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7000 Franken weniger Arbeitslosengeld wegen eines Tippfehlers – das sagt der Betroffene

D. M. fühlt sich schikaniert: Ihm wurden Taggelder gestrichen, weil er sich bei einer Jobbewerbung in der Mailadresse vertippt hatte. Er wehrte sich bis vor Bundesgericht und bekam zumindest teilweise Recht. Am Montag wurde das Urteil veröffentlicht – heute äussert sich der Betroffene zu den Querelen mit der Arbeitslosenbehörde. Dort prallt seine Kritik ab.



Weil der arbeitslose Thurgauer D.M.* sich bei einer Bewerbung vertippte – er schickte die Unterlagen an @buewin statt @bluewin – strich ihm das kantonale Amt für Arbeit und Wirtschaft die Taggelder für eineinhalb Monate. M. kämpfte bis vor Bundesgericht um seine Arbeitslosenentschädigung und bekam zumindest teilweise recht: Statt 31 wurde er «nur» 18 Tage gebüsst. Das kantonale Versicherungsgericht hatte sein Vergehen von schwer auf mittelschwer heruntergestuft, das Bundesgericht bestätigte diesen Entscheid. 

M. ärgert sich trotzdem über die Behörde. «Ich wurde schikaniert», sagt er – und erzählt seine Geschichte. Ende 2014 wurde dem bald 30-Jährigen aus gesundheitlichen Gründen gekündigt. Man hatte dem Automobildiagnostiker eine visuelle Wahrnehmungsstörung attestiert und ihm den Führerschein auf unbestimmte Zeit entzogen – in seinem Beruf ein grosses Handicap. «Ich kümmerte mich danach selber um einen neuen Job und um meinen Führerschein», sagt M. heute. «Ich wollte nicht auch noch IV beziehen müssen.»

Mindestens fünf Bewerbungen habe er auf Anweisung des RAV pro Monat geschrieben, «eher aber mehr, meistens selbstständig».

«Von unzähligen Arbeitgebern habe ich nichts gehört»

Am 27. Mai 2015 wies die zuständige RAV-Stelle M. an, sich als Werkstattleiter zu bewerben. Gesucht wurde ein Automechaniker – mit Führerschein. «Erstens wäre ich als Diagnostiker überqualifiziert gewesen, zweitens verfügte ich ja nicht über einen Führerschein», sagt M. Obwohl er seine Chancen als äusserst gering einschätzte, bewarb sich M. Wohl nicht mit der grösstmöglichen Sorgfalt, denn bei der Mailadresse unterlief ihm der folgenschwere Tippfehler.

Später lautete der Vorwurf des Amts für Wirtschaft und Arbeit, das sich um die Auszahlung der Taggelder kümmert, M. hätte – wenn er schon den unsicheren Weg des Mail-Verkehrs wählte – die Adresse nachprüfen und bei der Arbeitsstelle nachfragen sollen, als er keine Antwort bekam. «Von unzähligen Arbeitgebern habe ich nichts gehört – warum sollte ich genau bei diesem Job misstrauisch werden? Zumal ich wusste, dass ich die Anforderung an den Besitz eines Führerscheins nicht erfülle», enerviert sich M.

«Fehlverhalten ist Fehlverhalten»

Nach fünf Tagen erst sei die Fehlermeldung des Servers gekommen. M. schickte die Bewerbung noch einmal. Doch das Amt für Arbeit und Wirtschaft zeigte keine Gnade und strich dem Arbeitslosen 31 Taggelder – knapp 7000 Franken.

Immerhin: Weil M. den Rechtsschutz einschaltete und bis vor Bundesgericht ging, wurde ihm ein Teil der Busse erlassen. Das Bundesgericht begründete den Entscheid (Reduktion der Busse ja, Erlass nein) damit, dass der Tatbestand auch dann erfüllt sei, wenn der Versicherte die Arbeit zwar nicht ausdrücklich ablehne, es aber durch sein Verhalten in Kauf nehme, dass die Stelle anderweitig besetzt werde. M. hätte die Mailadresse besonders sorgfältig kontrollieren müssen, was er aber nicht getan habe. 

