Schweiz
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SVP-Wähler mögen die Agrarinitiativen – Bauern eher nicht

09.07.18, 11:40 09.07.18, 12:27


Die Trinkwasser-Initiative und die Initiative für ein Verbot synthetischer Pestizide in der Landwirtschaft ernten in einer ersten Umfrage auch im Lager der SVP- und CVP-Wähler Sympathien. Allerdings ist noch nicht einmal der Abstimmungstermin der im ersten Halbjahr 2018 eingereichten Volksbegehren bekannt.

Der Bauernverband lehnt beide Initiativen ab. Bild: KEYSTONE

Laut einer am Montag in verschiedenen Tamedia-Publikationen veröffentlichten ersten Umfrage sind die beiden Initiativen gegen den Einsatz von Pestiziden derzeit mehrheitsfähig. 68 Prozent von 14'900 Teilnehmenden würden die Trinkwasserinitiative unterstützen, 72 Prozent würden Ja sagen zum Verbot synthetischer Pestizide.

Sympathisanten von Rot-Grün unterstützen die Anliegen, welche der Bauernverband kategorisch als zu radikal ablehnt, zu über 90 Prozent. Aber auch Wähler von SVP und CVP, die der Landwirtschaft traditionell nahestehen, hegen mehrheitlich Sympathien für die Anliegen. Der Zuspruch in diesen Lagern liegt laut Umfrage bei 60 bis 66 Prozent.

Noch ein bisschen früh

Die öffentliche Debatte zu den beiden Begehren hat indes noch gar nicht begonnen, das Abstimmungsdatum ist noch nicht bekannt. Am 23. September wird im Bereich Landwirtschaft zuerst über die Fair-Food-Initiative und die Initiative für Ernährungssouveränität abgestimmt.

Die Trinkwasserinitiative war im Januar mit rund 114'000 Unterschriften eingereicht worden. Sie verlangt, dass nur noch Landwirtschaftsbetriebe Subventionen erhalten, die auf den Einsatz von Pestiziden und vorbeugend verabreichte Antibiotika verzichten.

Im Mai folgte die Initiative gegen synthetische Pestizide mit über 145'000 Unterschriften. Die Initianten wollen synthetische Pestizide in der landwirtschaftlichen Produktion, in der Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und in der Boden- und Landschaftspflege verbieten.

Der Bauernverband (SBV) und der Verband Schweizer Gemüseproduzenten lehnen beide Initiativen ab. Die Volksbegehren forderten faktisch ein «Bioland Schweiz» und würden die Produkte der Bauern massiv verteuern. (sda)

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 10.07.2018 06:03
    Highlight Natürlich gehen diese Auflagen an die Landwirtschaft sehr weit. Bei der Umsetzung diser neuen Verfassungsartikel haben wir aber einen grossen Spielraum, wie die Umsetzung angenommener Verfassungsartikel in der Vergangenheit immer wieder zeigte. Hier den Teufel an die Wand zu malen ist völlig übertrieben. Wenn ein Land in der Lage ist, in diesem Bereich eine Vorbildrolle einzunehmen, so ist es die reiche Schweiz.
    2 2 Melden
  • Ökonometriker 10.07.2018 03:05
    Highlight Die Produkte der CH-Landwirtschaft würden weiter veredelt aber damit leider auch teurer - was für die ärmeren Schichten der Gesellschaft eine Belastung wäre.
    2 2 Melden
  • Gustav.s 09.07.2018 14:41
    Highlight Die Trinkwasserinitiative fordert leider noch ganz anderes. Bauern dürften nur noch soviele Tiere halten wie sie ernähren könnten.
    Dies ist eigentlich auch jetzt so, es ist geregelt wieviel man pro Ha ausbringen darf. Gülleabgaben werden im Bundesportal Hoduflu erfasst.
    Dadurch kann jemand der weniger Tiere hat sein Futter verkaufen und kann dafür fremde Gülle einsetzen. Dies ist im Rahmen der Spezialisierungen auch nötig.
    Man könnte natürlich einfach die Gesamtmenge pro Ha senken und Futterimporte verbieten. Doch die Initiative verlangt ein unnötiges Extrem.
    11 9 Melden
  • Astrogator 09.07.2018 14:03
    Highlight Interessant ist ja, dass der Bauernverband sagt, dass bei Annahme der Initiative Grossbauern auf Subventionen verzichten und weiter spritzen werden. Wieso zählt man da Subventionen wenn es anscheinend ohne geht?
    31 5 Melden
    • Skip Bo 09.07.2018 18:45
      Highlight Ritter spricht von "einigen", welche möglicherweise auf DZ verzichten würden. Wer sich wie verhält, weiss nicht mal Mike Shiva.

      3 0 Melden

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