wenn man eine kleine Wunde sich zugezogen hat, die man auch einfach mit Wundsalbe behandeln kann.
      4. Nicht alles was medizinisch machbar ist - ist auch sinnvoll.
      5. Lebensqualität sollte vor Lebenserwartung gehen.
      6. Die "Gesundheits"-industrie (ob nun Pharma oder Versicherer) sollte nicht dem Staat diktieren wo`s langgeht - sondern umgekehrt.
    • Buerps 15.09.2018 12:26
      Highlight Highlight Zumindest zielen die aktuellen Vorschläge in die richtige Richtung, und unterstreichen, dass es eben gerade nicht die (durchaus oftmals sehr teuren) Medikamente sind, welche für unsere hohen Gesundheitskosten verantwortlich sind . Wir haben viel zu viele Spitäler, dort wird grosszügig und teuer behandelt, Ärzte und Apotheker profitieren und sitzen auf ihren Pfründen

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