Ausgewählte Stelle – gute Chancen?

Darauf beruht auch die Kritik des zuständigen Amts für Arbeit und Wirtschaft. «Auch eine Mailbewerbung muss sauber abgefasst sein. Das erwarten wir einfach – genau so, wie dass jemand nicht betrunken an ein Vorstellungsgespräch geht», sagt die Amtsleiterin ad interim Judith Müller. Beim Jobprofil habe es sich um eine gemeldete Stelle gehandelt, eine also, bei der das RAV eine Vorselektion vornimmt und diejenigen Versicherten auswählt, die Chancen auf den Job haben. «Ein qualifizierteres Vorgehen als die selbstständige Bewerbung», sagt Müller.

Auch der tadellose Leumund des Versicherten tue nichts zur Sache. «Das ist wie im Strassenverkehr: Auch wenn ich immer korrekt fahre – ein Fehlverhalten ist ein Fehlverhalten», fährt Müller fort. Und das sei in diesem Fall so gewesen.

Bisher tadelloses Verhalten

Ganz so streng sahen es Versicherungs- und Bundesgericht dann aber doch nicht. Ein schweres Vergehen sei das Ganze nicht, hiess es im Urteil weiter, weil der Versicherte möglicherweise nicht alle Voraussetzungen des Stellenprofils erfüllte und bisher ein tadelloses Verhalten gezeigt habe. «Weder der Tippfehler bei der Adresseingabe der elektronischen Bewerbung noch der Zeitpunkt der Zustellung der zweiten Sendung vermöchten eine Haltung zu belegen, welche auf eine fehlende Absicht der Annahme der Stelle schliessen lasse.»

Für M. ein kleines Trostpflaster – auch 18 Tage bedeuten für den 29-Jährigen viel Geld. Immerhin muss er sich nicht mehr mit der Behörde rumschlagen: Im März dieses Jahres wurde M. als Kundendienstleiter in einer Auto-Garage angestellt. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • SofaSurfer 27.07.2016 19:28
    Highlight Highlight @Kloeti: Du hast schon recht. Ich beziehe mich auch nicht direkt auf D.M. sondern wundere mich einfach, dass 5 Bewerbungen pro Monat als Vorgabe gelten und dass es als Leistung gesehen wird, diese selbst zu erstellen. Bin auch der Meinung, dass man das Spektrum in dieser Lage erweitern sollte. Nicht minderwertige und schlechtbezahlte Arbeit, aber vielleicht artverwandte Arbeit bis sich der Wind dreht. Dann kommt man bestimmt auf eine höhere Rate. Aber vielleicht bin ich da zu hart/blauäugig.
  • SofaSurfer 26.07.2016 22:36
    Highlight Highlight lese ich richtig? "Mindestens fünf Bewerbungen habe er auf Anweisung des RAV pro Monat geschrieben, «eher aber mehr, meistens selbstständig»" ?

    Ich war selbst mal über ein Jahr arbeitslos und 5 Bewerbungen pro Monat sind ja ein Witz. Vorallem selbständig verfasst... wow!

    Entweder ich war ein idiot mit durchschnittlich 5 Bewerbungen pro Tag (btw: NUR selbstständig) oder ich hab echt was verpasst.

    Komisch ist das Urteil allemal, aber zwischen den Zeilen des Artikels und den Kommentaren erkenne ich einen Anspruch an die Behörden, dem werten Kollegen einen Job zu besorgen.
    very strange....
    • kloeti 26.07.2016 23:21
      Highlight Highlight Je nach Berufsfeld gibt es keine fünf passenden Stellen pro Tag. Schon gar nicht wenn man ohne Führerschein Arbeit in der Automobilbranche sucht.
    • Stephan Locher 27.07.2016 18:36
      Highlight Highlight Von wievielen dieser 5 Bewerbungen pro Tag konntest Du denn ans Vorstellungsgespräch oder hast anderes positives Feedback der Firmen erhalten?

