Schweiz
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Die F-5-Tiger-Jets der Fliegerstaffel Patrouille Suisse überflogen am Samstag irrtümlicherweise Mümliswil-Ramiswil im Kanton Solothurn statt Langenbruck im Kanton Baselland. (Archivibild)

Statt in Langenbruck machte die Patrouille Suisse im Nachbardorf einen Überflug. Bild: KEYSTONE

«Das ist extrem peinlich» – der Chefpilot der Patrouille Suisse zum Super-Fail

Eigentlich sollte die Patrouille Suisse ihre Flugshow am Samstag über Langenbruck BL zeigen. Eigentlich. Tatsächlich performten sie über Mümliswil SO. Wie konnte das passieren?



Der Spott war ihr gewiss: Die Patrouille Suisse hat am Samstag das Ziel eines Überflugs um rund sechs Kilometer verfehlt. Statt über Langenbruck BL flogen die Jets der Luftwaffe über Mümliswil im Nachbarkanton Solothurn. Jetzt erklärt sich der Chefpilot Gunnar Jansen.

«Rund 20 Sekunden bevor wir in Langenbruck waren, erreichte mich die Meldung, dass ein Helikopter in unsere Sperrzone geflogen ist», so Jansen gegenüber Radio 1. Er habe dann einige Sekunden gebraucht, um die Meldung einzuordnen und zu schauen, wo sich der Helikopter genau befindet und wo der Flugweg der Patrouille durchführt. Während dieser Zeit sei die Staffel über Langenbruck hinweggeflogen.

Das Patrouille Suisse Team 2015, Capt Gael Lachat

Gunnar Jansen. Bild: KEYSTONE

Als er kurze Zeit später nach unten sah, präsentierte sich Jansen ein grosses weisses Festzelt. Jansen war in diesem Moment überzeugt, dass es sich um das Festgebiet von Langenbruck – das er selber noch nie gesehen hatte – handelt. Er habe dann die nächsten Überflüge auf dieses Festzelt eingeteilt.

«Ich habe erst am Boden erfahren, dass ich am falschen Ort war. Mir persönlich hat es natürlich extrem leid getan für die Leute in Langenbruck.» Und es sei natürlich ein extrem peinlicher Fehler.

In Langenbruck befand sich weder ein Speaker noch ein Kommandant am Boden, der eine Funkverbindung mit der Staffel gehabt hätte. Dies, weil es sich nur um Überflüge, nicht aber um eine ausgewachsene Flugshow gehandelt habe. Dadurch hat Jansen auch niemand vom Boden aus auf den Fehler aufmerksam machen können.

Um ein solches Malheur künftig zu verhindern, werde die Patrouille Suisse bei Überflügen in schwierigerem Gebiet einen Kommandanten mit Funkgerät am Boden postieren, der Funkverbindung mit dem Chefpiloten halten soll.

Kein GPS

Laut Armeesprecher Reist ist der Irrtum nicht besorgniserregend. Die Flieger der Patrouille Suisse, alles Tiger F-5E, seien mit Navigationsinstrumenten bestückt, die über 40 Jahre alt seien.

«Navigiert wird mit Karte, Filzstift und auf Sicht.» GPS oder andere moderne Technik suche man in diesen Flugzeugen vergeblich. Deshalb seien die Jets auch nicht mehr für Kampfeinsätze geeignet und würden auch nicht dafür eingesetzt. «Im Ernstfall würde man damit gar keine Ziele anfliegen», sagte Reist.

Das gesamte Interview bei Radio 1:

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Video: watson

(meg/mlu)

Spektakel in der Luft – die Patrouille Suisse

Was passiert mit den Tiger Kampfjets der Schweiz?

