Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - In this June 27, 2017, file photo, Jerred Kiloh, owner of the Higher Path medical marijuana dispensary, stocks shelves with with cannabis products in Los Angeles. Several marijuana businesses in California warned Friday, June 29, 2018 that they could face steep financial losses unless the state extends a July 1 deadline imposing strict standards for pot testing and packaging. (AP Photo/Jae C. Hong, File)

Wird der Zugang zu medizinischem Cannabis bald auch in der Schweiz gelockert? Bild: AP/AP

Warum der jüngste Cannabis-Entscheid des Bundesrates wegweisend ist

Der Bundesrat gab am Mittwoch bekannt, dass der Zugang zu medizinischem Cannabis erleichtert werden soll. Dieser Entscheid wird die Cannabis-Politik der Schweiz nachhaltig beeinflussen.



Der Bundesrat will für viele unheilbar kranke Schweizer eine weitere Option schaffen. Neben den herkömmlichen Schmerzmitteln soll nun auch der Zugang zu Medizinalcannabis erleichtert werden. Damit sollen zum Beispiel die Symptome der Krankheit Multiple Sklerose gelindert werden können.

Ausserdem will der Bundesrat dem Betäubungsmittelgesetz einen Experimentierartikel beifügen. Dieser soll es den Schweizer Städten erlauben, in kontrollierten Versuchen festzustellen, welche Auswirkungen die Legalisierung der Droge Cannabis auf die Bevölkerung hat.

Doch was bedeutet dieser Entscheid für die tatsächliche Legalisierung? Und was halten die Pharmakonzerne davon? Die Antworten auf die fünf drängendsten Fragen findest du hier:

Was soll sich ändern?

Der Zugang zu medizinischem Cannabis ist in der Schweiz sehr stark reglementiert. So muss der Patient einen Arzt auftreiben, der bereit ist, für die Folgen der Therapie die Verantwortung zu tragen.

Dieser Arzt muss alle sechs Monate eine Sonderbewilligung beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) beantragen und bei Abschluss der Therapie einen Bericht schreiben. Diese Praxis verzögert den Behandlungsstart und führt dazu, dass Schmerzleidende oft monatelang auf ihre Zulassung warten.

Mit dem neuen Gesetz soll der Zugang zu Cannabis erleichtert werden. Dazu soll Medizinalcannabis legal in Umlauf gebracht werden können. Dies würde neben den Ärzten auch die Produzenten von medizinischem Cannabis entlasten.

Doch der Bundesrat will noch weiter gehen und prüft, ob Patienten den Bezug von Cannabis-Medikamenten in Zukunft sogar von ihrer Krankenkasse rückvergütet bekommen sollen.

Beim Branchen-Verein Santé Suisse ist man dem Medizinalcannabis grundsätzlich nicht abgeneigt. «Es muss aber erst der Beweis erbracht werden, dass Cannabis-Produkte sowohl nützlicher, wirtschaftlicher und zweckmässiger sind, als herkömmliche Medikamente», sagt Sprecher Christophe Kämpf.

In einer zweiten Massnahme will der Bundesrat Pilotprojekte in mehreren Schweizer Städten ermöglichen. Erst im November hatte das BAG ein Gesuch der Universität Bern für die Durchführung eines solchen Projektes abgelehnt. Der Grund: Es fehle ein gesetzlicher Rahmen.

Mit dem Experimentierartikel sollen solche Versuche in Zukunft ermöglicht werden. Die Studienautoren wollen mit ihren Untersuchungen klären, wie sich eine Legalisierung der Droge auf die Bevölkerung auswirken würde.

Warum ist dieser Entscheid so wegweisend?

Dass in Schweizer Städten in Zukunft solche Pilotversuche durchgeführt werden können, hat sich grundsätzlich schon länger angebahnt. Überraschend ist jedoch, dass der Bundesrat die Gesetzgebung zum Medizinalcannabis ändern will.

