Schweiz
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Die kleine, tägliche Völkerwanderung: So pendelt die Schweiz



Die kleine, tägliche Völkerwanderung: Vier Millionen Schweizer pendeln zur Arbeit, 0,8 Millionen Auszubildende zu ihren Unterrichtsstätten. Neun von zehn Erwerbstätigen waren 2017 Pendler, das heisst, sie mussten ihr Wohngebäude verlassen, um zur Arbeit zu kommen.

pendler nach arbeitsweg januar 1990 bis 2017 bundesamt für statistik

Bild: bundesamt für statistik

Die Arbeitswege werden immer länger, die Pendlerströme immer dichter: Von den Erwerbstätigen arbeiteten letztes Jahr 71 Prozent ausserhalb ihrer Gemeinde, wie neue Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigen. 1990 waren es noch 59 Prozent gewesen.

wichtigste pendlerströme schweiz 2014

Die wichtigsten Pendlerströme zwischen den Gemeinden 2014. bild: bundesamt für statistik

Im selben Zeitraum stieg der Anteil der Pendler, welche die Kantonsgrenze überquerten, von 12 auf 20 Prozent. Basel-Stadt und Zug waren gemessen an ihrer Grösse die Kantone, welche am meisten Pendlerinnen und Pendler aus anderen Kantonen anzogen. Am wenigsten attraktiv für ausserkantonale Arbeitskräfte war das Tessin.

Für über die Hälfte der Arbeitspendler war das Auto das Verkehrsmittel der Wahl. Etwa jeder sechste nahm die Eisenbahn, für etwas weniger genügte der öffentliche Strassenverkehr. Naturgemäss war die Verteilung bei den Ausbildungspendlern ganz anders: 16 Prozent benutzten das Auto, respektive den Schulbus. 41 Prozent nahmen die Eisenbahn, ein Viertel Tram und Bus. Wie bei den Arbeitnehmern auch, ging etwa jeder zehnte zu Fuss.

Bild

Die inaktive Karte gibt's hier. grafik: bundesamt für statistik

Dass Schüler, Studenten und Lehrlinge öfter die Eisenbahn benutzen, hängt nicht nur damit zusammen, dass sie selten einen Führerschein besitzen. Es liegt auch an der Anfahrtsstrecke: Arbeitnehmende haben einen durchschnittlichen Hinweg von 15 Kilometer, für den sie 30 Minuten benötigen. Auszubildende legen dagegen durchschnittlich 21 Kilometer in 40 Minuten zurück. (sda/jaw)

Pascal über egoistische Pendler

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Video: watson/Pascal Scherrer, Emily Engkent

