Schweiz
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ZUM 25. JAHRESTAG DES WELTRAUMFLUGES VON CLAUDE NICOLLIER AM MONTAG, 31. JULI 2017, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Swiss astronaut Claude Nicollier sits in the cockpit of a Hunter, pictured in 1989. (KEYSTONE/Karl-Heinz Hug)

Ex-Astronaut Nicollier flog früher Hunter-Kampfjets. Hier in einem Bild von 1989. archivBild: KEYSTONE

So zerzaust VBS-Berater Nicollier Parmelins Kampfflugzeug-Plan – die 5 wichtigsten Punkte



Zwei Monate lang hat Ex-Astronaut Claude Nicollier das von SVP-Bundesrat Guy Parmelin aufgegleiste Kampfjet-Geschäft durchleuchtet. Der Ex-VBS-Chef hatte sich vehement dafür eingesetzt, dass eine verknüpfte 8-Milliarden- Vorlage über die Beschaffung von Kampfflugzeugen sowie bodengestützten Raketensystemen (Bodluv) vors Volk kommt.

Die drei heute veröffentlichten Berichte:

- Kampfjets
- Kompensationsgeschäfte
- Bedrohungslage

Zusammen mit VBS-Vorsteherin Viola Amherd hat ETH-Professor Nicollier nun seinen Bericht vorgestellt. Zum Missfallen ihres Vorgängers hat die CVP-Bundesrätin eine «unabhängige Zweitmeinung» einholen lassen, bevor sie das Geschäft weiter vorantreibt.

Die 5 wichtigsten Erkenntisse:

Bild

Das Grossaufgebot des VBS bei der heutigen PK: Kurt Grüter, externer Experte für Kompensationsgeschäfte, Claude Nicollier, Sicherheitspolitik-Chefin Pälvi Pulli, Departementsvorsteherin Viola Amherd sowie Renato Kalbermatten, Kommunikationschef. screenshot: srf

Diese fünf Kampfjets sind in der engeren Auswahl

Welche Schlüsse VBS-Chefin Amherd aus dem Bericht zieht, wollte sie an der Pressekonferenz noch nicht verraten. Es sei noch nicht entschieden, welchen Antrag sie dem Bundesrat stellen werde. Dass Amherd über einen Kurswechsel nachdenkt, verhehlte sie aber nicht: «Ich werde dem Bundesrat eine Lösung vorschlagen, die den Empfehlungen so weit wie möglich entgegenkommt», sagte sie.

Der Bericht des hoch geachteten Raumfahrers Nicollier dürfte ihr die nötige Legitimation für den Schwenker liefern. Dieser bestätigt den Bundesrat grundsätzlich in seinem Vorgehen. Nicollier lobt insbesondere die Qualität des Berichts «Luftverteidigung der Zukunft», der als Grundlage für die Beschaffungspläne dient. Er empfiehlt, diesen offiziell zur Doktrin für den weiteren Prozess zu machen.

Damit hätten auch die Diskussionen über allfällige Varianten ein Ende, sagte Nicollier. Zu den Flugzeugtypen, die derzeit evaluiert werden, äusserte er sich nicht. Anders zur Flottengrösse: Nicollier bevorzugt die im Bericht skizzierte Variante 2, für die 40 Kampfflugzeuge erforderlich sind. Darauf liess sich Amherd nicht festlegen. Die Flottengrösse sei abhängig vom gewählten Flugzeugtyp und dem Luftverteidigungssystem, betonte sie.

Am Donnerstagmorgen werden zudem zwei weiter Expertenberichte veröffentlicht:

In Amherds Auftrag hat der ehemalige Direktor der Eidgenössischen Finanzkontrolle, Kurt Grüter, als externer Experte die Kompensationsgeschäfte (Offsets) unter die Lupe genommen. Auch sein Bericht stellt die bisherige Haltung des Bundesrats in Frage. Die Regierung will das Beschaffungsvolumen von 8 Milliarden Franken zu 100 Prozent durch Gegengeschäfte kompensieren.