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ron Collins 09.07.2019 16:39
    Highlight Highlight Ist das jetzt ein sommerfüller oder staatsaffäre?
    Die beliebte und tolle Patrouille Suise hat mal einen kleinen Fehler gemacht! Januuuu...dafür hatten andere auch freude dran. Müssen die Medien nun draufdreschen?? Nicht nötig.
  • Dörfu 09.07.2019 13:16
    Highlight Highlight Mein Auto ist auch 20 Jahre alt und es hatte auch kein Navi mit GPS.
    Könnte mann in diesen Flugzeugen nicht auch noch ein Händyhalter anschrauben. Dann USB Ladegerät in den Zigarettenanzünder stecken.
    Und schon hat das Flugzeug sein Upgrade.
    Wir brauchen keine neue Flugzeuge, heute hat ja jeder ein Smartphone.
  • theshark 08.07.2019 20:24
    Highlight Highlight humanum est , ignoscere divinum. Nochmals weil ihr ja so viel Artikel daraus macht.
  • timisuh 08.07.2019 16:57
    Highlight Highlight 🤷🏻‍♂️
    Benutzer Bildabspielen
  • Luzifer Morgenstern 08.07.2019 16:19
    Highlight Highlight Ist nicht do schlimm. Ich bin auch schon in Zürich gelandet, weil sich der Pilot beim Karten lesen nicht so für Basel interessiert hat.

    Kann ich verstehen.
  • Donald 08.07.2019 15:45
    Highlight Highlight Der Könnte sich ja einfach z.B. Garmin Pilot auf sein iPad laden. Dann hätte er GPS :)

    https://apps.apple.com/us/app/garmin-pilot/id340917615
  • Spiessvogel 08.07.2019 15:36
    Highlight Highlight Wenn es wirklich stimmt, dass die Tiger F-5E mit einem 40-jährigem Navigationssystem ausgerüstet sind, dann wurden wir von der besten "Armee der Welt" über Jahrzehnte sträflich hinters Licht geführt. Dann haben uns ein paar flugbegeisterte Lausbuben mit viel Lärm weisgemacht, zum Schutze unseres Luftraums unterwegs zu sein. In Wirklichkeit Ist diese hochgelobte Truppe unfähig, einen im Voraus bekannten Ort anzufliegen. Als Steuerzahler frage ich mich: Bin ich bei einer kommenden Abstimmung gewillt, Mittel für ein derart desaströs Geschwader zu sprechen.‘"
    • Anded 08.07.2019 16:08
      Highlight Highlight Hinweis: Die Patroille Suisse ist NICHT für den Schutz des Luftraums zuständig. (Auch die anderen Tiger sind das seit Jahren nicht mehr.)
      Genau so wenig sind die Pilatus Propellermaschinen dafür zuständig. Trotzdem haben die Maschinen ihre Funktion in der Luftwaffe.
    • Zauggovia 08.07.2019 16:15
      Highlight Highlight Wenn es wirklich stimmt, dass du gedacht hast, die Patrouille Suisse ist zum Schutze des Luftraums unterwegs, dann zweifle ich an deinen Kompetenzen als Staatsbürger mit Stimmrecht.
    • Ich hol jetzt das Schwein 08.07.2019 16:20
      Highlight Highlight So kann man es natürlich auch sehen... Die F-5E Tiger II, die die Schweizer Armee einsetzt haben Baujahre zwischen 1976 und 84. GPS wurde von der US-Armee Ende der 1970er-Jahre entwickelt. Glaubst du, dass man jetzt einfach mal so ein Garmin mit Saugnapf an die Kanzel klatscht und gut ist? Wohl kaum, oder? Überhaupt niemand hat uns hinters Licht geführt, die Armee sagt schon seit Jahren, dass diese Flugzeuge nicht mehr annähernd für die Luftverteidigung tauglich sind! Genau deine Argumentation müsste dich ja dazu bringen, unbedingt für die Beschaffung neuer Flugzeuge zu sein!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dä isches gsi 08.07.2019 15:25
    Highlight Highlight Konnte man die Show von Langenbruck aus gar nicht sehen? Sie haben echt einen grossen Radius geflogen. Auch in Olten konnte man sie wahrnehmen. Mir hats gefallen. 😄
  • Bio Zitronensaft 08.07.2019 15:14
    Highlight Highlight Zusammengefasst:

    Diese Flugzeuge, die jährlich Millionen an Betriebs- und Unterhaltskosten verschlingen, wären im Ernstfall so nützlich wie ein Fahrrad.

