Schweiz
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Die Ehrengaeste Brigadier Willy Bruelisauer, rechts, und Divisionaer Daniel Baumgartner, links, werden begruesst an der Landsgemeinde, am Sonntag, 3. Mai 2015 in Glarus.(KEYSTONE/Samuel Truempy)

Mit seiner Versetzung nach Washington bricht der Bundesrat ein Versprechen: Korpskommandant Daniel Baumgartner (links). Bild: KEYSTONE

Erst Attaché, dann Rentner – der Bundesrat bricht ein Versprechen (und muss sich erklären)

Der von einem Spesenskandal geschwächte Korpskommandant Daniel Baumgartner wird Verteidigungsattaché in den USA – und geht danach direkt in Rente. 2007 hatte der Bundesrat noch explizit versprochen, auf solche Ernennungen zu verzichten. Jetzt muss sich Verteidigungsminsterin Viola Amherd (CVP) erklären. Eine Geschichte in 6 Teilen.



Die Vorgeschichte

«7 Biere, 82 Einheiten Spirituosen, 10 Flaschen Weisswein, 12 Flaschen Rotwein, 9 Zigarren»: Es waren eindrückliche Mengen, die 22 Berufsmilitärs und 6 Gäste an einem Abend im Sommer 2014 im Panixerstübli in Elm GL konsumierten. Die Rechnung visierte Daniel Baumgartner, der damalige Chef der Logistikbasis der Armee (LBA), der ebenfalls am Anlass teilgenommen hatte. Dies geht aus einer Administrativuntersuchung hervor, welche der Tages-Anzeiger im vergangenen November publik machte.

Ein Disziplinarverfahren gegen Baumgartner kam danach zum Schluss, dass dieser sich im Zusammenhang mit Spesenabrechnungen zwar «ungeschickt», «sorgfaltswidrig» und in einem Fall sogar «rechtswidrig» verhalten hat. Doch zu einem Strafverfahren kam es nicht. Der damalige Verteidigungsminister Guy Parmelin (SVP) sprach dem 2016 zum Korpskommandanten beförderten Baumgartner im vergangenen Jahr sein Vertrauen aus.

Der neue Posten

Anfang April 2019 gibt der Bundesrat bekannt, dass sich Baumgartner aus der Armeeführung zurückzieht. Nach der Spesenaffäre galt seine Autorität armeeintern als angeschlagen. Kurz darauf ernennt ihn die Regierung zum Verteidigungsattaché in Washington DC, wo er der Schweizer Botschaft angeschlossen sein wird. Dort erhält Baumgartner mit Verweis auf eine Sonderbestimmung der Personalverordnung weiterhin seinen bisherigen Korpskommandanten-Lohn von jährlich knapp 300'000 Franken. Normalerweise verdient ein Verteidigungsattaché 189'635 Franken im Jahr.

Divisionaer Daniel Baumgartner, Chef LBA, spricht zu den Delegierten anlaesslich des Jahresrapports der Logistikbasis der Armee (LBA) am Samstag, 10. Januar 2015 im Velodrome in Grenchen. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Darf seinen Lohn behalten: Daniel Baumgartner. Bild: KEYSTONE

Nach der sechsmonatigen Ausbildung zum Verteidigungsattaché wird der 57-jährige Baumgartner am 1. Juli 2020 seinen Posten in Washington antreten. Verbleibt er die für einen Verteidigungsattaché üblichen vier Jahre in den USA, wird Baumgartner danach direkt in Pension gehen. Als Berufsmilitär gilt für ihn grundsätzlich das Pensionsalter 60 Jahren. 2017 hob der Bundesrat diese Frühpensionierungsregel zwar auf – Baumgartner ist von dieser Änderung jedoch aufgrund seines Alters nicht betroffen.

Die alte Kritik

Der Bundesrat macht sich mit der Personalie Baumgartner nicht nur beim Lohn angreifbar, sondern auch wegen der Pensionierung direkt nach dem Einsatz in Washington. Sie steht in direktem Widerspruch zu Zusicherungen, welche der Bundesrat 2007 nach massiver Kritik am System der Verteidigungsattachés durch die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrats (GPK-N) abgegeben hatte.