Pendler können ab sofort ohne Emissionen unterwegs sein

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 30.01.2019 06:15
    Highlight Highlight So weit kommt es, wenn man die Siedlungsentwicklung nicht mit den Verkehrskapazitäten abstimmt!
  • thatstheshit 29.01.2019 20:50
    Highlight Highlight Die Einteilung “innerhalb des Wohnkantons“ ist so nichtssagend. Ich kann ohne Probleme 100km innerhalb des Kantons Bern fahren. Aber mit der gleichen Strecke auch 3 oder mehr verschiedene Kantone durchfahren. Eine Abstufung nach km fände ich viel interessanter.
  • Don Alejandro 29.01.2019 19:52
    Highlight Highlight Die tägliche Sardinenbüchse gib uns heute...Amen.
  • Wurstbrot 29.01.2019 18:46
    Highlight Highlight In Luzern sieht man auf Mitarbeiterparkplätzen inzwischen auch Autos aus Waldshut und Schaffhausen. Autos aus Baselland, Zürich und sämtlichen umliegenden Kantonen sind eh schon lange normal.
  • Balabar 29.01.2019 18:06
    Highlight Highlight Man könnte schlicht Wohnungen tauschen, aber wer gibt schon seine Wohnung her, bei der Marktsituation? Zudem kann der Arbeitsweg von den Steuern abgezogen werden. Ist da noch niemand draufgekommen, dass das nicht mehr zeitgemäss ist? Dorthin ziehen, wo man arbeitet ergäbe eine unglaubliche Zeitersparnis. Ist aber völlig unpopulär. Eigentlich seltsam.
    • RASL 29.01.2019 20:07
      Highlight Highlight Ist gar nicht so seltsam. Wenn man in der Familie 2 Erwerbstätige hat und 2 Kinder, ist das "dort hin ziehen wo man arbeitet" nicht ganz so einfach. Ev. arbeiten die Erwerbstätigen nicht am selben Ort und die Kinder aus der Schule nehmen und am neuen Ort einschulen, wenn man mal den Job wechselt, stösst auch auf wenig Begeisterung bei der Jungmannschaft. Dann gibts ja auch noch ein Soziales Umfeld, welches man auch nicht so gerne verlässt. Aber ohne Partner, Kinder, Freunde und Familie, wäre jeder doof, der nicht dort wohnt wo er arbeitet.
    • sowhat 29.01.2019 22:20
      Highlight Highlight Nicht per se unpopuläre, sondern nicht praktikabel. Kann man auf der Karte gut erkennen, finde ich.
      Kommt noch ein Grund dazu: Wohnung wird anscheinend heute nicht mehr so schnell gewechselt. Arbeitsstelle dafür schon. Da hat sich was gedreht. Weil die Verbundenheit um Wohnort und zur Nachbarschaft an Gewicht gewinnt. Die Verbundenheit zur Arbeit hingegen wird mit der sich reduzierenden Loyalität der Arbeitgeber immer weniger.
  • wolge 29.01.2019 17:59
    Highlight Highlight Günstig wohnen oder wenig Steuern zahlen und die Umwelt verschmutzen...
  • Gubbe 29.01.2019 16:46
    Highlight Highlight Die Pendlerei von Bern nach Zurich und umgekehrt ist nur dem mehr an Geld zu danken. Aber in Bern lebt es sich besser.
  • Merida 29.01.2019 15:59
    Highlight Highlight Sollte die Karte nicht interaktiv statt inaktiv sein? 🤔
    Danke für die verständliche Aufbereitung der Daten!
  • Posersalami 29.01.2019 14:10
    Highlight Highlight Tja, wer Mobilität säht wird Verkehrt ernten. Man muss immer im Kopf behalten, dass diese Entwicklung Resultat von politischen Entscheidungen ist. Auf gleichem Weg müssen wir diese unsinnige Verschwendung von Zeit und Energie wieder zurück drängen.

    • sowhat 29.01.2019 22:23
      Highlight Highlight Das würde bedeuten, dass die Infrastruktur sich wieder dezentralisiert und nicht mehr nur auf Ballungszentren ausgerichtet wird. Ziemlich schwierig zu drehen. Das bräuchte viel politisches Durchhaltevermögen und starken Gestaltumgswillen auf der politischen Bühne.
  • Olmabrotwurst vs. Schüblig 29.01.2019 13:48
    Highlight Highlight Is Jura goht kein Mensch...
    • pascii 29.01.2019 17:17
      Highlight Highlight heureusement pas.
  • Simon Probst 29.01.2019 13:24
    Highlight Highlight Da könnte mal wieder einer kommen mit CO2-Fingerabdruck, Klimaerwärmung und so...

    Auf der anderen Seite ist es ja zu gunsten der "wirtschaft", von dem her ists voll ok :)
  • Lörrlee 29.01.2019 13:21
    Highlight Highlight "Neun von zehn Erwerbstätigen waren 2017 Pendler, das heisst, sie mussten ihr Wohngebäude verlassen, um zur Arbeit zu kommen."
    Ist das tatsächlich die Definition eines Pendlers? Das Wohngebäude verlassen um arbeiten zu gehen, muss doch abgesehen von einer kleinen Menge an Home-Officer so ziemlich jeder, dafür braucht es keine Statistik. Ich hätte mich nie als Pendler in Basel bezeichnet, obwohl ich in Baselland wohnte.
    • Nero1342 29.01.2019 13:42
      Highlight Highlight Ich habs auch nicht kapiert 😂😂
    • ingmarbergman 29.01.2019 13:43
      Highlight Highlight Was für eine schräge Definition ist das denn? Also ist ein Bauer, der sein Wohngebäude verlässt ein Pendler wenn sein Stall ein separates Gebäude ist?
      Oder wenn ein Kind schräg über die Strasse in die Schule geht? Oder wenn ich 200m zu Fuss ins Büro gehe?
      Bei einer so weiten Definition erstaunt mich eigentlich nur, dass trotzdem so viele Leute zu Hause arbeiten bzw gar nicht arbeiten.
    • Ramy 29.01.2019 13:47
      Highlight Highlight Ich denke da war autokorrektur an oder nicht nachgedacht beim Schreiben und sollte wohl "Wohngemeinde" heissen 😂🤣
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