Diese angestrebte hundertprozentige Kompensation in Form von Gegengeschäften sei angesichts der Grössenordnung von 6 bis 7 Milliarden Franken kaum realisierbar. Rund 20 Prozent davon entfallen voraussichtlich auf direkte Offsets, also auf Aufträge an Schweizer Firmen im Zusammenhang mit den neuen Kampfflugzeugen. Dagegen hat Grüter keine Einwände. Für problematisch hält er jedoch die Kompensation der übrigen 80 Prozent - rund 6,4 Milliarden Franken.

Korruptionsrisiko Offset-Geschäfte

Offset-Geschäfte verteuern nämlich die Beschaffung. Die Schätzungen liegen laut Grüter zwischen 2 und 20 Prozent. Weiter gibt es Risiken wie Korruption bei der Vermittlung oder eine grosszügig gehandhabte Anrechenbarkeit. Schliesslich dürften mit Offset-Geschäften weder Industriepolitik betrieben noch versteckte Subventionen ausgerichtet werden, sagte Grüter.

Seiner Meinung nach soll mit Gegengeschäften daher ausschliesslich die Schweizer Rüstungsindustrie gestärkt werden. Diese könne rund 40 Prozent des Volumens absorbieren. Grüter empfiehlt dem Bundesrat daher, das Ziel einer vollständigen Kompensation fallen zu lassen und diese auf direkte Offsets und Gegengeschäfte zur Stärkung der sicherheitsrelevanten Industriebasis zu fokussieren.

Auf weitere Offsetgeschäfte soll der Bund laut Grüter ganz verzichten, weil solche gegen das Prinzip des freien Aussenhandels verstiessen. «Ohne inhaltliche Vorgaben droht eine Subventionierung der Industrie mit der Giesskanne.» Der Fokus solle deshalb auf Geschäften liegen, «die für die Sicherheit und Verteidigung der Schweiz unerlässlich sind».

Schlechtere Sicherheitslage

Ein dritter Bericht ist im VBS selber entstanden. Sicherheitspolitik-Chefin Pälvi Pulli untersuchte darin die aktuelle Bedrohungslage. Gestützt darauf kommt sie zum Schluss, dass die Schweiz nach wie vor neue Kampfflugzeuge und Luftabwehrraketen braucht, um ihren Luftraum schützen und verteidigen zu können.

Die Verschlechterung der internationalen Sicherheitslage hat «den Handlungsdruck hat sogar etwas verstärkt», sagte Pulli.

Als Beispiele für eine negative Entwicklung nennt sie die Machtverschiebung nach Osten, die zunehmende Bereitschaft zum Einsatz von Machtmitteln oder die Kündigung des Vertrags über nukleare Mittelstreckenraketen. Allerdings könne niemand voraussagen, wie sich die Bedrohungslage in den Jahrzehnten der Nutzungsdauer neuer Luftverteidigungsmittel entwickeln werde, sagte Pulli.

Mit diesen Empfehlungen und Erkenntnissen im Rücken will Amherd dem Bundesrat in den nächsten Wochen konkrete Vorschläge unterbreiten. Eine allfällige Referendumsabstimmung könnte in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 stattfinden. Der Typenentscheid soll nach bisherigem Fahrplan spätestens Anfang 2021 stattfinden.

Derweil werden in Payerne bereits fünf Kampfjet-Kandidaten getestet. Nach heutiger Planung sollen die ersten Jets 2025 an die Schweiz ausgeliefert werden. (cbe/amü/mlu/sda)

Die Schweizer Armee präsentiert erste F/A-18-Pilotin

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    Alle Leser-Kommentare
  • LeChef 02.05.2019 12:05
    Highlight Highlight Wenn das Volk direkt über einen Typen und damit über das entsprechende Angebot abstimmen kann, besteht für die Rüstungsfirmen ein zusätzlicher Anreiz, den Preis etwas zu drücken, um das Geschäft durchzubringen. Insofern wäre es eben gerade wünschenswert, den Typenentscheid vors Volk zu bringen.
  • Kimbolone 02.05.2019 11:55
    Highlight Highlight Warum klicke ich solche Kommentarspalten eigentlich noch an... 🙄

