Schweiz
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ARCHIVBILD ZUR MK DES BUNDESRATES UEBER DAS GELDSPIELGESETZ, AM MONTAG, 12. MAERZ 2018 - [Staged Picture / Gestellte Aufnahme] A woman plays at a slot machine at the Swiss Casino Zuerich in Zurich, Switzerland, on October 24, 2015. The Swiss Casino Zuerich was opened in 2012 and is the largest casino in Switzerland. It offers 26 gambling tables and 400 slot machines. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

52 Prozent tendieren laut Trendumfrage zu einem Ja beim Geldspielgesetz. Bild: KEYSTONE

SRG-Umfrage zeigt knappe Mehrheit für Geldspielgesetz – Vollgeld dürfte scheitern

Bei der Abstimmung über das Geldspielgesetz vom kommenden 10. Juni zeichnet sich gemäss einer Umfrage eine knappe Zustimmung ab. Die Vollgeld-Initiative dürfte demgegenüber eher abgelehnt werden, allerdings ist der Anteil der Unentschlossenen noch relativ hoch.



Beim Geldspielgesetz würden gemäss der am Freitag veröffentlichten SRG-SSR-Trendumfrage 52 Prozent bestimmt oder eher ein Ja einlegen. 39 Prozent sind bestimmt oder eher dagegen. Neun Prozent hatten noch keine Antwort.

In einer vor Wochenfrist veröffentlichten Tamedia-Umfrage war das Stimmverhältnis gerade umgekehrt. 53 Prozent der Befragten hätten das Geldspielgesetz bestimmt oder eher abgelehnt. Nur 42 Prozent hätten der Vorlage bestimmt oder eher zugestimmt.

Die Vollgeld-Initiative würde gemäss der SRG-SSR-Trendumfrage von 49 Prozent der Teilnahmewilligen bestimmt oder eher abgelehnt. Bestimmt oder eher dafür sprachen sich 35 Prozent der Befragten aus. Mit 16 Prozent lag der Anteil der Unentschlossenen fast doppelt so hoch wie beim Geldspielgesetz.

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Video: Angelina Graf

In der Tamedia-Befragung wäre die Vollgeld-Initiative von einer relativen Mehrheit von 45 Prozent bestimmt oder eher abgelehnt worden. Bestimmt oder eher ein Ja eingelegt hätten 42 Prozent.

Sprachen- und Generationenkonflikt

Beim Geldspielgesetz zeigt sich gemäss der SRG-SSR-Trendumfrage ein Konfliktmuster entlang der Sprachregionen. Die in der deutschsprachigen Schweiz entbrannte Kontroverse um Internetsperren wirke sich in der lateinischsprachigen Schweiz bisher weniger kritisch gegen die Vorlage aus, heisst es. Dort wollten deutlichere Mehrheiten der Revision zustimmen.

Von Bedeutung sei auch ein gewisser Generationenkonflikt, der sich bereits bei der Parolenfassung der Jungparteien gezeigt habe. Jüngere seien gegenüber der Vorlage kritischer eingestellt.

Schliesslich zeige sich eine gewisse Skepsis gegen die Vorlage in allen Parteianhängerschaften mit einer parteipolitischen Polarisierung. Ausgeprägter sei die Skepsis in den Reihen der SVP-Anhängerschaft, wobei sich derzeit ein Patt zwischen Befürwortern und Gegnern der Vorlage zeige. Dies passe zur offiziellen Stimmfreigabe der Parteispitze.

Eindeutiger als bei den Stimmabsichten der Parteibindung zeige sich die Polarisierung entlang des Regierungsmisstrauens: Eine Mehrheit der Regierungskritischen wolle die Vorlage bereits ablehnen. Insgesamt zeige sich deshalb ein evidentes Potenzial einer regierungskritischen Aufladung gegen die Vorlage, wenn zusätzliche Kreise mobilisiert werden könnten.

