Schweiz
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Middle-aged person working in a café

Über ein Viertel, genauer 26,8% der arbeitslosen Ü50-Jährigen ist langzeitarbeitslos. Bild: Shutterstock

Brutalisierung auf dem Schweizer Arbeitsmarkt: So ergeht es den Ü50ern

Eine Generation findet keinen Anschluss: Wer mit über 50 Jahren seine Arbeit verliert, hat es schwer, eine neue Stelle zu finden. Über die richtigen Rezepte dagegen wird heftig gestritten.

PETER BRÜHWILER / Aargauer Zeitung



Manchmal ist es interessanter, worüber offiziell nicht gesprochen wird. So auch gestern. Bundesrat Johann Schneider-Ammann trat gestern in Bern guter Dinge vor die Medien.

An der gleichentags durchgeführten dritten nationalen Konferenz zum Thema «ältere Arbeitnehmer» hätten die verschiedenen Seiten – Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter sowie staatliche Stellen – «mit Vernunft am Tisch nach Lösungen gesucht», lobte der Wirtschaftsminister.

Das zu lösende Problem: Ältere Angestellte sind zwar einem unterdurchschnittlichen Arbeitslosenrisiko ausgesetzt, bekunden aber deutlich grössere Schwierigkeiten beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt als Jüngere. In Zahlen: Von den Arbeitslosen in der Alterskategorie der über 50-Jährigen sind 26,8 Prozent langzeitarbeitslos.

Bundesrat Johann Schneider-Ammann aeussert sich an einem Point de Presse ueber die Ergebnisse der 3. Nationalen Konferenz zum Thema aeltere Arbeitnehmende, am Dienstag, 25. April 2017, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Schneider-Ammann verteilt Lob an der Konferenz über ältere Arbeitnehmer. Bild: KEYSTONE

In der Analyse ist man sich einig

Der Basler Regierungsrat Christoph Brutschin, der an der Konferenz die Kantone vertrat, konstatierte eine «erstaunlich hohe Übereinstimmung bei der Analyse der Situation». Und dass sich diese Situation verbessert, ist nicht nur im Interesse der betroffenen Langzeitarbeitslosen, sondern der ganzen Volkswirtschaft.

Denn der bevölkerungsstärkste Jahrgang der Schweiz hat 2014 das 50. Altersjahr erreicht und die Babyboomer gehören nach und nach zu den älteren Arbeitnehmenden.

«Angesichts des Fachkräftemangels in gewissen Berufsgruppen sowie des zunehmenden Drucks auf das System der Altersvorsorge kommt der intensiveren Nutzung des Potenzials bei der älteren Erwerbsbevölkerung eine hohe Bedeutung zu», heisst es dazu in der gemeinsamen Schlusserklärung der Konferenzteilnehmer.

Brisante Forderungen

Die brisanten Forderungen, die im Vorfeld dieser Konferenz auf dem Tisch lagen, fanden keinen Eingang in diese Erklärung:

In ihren anschliessenden Mitteilungen hielten die Sozialpartner an ihren Lösungsvorschlägen fest: Man schätze die Gesprächsbereitschaft, sei aber auch enttäuscht, «dass sich die öffentliche Hand und die Sozialpartner nicht zu einer griffigeren Schlusserklärung zusammenraufen konnten», hält der Dachverband Travail Suisse fest.

«Brutalisierung» auf dem Arbeitsmarkt

Unter anderem wünscht sich dieser die Massnahme «Weiterbildung für Ü50», mit der Unternehmen verpflichtet werden könnten, ihre Weiterbildungsbudgets auch für über 50-Jährige einzusetzen.

Der Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, Paul Rechsteiner, konstatierte derweil eine «Brutalisierung» auf dem Arbeitsmarkt. Langjährige Arbeitnehmer würden teilweise auch ohne zwingende Gründe entlassen, weshalb es für diese Gruppe einen besseren Kündigungsschutz brauche.

Die Chancen älterer Bewerber bei einer Stellenneubesetzung verringere ein solcher Schutz nicht, betonte Rechsteiner. Denn er greife ja gerade nur bei bereits langjährigen Mitarbeitern.

Inländervorrang soll helfen

Und auch der Arbeitgeberverband hielt fest, dass das «Bewusstsein geschaffen werden muss, dass im gegenwärtigen dynamischen wirtschaftlichen Umfeld lineare Karriereverläufe nicht mehr den Regelfall darstellen».

