Schweiz
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Gegner des bedingungslosen Grundeinkommens: «Luftschloss» und «gefährliches Experiment»



Die Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen ist aus Sicht der Gegner ein gefährliches Experiment. Ein Ja in der Abstimmung vom 5. Juni würde das gesamte Wirtschafts- und Sozialsystem auf den Kopf stellen, warnt das Nein-Komitee.

Das Vorhaben stelle nicht nur Schweizer Werte wie Leistungsbereitschaft und Eigenverantwortung in Frage, sondern gefährde den Schweizer Wohlstand, argumentierten Vertreterinnen und Vertreter der FDP, SVP, SP, CVP, GLP und BDP am Dienstag vor den Medien in Bern.

Schwarzarbeit und Tauschhandel

Bei einem Ja zur Initiative würden alle in der Schweiz lebenden Menschen unabhängig von einer Erwerbstätigkeit ein Einkommen erhalten. Die Höhe lässt der Initiativtext offen. Die Initianten gehen jedoch von 2500 Franken aus.

Bei der Frage der Finanzierung werde klar, dass die Idee ein Luftschloss sei, schreiben die Gegner. Die Schweiz würde in einen Teufelskreis von Steuererhöhungen und negativen Arbeitsanreizen geraten. Dass das System ausgenutzt werden könne, liege auf der Hand. Schwarzarbeit und Tauschhandel würden florieren.

Das Komitee gibt auch zu bedenken, dass 2500 Franken mehr seien als in vielen europäischen Ländern verdient werde. So liege etwa in Rumänien das Nettoeinkommen bei knapp 400 Euro. Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde also wie als Migrationsmagnet wirken. (whr/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Angelo C. 03.05.2016 15:06
    Highlight Highlight Nicht nur die neue Präsidentin der FDP Petra Gössi lehnte das BGI in der Mittagtagesschau vehement als illusorisch ab, auch die Linke Leutenegger-Oberholzer nannte es eine gefährliche Sache und befürwortet die Initiative in keiner Weise.

    Und da nicht nur die allermeisten Parteien, dazu grosse Teile des Volkes (gemäss bekannter Umfrage) dagegen sind, könnte man an dieser Stelle die Diskussion eigentlich einstellen, da an der Urne keinesfalls ein Erfolg zu erzielen ist.

    Hätte gewiss das Eine oder Andere für sich gehabt, das BG, aber unter dem Strich ist es eben nicht mehrheitsfähig.
    • TodosSomosSecondos 03.05.2016 15:36
      Highlight Highlight Gleiches sagte man auch mal über die AHV. Unrealistisch. Schädlich. Nicht mehrheitsfähig. Dass die FDP Präsidentin (arme FDP übrigens) und die Cüplisozialistin L-O etwas ablehnen, ist als Argument etwa so tauglich wie "das hat Christoph Blocher schliesslich auch gesagt".
    • Spooky 03.05.2016 19:16
      Highlight Highlight @Angelo C.
      Dein Kommentar im Klartext: Es gibt keine Linke mehr in der Schweiz, es gibt nur noch eine Pseudo-Linke. Oder, anders gesagt: Die Elite der Linken ist in der Schweiz von der Elite der Rechten nicht mehr zu unterscheiden. Die linke Elite in der Schweiz kümmert sich nur noch um ihre eigen Klientel, zum Beispiel um die überrissenen Saläre ihrer linken Sozialarbeiter. Die verarmten Schweizer sind der linken Elite in der Schweiz herzlich egal.
    • Angelo C. 03.05.2016 20:02
      Highlight Highlight Spooky Red : einen eigentlichen Kommentar habe ich mir verkniffen und lediglich die aktuelle Faktenlage kolportiert.

