Schweiz
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THEMENBILD ZUR ABSTIMMUNG WALLIS UEBER OLYMPIA KANDIDATUR SION 2026 --- People light torches on the ski slope

Das Feuer ist erloschen: «Sion2026» ist an der Urne gescheitert.  Bild: KEYSTONE

«Irrsinn #Sion2026 geplatzt» – das sind die Reaktionen zum Olympia-Aus im Wallis



Die Schweizer Olympia-Kandidatur «Sion 2026» ist gescheitert. Bei der Abstimmung im Wallis sprachen sich am Sonntag 54 Prozent der Stimmberechtigten gegen eine finanzielle Unterstützung bis zum Höchstbetrag von 100 Millionen Franken aus.

«Das Wallis ist das Herzstück unserer Bewerbung, und wenn das Herz nicht schlägt, lässt sich nichts Erfolgreiches mehr auf die Beine stellen», sagte Jürg Stahl, der Präsident des Kandidaturkomitees, vor der kantonalen Abstimmung über den Kredit. (sda)

«Das Volk hat heute gewonnen»

Die Tourismus- und Gastronomieverbände haben sich enttäuscht über das Nein des Kantons Wallis zur Olympiakandidatur «Sion 2026» geäussert. Ohne Rückhalt der Host-City dürfte das Projekt höchstwahrscheinlich vom Tisch sein.

Die Enttäuschung der letzten zwei Kandidaturen habe offensichtlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen und einem dritten Misserfolg wollten die Walliser nicht riskieren, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung des Schweizer Tourismus-Verbandes, von hotelleriesuisse, GastroSuisse, den Seilbahnen Schweiz und dem Verband öffentlicher Verkehr.

Aus touristischer und volkswirtschaftlicher Sicht wäre die Austragung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele eine grosse Chance nicht nur für die Austragungskantone, sondern für die ganze Schweiz gewesen, heisst es weiter. Schätzungen zufolge hätten die Spiele zwischen 1.5 bis 2.4 Millionen zusätzliche Übernachtungen, etwa 6000 Arbeitsplätze und einen Gesamtumsatz von rund fünf Milliarden Franken generiert.

Von den vorgesehenen Investitionen in die bestehende Infrastruktur hätten die Wintersportorte nachhaltig profitiert, ohne Gefahr zu laufen, dass Unverhältnismässigkeit und Grössenwahn die Oberhand gewonnen hätten.

Auch CVP-Staatsrat Darbellay zeigt sich enttäuscht zur Niederlage von «Sion2026»:

Video: undefined/Maurice Thiriet

Abgesehen vom volkswirtschaftlichen Nutzen hätten die Olympischen und Paralympischen Winterspiele auch einen indirekten, nachhaltigen Mehrwert mit sich gebracht: die Begeisterung für den Wintersport. Die Tourismus-Verbände seien enttäuscht über die verpasste Chance, würden sich nun aber umso mehr für den alpinen Tourismus einsetzen. 

Auch auf Twitter wird wild über das Abstimmungsresultat diskutiert:

(ohe/mit Material von sda)

«Es gibt kein schöneren Ort für die Olympischen Spiele»

Video: srf

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24
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    Alle Leser-Kommentare
  • Palatino 10.06.2018 16:22
    Highlight Highlight Warum haben sich die Walliser nicht für einen E-Grandprix beworben? Die Militärflugplätze wären dafür geeignet gewesen. Walliser hätten ihren Event gehabt... und die Zürcher ihre Ruhe
  • TanookiStormtrooper 10.06.2018 16:19
    Highlight Highlight Die Sportverbände müssen über die Bücher mir ist kein einziger Fall bekannt, in dem das Volk, wenn es denn die Möglichkeit hatte, ja zu so einem Event gesagt hätte. Olympische Spiele oder eine Fussball WM sind dank der Verbände wohl bald nur noch in totalitären Staaten möglich.
  • Norbert Riedi 10.06.2018 15:43
    Highlight Highlight danke, wallis!
  • Bobby Sixkiller 10.06.2018 15:36
    Highlight Highlight Heute bin ich besonders stolz, Walliser zu sein! Bravo, fantastisch. Das Geld soll nach diesem Winter besser in unsere Strassen investiert werden!
    • Vivalavida 10.06.2018 19:16
      Highlight Highlight @bobby Sixkiller
      Denkst du wenn olympia angenommen worden wären die Strassen nicht herrgerichtet worden?
      Ich denke eher das durch eine Annahme auch das Oberwallis entlich „seine“ Autobahn erhalten hätte bis 2026, so wird es wohl noch ewig dauern

      Gruss von einem (enttäuschtem) Walliser
    • Bobby Sixkiller 10.06.2018 23:43
      Highlight Highlight @Vivalavida