Bogenkarrieren müssten enttabuisiert und als mögliche Karrieremodelle erkannt werden. Mit anderen Worten: Lohnkürzungen für ältere Arbeitnehmer bleiben in diesem Zusammenhang durchaus ein Thema. 

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69
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69Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • piedone lo sbirro 26.04.2017 14:09
    Highlight Highlight in den letzten jahren wurden zehntausende von Ü50ern von den unternehmen in die sozialhilfe entsorgt und durch ausländer ersetzt.

    obwohl dank den dumpingsteuern immer mehr unternehmen in die schweiz kamen, finden sie keine stelle. viele schweizer haben nichts davon, dass ausländische firmen in die schweiz kommen, die dann jedes jahr zehntausende von billigarbeitern importieren.
    im gegenteil: da die firmen immer weniger steuern zahlen, darf dann der mittelstand die milliardenkosten für den durch die zuwanderung nötigen infrastrukturausbau berappen.

    WELCOME TO FDP/SVP!
    48 9 Melden
    • Eljham 26.04.2017 17:25
      Highlight Highlight die linken hängen da genauso drin wie die bürgerlichen. die linken haben immer gesagt, pfz finden wir gut, wir ergänzen sie einfach mit ein paar flankierende massnahmen. die linken unterstützen bis heute die pfz ("zehntausende von importierten billigarbeitern"), aber flankierende massnahmen haben die bürger bis heute keine gesehen. die linke unterstützt die pfz trotzdem bis heute.
      18 18 Melden
    • piedone lo sbirro 26.04.2017 17:37
      Highlight Highlight @Eljham

      die EU-hetze dient der SVP einzig um wähler zu ködern, denn blocher und die geldelite der SVP haben ihr vermögen dank der EU und der PFZ vervielfacht.

      wenn die SVP wirklich die zuwanderung eindämmen möchte, würde sie sich nicht ständig für steuererleichterungen gegenüber ausländern und ausl. firmen einsetzen. genau wie bei der USR III. die nicht-umsetzung der MEI passt der SVP also bestens ins konzept, sonst hätte sie das referendum ergriffen.

      http://www.blick.ch/news/politik/so-spart-die-blocher-firma-ems-chemie-nutzt-eu-steuerparadies-id3119610.html
      16 7 Melden
    • Maett 26.04.2017 23:46
      Highlight Highlight @pedone lo sbirro: "die EU-hetze dient der SVP einzig um wähler zu ködern, denn blocher und die geldelite der SVP haben ihr vermögen dank der EU und der PFZ vervielfacht." - das ist schlicht und einfach Fake News.

      Und Ihr zweiter Absatz wird ja nicht besser. Die SVP setzt sich ja nicht gegen Einwanderung ein, sondern für selektive Einwanderung (die seit Schengen ausgesetzt ist).

      Sprich: profitieren wo's nur geht.

      Und ob Sie's glauben oder nicht: als Bürger profitieren wir mit. Moralisch ist es... naja, eher nicht.

      Aber die SVP-Politik scheinen Sie nicht mal ansatzweise zu verstehen.
      2 16 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ruedi Frei 26.04.2017 10:38
    Highlight Highlight Denke dass ein erweiterter Kündigungsschutz das Problem nicht löst. Aber die älteren MA kosten den AG einfach wesentlich mehr. Ein Schritt wäre, die AG Anteile für das BVG fix über alle Altersklassen z.B. Auf 7% festlegen und die Beitragspflicht etwas früher ansetzten um die längere Lebenserwartung abzudecken. Den AN Anteil so wie heute belassen (nach Alter gestaffelt), so würde das Lohnkostenproblem entschärft und die voraussichtliche Rente wäre nicht beeinträchtigt.
    47 0 Melden
  • whatthepuck 26.04.2017 10:13
    Highlight Highlight 1. Warum weniger Lohn? Häufig kommen diese Forderungen ja nicht unbegründet; wer länger auf einem Job arbeitet bringt mehr Wissen und Fertigkeiten mit. Variiert natürlich von Person zu Person und von Beruf zu Beruf.