    Völlig veralteter Bürozeitenspruch ✔
    Unkenntnis über Verfassungsaufträge ✔
    Räubergeschichten über Ressourcenverschwendung um eine Budgetverkleinerung zu verhindern ✔
    “Geld in die Bildung/Rentner/AHV/vereinsamte Giraffenbabies stecken“-Whataboutism ✔

    Die Landesverteidigung - keiner zu nichtsahnend, um sich nicht als Experte aufzuspielen 🙄
    • fidget 02.05.2019 13:55
      Highlight Highlight Gut zusammengefasst. Nur weil man mal Militärdienst geleistet hat, ist man noch lange kein Experte für alle Armeethemen. Ich leistete auch Dienst, möchte mir aber nicht anmassen, genau zu wissen, was die Armee an Material und Ressourcen braucht. Die Armee ist so gross, dass man in der eigenen Dienstzeit einen sehr kleinen Aspekt davon sieht und (möglicherweise) beurteilen kann.
  • Yogi Bär 02.05.2019 11:08
    Highlight Highlight Nun sehe es gleich wie Her Nicollier 40 Kanpfjets baugleicher Art = Kostengünstiger und standartmässig im Unterhalt ist besser als FA 18 und Tiger und ....
    • 7immi 02.05.2019 11:39
      Highlight Highlight Dafür wird die ganze Luftwaffe gegroundet wenn etwas bemängelt wird, bei einer gemischten Flotte ist das arisiko geringer. ausserdem kann man die Flugzeuge bedarfsgerecht einsetzen. Je nach Fähigkeit... Finanziell stimme ich dir natürlich zu.
  • Christian Mueller (1) 02.05.2019 11:07
    Highlight Highlight irgendwie scheint es doch nicht um die sicherheit zu gehen, wenn 'kompensationsgeschäfte' so wichtig sind. wenn ich das beste brot vom bäcker kaufe, erwarte ich auch keine gegenleistung, sondern einfach gutes brot...
    • Wander Kern 02.05.2019 11:52
      Highlight Highlight Naja, wenn ich Metzger bin, würde ich schon erwarten, dass der Bäcker das Fleisch für seine Wurstweggen bei mir bezieht, wenn ich schon sein überteuertes Brot kaufe.
    • Schlange12 02.05.2019 11:54
      Highlight Highlight Brot ist aber kein Jet!
  • Hypotenuse 02.05.2019 10:28
    Highlight Highlight 8 Milliarden sind damit man es sich vorstellen kann 1500 Franken pro Steuerzahler. Klar muss man nicht alles 1:1 und sofort zahlen, aber somit hat man mal ne Ahnung wie viel Geld das ist.
  • Posersalami 02.05.2019 10:25
    Highlight Highlight Viel zu teuer!

    Wozu brauchen wir 40 Jets? Die Armee soll endlich in einem realistischen Szenario darlegen, gegen welchen Feind sie die Schweiz verteidigen können.

    Ob man Rote Horden abwehren können will oder nur Luftpolizeidienst, macht doch einen Unterschied.
    • Alfadas 02.05.2019 11:10
      Highlight Highlight Im gesamtpacket sind nicht nur Flieger. da ist die ganze Logistik (Ersatzteile, Wartungsunterlagen, Spezialwerkzeug etc) und Ausbildung der Piloten, Mechaniker, usw mit inbegriffen.

      Die 40 Flugzeuge können nicht alle gleichzeitig in der Luft sein. Normalerweise ist 1/4 in der Wartung/Unterhalt, 1/4 taktische Reserve, 1/4 in der Luft und der letzte 1/4 dient zur Ausbildung.
      Ggf wird auch die Reserve auch mit den Trainingsflieger zusammengelegt. Daher macht die Anzahl durchaus Sinn.