Die GPK hatte im Mai 2006 nach einer ausführlichen Inspektion festgehalten, dass VBS und Armeeführung «die Notwendigkeit des Systems der Verteidigungsattachés nicht überzeugend aufzeigen» konnten. Die GPK stellte «den konkreten Mehrwert der Tätigkeit der Attachés» in Frage. Das System in der heutigen Form werde den Herausforderungen der Schweiz auf sicherheitspolitischem Gebiet nicht gerecht, so das Fazit.

Bild

Dicke Post: Der GPK-Bericht von 2006 enthielt scharfe Kritik. Bild: screenshot parlament.ch

Positiv hob die GPK das Rekrutierungs- und Ausbildungssystem hervor, das von «sehr guter Qualität» sei. Einige Jahre zuvor seien häufig Berufsoffiziere am Ende ihrer Laufbahn auf Verteidigungsattachéposten versetzt worden, «als Dank für geleistete Dienste oder weil man keinen anderen Einsatz für sie fand», rief die GPK in Erinnerung. Diese «Politik der Abstellgleise erster Klasse» sei «dem Ruf der Verteidigungsattachés abträglich» gewesen und «lebe in der öffentlichen Wahrnehmung nach wie vor weiter».

Obwohl sie die Fortschritte hervorstrich, stellte die GPK fest:

«Es bestehen noch immer Anwandlungen, die Verteidigungsattachéposten zur Lösung gewisser Personalführungsprobleme zu nutzen (...) Diese Art der Ernennung kommt in der öffentlichen Meinung ungeachtet der Qualitäten der betroffenen Personen nicht gut an. Sie vermitteln den Eindruck, dass den höheren Stabsoffizieren eine Vorzugsbehandlung angediehen wird.»

Das gebrochene Versprechen

2007 lieferte der Bundesrat einen ausführlichen Bericht als Antwort auf die Kritik der GPK ab. Der Verteidigungsattaché-Dienst erbringe einen wichtigen Nutzen, der nicht durch andere Stellen erbracht werden könne, hielt er fest. Doch er ging auch auf die Kritik ein und verwies auf «umgehend eingeleitete Massnahmen».

Der Bundesrat unterstrich, dass die Rekrutierung bei allen angehenden Verteidigungsattachés ungeachtet von Rang, vorhergehender Funktion und Erfahrung gleich ablaufen müsse. Der Bundesrat nahm Abstand von erstmaligen Ernennungen von Berufsoffizieren zu Verteidigungsattachés kurz vor der Pensionierung:

«Die Stationen Rekrutierung – Selektion – Ausbildung – Einsatz – Rückkehr müssen als gesamtheitlicher Prozess und Teil einer systematischen Karriereplanung wahrgenommen werden, in welcher ein Element das andere bedingt.»

Entsprechend sei «auf den Ersteinsatz von Personen kurz vor der Pensionierung zu verzichten, da ihre Erfahrungen nach der Rückkehr der Bundesverwaltung nicht mehr zur Verfügung stehen.» Genau das trifft bei Baumgartner aber zu.

Neues Ungemach

«Es wirft natürlich Fragen auf, wenn der Bundesrat der GPK gegenüber das eine verspricht, und dann bei einer schwierigen Personalentscheidung das Gegenteil davon tut» sagt GPK-Mitglied und SP-Nationalrat Cédric Wermuth. Die Versetzung Baumgartners nach Washington stehe im Widerspruch zu den Zusicherungen des Bundesrats von 2007.

Nationalrat Cedric Wermuth, SP-AG, verfolgt die Debatte an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete,  am Freitag, 29. September 2017, in Bern. (KEYSTONE/ Peter Schneider)

«Dem Bundesrat auf die Finger schauen»: SP-Nationalrat Cédric Wermuth fordert Antworten. Bild: KEYSTONE

Zu den Aufgaben der GPK gehöre die Oberaufsicht über die Personalführung in der Bundesverwaltung: «Wir haben die Pflicht, dem Bundesrat auf die Finger zu schauen. Wir werden uns das sicher anschauen.» An einer der nächsten GPK-Sitzungen soll Verteidigungsministerin Viola Amherd (CVP) erklären, wie der Entscheid zustandegekommen ist.