      In welchen Bereichen hast Du gesucht?
  • Claudya86 26.07.2016 15:47
    Highlight Highlight Aber wenn sich die Behörde mal vertippt, Geld zu spät überweist, Briefe B Post sendet die dann manchmal gar nicht ankommen, dann gibts natürlich keine Konsequenzen... Aber wehe es passiert einem normalen Bürger, dann gleich mit vollster Härte zuschlagen!
  • Paulo 26.07.2016 15:21
    Highlight Highlight Mit der Einführung eines bedingunslosen Grundeinkommens würde dieser Blödsinn ganz schnell verschwinden. Private Arbeitslosenversicherungen für den darüber hinausgehenden Einkommensteil wären vielleicht noch härter, aber ganz sicher gerechter.
    • incorruptus 26.07.2016 22:42
      Highlight Highlight Man könnte auch die behördliche Willkür bekämpfen. Wäre deutlich günstiger.
    • Stephan Locher 27.07.2016 18:38
      Highlight Highlight Und wie könnte man die bekämpfen The Ref?

      Jede Verfügung einzeln vors Gericht erscheint mir aus verschiedensten Gründen nicht der richtige Weg zu sein...
    • incorruptus 28.07.2016 15:47
      Highlight Highlight @Stephan Locher. Am schönsten wäre wenn die gewählten Politiker dies übernehmen würden. Aus irgendeinem Grund wählen wir diese schliesslich
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pasch 26.07.2016 14:36
    Highlight Highlight Diese Sesselpupser die meistens schon ihre Stelle dank einer IV Massnahme erhalten haben, wollen über Sanktionierungen reden??

    Klar es gibt auch gute Berater, aber ich wünsche niemandem an den Nabel der grösstenteils Sozialinkomptenten Vögel zu kommen. Grad aus ländlichen Regionen kommen immer wieder Horrorstorys...
    • Asmodeus 26.07.2016 16:57
      Highlight Highlight Absolut.

      Und wehe verdient mehr Arbeitslosengeld als die fest angestellt verdienen. Dann heisst es plötzlich "Ja sie sind System-Engineer und Administrator. Aber sie können Sich auch sicher für ne Supporterstelle bewerben bei der Sie nur ein Drittel verdienen".


      Hier lässt sich je nach Stelle noch darüber streiten. Aber wer so eine Stelle annimmt, wird dies nur als Zwischenverdienst angeben und neben der Arbeit trotzdem Arbeitslosengeld beziehen und regelmässig Bewerbungen verschicken müssen.
    • oXiVanisher 27.07.2016 00:45
      Highlight Highlight @Asmodeus: Du meinst so wie bei mir, als mich der RAV-Berater bei einer Tel. Support Hotline für Drucker hinsetzen (bin Linux System Engineer) wollte (2h pro Arbeitsweg > Zumutbare Arbeit und so) und mich der Chef der Firma angerufen hat ob ich die Stelle auch wirklich wolle, da ich überqualifiziert sei um ihm das RAV immer wieder solche Leute schickt die dann gleich eine andere Stelle suchen, was für ihn auch unbrauchbar sei.