    Der Lohn führt zu Punkt 2: Die Älteren können nur rausgekickt werden, weil wir einen konstanten Influx von billigeren Ausländern haben. Seien wir doch endlich ehrlich! Da bringt alles Schönreden nix. Ein harter Inländervorrang muss her bzw. den Influx stoppen - dann kann man Ü50er (mit angeblich zu hohen Löhnen) auch nicht durch billige Ausländer ersetzen und sie bleiben im Job.
    47 15 Melden
    • the brain 26.04.2017 19:31
      Highlight Highlight Genauso ist es. Die Initiative zur Abschaffung der PFZ ist auf dem Weg. Falls sie angenommen und nicht politisch verstümmelt wird, wird der CH Arbeitsmarkt etwas hinterherhängend sich selber regulieren. Ich weiss, kein Trost und ev. to late für akut von Arbeitslosigkeit Betroffene, aber man wird sehen...
      11 4 Melden
  • Matthias Studer 26.04.2017 09:47
    Highlight Highlight Man sollte eine Statistik erstellen über Arbeitssuchende und nicht Arbeitslose. Die würde einigen Lernresistente die Augen öffnen.
    52 3 Melden
    • Chris. 26.04.2017 16:08
      Highlight Highlight Die gibt es schon: https://www.amstat.ch/v2/index.jsp, Definition dazu ist ebenfalls da ersichtlich.

      Wenn sich Personen nicht als Stellensuchend registrieren ist das nicht der Statistik ihr Fehler.
      5 0 Melden
    • Matthias Studer 26.04.2017 16:38
      Highlight Highlight Arbeitssuchend sind alle die Ausgesteuert sind. Zusätzlich Frauen die wieder ins Berufsleben einsteigen möchten und nichts finden. So weit mir bekannt ist, werden diese Menschen nicht erfasst.
      10 2 Melden
    • Maett 26.04.2017 23:49
      Highlight Highlight @Matthias Studer: das wären dann aber zusammengefasst nicht primär Arbeitssuchende oder Arbeitslose, sondern Berufsuntätige (tlw. unwillentlich, tlw. willentlich, z.B. Hausfrauen).

      Solche Statistiken wären aber tatsächlich weitaus interessanter, da sie sich nicht beliebig manipulieren lassen, wie die Arbeitslosenstatistik.
      7 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bynaus @final-frontier.ch 26.04.2017 09:32
    Highlight Highlight Wir brauchen halt doch ein Grundeinkommen. Dann fällt auch die Angst der Arbeitgeber vor der künstlichen 65-Jahre-Schranke, und für die Einkommensarbeit bekommt der Einzelne auf dem Arbeitsmarkt genau das, was seine Arbeit wirklich wert ist - nicht einfach das, was er zuletzt verdient hat, und ein bisschen mehr. Es ist durchaus denkbar, dass der Wert der Arbeit, objektiv gesehen, nach einem Maximum zwischen 35 und 45 wieder etwas zurück geht (wie halt auch die geistige Leistungsfähigkeit). Nicht in jeder Branche kann dieser Umstand durch höhere Erfahrung wettgemacht werden.
    38 12 Melden
  • haeuslerdh7 26.04.2017 09:32
    Highlight Highlight Ich werde dieses Jahr 53 Jahre jung, wurde letztes Jahr entlassen weil alle Jobs ins Ausland verlagert wurden. Aus diesem Grund kann ich aus eigener Erfahrung sagen dass man teilweise schon diskriminiert wird. Bei einer Jobbörse (die vom RAV organisiert war) konnte ich nicht einmal mehr mein CV abgeben.... Begründung Ihre Arbeitgeber akzeptieren keine die über 45 Jahre alt sind. Ich verschicke wöchentlich 2 bis 3 Bewerbungen und durfte mich doch schon ein paar mal präsentieren gehen. Am Lohn wäre es nie gescheitert, die Firma die eine Stelle ausschreibt hat eine Obergrenze.
    46 0 Melden
  • der Denker 26.04.2017 09:05
    Highlight Highlight Ich will ja nocht vorverurteilen, aber ich habe das Gefühl das sich viele Ü50 auch nicht mehr anpassen wollen an neue Technologien. Ich erlebe das in unserer Branche oft, dass Ü50 kein CAD mehr benutzen wollen da sie es nicht können. In einen Kurs wollen diese aber auch nicht. Daher denke ich hat die mangelnde ausbildung an neueren Technologien auch einen Einfluss darauf hat, resp. dies durch die Ü50er auch selbst verursacht ist.
    32 78 Melden
    • Maxx 26.04.2017 09:53
      Highlight Highlight Du bekommst al U50 gar keine Einladung ins Job-Gespräch. Somit entfällt auch die Möglichkeit sich Weiterzubilden oder mit zu teilen, dass man Lust hat auf Weiterbildung.