Weltweit gibt es zahlreiche Länder, in denen Cannabis theoretisch für den medizinischen Gebrauch legal wäre. Doch oft sind die rechtlichen Hürden für die Produktion und den Erwerb hoch – so auch in der Schweiz.

Mit dem Entscheid, den Zugang zu medizinischem Hanf zu vereinfachen, schliesst sich die Schweiz einem weltweiten Trend an. In Deutschland ist Cannabis aus staatlichem Anbau seit 2017 für medizinische Zwecke nutzbar, Frankreich hingegen tut sich immer noch sehr schwer damit.

Die Lockerung der Gesetzgebung hilft besonders auch den Betroffenen. «Cannabis lindert Schmerzen und Spastik, beides häufige MS-Symptome, die den Alltag von Betroffenen beträchtlich einschränken können», sagt Regula Muralt, Leiterin Kommunikation und Fundraising der Schweizerischen Multiple Sklerose Gesellschaft.

Das grösste Problem sei bisher gewesen, dass die Mittel oft eine Sondergenehmigung durch das BAG benötigten, sehr teuer waren und nicht immer von den Krankenkassen übernommen wurden. Deshalb begrüsst Muralt die Intention des Bundesrates: «Betroffene sollten Zugang zu allen Behandlungsmöglichkeiten erhalten.»

Was sagt die Pharmaindustrie?

Die Lockerung des Gesetzes stellt die Pharmaindustrie gleich vor zwei Probleme. Einerseits ist es schwierig, Cannabis-Produkte zu patentieren. «Wirkstoffe kann man patentieren, aber nicht unbedingt eine Pflanze», sagte Markus Jann, Leiter der Sektion Drogen vom BAG in einer DOK-Sendung des SRF von 2017.

Zweitens können Pharmaunternehmen ebenfalls von anderer Seite in Bedrängnis geraten, so Jann: «Es kann auch sein, dass die Pharmaindustrie schlicht die Konkurrenz fürchtet für eigene Medikamente.»

watson hat sich bei den Pharmaunternehmen erkundigt: «Wir sind gegenüber neuen Medikamenten, die wissenschaftlich fundiert sind, positiv eingestellt», sagt Marcel Plattner, Präsident der Vereinigung der Pharmafirmen in der Schweiz (VIPS). Es gebe in der Schweizer Pharmabranche bereits viele Interessenten für medizinische Cannabis-Produkte. 

Dass die Pharmaindustrie absichtlich versuche, eine Legalisierung zu verhindern, kann sich Plattner nicht vorstellen. Im Gegenteil: «Neue Therapien, die von Patienten nachgefragt werden, sind immer auch eine Chance für Unternehmen sich zu positionieren.»

Gesicherte Zahlen, ob eine Cannabis-Legalisierung der Pharmaindustrie schadet, gibt es nicht. Doch das Beispiel der Legalisierung in vielen US-Bundesstaaten zeigt, dass viele grosse Pharmaunternehmen erfolgreich in das Cannabis-Business eingestiegen sind und damit von einer Legalisierung profitieren. 

Kommt jetzt die Legalisierung?

Stösst der Experimentierartikel auf keinen Widerstand, könnten die ersten Pilotversuche in etwa zwei Jahren starten. «Mit unserer Studie wollen wir für die Regulierungs-Debatte eine fundierte Grundlage schaffen», sagte Sven Trelle, Studienverantwortlicher der Universität Bern, im März zu watson. Die Ergebnisse der Studie dürften für die Legalisierung von Cannabis einen nicht zu unterschätzenden Einfluss haben.

So soll das legale Kiffen in der Schweiz ablaufen

Play Icon

Video: srf

Sind die Resultate positiv, dürfte dies der Legalisierung immensen Aufschwung geben. Fallen die Resultate jedoch negativ aus, könnte sich der schlechte Ruf der Droge in weiten Bevölkerungsschichten halten oder sogar noch verschlimmern. Dann würde eine Legalisierung wieder in weite Ferne rücken.

