Schweiz
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Der gelbe Riese gibt Gas: Höherer Gewinn und besseres Betriebsergebnis bei der Post

Ein LKW der Post steht vor dem Paketzentrum, am Dienstag, 23. September 2014, beim Paketzentrum der Schweizerischen Post in Haerkingen. Die Schweizerische Post erhoeht mit Blick auf den Boom im Online- und Versandhandel die Kapazitaet ihrer Paketzentren Haerkingen SO, Frauenfeld TG und Daillens VD. Statt 20'000 werden pro Anlage kuenftig 25'000 Pakete sortiert. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Bild: KEYSTONE



In einem schwierigen Umfeld hat die Post in der ersten Jahreshälfte bei Gewinn und Betriebsergebnis zugelegt. Gegenüber der Vorjahresperiode stieg der Konzerngewinn um 21 Millionen auf 391 Millionen Franken. Zu verdanken ist dies dem Ergebnis der PostFinance.

6,8 Prozent

höher ist das Betriebsergebnis vor Finanzerfolg und Steuern (EBIT), nämlich neu 504 Millionen Franken. Grund dafür sind nebst soliden Erträgen an den Finanz- und Anlagemärkten ein gutes Kostenmanagement, wie die Post am Dienstag mitteilte.

Leicht rückläufig war dagegen der Betriebsertrag. Er ging um 42 Millionen Franken auf 4,1 Milliarden Franken zurück. Drei von vier Märkten verzeichneten tiefere Ergebnisse. Einzig die PostFinance konnte ihren Betriebsertrag steigern – um 50 Millionen auf 280 Millionen Franken.

137 Millionen Franken

erwirtschaftete die Post im Kommunikationsmarkt. (Betriebsergebnis vom Vorjahr: 154 Millionen Franken). Die Ertragsabnahme bei PostMail, Poststellen und Verkauf konnte durch geringere Aufwendungen in diesen Bereichen nicht kompensiert werden, heisst es in der Mitteilung. Die Menge der adressierten Briefe sank um 0,7 Prozent, jene der unadressierten Sendungen um 1,1 Prozent.

Ein Betriebsergebnis von 65 Millionen Franken erzielte die Post im Logistikmarkt, das ist 1 Million weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Paketmenge in der Schweiz wuchs gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,2 Prozent.

PostAuto erwirtschaftete im Personenverkehrsmarkt ein Betriebsergebnis von 19 Millionen Franken (Vorjahr 25 Millionen Franken). Als Gründe für den Rückgang nennt die Post tiefere Einnahmen in Liechtenstein sowie Währungsverluste. Die Zahl der gefahrenen Kilometer ist um 0,9 Prozent gestiegen.

1 Prozent

Guthabengebühr führte die Post nach der Einführung der Negativzinsen durch die Schweizerische Nationalbank ein. Die anhaltende Überwertung des Frankens ging damit auch an der PostFinance nicht spurlos vorbei.  Im ersten Halbjahr resultierte daraus ein Neugeldabfluss von 4,433 Milliarden Franken. In den ersten sechs Monaten 2014 hatte noch ein Zufluss von 923 Millionen Franken resultiert.

1,884 Milliarden

Rückgang an Kundenvermögen verzeichnete die PostFinance. Neu beträgt das Kundenvermögen 113,115 Milliarden Franken.

Angesichts des schwierigen Umfelds geht die Post davon aus, dass die Herausforderungen in den Märkten zunehmen werden, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Dennoch erwartet die Post, die finanziellen Ziele für 2015 zu erreichen. (wst/sda)

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