Einer, der Amherd bereits zum Thema befragt hat, ist Grünen-Nationalrat Balthasar Glättli, Mitglied der Sicherheitspolitischen Komission (SiK). Dass der Bundesrat sein Versprechen von 2007 bricht, empfindet er als «problematisch ». In diesem Fall hätten zwar auch teilweise nachvollziehbare, andere Überlegungen eine Rolle gespielt: «Aber ich hoffe sehr, dass das Beispiel keine Schule macht», sagt Glättli.

An der Kommissionssitzung vom Montag habe Viola Amherd Auskunft zum Fall Baumgartner gegeben, etwa zur Entscheidfindung im Bundesrat und zu den im Personalrecht vorgesehenen Möglichkeiten. Viele offene Fragen hätten geklärt werden können, fasst Glättli den Auftritt Amherds mit Verweis aufs Kommissionsgeheimnis zusammen.

Die Rechtfertigung

Auf Anfrage von watson verteidigt man beim Verteidigungsdepartement VBS die Versetzung Baumgartners als regelkonform. Das Auswahlverfahren sei gemäss den «Weisungen des VBS für die Vorbereitung von Ernennungen von höheren Stabsoffizieren zuhanden des Bundesrates», sagt VBS-Sprecher Lorenz Frischknecht. Baumgartner durchlaufe ordnungsgemäss die halbjährige Ausbildung zum Verteidigungsattaché.

Die BundesrŠtin Viola Amherd, links, und der Chef Armee Philippe Rebord, rechts, beim eintreffen anlaesslich der Delegiertenversammlung der Schweizerischen Offiziersgesellschaft SOG vom Samstag, 16. Maerz 2019 im Kloster Einsiedeln. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

«Im Interesse des Arbeitgebers»: Das VBS von Bundesrätin Viola Amherd (CVP) verteidigt die Personalie. Bild: KEYSTONE

Nur ausweichend beantwortet wird die Frage, weshalb Baumgartner nach Washington beordert wurde, obwohl er danach nicht mehr in die Verwaltung zurückkehrt. «Im vorliegenden Fall zählen die Erfahrungen, die Korpskommandant Baumgartner in seiner neuen Funktion zur Geltung bringen kann», erklärt Frischknecht. Er verweist auf das speziell anspruchsvolle Anforderungsprofil für den Attachéposten in Washington: «Herr Baumgartner bringt unter anderem aufgrund seiner Aus- und Weiterbildung, seiner Leistungen und seiner Erfahrung die besten Voraussetzungen und Kompetenzen in diese Funktion mit.»