      Das geht dann doch komplett neben der Idee vorbei wenn die Firmen welche Jobs anbieten immer wieder Bewerber zugewiesen kriegen welche sie nicht brauchen können.
  • Normi 26.07.2016 14:29
    Highlight Highlight Diese Frau Müller sollte gekündigt werden um zu sehen ob die Dame auch alles so locker flockig schafft...
  • creator54 26.07.2016 14:04
    Highlight Highlight Habe auch schon sehr schlechte erfahrungen gemacht mit dem RAV Baden, da wurden zum teil meine Unterlagen von dem Mitarbeiter weggeschossen und ich bekamm 4 Monate dan kein Geld. Und als antwort darauf sagen die mir soll ich doch ins Sozialamt gehen, und als ich nur noch 10 tage angemeldet war und ich dan einen Job gefunden habe sagten sie ich muss noch für diese 10 Tage einen Job finden sonst bezahlen sie mir 1 Monat kein Geld.
    Wer stellt den einen ein für 10 Tage
  • Senji 26.07.2016 13:57
    Highlight Highlight Die Verantwortliche bezeichnet im Ernst das Bewerben via Email als unsicher und lastet dem Mann danach an, nach fünf (5!) Tagen ohne Antwort noch nicht nachgefragt zu haben?! Sofern es nicht um eine Temporärstelle geht (hier nicht), sind fünf Tage nichts. Jedes vernünftige Unternehmen lässt sich sehr viel länger Zeit, man will ja den besten Kandidaten und nicht den schnellsten.
    • Normi 26.07.2016 14:26
      Highlight Highlight du sagt es für guten Kandidaten braucht es locker 2-3 Monate !!

      der schnellste ist meistens auch der erste der gehen muss weil nicht qualifiziert...
  • Paulo 26.07.2016 13:53
    Highlight Highlight Was muss ich im normalen Leben alles verbrechen, damit ich mit 7000.- Fr gebüsst werde. Dieser Verhältnisblödsinn könnte gut eingedämmt werden, wenn ein Strafenkatalog für Stellensuchende geschaffen würde und wenn die Strafe auf einen Maximalbetrag festgelegt würde.
    Im Strassenverkehr auf jeden Fall würde nicht mal ein Ferrari reichen, um eine so hohe Busse zu generieren.
    • Normi 26.07.2016 14:27
      Highlight Highlight @geshitstormt

      Leider wahre Worte :-(
    • TheCloud 26.07.2016 17:25
      Highlight Highlight Irgendwer muss ja die ständigen Steuer-Geschenke an die Superreichen zahlen.

  • E Gauer 26.07.2016 13:45
    Highlight Highlight Ich hatte ein Mal ca. 30 Bewerbungen, die abgesehen von der Adresse und der Anschrift identisch waren per Mail abgeschickt, um dann 2 Wochen später zu merken, dass bei 14 Bewerbungen statt "Sehr geehrte/r" nur "ehr geehrte/r" stand.. Seither schaue ich Bewerbungen immer doppelt und dreifach an bevor ich sie verschicke..

    Der im Artikel aufgeführte Fall finde ich dennoch unverständlich, da es sich wirklich um einen sehr kleinen Fehler handelt und er anscheinend auch eine gute Arbeitsmoral besitzt.
  • zappeli 26.07.2016 13:23
    Highlight Highlight Mit den RAV ist es so eine Sache... Es hängt nach meiner eigenen Erfahrung sehr viel vom zugeteilten "Berater" ab. Ich hatte Glück und immer sehr entspannte Leute, die auf meine Ideen (z.B. Vorschläge für Kurse) eingingen. Letztlich vermittelte mir das RAV sogar einen Teilzeitjob.
    Von anderen weiss ich aber, dass die Beamten auch mehr "Kontrolleure" sein können, die gerne ihre Macht ein wenig ausspielen und es übergenau nehmen. Dann werden einem schnell mal Straftage aufgebrummt.
    Negative Erfahrungen habe ich mit der ALK gemacht. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.
  • C0BR4.cH 26.07.2016 13:22
    Highlight Highlight Diese Frau Müller hat den falschen Job. Schon nur, weil sie enorm mühe hat, eine Verhältnismässigkeit aufzuzeigen.
  • Andrue 26.07.2016 13:21
    Highlight Highlight Lächerlich so eine Entscheidung. Jedoch passiert so etwas öfters. 3 1/2 Monate auf Sprachaufenthalt & als Ich zurückkam und mich beim RAV meldete hiess es Ich hätte mich die ganzen 3 Monate bewerben müssen?! Auf meine Frage hin wie Ich zu einem Vorstellungsgespräch hätte gehen sollen wurde nur mit "dies ist halt Vorschrift" geantwortet. Nun ja, ebenfalls wurde mir auf mein Anliegen das Ich gerne die Branche (Arbeite im Detailhandel) wechseln würde gesagt das Ich da keine Chance hätte.. Hatte einen Job nach 1 Monat. Geld musste Ich auch nach einem Halben Jahr zurückzahlen.. (Einstellungstage)
    • hoi123 26.07.2016 14:05
      Highlight Highlight Ging mir genau gleich
      War sehr mühsam
    • Asmodeus 26.07.2016 14:49
      Highlight Highlight Ehemaliger Mitarbeiter entschloss sich nach seiner Kündigung ein "Sabbatical" einzulegen und von seinem Ersparten zu leben.