      Zudem will man Ü50 oft gar nicht für Weiterbildungskurse freistellen - zu teuer.

      Beruhigend (oder auch nicht) ist das alle da durch müssen...
      39 3 Melden
  • koks 26.04.2017 08:55
    Highlight Highlight Die Menschen sind jetzt halt sensibilisiert. Eine Globalisierung oder etwa eine Personenfreizügigkeit zum Nachteil eines grossen Teils der Bevölkerung wird langfristig nicht mehrheitsfähig sein.
    Im Moment wollen halt sowohl linke wie mitte und rechte Parteien (also alle Politiker) die unlimitierte Einwanderung von günstigen jungen Arbeitsnehmern, und das wird sich an der Urne rächen. Die MEI Annahme war ja ein Warnschuss.
    44 11 Melden
    • Quacksalber 26.04.2017 09:54
      Highlight Highlight Sorry, koks, ohne Globalisierung gibts noch weniger Gründe Ü50 zu beschäftigen, weil es gar keine Arbeit gibt.
      15 27 Melden
    • koks 26.04.2017 13:59
      Highlight Highlight Quacksalber, was du nicht sagst.
      13 4 Melden
    • Quacksalber 27.04.2017 08:49
      Highlight Highlight Wenn alles im eigenen Land hergestellt werden muss, wird es teuer und die Leute können sich nur noch die wichtigsten Sachen leisten. Welcher ü50 steht dann gerne für wenig Lohn an der Spritzgussmachine wo die Salatschleuder aus Schweizer Produktion herauskommt?
      4 5 Melden
  • Ms. Song 26.04.2017 08:44
    Highlight Highlight Als Fachperson rate ich dringend vor einem Kündigungsschutz der älteren Mitarbeiter ab. In Österreich wurde dies eingeführt und nun werden die Mitarbeiter einfach vor diesem Alter gekündigt. Niemand will einen Mitarbeiter, den er kaum mehr los werden kann. Man sollte die Pensionskassensätze anpassen. Ältere Mitarbeiter sind teurer und dies muss man irgendwie mildern. Es sollte für Firmen attraktiver sein, ältere Mitarbeiter einzustellen. Im Moment ist es leider unattraktiv.
    96 2 Melden
  • walsi 26.04.2017 08:33
    Highlight Highlight Habe gerade noch diesen Artikel gelesen und denke, dass er ganz gut ins Thema passt, auch wenn er nicht direkt mit Arbeitnehmer ü 50 zu tun hat.

    https://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Studie-Jeder-Roboter-ersetzt-mindestens-drei-menschliche-Arbeitskraefte-3692610.html
    9 1 Melden
    • DerTaran 26.04.2017 09:38
      Highlight Highlight Und was jetzt? Roboter verbieten? Oder gleich alle Maschinen abschaffen?

      Wenn Roboter Arbeit (vor allem körperliche) vergünstigen, dann profitieren alle davon. Das gespaarte Geld will ja schliesslich ausgegeben werden, sonst verliehrt es seinen Wert.

      Trotz Industrialisierung haben heute mehr Menschen arbeit denn jeh, das wird sich nicht verändern.
      5 8 Melden
    • walsi 26.04.2017 11:00
      Highlight Highlight Bis heute haben viele Menschen, deren Stelle in der Industrie durch Automation ersetzt wurde, eine Stelle im Dienstleistungsbereich gefunden. Nun wird laut darüber nachgedacht wie man Stellen im Dienstleistungsbereich weg rationalisieren kann. Die ersten Feldversuche laufen schon, wie autonome Autos (Taxifahrer, LKW-Fahrer, Busfahrer), Lokomotivführer können auch ersetzt werden, Flugzeuge können heute schon ohne Piloten Fliegen, Amazon versucht Pakte mit Drohnen auszuliefern, in manchen Lagern gibt es vollautomatische Staplerfahrer usw. usf.
      17 0 Melden
    • Maett 26.04.2017 23:55
      Highlight Highlight @walsi: letztendlich ist es aber auch unsinnig die Stellen beizubehalten, wenn man sie für weniger Geld automatisieren kann. Zumindest solange man dem globalen Wettbewerb ausgesetzt ist.