      Mir fällt aber immerhin auf, dass die Mehrheit der SP gegen das BGE eingestellt scheint, jedenfalls kann man dies auch dem Info von SF DRS entnehmen :

      http://www.srf.ch/news/schweiz/abstimmungen/abstimmungen-vom-5-6-2016/grundeinkommen/warum-viele-linke-gegen-ein-bedingungsloses-grundeinkommen-sind

      Wie du diese Tatsachen wertest, muss ich dir überlassen 😉!
  • klugundweise 03.05.2016 12:09
    Highlight Highlight Korrigieren wir doch einfach mal die Begriffe:
    Arbeitgeber ist derjenige, der mit seiner Arbeit ermöglicht, dass die ganze Maschinerie funktioniert.
    Arbeitnehmer sind diejenigen, die von dieser Arbeit profitieren.
    Vielleicht sehen wir damit, dass es sich um (mindestens) gleichwertige Teile der Wirtschaft handelt und sich der eine nicht von anderen bei jeder politischen Diskussion erpressen lassen muss mit "wehe, das schadet der Wirtschaft"!

  • Toerpe Zwerg 03.05.2016 11:05
    Highlight Highlight Die Befürworter des bedingten Grundeinkommens gehen davon aus, es gäbe eine Fixe Grösse Geld, die man auszahlen könnte. Das ist nicht der Fall. Jeden einzelnen Tag muss der Wohlstand von Neuem erarbeitet werden. Der Wohlstand der Schweiz beruht auf einer leistungsfähigen, innovativen und hochproduktiven Wirtschaft - und aufgrund dessen auch auf Handelsbilanüberschüssen - trotz der kompletten Importabhängigkeit sämtlicher Rohstoffe. Das Grundeinkommen wird die Arbeitsproduktivität senken und damit den Wohlstand. Das kann man wollen. Die meisten wollen es nicht.
    • TodosSomosSecondos 03.05.2016 11:15
      Highlight Highlight Die grundsätzliche Argumentation ist richtig. Bloss die Annahme, dass ein BGE die Arbeitsproduktivität senken würde ist pure Spekulation. Das BGE ist ein Modell, dass in erster Linie einen Lösungsansatz bietet für eine Zukunft, in der immer mehr der Produktivität durch Maschinen geleistet wird. Da die Maschinen die erwirtschafteten Mehrwerte aber nicht brauchen, um sich selber Essen, Wohnung, Krankenversorgung etc. zu leisten, braucht es grundsätzlich neue Gesellschaftsmodelle. Sich dagegen zu wehren ist süss... aber dann mach auch gleich die digitale Revolution rückgängig.
    • Toerpe Zwerg 03.05.2016 11:46
      Highlight Highlight @Holy, aus zwei Gründen. 1. Weil eine erhebliche zusätzliche Abgabenbelastung die Leistungserbringung per se verteuert (=Abnahme der Produktivität). 2. Weil sich aufgrund fehlender Anreize ein gewisser Teil bewusst gegen ein Erwerbseinkommen entscheiden wird (speziell im Teilzeitbereich).

      @Todos, siehe oben. Zusätzlich: Kapital ist mobil und wenn es keine Menschen mehr braucht für die Leistungserbringung, wird man automatisierte Dienstleistungen immer dort ausführen lassen, wo es am günstigsten ist - und das wird nicht dort sein, wo durch Abgaben GE Bezüger durchgefüttert werden müssen.
    • 獅鳥 lionbird 18.05.2016 05:33
      Highlight Highlight Toerpe, weshalb sollte man speziell im Teilzeitbereich einfach aufhören zu arbeiten?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 03.05.2016 10:35
    Highlight Highlight Den Menschen die Freiheit zu schenken, ihr Leben nach den eigenen Wünschen zu gestalten, ist für die Vertreter des Geldadels ein absolutes Tabu, denn wo es hinführt, wenn Menschen so viel Geld zum Leben haben, dass sie nicht mehr arbeiten müssten, sieht man ja genau an den oberen Zehntausend und darum wollen uns diese Herren uns vor der Dekadenz ihrer eigenen Lebensweise beschützen, denn wenn die Menschen plötzlich Geld, Zeit und Muse hätten, wäre es kaum mehr möglich, Sklaven zu halten und ihnen mit Plakaten vorzugaukeln, dass jemand für ihre Freiheit schaut, weil sie ja dann schon frei sind.

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