Unterschiedlich seien schliesslich die frühen Stimmabsichten der Geschlechter. Frauen seien eher deutlich mehrheitlich für ein Ja. Männer sähen die Vorlage demgegenüber kritischer.

Viele Unentschlossene bei Vollgeld-Initiative

Die Meinungsbildung zur Vollgeld-Initiative sei insgesamt negativ, aber für den Zeitpunkt mässig fortgeschritten, heisst es in der SRG-SSR-Trendumfrage weiter. Der tiefe Startwert der Vollgeld-Initiative schmälere zwar die Chancen auf einen Abstimmungserfolg, beeinflusst werden könne aber noch die Verteilung der Stimmanteile.

Die stärkste Polarisierung finde sich entlang der Parteibindungen, wobei die FDP-nahe Wählerschaft auffalle: Sie erteile dem Vorhaben eine deutliche Absage. Den Gegenpol bildete die SP-affine Wählerschaft, die in knapper, relativer Mehrheit für die Vollgeld-Initiative stimmen würde.

Es werde aber auf einen Blick erkennbar, dass es sich nicht um eine einfache Links-Rechts-Polarisierung handle, denn im Umfeld er SVP existierten ähnlich hohe Sympathien wie im linken Parteienspektrum.

Sympathien geniesse die Vollgeld-Initiative in regierungskritischen Kreisen, die sich mit 46 Prozent eher oder bestimmt dafür äusserten. Teilnahmewillige mit Vertrauen in die Regierung seien dagegen mehrheitlich dagegen: 55 Prozent hätten sich eher oder bestimmt gegen die Vorlage geäussert.

Sympathien in der lateinischen Schweiz

Auch Teilnahmewillige aus der lateinischsprachigen Schweiz würden sich in relativen Mehrheiten für die Vollgeld-Initiative aussprechen. Weiter fänden sich bei Jungen und tiefen sozialen Schichten relative Zustimmungsmehrheiten.

Die SRG-SSR-Trendbefragung wurde vom Forschungsinstitut gfs.bern zwischen dem 16. und dem 26. April bei 1201 repräsentativ ausgewählten Stimmberechtigten realisiert. Für alle Angaben gilt bei einer 95-prozentigen Wahrscheinlichkeit ein Unsicherheitsbereich von plus/minus 2,9 Prozentpunkten. (viw/sda)

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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Francis Begbie 04.05.2018 13:04
    Highlight Highlight Die Alten haben leider keine Ahnung von so Internetz Sachen, ist halt so. Die pösen Ausländer vom eigenen Märit ausschliessen ist doch aber duper und wer dagegen ist, ist kein echter Schwiizer Eidgenoss und soll nach Moskau, einfach!

    🤦‍♂️🤦‍♀️
  • Digichr 04.05.2018 09:27
    Highlight Highlight Für "Les Welsch" ist das Internet offenbar Neuland...
  • aglio e olio 04.05.2018 08:56
    Highlight Highlight "Weiter fänden sich bei Jungen und tiefen sozialen Schichten relative Zustimmungsmehrheiten."
    Aber die gehen nicht wählen... 😐
    Davon abgesehen hat die Vollgeldinitiative keine Chance. Wer schon keine 6 Wochen Ferien will, wird eine derartige Novität mit Sicherheit ablehnen.
    Aus Angst man könnte irgendwas verlieren.
  • Snowy 04.05.2018 08:45
    Highlight Highlight Diese beiden Abstimmungstrends zeigen exemplarisch die Schwierigkeiten bei der direkten Demokratie bei komplexen Vorlagen.

    Wage die Behauptung, die Bevölkerung würde die Netzsperren ablehnen, wenn sie die genaue Funktionsweise von Netzsperren und die Tragweite erkennen würde. Die Generation meiner Eltern (Grossteil der Abstimmenden) hat keine Ahnung von Netzsperren und ist froh, wenn sie überhaupt ein Bild einer E-Mail attachen können.
    Heute stimmen wir über ein völlig unsinniges und untaugliches Onlinecasinoverbot ab, welches zynischerweise an vorderster Front von FDP lern vertreten wird.