      Uns werden in den nächsten Jahren diesbezüglich noch viele Herausforderungen erwarten, das handeln wir am besten ab, wenn's soweit ist. Eventuell wird dann auch ein Grundeinkommen mehrheitsfähig, wer weiss.
      8 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Yippie 26.04.2017 08:27
    Highlight Highlight Wäre schön, wenn man die Zahlen jeweils in Relation setzen würde.
    Die Langzeitarbeitslosigkeit bei den Arbeislosen aller Alterskategorien liegt in der Schweiz bei 16.1%. Die Arbeitslosigkeit bei den über 50-jährigen bei 2.8% und über alle Alterskategorien bei 3.3%. Setzt man die Werte der Arbeitslosigkeit und der Langzeitarbeitslosigkeit zusammen, stellt man fest, dass 0.75% der über 50-jährigen langzeitarbeitslos sind und bei allen Erwerbstätigen liegt der Wert bei 0.54%.

    (langzeitsarbeitslos ist man ab einem Jahr Arbeitslosigkeit und ausgesteuerte Fallen aus der Statistik)
    38 6 Melden
    • DerTaran 26.04.2017 09:48
      Highlight Highlight Ich behaupte auch, hier wird auf hohem Niveau gejammert und meine Generation 50+ ist besonders gut darin.
      Man zahlt älteren Arbeithehmern gerne mehr Lohn als jüngeren, wenn das durch ihre Erfahrung einen Mehrwert gibt. Leider gibt es viele die erwarten mehr Geld nur weil sie älter sind.
      Der Volchsmund sagt, dass man alten Hunden keine neuen Tricks mehr beibringen kann. Wer sich mit 40-45 geweigert hat auf neuen Technologien geschult zu werden, der muss sich nicht wundern, wenn ihn mit 50 keiner einstellen will.
      Wie oben geschrieben ist das aber zum Glück nur eine Minderheit.
      12 24 Melden
    • Maxx 26.04.2017 09:59
      Highlight Highlight Du vergisst die Ausgesteuerten, die in keiner Statistik mehr erscheinen. Und das sind rund 3000 Personen pro Monat. Also, informier Dich nochmals richtig.

      Der Bundesrat präsentiert uns geschönte Zahlen - und er weiss auch warum
      29 4 Melden
    • whatthepuck 26.04.2017 10:22
      Highlight Highlight Du findest also, das Schicksal eines Ü50-Langzeitarbeitslosen ist nicht so wichtig, weil deren Anteil an der Gesamtbevölkerung nur 0.75% beträgt? Und inwiefern löst das die Problematik, dass wenn Ü50 einer langzeitarbeitslos wird, er das mit grosser Wahrscheinlichkeit auch bleibt?
      24 5 Melden
  • Linus Luchs 26.04.2017 08:27
    Highlight Highlight Der Arbeitgeberverband findet, „Bogenkarrieren müssten enttabuisiert werden“. Bogenkarrieren. Was für ein Euphemismus! Was die Arbeitgeber eigentlich sagen wollen: „Die Alten sind uns zu teuer. Sie verringern den Profit und die Dividende. Entweder akzeptieren sie weniger Lohn, oder sonst übernimmt sie halt der Steuerzahler.“ Und unser oberster Steueroptimierer Schneider-Ammann (65) lobt die vernünftigen Lösungsvorschläge. Es dreht mir der Magen. Aber das wählende Volk hat die Neoliberalen zu dieser Macht verholfen. Vielleicht lernt es einmal, was „Bogenkarrieren“ bedeuten und wer sie fordert.
    78 3 Melden
  • dracului 26.04.2017 08:27
    Highlight Highlight Ältere Arbeitnehmer sollen zum gleichen Lohn wie jüngere Arbeitnehmer arbeiten! Es soll die Leistung bezahlt werden und nicht das Alter. Der Wert von "Erfahrung" nimmt nicht linear zu und rechtfertigt kein permanente Lohnerhöhung im gleichen Job. Wie in den USA sollte Jobs ein (fixes) Gehalt zugewiesen werden. Diese Ungleichheit bei Löhnen für gleiche Jobs ist ein Schweizer Relikt, welches längst abgeschafft gehört und ein Umdenken aller verlangt. Damit das funktioniert, müssten die PK-Beiträge auch linear sein, damit ältere Mitarbeitende in dieser Hinsicht nicht mehr diskriminiert würden.
    27 51 Melden
    • Sageits 26.04.2017 09:33
      Highlight Highlight "..... Schweizer Relikt, welches längst abgeschafft gehört... "
      Das ist es schon lange. Lohnerhöhungen werden nach Leistung vergeben, nicht nach Dienstjahren. Oder ist das bei ihnen anders?
      Der Lohn stagniert bei vielen über Jahre, im Gegenzug wurden die Saläre der Neueinsteiger massiv angehoben, akademisierung sei Dank. Funktionszulagen werden bei Reorganisationen gestrichen etc.