Bei der Ernennung Baumgartners hätten politische Überlegungen keine Rolle gespielt: «Die Versetzung erfolgte im Interesse des Arbeitgebers VBS und im Einvernehmen mit Korpskommandant Daniel Baumgartner.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Jasmin Nyff 03.05.2019 09:49
    Highlight Highlight Ja da sieht man doch mal wieder die haben keine Ahnung wo her das Geld kommt, sonst würde man solche "Geschenke" nicht machen.
    Ach wir armen Steuerzahler wann wird endlich bei den Abstimmungen darauf geschaut welche Leute gewählt werden die nicht jeden Exzess mit unterstützen
  • Werner Zwahlen 03.05.2019 08:59
    Highlight Highlight Soviel saufen und fressen können sich nur die mit Spesen leisten...
  • Yogi Bär 03.05.2019 07:49
    Highlight Highlight Dies zeigt wieder einmal mehr die Schwäche der Bundesrates auf! Zuerst wird der Herr der sich etliches zu Schulden hatte, beim gleichen Gehalt als Attàche abgeschoben. Nun als man dies bemerkte (Presse und Öffentlichkeit) in den Ruhestand versetzt. Peinlich peinlich....
    • ands 03.05.2019 09:36
      Highlight Highlight Ich rate dir, jeweils den Artikel zu lesen, bevor du kommentierst. Dein Kommentar macht überhaupt keinen Sinn.
      Der Bundesrat hat entschieden, Baumgartner zum Attaché zu berufen. Dass er *anschliessend* in den Ruhestand gehen wird, war damals bereits klar.
    • Yogi Bär 03.05.2019 09:58
      Highlight Highlight ands vielleicht sollte man die Zusammenhänge erkennen...
    • Gonzolino_2017 04.05.2019 12:19
      Highlight Highlight Yogi, ands hat im Gegensatz zu dir die Zusammenhänge erkannt! Der Weg von Baumgartner war immer klar: Attache und dann - altersbedingt in den Vorruhestand! Das ist übrigens kein VBS Furz, sonder im Bundespersonalgesetz so geregelt! Und nein, Baumgartner hat sich eben nichts strafrechtlich relevantes zu schulden kommen lassen, dass hält der Bericht klar fest - deshalb auch kein Verfahren und keine Entlassung! Was nicht heisst, dass es in Ordnung war, was er getan hat ... deshalb wollte man ihn auch aus der Schusslinie nehmen und versetzen ...
  • Andreas von Arx 03.05.2019 07:36
    Highlight Highlight Hätte ihn nach Moskau geschickt. Seine Trinkfestigkeit ist dokumentiert
  • Quecksalber 02.05.2019 23:41
    Highlight Highlight Riesenlohn, Spesenexzess und Versetzung nach Trumpistan. Passt schon alles zusammen.
  • Kong 02.05.2019 23:26
    Highlight Highlight Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus... kein Wunder hat da einer in Bundesbern noch ein Jöbbli für den Topshot geortet.
    Exzesse gibts auch in der Privatwirtschaft. Aber dann zahle ich nicht als Steuerzahler die Zeche...
    • Zerschmetterling 04.05.2019 11:54
      Highlight Highlight Nein, in der Privatwirtschaft bezahlst du als Kunde/Endverbraucher die Zeche... 👍
  • Lucida Sans 02.05.2019 23:22
    Highlight Highlight Weshalb hat man im Artikel vergessen zu erwähnen, dass Herr B. sein Einkommen steuerfrei erhält? Also, die Kohle unversteuert einstreichen kann?
  • Paulxanta 02.05.2019 21:33
    Highlight Highlight Was soll das ? Es ist bekannt, dass in der Armee immer gemauschelt wurde. Und jeder sich seine Taschen voll machte! Sei es mit Übungen um dem Kommandanten das Holz fürs Cheminee vor zu bereiten. Oder Lebensmitteleinkäufe in Wein zu verwandeln! Die Armee war immer schon korrupt und darum ist es gut wenn er nach Amerika geht! Da kann er uns noch besser verschachern 🙊😈🌚
  • Hasek 02.05.2019 21:27
    Highlight Highlight So ist sie halt, die beste Armee der Welt. Wer anderswo nen Schuh in den Hintern kriegen würde, wird da mit einem Pöstli und nem >300'000 Salär versorgt. Das arme Militär braucht ja mehr Geld, wird ohne Pause gejammert. Damit sich die Berufsmilitärs ihre Spielzeuge leisten und sich mit dem Geld der wirklich arbeitenden gesund stossen können... na prost
  • Nicolas D 02.05.2019 20:58
    Highlight Highlight egal. .....
    Play Icon
  • Nid_übertriebe 02.05.2019 20:47
    Highlight Highlight Okay die Spesenaffäre ist passiert! Ich glaube eher, dass der KK das ganze ausbügeln muss, was eigentlich in der Armee früher ‚Gang und gäbe‘ war und jetzt, auch zu Recht, nicht mehr toleriert wird!
    Aber den KK als schon fast Persona Nongrata in den Medien zu behandeln, ist übertrieben! Der KK Baumgartner ist und bleibt für mich zumindest ein Macher und er hat, wer schon mit ihm zusammengearbeitet hat, die Armee ein Stück weiter gebracht!
    Entschuldigung wer es anders sieht, aber ich ziehe meinen Hut vor seiner Leistung und er wäre ein würdiger CdA geworden!!!