      Die Strassen sind nur ein Beispiel von vielen anderen Sachen! Gesundheit, Bildung, Sicherheit... Man muss in Sitten nicht zuvor jammern von sparen und danach einfach mal 100 Mios aus dem Fenster werfen für ein äusserst umstrittenes Projekt... Ich weiss ja nicht, wo du herkommst, aber in "meiner" Oberwalliser Gemeinde hat man die Vorlage abgelehnt 😉 trotz gesamt ja im Oberwallis
  • Pafeld 10.06.2018 15:11
    Highlight Highlight Genau, für den verzogenen Walliser Tourismus- Gastroverband wäre es eine Riesenchance gewesen. Und alle anderen hätten einfach das ganze finanzieren sollen. Wie immer.
    • Vivalavida 10.06.2018 19:21
      Highlight Highlight Finde auch, das Geld sollte besser nach zürich in die Expo fliessen...
      Ironie off
  • Butzdi 10.06.2018 14:56
    Highlight Highlight Gut so. Wir haben aus 2002 und 2006 gelernt. Das IOC war und ist ein korrupter Haufen.
  • Sanchez 10.06.2018 14:50
    Highlight Highlight Schön zu sehen, dass das Wallisser Stimmvolk bei klarem Verstand ist.
    Nun kann der Bundesrat die „gesprochene Olympia-Milliarde“ ohne schlechtes Gewissen in die AHV einspeisen. Thanks!
    • just_a_name 10.06.2018 16:05
      Highlight Highlight Oder in den Vaterschaftsurlaub :-)
    • Sanchez 10.06.2018 16:06
      Highlight Highlight @ Hoppla
      Unnötige, olympische Spiele in der Schweiz mit Bauernsubventionen und co. zu vergleichen ist etwas gar abenteuerlich.
      Sie haben allerdings Recht, dass man das Thema Rente angehen muss.. Fragt sich nur wie und aus welchem Blickwinkel.
  • derEchteElch 10.06.2018 14:50
    Highlight Highlight Sehr gut so! Sion 2026 wäre wieder nur ein Projekt gewesen, wo nur wenige profitiert hätten und die ganze Bevölkerung und die Umwelt darunter gelitten hätten!
  • Wasmeinschdenndu? 10.06.2018 14:47
    Highlight Highlight Sehr schade. Jedes andere Land währe wohl stolz einen solchen Anlass durchführen zu können...
    • Zanzibar 10.06.2018 15:03
      Highlight Highlight Ich kann mich erinnern das vor kurzem in München Olympische Winterspiele Bach ab geschickt wurden, notabene vom Volk. Solche Spiele von korrupten Verbänden sollen doch auch bitte in korrupten Ländern stattfinden.
    • _kokolorix 10.06.2018 21:18
      Highlight Highlight @Avalanche89

      Die Schweiz, und insbesondere das Wallis, als nichtkorrupt zu bezeichnen finde ich persönlich gewagt.
      Besonders da die Spielkasinos gleichentags ganz offensichtlich Politik und Stimmvolk gekauft haben...
  • lilie 10.06.2018 14:44
    Highlight Highlight Zum Glück! Diesen ganzen Wahnsinn brauchen wir hier nicht. Mir reicht schon der Gotthard-Stau. 😒
    • Wasmeinschdenndu? 10.06.2018 15:40
      Highlight Highlight Deshalb will man ja für 2Mrd CHF eine zweite Röhre bauen und dann doch nur zwei spuren nutzen: Das ist mal Wahnsinn, pure Geldverschwendung...
    • Wasmeinschdenndu? 11.06.2018 20:10
      Highlight Highlight @swisskiss nein, da hast du was falsch verstanden, ich will KEINEN unnötigen 2. Tunnel...
  • Saerdna91 10.06.2018 14:42
    Highlight Highlight Das Wallis hat heute einen sehr guten Entscheid getroffen! Gratulation an die Bevölkerung. Die 100 Millionen Franken können für nützleriches gebraucht werden (AHV-Sanierung...) die dem Schweizer Volk zu Gute kommt. Wir brauchen keine zusätzliche geldverschwenderischen Projekte.
    • jonas3344 10.06.2018 15:45
      Highlight Highlight Die AHV hat ein strukturelles Problem, da nützen einmalige Beiträge (zumal 100 Millionen bei jährlichen Ausgaben von >40 Milliarden! ein lächerlicher Betrag ist) nichts.
    • Saerdna91 10.06.2018 17:07
      Highlight Highlight Ich habe auch nicht NUR von der AHV gesprochen, war nur ein Beispiel. Es gibt auch andere Baustellen in der Schweiz, die eine finanzielle Unterstützung gut gebrauchen könnten.
    • jonas3344 10.06.2018 17:58
      Highlight Highlight Natürlich, Geld kann man immer ausgeben. Nur wird unser Parlament das Geld natürlich nicht ausgeben sondern einbehalten. Oder Steuern für diejenigen senken, die es nicht nötig haben.
  • hoi123 10.06.2018 14:39
    Highlight Highlight Schade

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