      19 3 Melden
    • dracului 26.04.2017 15:29
      Highlight Highlight In den meisten Firmen gibt es immer noch (immer geringere zwar) Gelder, die nach dem Zufallsprinzip verteilt werden, wodurch man ich gleichen Job mehr verdient. Und das ist nich die Teuerung, die man separat behandeln müsste. Einige Firmen verteilen sogar die Teuerung individuell.
      Aber ich bleibe dabei, dass Gehälter in der Schweiz vom Verhandlungsgeschick bei der Anstellung abhängen und nachher mehrheitlich durch subjektive Kriterien beeinflusst werden. Bei der Anstellung sollte es bspw. gar keine "Verhandlung" geben und das "Package" sollte transparent im Inserat sichtbar sein.
      6 2 Melden
  • walsi 26.04.2017 08:05
    Highlight Highlight Viele ü 50 sind an der Situation nicht ganz unschuldig. Wie viele Male durfte ich von älteren Arbeitskollegen hören, dass sollen die Jungen machen, in meinem Alter mache ich das sicher nicht mehr. Wenn dann der 60. Geburtstag durch ist wird es noch schlimmer, da harren viele nur noch bis zur Pensionierung durch. Wenn es darum geht etwas Neues zu lernen kommt der Spruch das lohnt sich für mich nicht mehr, in drei Jahren werde ich sowieso pensioniert.
    34 34 Melden
    • Partikel 26.04.2017 10:50
      Highlight Highlight Werde erst mal 50+..Zum Beispiel in der Baubranche. Das da ein 50+ sagt, die 25 kg soll der Junger hochbuckel, ist mehr als verständlich. Ein 60 jähriger hat nicht mehr die selbe Lernfähigkeiten wie ein 30 jähriger. Wenn ein junger ein Burnout erleidet, weil er “verheizt“ wurde, wird feststellen, wie er bei den Firmen mit der schneller,höher,weiter Philosophie, mit seiner Auszeit punkten kann. Das wird unter nicht belastbar abgelegt.
      13 2 Melden
  • Einstürzende_Altbauten * 26.04.2017 08:01
    Highlight Highlight Warum werden die Lohnnebenkosten nicht anders verteilt? Ich verstehe auch nicht, warum bei den Lösungsansätzen nur von a) Lohneinbussen b) Kündigungsschutz gesprochen wird. Beide sind nur Symptom-Bekämpfung. (Siehe auch Post von meine senf
    26.04.2017 07:03)