So oder so nimmt der Verein «Legalize It» die Mitteilung des Bundesrates mit Wohlwollen auf: «Der Bundesrat deutet damit an, dass auch er die jetzige Situation als verbesserungswürdig taxiert und darum neue wissenschaftliche Daten fordert», sagt Mediensprecher Nino Forrer.

Diese bürgerlichen Politiker sagen: «Legalize it!»

Doch auch eine Lockerung im medizinischen Bereich könnte einer allgemeinen Legalisierung helfen. Die weitere Normalisierung des Betäubungsmittel Cannabis, wie sie bereits durch den CBD-Boom eingesetzt hat, könnte ebenfalls positive Effekte auf das Image haben.

Was passiert als nächstes?

Die Mitteilung des Bundesrates von Mittwoch ist zwar der Startschuss, jedoch ist noch keines der Gesetze unter Dach und Fach. Der Pilotversuchsartikel befindet sich seit Mittwoch in der Vernehmlassung. Das Vernehmlassungsverfahren für die Lockerung von medizinischem Gebrauch wird frühestens Ende 2019 starten. 

Gut möglich, dass jemand gegen die Gesetzesänderungen das Referendum ergreift. Über die konkreten Akteure wird derweil noch gerätselt. Kritische Stimmen gibt es aber durchaus. SVP-Nationalrat Sebastian Frehner hat die Befürchtung, dass mit der Gesetzesänderung eine schleichende Legalisierung durchgeführt werde: «Es wäre unlauter, wenn man die konkrete Legalisierungsfrage am Volk vorbei schummeln wollte.»

Gegen eine vereinfachte Abgabe zu rein medizinischen Zwecken hat aber auch Frehner nichts. «Wenn man dadurch eine unnötige Schranke aufheben kann, bin ich selbstverständlich auch dafür», so Frehner zu watson.

Auch beim Verein «Legalize It» geht man davon aus, dass man auf Widerstand stossen wird. «Interessant wird es in der Herbstsession, wenn im Nationalrat die Behandlung der vier identischen Motionen zum Experimentierartikel ansteht. Wir sind gespannt, wie der Nationalrat da abstimmen wird», sagt Forrer.