    • Aladdin 03.05.2019 05:53
      Highlight Highlight @Nid übertribe: Du schreibst: “Er wäre ein würdiger CdA geworden!“
      CdA = Caran d’Ache. Du siehst ihn also als Farbstift? Oder: Abkürzungen sind Glückssache.
    • Jasmin Nyff 03.05.2019 09:54
      Highlight Highlight Na dann viel vergnügen beim beteiligen des Salärs, ist doch flott das es Leute gibt die das auch noch positiv sehen wenn der Steuerzahler das bezahlen muss
    • Gonzolino_2017 04.05.2019 14:16
      Highlight Highlight Das glaube ich jetzt so nicht! Wäre er hingestanden und hätte sich entschuldigt, wäre es wohl etwas anderes gewesen! Er hat aber zum Schluss noch behauptet, der Bund hätte halt kein Spesenreglement - was völliger Blödsinn ist! Der Bund hatte schon immer ein eher strenges Spesenreglement! Wir sprechen von „Vertrauensspesen“ in der Chefetage der HSO, welche ausgenutzt worden sind! Da kann er machen was er will, dass gehört sich nicht und da muss man auch nichts schönreden!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Charles, Prince of Wales 02.05.2019 18:17
    Highlight Highlight Da lebt es sich sicher angenehmer als in den Unterkünften im WK.
  • loquito 02.05.2019 18:11
    Highlight Highlight Mimimi sozialschmarotzer... Mimimi ausländer... Die Realität sit doch, dass Steuern genau im Militär am fahrläsigsten verballert werden...
    • Neruda 02.05.2019 20:06
      Highlight Highlight Bei Sozialschmarotzer kommen mir immer Berufsmilitär in den Sinn...
  • Hoftof 02.05.2019 17:49
    Highlight Highlight Er hat (bewiesen) 1x über die Strengen geschlagen und bei den Spesen unrecht getan. Sagen wir mal davon aus dies ist wirklich nur 1x passiert. Wieso wird er jetzt so zerpflückt? Ich glaub jeder mit 57 hat mal einen grossen Bock bei der Arbeit geleistet. Baumgartner hat unglaubliche Erfahrung in seinem Bereich und ist für diesen Posten sicher eine gute Wahl. Seit froh gibt es die Armee, in vielen "Notlagen" waren die Schweizer schon froh. ( nicht Krieg sondern Naturnotlagen)
    • Pafeld 02.05.2019 22:28
      Highlight Highlight Ich hatte das Vergnügen unter (damals noch Oberst) "Baumi" (wie er liebevoll genannt wurde) eine Ausbildung unter anderem in Thun zu machen. Ich kann daher bestätigen, dass er schon vor knapp 10 Jahren ein abgehobener Militärkopf war, den niemand in der Truppe wirklich ernst nehmen konnte. Die komplette Autorität war ausschliesslich grad- und nicht funktionsbasiert. Also der eine Spesenskandal hat "Baumis" Glaubwürdigkeit intern sicher nicht noch mehr geschadet. Es ist eher eine bequeme Ausrede, um ihn aus der Schusslinie zu nehmen, weil er nichts falsch gemacht haben soll.
    • Aladdin 03.05.2019 05:56
      Highlight Highlight Für Naturnotlagen braucht es einen Katastrophenschutz und kein Militär mit Kanonen und anderem Kriegsmaterial.
  • TheDoctor 02.05.2019 17:23
    Highlight Highlight 300'000.- CHF?!?!?! Und dann gibts auch noch Spesen bei jeder Gelegenheit? Geht's eigentlich noch?!
  • Leader 02.05.2019 17:18
    Highlight Highlight Schade Frau Bundesrätin, gut ins Amt gestartet, jetzt bereits ins Trudeln gekommen.
    Ist dieser Höhere Stabsoffizier dies wert?
    Grösse zeigt auch, wer einen Entscheid rückgängig macht!
    Also!
  • Mutbürgerin 02.05.2019 16:53
    Highlight Highlight 4 Jahre networken im Ausland, anschliessend Pensionierung mit 60 und vermutlich dann als privater Berater noch ein wenig die Rüstungsindustrie melken. Wo genau ist der nachhaltige Nutzen für die Schweiz?
  • H.P. Liebling 02.05.2019 16:25
    Highlight Highlight Heieiei, ich hätte also doch eine Militärkarriere machen sollen. Dumm, hat es mir nach 21 Wochen RS so dermassen abgelöscht. Im Nachhinein: Kurz in der OS ein bisschen durchbeissen, dann grosszügige Löhne absahnen, einen Dienstwagen gestellt bekommen und für Fr. 1.00/Liter Benzin tanken, schön frühpensionieren lassen und eine nette Rente abgreifen... und den ganzen Tag über den AV-Platz stolzieren und irgendwelche Soldaten und Rekruten ins Achtung klöpfen. Hach, wäre das ein schönes Berufsleben. Schade, dass ich etwas Anständiges gelernt habe....
    • covfefe2go 03.05.2019 12:38
      Highlight Highlight @H.P.
      So einfach ist es leider auhc wieder nicht. Nach der OS können sie noch ein Paar Jahre WK Leisten bis sie Oberleutant oder Hautmann sind, dann einige Jahre an die MILAK und anschliessend dürfen sie als Junger Berufsoffizier 10 Jahre lang all die Scheisse mache die die alten Ofiiziere nicht mer machen wollen. Und wenn sie Glück haben werden sie irgendwann nach 20 Jahren mal Oberst oder Brigadier.