    31 0 Melden
  • walsi 26.04.2017 07:58
    Highlight Highlight Der Mindestlohn für einen Automech. nach der Lehre beträgt CHF 4'200.-- mit 10 Jahren Berufserfahrung CHF 4'600.--. Vergleich junger Mech. 22 Jahr CHF 4'400.--(Annahme) alter Mech 57 CHF 5'600.-- (Annahme) Differenz CHF 1'200.--/Mt oder 15'600.-- im Jahr plus der höhere Sozialkosten ergibt das ca. CHF 20'000.--/Jahr die der 56 jähre Mechaniker den Arbeitgeber im Jahr mehr kostet als der jüngere. Das sind nur Lohnkosten, 1 Wo. mehr Ferien usw. noch nicht eingerechnet. Natürlich hat der ältere mehr Erfahrung, aber wirklich so viel, dass er diesen Unterschied rechtfertigt?
    24 46 Melden
  • dr. no 26.04.2017 07:50
    Highlight Highlight Das ganze fing ja schon viel früher an!Und nun weckte man definitiv auf bei den boomers... Es nannte sich Leistungsprimat! Eine absolute Frechheit für jeden der nun helfen muss Kassen zu sanieren da diese alles verblödet haben! Inkl. Bund Kanton Post und Bahn! Es gibt tausende AN die sich destwegen früher haben pensionieren lassen. z.T solche die nun wieder Arbeiten da sie das Know How haben und dabei anderen die Stellen nehmen. Pfui Teufel!
    20 3 Melden
  • _kokolorix 26.04.2017 07:25
    Highlight Highlight Vielleicht sollten wir auch mal darüber reden ob die Vergütungen für Verwaltungsräte und Management entsprechend ihrer dürftigen Leistungen deutlich gekürzt werden sollte. Dann wäre evtl. genug Geld vorhanden den einen oder anderen Ü50 zu anständigem Lohn anzustellen...
    Mal im Ernst. Vielleicht sollten sich alle überlegen einer Gewerkschaft beizutreten um dem arroganten Gehabe der Patrons ein entsprechendes Gegengewicht zu geben
    74 14 Melden
    • Enzasa 26.04.2017 08:48
      Highlight Highlight Meiner Meinung nach geht es um die Führung an sich.
      Man glaubt einem 25 jährigem eher was sagen zu können.
      Bei einem 55 jährigem hat man Angst eine Antwort zu bekommen.
      Oder dass man konkreter sein soll.
      Auf Vorstandsetagen gibt es das Problem nicht oder?
      18 4 Melden
  • Joseph Dredd 26.04.2017 07:01
    Highlight Highlight Leute über 50 nicht mehr anstellen, aber das Rentenalter auf 67 erhöhen...
    159 7 Melden
    • piedone lo sbirro 26.04.2017 14:07
      Highlight Highlight @R. Peter

      propagandahülsen aneinanderreihen, in so was seit ihr wutbürger wirklich gut.

      "Massenzuwanderung" gibt es keine - es handelt sich einzig um billige angst&hetzparolen ihrer SVP.

      wenn die SVP wirklich die zuwanderung eindämmen möchte, würde sie sich nicht ständig für steuererleichterungen gegenüber ausländern und ausl. firmen einsetzen. genau wie bei der USR III. die nicht-umsetzung der MEI passt der SVP also bestens ins konzept!

      die EU-hetze dient der SVP einzig um wähler zu ködern, denn blocher und die geldelite der SVP haben ihr vermögen dank der EU und der PFZ vervielfacht.
      12 8 Melden
    • piedone lo sbirro 26.04.2017 16:59
      Highlight Highlight @R. Peter

      ihre parteizugehörigkeit ist eindeutig. es ständig abzustreiten ist peinlich.

      sie haben der MEI nachgetrauert, gleichzeitig die USR III befürwortet (um die "masseneinwanderung" zu fördern?), sie verteidigen die atomindustrie, und, last but not least, verteidigen und bezeichnen sie das partei-hetzblatt weltwoche als qualitätsmedium.

      die zuwanderung ist der SVP&FDP geschuldet.

      http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Weltwoche-wegen-RomaTitelbild-geruegt/story/15930559

      http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/neue-anklage-gegen-weltwochevizechef/story/10683259
      5 4 Melden
    • _kokolorix 26.04.2017 19:44
      Highlight Highlight Mit Kontingenten wie sie die MEI Befürworter immer wieder fordern lässt sich das Problem einfach nicht lösen. Diese Kontingente, nach Bedürfnis der Wirtschaft, bedeuten einfach nur, dass Jahr für Jahr um diese Zahl gefeilscht wird. Es könnte sogar sein, dass mehr Ausländer geholt werden nur um die Kontingente auszuschöpfen.
      Es geht doch letztlich darum, dass ein Pole weniger Lohn akzeptiert als ein Schweizer weil in Polen das Leben viel billiger ist als in der Schweiz. Müssten die Unternehmen Löhne zahlen die auch hier reichen, müsste der Ausländer schon viel besser sein damit das rentiert
      2 2 Melden
  • bebby 26.04.2017 06:48
    Highlight Highlight Ich selber erlebe die Situation etwas anders: in unserer Firma werden regelmässig über 50jährige Spezialisten eingestellt, da sie Erfahrung mitbringen und damit die Ausbildung entfällt. Dazu kommt, dass die Babyboomergeneration bald in Rente geht und es dann eher schwierig wird die vielen Abgänge zu kompensieren.
    59 6 Melden
  • Maracuja 26.04.2017 06:32
    Highlight Highlight <Mit anderen Worten: Lohnkürzungen für ältere Arbeitnehmer bleiben in diesem Zusammenhang durchaus ein Thema. >