      Als er langsam an die Grenzen des Ersparten kam hat er sich beim RAV beworben und erst mal 1,5 Monate Sperrfrist gekriegt wegen verspäteter Anmeldung.
    • Hierundjetzt 26.07.2016 16:31
      Highlight Highlight Logisch. Selbstverschuldete Kündigung. Geht uns allen anderen auch so. Wo ist das Problem?
    Weitere Antworten anzeigen
  • seventhinkingsteps 26.07.2016 13:14
    Highlight Highlight Das RAV macht eine Vorselektion und er kommt ohne Führerschein in die engere Auswahl? Die nehmen ja den Teil mit "Arbeitsvermittlung" im Namen nicht so ernst wies scheint.
    • saukaibli 26.07.2016 13:55
      Highlight Highlight Das ist typisch RAV. Ich sollte mich mal als Installateur von Siebdruckmaschinen bewerben, da ich vorher kleine Laser- und Tintenstrahldrucker repariert habe. Immerhin durfte ich nach anschliessender Beschwerde den RAV-Berater wechseln.
    • scherom 26.07.2016 22:14
      Highlight Highlight bei meiner Freundin wurde aus dem Wirtschaftstudium ein Gastwirtschaftsstudium und Sie soll sich doch als Restaurant Managerin bewerben
    • oXiVanisher 27.07.2016 00:52
      Highlight Highlight Ich habe das Gefühl, dass beim RAV selbst die angestellt werden, welche Sie nirgends unterbringen können. Würde einiges erklären...
  • PatCrabs 26.07.2016 12:57
    Highlight Highlight Das kommt dabei raus, wenn die sozialen Einrichtungen so unter Druck geraten und zum extremen sparen gezwungen werden - bei der IV sind es offentsichtlich tendenziöse Gutachten, beim RAV Schikane der Arbeitslosen.
    Dank dem Rechtsrutsch und den verabschiedeten Sparpaketen wirds die nächsten Jahre noch schlimmer werden.

    Wann wohl die Menschen merken, dass rechte Politik gegen den Mittelstand arbeitet?
    • PatCrabs 26.07.2016 13:49
      Highlight Highlight Dir ist häufig langweilig, gell? Oder du erhältst Geld für die Kommentare, kann auch sein, soweit wie sie häufig am Thema vorbei sind..

      Um trotzdem auf dich einzugehen: Wenn wir uns also einig sind, dass Rechte Politik ihre reiche Klientel bedient, für wen politisiert denn deiner Meinung nach Links?

      (Wieso auch immer ich mich auf eine Pauschalisierungs-Diskussion einlasse..)
    • PatCrabs 26.07.2016 14:17
      Highlight Highlight Ich habe mich auf konkrete Beispiele bezogen und dich darum gebeten, dasselbe zu tun.