      Aber dafür müssen sie für das Benzin gar nichts Bezahlen. Nicht einmal Fr. 1.00/Liter :-)
  • Mikey51 02.05.2019 16:23
    Highlight Highlight Nicht vergessen die horrende Miete der Wohnung (Residenz). Dieser Spesenreiter kostet uns im Jahr inkl. Lohn, Sozialleistungen, Spesen usw. locker eine halbe Mio. Franken. Wir müssen uns fragen, ob diese Ausgaben der Schweiz auch das bringt, was diese Ausgaben rechtfertigen.
    Benutzer Bild
    • Leider Geil 02.05.2019 21:08
      Highlight Highlight Halbe million ist eher tief geschätzt... und der fliegt sicher nicht economy alle zwei, drei wochen über den teich oder sonst wo hin... da zahl ich doch gerne jeden franken steuern!
  • MadPad 02.05.2019 16:12
    Highlight Highlight Ich glaube das VBS hat mehr damit zu tun sich selbst zu verteidigen als die Schweiz. 😉
    • Pakart 02.05.2019 16:46
      Highlight Highlight Sehr schön auf den Punkt gebracht 👍!
  • AllknowingP 02.05.2019 16:11
    Highlight Highlight 300k als KK & Pensionsalter 60ig !

    Ich muss Kotzen.
  • Panettone 02.05.2019 16:08
    Highlight Highlight ... selbstverständlich geht es um Steuergelder, aber letztendlich geht es auch um ca. CHF 60.00/Person (28 Personen x die Angaben von Watson zur Konsumation).
    Wahrlich eine unglaublich „eindrückliche“ Menge (CHF 1680.00) 🤷🏼‍♂️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gummibär 02.05.2019 16:07
    Highlight Highlight Das goldene Fallschirmchen ..........
  • SJ_California 02.05.2019 16:05
    Highlight Highlight Wieso wird die Option Entlassung nicht diskutiert? Die Schweiz hat bestimmt bessere Leute für diesen Posten zu bieten.

    Und wenn er schon deutlich mehr verdient als die anderen Verteidigungsattachés müsste er ja ein Hammer-Attaché sein...
    • BaBa17 02.05.2019 23:26
      Highlight Highlight Ja und das bei doppeltem Lohn und 6 monatiger Weiterbildung. Ergo wird auch mehr in die Pensionskasse einbezahlt für genau nichts. Da er ja danach direkt pensioniert wird.
  • Bert der Geologe 02.05.2019 15:49
    Highlight Highlight Braucht es keinen Steinattaché auf Tahiti? Ich würde auch für 180'000 pro Jahr und einer kleineren Spesenabrechnung dort nichts machen.
    • Bangarang 03.05.2019 16:25
      Highlight Highlight Hey! Das ist mein Platz ....
  • ralck 02.05.2019 15:30
    Highlight Highlight Zum Glück habe ich gerade die Abgaben für 2018 gezahlt. Jetzt weiss ich, dass meine drei Prozent für etwas Gutes gebraucht werden. Das Geld hätte ich sonst bestimmt nur versoffen.
    • Pisti 02.05.2019 16:06
      Highlight Highlight Jetzt versaufen es halt die Militärkader anstatt du. 😀
    • Hein Doof 02.05.2019 16:07
      Highlight Highlight Bei solchen Geschichten reizt es mich mit 34 nochmals für tauglich erklären zu lassen um die letzten paar Tage doch noch zu absolvieren.
  • Cyberpunk 02.05.2019 15:21
    Highlight Highlight Hier könnte man auch geld holen für ein bedingungsloses grundeinkommen.. Ist doch dekadent, dass solche militärische Führungskräfte CHF 189'635 - 300000.- jahreslohn erhalten.. geschweige der abstellgleis option für nicht zuteilbare kaderangehörige. Das ein bundesangestellter welches sein ganzes leben lang im schichtbetrieb gearbeitet hat, mit 60 in die rente dürfte, fände ich absolut legitim. In diesem fall mit d.baumgartner finde ich es aber absurd.
    • Gantii 02.05.2019 20:58
      Highlight Highlight nicht vergessen: das einkommen ist steuerfrei!
  • Theor 02.05.2019 15:19
    Highlight Highlight "Im vorliegenden Fall zählen die Erfahrungen, die Korpskommandant Baumgartner in seiner neuen Funktion zur Geltung bringen kann"