    #merhändsja
    • wonderwhy 09.07.2019 00:14
      Highlight Highlight Eben, die Flieger kommen im Ernstfall nicht zum Einsatz...
  • Wander Kern 08.07.2019 14:42
    Highlight Highlight Wenigstens kann ich meinem Partner jetzt sagen, dass die bei der Patrouille Suisse sich auch mal auf der Karte vergucken. Imfall!
  • The oder ich 08.07.2019 14:26
    Highlight Highlight
    Benutzer Bildabspielen
  • atorator 08.07.2019 14:15
    Highlight Highlight No big deal. Nächstes mal einfach das Smartphone mutnehmen und das Navi starten :-)
  • Froggr 08.07.2019 13:56
    Highlight Highlight Super Reaktion! Macht die Armee und die Fliegerstaffel gleich noch ein Stück sympathischer. So muss das sein
  • m:k: 08.07.2019 13:47
    Highlight Highlight Daraus muss man jetzt auch keine Staatsaffäre machen. Sympathisch wie der Chefpilot Verantwortung übernimmt, man merkt, dass es ihm leid tut.
  • Herr Kules 08.07.2019 13:46
    Highlight Highlight Klar ist sowas peinlich. Aber hey, jeder Mensch macht Fehler.
  • Hü Hopp Hü 08.07.2019 13:44
    Highlight Highlight Dank dem Artikel und dank einem bekannten Onlinekartendienst weiss jetzt auch ich jetzt wo die beiden Orte liegen.
    Die Geschichte ist amüsant.
    • Korrekt 08.07.2019 14:00
      Highlight Highlight Falls sie sich einen Besuch überlegen. Langenbruck BL lohnt sich garantiert nicht. Da macht sogar der Volg Mittagspause.
    • pontian 08.07.2019 14:16
      Highlight Highlight @Korrekt, je nach Interesse lohnt sich Langenbruck schon. Man kann sehr schön im Jura (Gebirge, nicht Kanton) Wandern, von der Bölchenfluh gibts z.B. einen super Ausblick auf die Alpen. In der Gegend finden sich für historisch interessierte auch Befestigungen und Schützengräben aus dem 1. Weltkrieg. Das Kloster Schönthal aus dem 10 Jh. ist auch einen Besuch wert, genauso wie die um das Kloster herum in der Natur platzierten Kunstwerke:

      http://www.schoenthal.ch/skulpturenpark.php

      Ausserdem hats einen Solarbob und einen Kletter-/Seilpark.

      Und nein, ich bin nicht (direkt) von dort. :)
    • Korrekt 09.07.2019 11:09
      Highlight Highlight @pontian Jaja das erzählt ihnen die lokale Tourismusoffensive. Wenn Sie mal 3 Wochen basellandschaftlichen Zivilschutzgrundkurs in Langenbruck (sic!) besucht haben, dann freuen Sie sich am Abend wieder auf so tolle Nachbarorte wie Waldenburg BL oder Egerkingen SO.
  • G. Samsa 08.07.2019 13:35
    Highlight Highlight Dumm gelaufen. Klingt jedoch plausibel und kann offensichtlich passieren.
  • Mat_BL 08.07.2019 13:33
    Highlight Highlight Naja, Fehler können passieren, doch ich nehme mal an, dass bei der Flugvorbereitung hoffentlich schon bemerkt wurde, dass Langenbruck BL mitten auf der Passhöhe des oberen Hauenstein liegt - aber Mümliswil SO im Talgrund.
    • ands 08.07.2019 14:27
      Highlight Highlight Der Höhenunterschied beträgt 130 Meter. Beide Orte liegen in einem Talkessel und sind von Hügeln oder Bergen umgeben. Die Topographie ist ziemlich ähnlich und eine Verwechslung ist gut möglich, wenn man die Orte nur von der Karte kennt.

Patrouille Suisse zeigt Flugshow – über dem falschen Dorf🙈

Der Fail der Woche: Statt über Langenbruck BL zeigte die Patrouille Suisse am Samstag ihre Flugkünste im Nachbarort. Der Grund lässt aufhorchen.

Anlässlich des 100. Todestages des Schweizer Luftfahrt-Pioniers Oskar Bider hätte die Patrouille Suisse am Samstag seinen Geburtsort Langenbruck BL überfliegen und eine 15-minütige Flugeinlage zeigen sollen.

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