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Zahlen zur Einkommens-Verteilung: So viel verdient der Durchschnitts-Schweizer

Zahlen zur Einkommens-Verteilung: So viel verdient der Durchschnitts-Schweizer

04.08.2015, 11:0604.08.2015, 13:15
58'802 Franken verdiente der Durchschnittsschweizer 2012.
58'802 Franken verdiente der Durchschnittsschweizer 2012.Bild: KEYSTONE

Die Einkommensunterschiede zwischen Topverdienenden und dem unteren Ende der Skala sind in der Schweiz zwischen 2007 und 2012 etwas kleiner geworden. Der «Verteilungsmonitor» von BAKBasel und WWZ sieht eine Abflachung oben wie unten.

Die höchsten Einkommen seien weniger angestiegen und tiefste Einkommen besser geworden, hiess es in dem «Verteilungsmonitor», der am Dienstag in Basel präsentiert wurde. So sei etwa die Einkommensschwelle, ab der man zu den obersten Topverdienern gezählt wird, weniger gestiegen als die Schwellen darunter. Derweil sei die Armut gesunken und der Anteil der Sozialhilfeempfänger konstant geblieben.

In absoluten Zahlen verdiente 2012 ein Durchschnittsschweizer 58'802 Franken. Das mittlere Einkommen (Median) lag bei 49'981 Franken. Zwischen 2007 und 2012 legte das Durchschnittseinkommen knapp 6700 Franken zu, der Median rund 6600 Franken. Die Finanzkrise liess die Einkommen 2009 bis 2010 stagnieren.

  • Durchschnittseinkommen 2012: 58'802 Franken
  • Median: 49'981 Franken

Nach Schichten betrachtet, ist der Anteil des untersten Fünftels der Bevölkerung am Gesamteinkommen zwischen 2007 und 2011 um 0,1 Punkte auf 1,5 Prozent zurückgegangen. Das oberste Fünftel legte derweil 0,8 Punkte zu und verbuchte 52,2 Prozent des Gesamteinkommens des Landes. Leere Portemonnaies wurden also noch etwas leerer, während volle noch dicker wurden.

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Mittelstand verliert

Die obere Einkommenslimite der Mittelschicht verschob sich im gleichen Zeitraum zwar um 3,6 Prozent nach oben. Doch der Anteil der Mittelschicht am Gesamteinkommen sank um 0,7 Punkte. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung sank um 0,3 Punkte.

Innerhalb der einkommensstarken Schicht profitierten nicht alle gleich: Die Zahl der Einkommens-Millionäre sank zwar um 1,1 Prozent auf 5701. Doch sämtliche Einkommenslimiten für das obere Zehntel, Promille etc. stiegen, wenn auch zur Spitze hin abflachend. Und die gegen 250'000 Vermögens-Millionäre 2011 bedeuten eine Zunahme um 13,3 Prozent.

Das Forschungsunternehmen BAKBasel und das Wirtschaftswissenschaftliche Zentrum (WWZ) der Universität Basel haben die Einkommensverteilung im letzten Jahr ins Visier genommen. Neu werden die Daten laufend im Internet als «Verteilungsmonitor» publiziert. Die jüngsten greifbaren Daten sind allerdings von 2012 und erst Schätzungen.

Umfassendere Berechnungen

Nach Angaben der Verantwortlichen wird in diesem Monitor erstmals das gesamte Spektrum von den niedrigsten bis zu den höchsten Einkommen abgedeckt. Zudem würden fast alle Einkommenskomponenten erfasst und rechnerisch bereinigt. So könne man besser fundierte Schlüsse über die Entwicklung ziehen als früher.

Zentrale Grösse des Monitors ist der so genannte Gini-Koeffizient, der zwischen eins und null liegen kann. 2007 auf 2008 stieg er von 0,32 auf 0,34, blieb 2009 stabil und sank dann bis 2012 auf 0,30. Andere Indizes zeigen ähnliche Verläufe, wenn auch nicht deckungsgleiche, wie es weiter hiess.

www.verteilungsmonitor.ch

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 (sda)

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18 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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stadtzuercher
04.08.2015 11:27registriert Dezember 2014
die ganze betrachtung hängt stark davon ab, welche einkommen überhaupt erfasst werden. es gibt die tendenz, dass die unbesteuerten und deshalb undeklarierten einkommen und vermögen aussen vor bleiben. was sagt der median aus, wenn milliardenvermögen und -erträge gewisser bevölkerungsgruppen (stichwort bundesrat schneider ammann und seine gelder auf den bahamas) gar nicht vollständig erfasst werden? die ungleichheit dürfte erheblich grösser sein als hier dargestellt.
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Michael Mettler
04.08.2015 11:12registriert Februar 2014
Ich verdiene mehr und zahle deswegen gerne auch mehr Steuern!
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Le_Urmel
04.08.2015 13:23registriert Juni 2014
Das Problem ist die Aushöhlung des Mittelstand. Er gibt das Geld aus, welches er verdient, er ist das Schiermittel, um den Staat und das Gemeinwesen am Laufen zu halten.

Wenn der Mittelstand zermalmt wird, dann wird es dunkel, da braucht man nicht so weit weg zu schauen. Die immer wieder aufflammenden Unruhen in England zeigen, was passiert, wenn der Mittelstand abgewürgt wird.
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