    Mit anderen Worten: Arbeitgeber wollen von den Ängsten der älteren Arbeitnehmer profitieren und tiefere Löhne nicht nur bei Neuanstellungen durchdrücken. Die Behauptung, dass Arbeitslose ü. 50 wegen ihrer hohen Lohnforderungen nicht mehr in den Arbeitsmarkt zurückfinden, entspricht wohl auch nicht den Tatsachen.
    107 8 Melden
    • Wehrli 26.04.2017 09:58
      Highlight Highlight Darf eine Firma seine Mitarbeiter auswählen oder sind wir schon so komunisiert, dass die Politik das vorgibt? Hallo? Und sich dann wundern wenn Jungunternehmer das Handtuch werfen und lieber eine Staatsstelle nehmen?
      3 6 Melden
    • Maracuja 26.04.2017 13:03
      Highlight Highlight @Wehrli

      Wo finden Sie in meinem Text die Forderung, dass der Staat Vorgaben machen sollte?
      2 0 Melden
  • Schneider Alex 26.04.2017 06:19
    Highlight Highlight Wenn wir die Zuwanderung wirksam kontingentieren würden, hätten wir dieses Problem nicht in dieser Grössenordnung.
    56 104 Melden
    • _kokolorix 26.04.2017 07:15
      Highlight Highlight Selbstverständlich hätten wir das Problem genau so. Die MEI sieht ja ausdrücklich vor die Kontingente nach den Bedüfrnissen der Wirtschaft zu bestimmen.
      Dass​ die Politik nicht gewillt ist die Arbeitgeber in die Pflicht zu nehmen, hat sie ja mit dieser Leverikonferenz und der Streichung der Begründung im Inländervorrang eindrücklich bewiesen
      29 13 Melden
    • pat86 26.04.2017 07:23
      Highlight Highlight Langjährige Mitarbeiter werden entlassen wegen der Zuwanderung? Wohl eher nicht. Bei Neuanstellungen klar da ist die Konkurrenz grösser, aber ich seh da eher die Arbeitgeber in der Pflicht. Die haben ja die Wahl wen sie aus welchen Gründen entlassen oder auch einstellen. Vielleicht müssten die ja ihre Einstellungspolitik überdenken.
      30 13 Melden
    • EvilBetty 26.04.2017 07:30
      Highlight Highlight 😂
      9 13 Melden
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  • Tom B. 26.04.2017 05:54
    Highlight Highlight Im Endeffekt wollen die AG das volle Potential an know how zu Discount-Lohn haben. Mit welcher Rente der AN dann später leben muss? Interessiert offenbar niemanden...
    135 6 Melden
    • redeye70 26.04.2017 06:46
      Highlight Highlight Bisschen übertrieben, diese Sichtweise. Ich kenne KMU-Geschäftsführer und das wirtschaftliche Umfeld ist knallhart geworden. Es geht nur noch über den Preis. Das Problem des U50-Arbeitnehmer ist die massive Zunahme der Lohnnebenkosten. Das rechnet sich schlicht nicht mehr für viele Unternehmer. Natürlich gibt es auch schwarze Schafe, die am liebsten gar keine Löhne mehr zahlen möchten und Angestellte als notwendiges Übel betrachten. Aber die Wahrheit ist komplexer.
      52 10 Melden
    • meine senf 26.04.2017 07:03
      Highlight Highlight Warum müssen denn die Lohnnebenkosten vom Alter abhängen? Das kapiere ich irgendwie nie.

      Wäre es nicht einfacher und für alle fairer, wenn die Lohnnebenkosten (z.B. Pensionskassenbeiträge) in jedem Alter (zumindest ab etwa 25) gleich wären?
      78 2 Melden
    • LeKnut 26.04.2017 07:57
      Highlight Highlight Einfacher ja, aber sinnvoller? Die Staffelung ist ja dafür vorgesehen, dass man in jungen Jahren weniger belastet wird, weil dann viele Kosten anfallen (Familie, Haus, etc.). Im höheren Alter kann man ruhig mehr in die PK einzahlen, da dann die grossen Kostenblöcke erledigt sind.
      16 6 Melden
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