Melanie Winiger und die 9 Kiffer-Typen

Play Icon

Video: watson/Knackeboul, Melanie Winiger, Knackeboul

10 Promis, von denen du nie gedacht hättest, dass sie gekifft haben

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

36
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
36Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Brötli 07.07.2018 07:22
    Highlight Highlight Also ich bin für das Modell Niederlande. Zum einen sind wir mit der heutigen Regelung in der Schweiz nah dran und zum anderen braucht es keine 100 Diskussionen und Abstimmungen. Man wäre also schnell in der Umsetzung.
    1 2 Melden
  • Bosshard Matthias 06.07.2018 15:52
    Highlight Highlight Ich kiffe seit 35 Jahren Abends eins und die Ärzte sind bei mir immer wieder erstaunt wie schnell bei mir eine Wundheilung vonstatten geht von Unfällen.Ich schlucke nie Medi, dessen Nebenwirkungen teils erschreckend sein können, stattdessen kiffe ich lieber eins und lege mich ins Bett wen ich krank bin, hilft also für einen guten Schlaf. Auch werde ich vom alter aufgrund meiner Haut 10 Jahre Jünger wahr genommen, woran das liegt ist natürlich Spekulation, aber ich bin überzeugt das in diesen Stoffen mehr drin steckt wie wir heute wissen. Schmerzen nimmt man definitiv weniger zur Kenntnis.
    12 1 Melden
  • alessandro 06.07.2018 10:10
    Highlight Highlight Die Pharmaindustrie wird sehr viel Geld in die Verzögerung der Legalisierung investieren. Der Krux des Hanfnist die Einfachheit: zu Züchten wie Gartenkräuter, kann es z.B. Kortison ersetzen.
    Pharma geht um Geld, nicht um Heilung.
    18 0 Melden
  • fiodra 06.07.2018 08:55
    Highlight Highlight Es ist gut, dass medizinisches Cannabis erleichtert zugelassen wird. Damit wird ein Teil der Schmerz und Krampftherapie der kapitalintensiven Pharmaindustrie entrissen und kleinere phytotherapeutische Unternehmungen und Apotheker haben die Chance wirksame Cannabismedikamente herzustellen. Es ist ein Segen, wenn nicht alle medizinischen Wirkstoffe patentiert werden können, um damit das Gesundheitswesen zu unterwerfen und abhängig zu machen.
    9 0 Melden
  • mAJORtOM95 06.07.2018 06:29
    Highlight Highlight Bitte klärt mich auf falls ich falsch liege, aber ist CBD Cannabis nicht bereits legal zu erwerben? Genau das ist doch der Wirkstoff dem die medizinischen Vorteile nachgerufen werden.
    ?
    1 14 Melden
    • TheDude10 06.07.2018 07:53
      Highlight Highlight Nein, es gibt eine Menge Cannabinoide welche positive Wirkung haben können. CBD beruhigt. Thc ist in der Krebstherapie und bei MS Patienten als schmerzlindernd bzw. Appetitanregend bekannten.
      18 0 Melden
    • samanida 06.07.2018 08:39
      Highlight Highlight THC kann allerdings auch stark schmerzlindernd wirken. CBD dagegen hilft vorallem bei Krankheiten wie Schizophrenie, Angstzuständen und Depressionen.
      9 0 Melden
  • Miikee 06.07.2018 01:15
    Highlight Highlight Wie viele Studien benötigt ein Thema??

    Die können sonst auch mich fragen. Bereits in zwei Fällen hat es mir geholfen (Entzündungs und Schmerzlindernd).
    Würde da nie auf die Politik warten. Illegal, sche***egal, es hilft das ist was zählt.
    27 0 Melden
  • DingoAteMyBaby 05.07.2018 23:54
    Highlight Highlight Früher war die Schweiz ein Land welches wegweisende Entscheidungen traf, innovativ war, mal etwas neues versuchte. Nun hinken wir der Welt hinterher und machen nur langsam nach was die anderen so machen...
    30 1 Melden
  • Arabra 05.07.2018 23:06
    Highlight Highlight Israel ist führend was Cannabis Erforschung in der Medizin betrifft. Nachweislich umschliessen Wirkstoffe von dem missbrauchten kraut Krebszellen, welche die Fresszellen erkennen und neutralisieren. Richtig Dosiert und eingesetzt ist es ein Wundermittel gegen sehr viele Krankheiten. Da glaube ich fest daran. Als Droge aber nach wie vor gewaltig unterschätzt. Drogen legalisieren auf keinen Fall, mann kann den Missbrauch noch schlechter eindämmen wenn es keine Kontrolle mehr gibt.
    4 37 Melden
    • mAJORtOM95 06.07.2018 07:56
      Highlight Highlight Dein Kommentar hat so gut angefangen... :/
      40 2 Melden
    • Habedi 06.07.2018 08:26
      Highlight Highlight Du denkst also ernsthaft, dass es jetzt kontrolliert werden kann?
      22 1 Melden
    • yannis675 06.07.2018 10:06
      Highlight Highlight Ich nehme was gut tut bevor ich krank werde!!! Also brauch keine oharma industrie welche an mir verdient indem ich erst krank werden muss um hanf in der apotheke zu kaufen...
      6 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frank Morgan III 05.07.2018 22:58
    Highlight Highlight Cannabis hätte nie verboten werden dürfen.
    29 2 Melden
  • El Rafiosi 05.07.2018 22:24
    Highlight Highlight ...wie sich eine Legalisierung der Droge auf die Bevölkerung auswirken würde.