      Grüsse :)
    • 7immi 02.05.2019 11:33
      Highlight Highlight 10% werden in den 20 Jahren Nutzungsdauer abstürzen, bleiben noch 36. 12 -24 in der Wartung, 12 - 0 Reserve und 12 im Einsatz ermöglicht dann die Abdeckung der ganzen Schweiz während 24h.

      Schlussendlich sind die Fixkosten für den Betrieb von Kampflugzeugen benötigt (gut ausgebildetes Personal, Infrastruktur, Redundanzen) hoch, ob man nun 30 oder vierzig Flugzeuge hat merkt man nicht wirklich...
    • Posersalami 02.05.2019 11:53
      Highlight Highlight Hört auf mit dem Luftpolizeidienst. Grössere Länder wie Österreich schaffen das mit nur 12 Fliegern.

      Die 40 werden für etwas anderes benötigt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zeit_Genosse 02.05.2019 10:21
    Highlight Highlight Etwas dünn, nur die Geschäfte für die Flugzeuge und Bodenluftabwehr zu trennen und das als grossen Streich zu verkaufen. Beides wird gebraucht und ist integraler Bestandteil der (abgestimmten?) Luftverteidigung. So kann man nur hoffen, dass beide Geschäfte (in der Logik wird auch über Boden-Luft später abgestimmt) einzeln vom Volk bejaht werden, weil sich das Eine auf das Andere taktisch und technisch abstützt. Weniger Boden-Luft würde mehr Luft-Luft und umgekehrt bedeuten. Ob das alle so sehen und die zwei Teile dann passen?
  • Hans Jürg 02.05.2019 09:47
    Highlight Highlight Da hat der Parmelin doch vom Bundes Ueli die beste Armee der Welt übernommen, und jetzt das...

    Nicht das mich das jetzt wirklich erstaunt, aber bemerkenswert ist es allemal, was die SVP-Jungs da in den letzten paar Jahrzehnten abgeliefert haben, resp. eben nicht abgeliefert haben.
    • Herr J. 02.05.2019 12:04
      Highlight Highlight Es hätte ja die Möglichkeit gegeben, Kampfjets zu kaufen. Die Gripen wären nicht so schlecht gewesen, vor allem relativ günstig.
      Aber das Volk wollte es anders, so müssen die Politiker halt spuren (ob sie SVP sind oder nicht, spielt da keine Rolle).
  • Theor 02.05.2019 09:43
    Highlight Highlight Bis jetzt konnte mir niemand je erklären, inwiefern neue Kampfjets die Schweiz sicherer machen. Das ist dann auch meine Grundsatzproblematik mit dem Thema.

    Als zukünftig reale Bedrohungen für die Schweiz sehe ich Cyberattacken und terroristische Anschläge. Gegen beides helfen Kampfjets nichts. Und wenn man mit Russland als Bedrohung argumentiert: gegen Russland könnten wir uns nicht mit Kampfjets im Wert von 800 Milliarden Franken verteidigen. Das ist eine Grossmacht, wir ein Zwerg. Wenn die wollen, überrollen die uns.

    Also für was braucht die Schweiz so eine Infrastruktur wirklich?
    • Fandall 02.05.2019 09:59
      Highlight Highlight Solange in der Bundesverfassung steht, dass es Aufgabe der Luftwaffe ist Luftpolizeidienste durchzuführen, ist es müssig über Sinn und Zweck der Beschaffung zu diskutieren.
      Falls es eine Mehrheit für deren Abschaffung gibt, müsste ein Verfassungsänderungsantrag eingegeben werden. Die Frage bleibt wer sowas anstossen würde.
    • 7immi 02.05.2019 10:01
      Highlight Highlight @Theor
      Die Hauptaufgabe ist Luftpolizeidienst. Bei Luftraumverletzungen, Problemen und Notfällen wie auch zur Kontrolle werden die Jets benutzt. Da gibt es mehrere Einsätze wöchentlich. Fliegst du in den Urlaub, nutzt du die Luftwaffe also mit.
    • Globidobi 02.05.2019 10:01
      Highlight Highlight Als neutrales Land, muss die Schweiz ihren Luftraum selber verteidigen. Daher können wir dies nicht outsourcen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Basubonus 02.05.2019 09:36
    Highlight Highlight Grundsätzlich: Die Schweiz braucht IMHO keine Armee (Wozu? Gegen welchen Feind? Wie wirksam wäre eine Armee überhaupt? Voilà, Danke)