  • mbr72 04.05.2018 08:29
    Highlight Highlight Knappe Mehrheit fürs Geldspielgesetz...? Nun ja, das sagt eigentlich schon alles über den Zustand unserer Gesellschaft aus... einfach nur traurig.
    • andrew1 04.05.2018 08:53
      Highlight Highlight Solange vollgeld abgelehnt wird ist alles io. Das hätte nämlich massiv höheren einfluss auf uns als die pseudo-"netzsperre".
  • Perwoll 04.05.2018 08:29
    Highlight Highlight Dieses Geldspielgesetzt riecht nach Zensur im Netz. Es ist bevormundend und vorallem monopolistisch. Aber als minim bewanderter in IT Fragen ist es kein Problem diese chinesische Mauer in wenigen Minuten zu umgehen.
    • dorfne 04.05.2018 09:04
      Highlight Highlight Was die "Zensur im Netz" betrifft kommen Sie mehr als 10 Jahre zu spät. Das besorgen längst Google und Facebook. Da sind Ihre Bedenken gegen das Geldspielgesetz geradezu Jöjö. Abgesehen davon, dass bei einem Nein weitere geschätzte 240 Mio direkt ins Ausland abwandern - unversteuert!
    • Perwoll 04.05.2018 11:25
      Highlight Highlight Who cares? Wenn ich online Pokern will, so tu ich es dort wo ich will. Nicht dort wo es Vater Staat gerne hätte.
  • X23 04.05.2018 08:10
    Highlight Highlight Wieder ein Anhaltspunkt, dass nur Leute ab einem gewissen Grundwissen zu einem Thema, darüber abstimmen dürfen sollten.

    Die Älteren, die keine Ahnung vom Internet haben, wie auch die Jungen, welche sich schlicht nicht dafür interessieren und die tiefen sozialen Schichten, welchen es scheinbar an Bildung und Resistenz gegen Beeinflussung mangelt, sollten von der Urne ferngehalten werden.
    • Black Cat in a Sink 04.05.2018 08:51
      Highlight Highlight Also - was sagt Dir Arpanet oder newsgroups... zu behaupten, die Alten wüssten nix vom Internet ist Humbug!
    • dorfne 04.05.2018 09:07
      Highlight Highlight Dass die Aelteren keine Ahnung vom Internet haben ist wohl ein Wunschtraum der Jugend, die sich ja unbedingt von den Alten abgrenzen müssen. Schon vergessen: PCs gibt es seit Ende der Siebziger-Jahre.
    • who cares? 04.05.2018 09:36
      Highlight Highlight Und alle andersdenkende bitte gleich auch. Ausserdem sind Frauen zu emotional und Eingebürgerte zu wenig integriert.

      Am besten sollten nur die abstimmen, die auch meiner Meinung sind.
  • Rolf Meyer 04.05.2018 07:50
    Highlight Highlight Vollgeld ist cool, werde ich annehmen. Internetzensur ist uncool, werde ich ablehnen.
  • oXiVanisher 04.05.2018 07:48
    Highlight Highlight Da sieht man, wie weit Lobby-Arbeit geht und wie kaputt das System ist. Bald sind wir in der guten Gesellschaft von Diktator- und Schurkenstaaten. R.I.P. freies Internet 😥
    Https://de.m.wikipedia.org/wiki/Zensur_im_Internet
  • Schneider Alex 04.05.2018 06:46
    Highlight Highlight Da kämpfen wir politisch für eine gerechtere Einkommensverteilung. Dann bejubeln wir die grossen Geldspielgewinner! Wir sollten die meist ärmliche Bevölkerung, welche auf Geldspiele setzt, über die geringen Chancen aufklären, einen Hauptgewinn zu erzielen.

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