    Nicht anders als die letzten Jahrzehnte, mit der Ausnahme das zehntausende Schweizer entkriminalisiert werden, Jugendschutz betrieben werden kann, der Schwarzmarkt stark abnimmt und die Polizei sich um wichtige Sachen kümmern kann.
    42 0 Melden
  • Leider Geil 05.07.2018 19:45
    Highlight Highlight «Es ist noch zu früh, um abzuschätzen, wer dagegen das Referendum ergreifen könnte». Frau Geissbühler zum Beispiel!
    69 2 Melden
    • Aha2 05.07.2018 21:01
      Highlight Highlight Also ich werde das Referendum unterschreiben & ich kenne viele U50, welche dies auch machen werden.
      8 128 Melden
    • Capoditutticapi 05.07.2018 22:05
      Highlight Highlight Du bist mir aber ein Mimimimi Aha2
      26 1 Melden
    • DonChaote 05.07.2018 22:06
      Highlight Highlight @Aha2
      Irendwie fehlt mir da bei ihrer aussage immer noch die begründung (auch bei anderen entsprechenden artikeln, die sie mit ähnlicher aussage kommentiert haben). Wovor hat man angst? Was ist das böse an cannabis? Wieso keine legalisierung? Was spricht dagegen? Haben sie schon eigene erfahrungen damit gemacht?

      Tut ihnen ein konsument weh? Wie stehen sie zu alkohol? Zu medizinisch verwendeten morphinen/opiaten?
      25 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Matti_St 05.07.2018 19:43
    Highlight Highlight Eine Gegendarstellung, wie viele wissenschaftliche Untersuchungen es schon gibt, wäre interessant. Auch in Bezug, ist eine zusätzliche Untersuchung überhaupt nötig.
    29 4 Melden
  • Jesses! 05.07.2018 19:31
    Highlight Highlight Warum erst nach mindestens 30 Jahren? Macht mal vorwärts! Drogen endlich bitte legalisieren um sie zu entkriminalisieren. Und: helft endlich den kranken Menschen, bei denen Canabis eine heilende oder zumindest mildernde Wirkung hat. Was soll dieses ewige Zögern? Wir leben im 21. Jahrhundert!
    131 6 Melden
    • Aha2 05.07.2018 21:03
      Highlight Highlight Drogen sind schrecklich. Und auch wenn wir den Fehler mit dem Alkohol und dem Tabak bereits gemacht haben, dürfen wir nun nicht noch mehr solche Drogen erlauben. Strengere Gesetze sind die Lösung, keine Entkriminalisierung.
      7 146 Melden
    • derEchteElch 05.07.2018 21:11
      Highlight Highlight Genau, im 21. Jh. und nicht zu Zeiten der 68er Bewegung. Danke, dass du diese Unterscheidung gemacht hast, jetzt musst du nur noch die richtigen Schlüsse daraus ziehen und erwachsen werden..
      1 14 Melden
    • Gähn 05.07.2018 21:24
      Highlight Highlight @Aha2
      Eine drogenfreie Welt ist und bleibt eine vollkommen unrealistische Utopie.
      Ansonsten wäre die Prohibition unnötig.
      Darüber hinaus ist sie vollkommen nutzlos.
      22 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen

30 Prozent aller Nonnen werden missbraucht. Doris Wagner war eine davon, sie befreite sich

Die 34-jährige Philosophin und Theologin spricht mit uns über ihr tragisches Leben hinter Klostermauern. Und darüber, wieso sie jetzt im Schweizer Dokfilm «#Female Pleasure» mitmacht.

Wenn ich mir Männer und Frauen in der Bibel anschaue, läuft es immer auf diese ganz einfache Ordnung hinaus: Der Mann kann herrschen, aber er kann sich nicht beherrschen. Jedenfalls nicht, wenn er sich einer Frau gegenübersieht. Die ist automatisch eine Versuchung.In der Bibel, auch der christlichen Tradition, ist so viel drin, was auch toll ist. So viele Sachen, die wertvoll sind, die schön sind, die mich durchs Leben tragen, die Freude machen. Das Problem ist, dass das immer alte Männer …

Artikel lesen
Link to Article