    Aber. WENN man eine Armee haben möchte, und WENN man Kampfflugzeuge haben möchte, dann hat Nicollier absolut Recht, es kann nicht angehen, dass der zu kaufende FlugzeugTYP vom Volk an der Urne bestimmt wird. Das Volk soll über die Kohle abstimmen, das Modell wählen dann bitte die Fachleute.

    Erwähnte ich schon, dass wir IMHO gar keine Jets brauchen, weil unsere "Armee" sowieso eine Trachtengruppe ohne Sinn und Zweck ist? :-)
    • Bündn0r 02.05.2019 11:10
      Highlight Highlight Diese Trachtengruppe ist die einzige Personalreserve des Bundes zur Bewältigung von ausserordentlichen Ereignissen. Eine Bundespolizei, wie andere Staaten kennen, gibt es nicht.

      Ob Grossanlass, Botschaftsschutz, Naturkatastrophe, Seuche oder Krieg/Aufstand, die "Trachtengruppe" Armee kommt zum Einsatz. Ich will nicht darauf verzichten müssen.
    • Basubonus 02.05.2019 11:56
      Highlight Highlight Und um nach einem Bergsturz das Material wegzuschaufeln oder beim Basel Tattoo die Tribünen aufzustellen brauchen wir eine Zwangsorganisation, die 5 Milliarden pro Jahr kostet? Oder werden die neuen Flugzeuge dann Baggerschaufeln haben, um beim Aufräumen zu helfen wenn mal wieder irgendwo der Berg gekommen ist? Nonsens.
    • Herr J. 02.05.2019 12:08
      Highlight Highlight Wieso sollte die Schweiz keine Armee brauchen? Ist der ewige Weltfriede ausgebrochen? Habe ich was verpasst?

      Und ja, den Typenentscheid muss nicht das Volk fällen. Wir stimmen ja auch nicht drüber ab, ob der Bundesrat mit BMW, Audi oder Mercedes rumchauffiert wird.
  • MeineMeinung 02.05.2019 09:32
    Highlight Highlight "Zum Missfallen ihres Vorgängers hat die CVP-Bundesrätin eine «unabhängige Zweitmeinung» einholen lassen, bevor sie das Geschäft weiter vorantreibt."

    Tja.....dann hätte Guy Parmelin halt das VBS behalten sollen und sich nicht aus der Verantwortung schleichen sollen. Der sollte jetzt schön ruhig sein!
  • DerTaran 02.05.2019 09:22
    Highlight Highlight Hört sich doch schon mal alles sehr vernünftig an.
  • Arthtur 02.05.2019 09:12
    Highlight Highlight Über die aktuelle Bedrohungslage der Schweiz würde ich doch zu gerne mehr Erfahren...
    • äti 02.05.2019 09:42
      Highlight Highlight @arthur. Die von Innen oder jene von Aussen?
    • derEchteElch 02.05.2019 09:43
      Highlight Highlight Kannst du.

      Ich verweise auf den Sicherheitspolitischen Bericht. Den findest du auf der Webseite des Bundes und ist für Jedermann zugänglich.