      Dann lass es. Verallgemeinernde Kommentare unter jeden zweiten Watson-Artikel hinzuklatschen ist ja schon anstrengend und mühsam genug ;)
    • PatCrabs 26.07.2016 17:30
      Highlight Highlight z.B. sind fast alle Gewerkschaften und deren Vertreter wie z.B. Paul Rechsteiner per se links, da Gewerkschaften und Schutz der Arbeitnehmer linke Anliegen sind. Nenne mir doch ein Beispiel von rechts.
      Ich gebe dir jedoch insofern recht, dass auch die linke Politik in den letzten Jahren wenig konstruktives beigetragen hat.
      Deswegen mag ich diese pauschalisierenden Diskussionen auch nicht, du hast da nur einen Reflex geweckt :)
      Politik, gerade bei uns, soll pluralistisch sein und nicht von diesem R/L-Schema geprägt, sondern von Lösungen und Kompromissen.
  • elivi 26.07.2016 12:53
    Highlight Highlight Ich will mit knapp 30 auch soviel taggeld o.o ... Das sind ja 70% des vorherigen lohns.. Also ziemlich viel .. Und ich dachte ich verdiene gut in der finanzbranche
    • saukaibli 26.07.2016 13:59
      Highlight Highlight 31 Tage sind immerhin ca. eineinhalb Monate. D.h. 10'000.- in eineinhalb Monaten, also 6700.- pro Monat. Ich denke das ist kein unüblicher Lohn in der Branche, aber jetzt auch nicht so wahsninnig übertrieben.
    • Ingenieur 26.07.2016 21:56
      Highlight Highlight @elivi Du dachtest du verdienst gut und plötzlich weil jemand mehr verdient als du, ist dem nicht mehr so?

      Zur Berechnung:
      Die Person erhielt für 31 Taggelder rund CHF 7000. Also sind 1 Taggeld rund 225 Franken, was im Monat 4882 Franken ausmacht (x21.7). Allem Anschein nach erhielt er 70% des Lohnes ausbezahlt, also war sein Lohn vom Argbeitgeber netto CHF 6974 inkl. Anteil 13. Monatslohn. Ohne Anteil 13. Monatslohn mitgerechnet sind's 6437 Netto monatlich oder eben CHF 7067 Brutto pro Monat.

      Ist das viel für einen 30 jährigen? Ich weiss es nicht.
  • dakapo 26.07.2016 12:44
    Highlight Highlight Ein Tippfehler hat für das Amt den gleichen Stellenwert, wie betrunken zu einem Vorstellungsgespräch zu erscheinen? Da scheinen ja absolut perfekte Menschen in dem Amt zu arbeiten. Ich musste zwei Mal hinsehen, bis ich den Tippfehler in der Mailadresse gesehen habe.
    • saukaibli 26.07.2016 14:00
      Highlight Highlight Ja gerade weil sie so perfekt sind haben sie ja auch verlangt, dass sich jemand ohne Fahrausweis auf eine Stelle bewirbt bei der der Fahrausweis Pflicht ist.
  • Corahund 26.07.2016 12:32
    Highlight Highlight Der Amtsschimmel wiehert gewaltig, ja, er erstickt fast.
    Die Beamten, die solch blödsinnige und unmenschliche Entscheide fällen, müssten fristlos entlassen werden. Dann könnten sie selbst erfahren, was es heisst, als Arbeitsloser der Willkür dieser Amtsstellen ausgeliefert zu sein. Zudem sollten sie privat für die 7000 Fr. aufkommen
    müssen, die sie dem armen Kerl unrechtmässig verweigert haben.
  • lilie 26.07.2016 12:23
    Highlight Highlight Das ist lächerlich. Ein kleiner Tippfehler soll gleich schwerwiegend sein, wie betrunken an ein Bewerbungsgespräch zu gehen? Nöd würkli, oder?