    Also Spesenexzesse betreiben und mit absurd hohem Lohn noch den Steuerzahler abzocken? Stimmt schon, unter Trump könnten solche Qualitäten einem quasi Diplomaten schon helfen.

    Ansonsten ist Baumgartner leider komplett inkompetent. Ein borniertes Relikt aus den 80iger Jahren, das es leider besonders in der Armee zu Hauf gibt.
  • Jason96 02.05.2019 15:08
    Highlight Highlight Unverschämt, undurchsichtig und meiner Meinung nach eine Frechheit. Nicht nur dass er seinen hohen Lohn behalten kann, auch kein strafrecthliches Verfahren oder sonst irgendwas. Bravo, moll, super.
  • Le_Urmel 02.05.2019 15:05
    Highlight Highlight Das ist nur der Neid der Linken. Der Mann ist verdient lasst ihn mit 60 in den Ruhestand und einem Gehalt von 300.000 Stutz.

    Er hat mehr geleistet als jede Krankenschwester, jeder Altenpfleger und jeder Büezer im Schichtdienst.

    Er hat die Schweiz im Spesenkampf erfolgreich gegen die Kommunisten verteidigt und die einheimische Wirtschaft erfolgreich angekurbelt. Er müsste eigentlich noch befördert werden.
    • Baccara aka Shero 02.05.2019 15:19
      Highlight Highlight ...vor lachen leider geblitzt, anstatt geherzt, verzeih mir und rechne -1!
    • Soufaa 02.05.2019 15:21
      Highlight Highlight Ah, die Ironie noch gefunden. Puh! 😂😂
    • Theor 02.05.2019 15:34
      Highlight Highlight Hab zu früh geblitzt, sorry 😂
    Weitere Antworten anzeigen
  • MacB 02.05.2019 15:01
    Highlight Highlight Am besten am Bericht gefällt mir das Foto am Schluss mit der lächelnden Viola Amherd. Ich mag sie und hoffe sehr, dass sie den "verhockten" Laden ein wenig aufmischt.
    • 7immi 02.05.2019 15:26
      Highlight Highlight Verhockter Laden? Idioten gibt es überall, auch bei Departementen mit weniger Medienpräsenz. Beim VBS schaut man einfach immer sehr genau hin. Dennoch erfüllte die Armee bisher sämtliche Aufgaben und die Zusammenarbeit wird aus Sicht ziviler Behörden immer gelobt. Somit scheint es gar nicht so übel zu sein...
    • MacB 02.05.2019 15:32
      Highlight Highlight Ja, vieles hat sich verbessert aber genauso vieles ist prozesstechnisch noch auf dem Stand Ende 80er. Die Welt dreht sich heute schneller, während man sich im VBS noch zum gleichen Rapport trifft, wie vor 50 Jahren.

      Aber vieles hat sich auch gebessert ganz klar.
    • AllknowingP 02.05.2019 16:14
      Highlight Highlight Wenn es keine wirklichen Aufgaben gibt ist es auch einfach diese zu erfüllen....

      (Ausnahme Katastrophenschutz)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hein Doof 02.05.2019 14:49
    Highlight Highlight Immerhin wissen wir wofür unsere Steuern rausgeballert werden.
    • demian 02.05.2019 14:59
      Highlight Highlight Aber wenn ich sowas lese, dann könnt ich kotzen. Da werden Leute für Fehlverhalten noch belohnt.
    • Trollerix 02.05.2019 17:46
      Highlight Highlight Geht mir au so, @demian. Das kann man nicht besser oder schöner ausdrücken, als ‚zum Kotzen‘. Da fehlt es den Damen und Herren in Bern an Feingefühl.

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