      Dort findest du auch solche Fakten wie auf dem Bild. Nur damit ich dein Weltbild etwas weiter zerstöre.. 😉
      Benutzer Bild
    • ujay 02.05.2019 17:33
      Highlight Highlight @Elch. Donald....bist du das?😂😂😂
  • Max Dick 02.05.2019 09:10
    Highlight Highlight Wahnsinnig zersaust...er hat ganz einfach einen Verbesserungsvorschlag gemacht.
    • atorator 02.05.2019 09:46
      Highlight Highlight Nein, Parmelin verantwortete die politische Aufgleisung. Und genau dieser Punkt wurde stark bemängelt.
  • sephiran 02.05.2019 09:08
    Highlight Highlight Ich hoffe, dass das Volk der Beschaffung zustimmt, nur damit wir endlich Ruhe haben vor den seit Jahren andauernden Diskussionen..
  • zeusli 02.05.2019 08:57
    Highlight Highlight Jeder Rentner der Ergänzungsleistungen bezieht, jeder Schulleiter der keine zusätzliche Lehrerstellen finanziert kriegt und jede Familie die keine Prämienverbilligung für die Krankenkasse bekommt fragt sich gerade wo her diese 7 Milliarden denn plötzlich herkommen...
    • MacB 02.05.2019 09:09
      Highlight Highlight Etwas gar populistisch formuliert, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
    • Friedhofsgärtner 02.05.2019 09:11
      Highlight Highlight Vom Bund. Im Gegensatz zu deinen Beispielen, wovon die meisten auf kantonaler Ebene abgewickelt werden.
    • skyfox14 02.05.2019 09:16
      Highlight Highlight Das Geld hat das Militär in den letzten Jahren aus seinem ordendlichen Budget angespart.

      Eigentlich fragwürdig sollen wir darüber abstimmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser 02.05.2019 08:51
    Highlight Highlight 2014
    Bundesrat: "Wollt ihr Kampfflugzeuge für 3.1 Milliarden?"
    Volk: "NEIN!!!"

    2019
    Bundesrat: "Wollt ihr Kampfflugzeuge für 8 Milliarden?"
    Volk: 🙄🤦‍♀️🤦‍♂️
    • ands 02.05.2019 09:35
      Highlight Highlight Wie kommst du auf 8 Milliarden für Flugzeuge? Das ist der Betrag für die Erneuerung der gesamten Luftverteidigung.
    • supremewash 02.05.2019 10:10
      Highlight Highlight Ich erinnere mich daran, ein Nein eingelegt zu haben, da der Gripen anscheinend das Anforderungsprofil in ungenügendem Mass erfüllte und der Entscheidungsfindungsprozess sehr intransparent war. Dafür wurde das VBS m.E. abgestraft.
    • 7immi 02.05.2019 10:48
      Highlight Highlight @supremewash
      spannend, da er das Anforderungsprofil erfüllte. Die Leitmedien berichteten damals, dass er dem FA18 unterläge (was ja klar war), darum ging es aber nicht. Die Tiger sollten ersetzt werden und diese Anforderungen übertraf er deutlich. Leider wurde dies von Seite der Medien nie korrigiert...
    Weitere Antworten anzeigen
  • 1+1=3! Initiative 02.05.2019 08:42
    Highlight Highlight Nun, ich bin weiterhin gegen die Kampfjet Beschaffung - muss/darf aber anerkennen, dass Frau Amherd gerade vieles richtig macht!
    • Roterriese #DefendEurope 02.05.2019 08:49
      Highlight Highlight Warum?
    • Murky 02.05.2019 08:56
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Wobei ich bei neuen Kampfflugzeugen unsicher bin. Insgesamt finde ich es gut dass man wirklich kritisch durchleuchtet und offen damit umgeht. Und speziell in Herrn Nicollier setze ich schon Vertrauen, der setzt seine Ratschläge nicht leichtfertig oder ideologisch. Angenehme Entwicklung bei dem Thema.
    • Scaros_2 02.05.2019 10:34
      Highlight Highlight Wir benötigen Nunmal die Kampfjets für den Luftpolizeilichen Dienst. Gegenvorschläge? PS. Es ist ein Verfassungsauftrag.
    Weitere Antworten anzeigen
  • goldmandli 02.05.2019 08:40
    Highlight Highlight Mi persönlich geht gar nicht ums Modell sondern um die Grundsatzfrage, ob wir überhaupt neue Jets brauchen. Und falls ja, in welcher Grössenordnung. Wenn ich schon höre, dass man mit 8! Milliarden für neue Jets plant, kriege ich schon Kopfschmerzen. Tun es nicht auch 2 Milliarden? Braucht die Schweiz wirklich so viele Jets? Das sind alles Infos, die bei einer Abstimmung vorliegen müssen. Ansonsten ist zumindest mein Nein bereits vorprogrammiert. Ich kann nicht Ja stimmen für ein Budget ohne Details.
    • derEchteElch 02.05.2019 08:53
      Highlight Highlight Ja, es braucht so viele. Kampfjets sind nicht wie Autos, die vielleicht einmal im Jahr für einen Tag in der Werkstatt sind.