    Schön, dass der Mann nun eine Anstellung gefunden hat.
  • Basubonus 26.07.2016 12:12
    Highlight Highlight Solchen Entscheidungsträgern wünscht man eigentlich nur, dass sie selber auch mal unter die Räder von solchem formaluristisch kleinkarierten Hirnlosigkeiten kommen. Und hoffentlich dann kräftig. Der gesunde Menschenverstand hat sich offenbar endgültig verabschiedet.
    • Asmodeus 26.07.2016 14:45
      Highlight Highlight Google mal die Geschichte von Dr. Vital Hauser.

      Schleudertraumaspezialist. Diverse Gutachten für die IV verfasst und Leuten eine IV-Rente abgesprochen.
      Dann einen Autounfall und seitdem ein Pflegefall.

      Man sollte niemandem Böses wünschen aber jedesmal wenn ich wieder davon lese wie IV-Bezüger durch Gutachten wie von diesem Herrn in den Ruin (und teilweise Selbstmord) getrieben werden, kann ich mir nicht verkneifen das Ganze als verspätetes Phala (Die Folge von Karma) zu betrachten.
  • Robert K. 26.07.2016 12:06
    Highlight Highlight "Jener der ohne Fehler ist, werfe den ersten Stein." Wenn dies die Leistung der RAVs ist, dann muss dort zuerst einmal für Effizienz gesorgt werden. Dieser Prozess hat ein vielfaches gekostet, wie "Schaden" entstehen konnte. Für diese Steuergeldverschwendung sollten die Entscheidungsverantwortlichen des RAVs zur Kasse gebeten werden.
  • Matthias Studer 26.07.2016 12:06
    Highlight Highlight Für mich ist das Schikane der Behörde. Denn wenn dort Fehler passieren (und die passieren ganz sicher auch dort), reduziert niemand den Lohn.
    Bei Wiederholten Fehler oder Fehlverhalten kann man ja zu einer Busse greifen.
    • Asmodeus 26.07.2016 12:16
      Highlight Highlight Schön ist ja auch.

      "Das RAV führt eine Vorselektion aus"

      Aber ist scheinbar unfähig zu bemerken ob jemand einen Führerschein hat. Aber das war damals auch meine Erfahrung mit dem RAV.

      "Ja wir haben hier eine Stelle für Sie rausgesucht." - "Ah danke. Die ist seit letzter Woche vergeben. Nur zu Ihrer Info"
  • Toerpe Zwerg 26.07.2016 12:05
    Highlight Highlight Send error kännsch?
    • dakapo 26.07.2016 12:41
      Highlight Highlight Es steht ja im Text geschrieben, dass die Fehlermeldung erst nach 5 Tagen kam und offensichtlich hat er diesen anschliessend auch korrigiert.
    • Toerpe Zwerg 26.07.2016 13:02
      Highlight Highlight Wer jemals einen "send error" nach 5 Tagen erhalten hat, erhebe die Hand. 5 Minuten ja. 5 Tage never ever.
    • Zwerg Zwack 26.07.2016 13:19
      Highlight Highlight Probiers aus, Toerpe Zwerg! Schick mal eine Testmail an ...@buewin.ch
    Weitere Antworten anzeigen
  • Asmodeus 26.07.2016 12:04
    Highlight Highlight Und wieviel Geld hat es nun den Steuerzahler gekostet, daß der Kanton rund 3500 Chf einsparen konnte?
    • Toerpe Zwerg 26.07.2016 12:09
      Highlight Highlight Schwierig zu berechnen ...
    • Lamek 26.07.2016 12:24
      Highlight Highlight Auf eine einzelne Person gerechnet etwa 0.0001 Rappen pro Tag...
    • Asmodeus 26.07.2016 13:01
      Highlight Highlight Worauf ich hinaus will.

      Gerichtskosten, Anwaltskosten, Papierkram etc. etc. etc.

      Der Kanton hat grade tausende von Franken zum Fenster rausgeworfen, weil man ein paar tausend Franken einsparen wollte.

      Selbiges passiert bei IV und Co. auch andauernd.
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