      Kampfjets werden mehrere Wochen auseinander genommen/gewartet. Sie sind nicht mit Linienflugzeugen, die dauerhaft gleich (un-)belastet im Einsatz stehen, vergleichbar.
    • sephiran 02.05.2019 09:07
      Highlight Highlight Man soll entscheiden, ob man die Anschaffung machen möchte oder die Luftwaffe abschafft, aber so halbpatzige Sachen macht kein Sinn.
    • ands 02.05.2019 09:34
      Highlight Highlight 8 Milliarden waren für die gesamte Luftverteidigung geplant. Die Kampfjets werden weniger als 50% davon ausmachen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Typ 02.05.2019 08:39
    Highlight Highlight Von 'zerzausen' kann keine Rede sein, die vorgeschlagenen Schritte sind in der gleichen Stossrichtung.

    Grundsatzentscheid des Volkes finde ich sehr gut, mit dem Typenentscheid ist sowieso jeder Stimmbürger, der nicht Jetpilot ist, überfordert.
  • DemonCore 02.05.2019 08:39
    Highlight Highlight Sehe ich das richtig, Nicollier schlägt einzig vor, Fliegerabwehr von den Kampfflugzeugen zu trennen und ist ansonsten mit Parmelins Vorgehen einverstanden? Alarmistischer Titel 10/10.
    • atorator 02.05.2019 10:33
      Highlight Highlight Falsch. Parmelins einzige Aufgabe war, den politischen Prozess aufzugleisen. Und genau diese Aufgabe hat er verkackt. Genau das steht in Nicolliers Bericht.
    • DemonCore 02.05.2019 13:49
      Highlight Highlight Nicollier schlägt keine materielle Änderungen vor. Sehe nicht wirklich was Nicollier so Welt bewegendes verlautbart hat. Den politischen Prozess der Beschaffung kann man erst auslösen wenn technische und militärische Fragen gelöst sind.
  • Lightning makes you Impotent (LMYI) 02.05.2019 08:35
    Highlight Highlight Jetzt einfach mal versuchen die Flugis ohne Streit, Indiskretionen und Skandale über die Bühne zu bringen... aber das ist wohl illusorisch. Dabei geht es einfach um zu viel Geld und Prestige. Schade!
    • derEchteElch 02.05.2019 08:55
      Highlight Highlight Ja, wenn man bedenkt wie viel Geld das Ausland erhält und man trotzdem nichts als „Gegenleistung“ bekommt, das ist der eigentliche Skandal..
    • Mätse 02.05.2019 09:37
      Highlight Highlight @derEchteElch: Artikel gelesen?
      "Die angestrebte hundertprozentige Kompensation in Form von Gegengeschäften..."
      Ob 100% wiederum sinnvoll ist, ist dann noch eine ganze andere Frage.
    • TheRealSnakePlissken 02.05.2019 09:51
      Highlight Highlight Dieser Gegengeschäftsmurks bringt nichts ausser noch mehr Korruption. Wie sollten z.B. den Schweden ihren Gripen abkaufen, weil er GUT ist, und nicht, weil sie sich im Gegenzug zum Kauf von 20‘000 Tonnen Appenzellerkäse verpflichten😡. - Kompletter Quatsch sind ja wohl die Flugabwehrraketen. Wenn die mal abgeschossen sind, dann zerstören Sie Ihr Ziel ohne Wenn und Aber, siehe Malaysia Airlines über der Ukraine. Beim Jagdflugzeug hat man mehr Kontrolle.
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