Schweiz
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Rachid Nekkaz waehrend einer Medienkonferenz des Islamischen Zentralrates der Schweiz, am Donnerstag, 10. Dezember 2015, in Locarno. Das im November im Tessin verabschiedete

Rachid Nekkaz, der franko-algerische Unternehmer und Burka-Bussen-Killer.
Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

In Therwil wird der Burka-Bussen-Terminator nicht bezahlen: «Der Händedruck gehört zum Zusammenleben»



Der Streit um den Händedruck an der Sekundarschule in Therwil geht in die nächste Runde: Am Tag nach dem Machtwort der Bildungsdirektion kündigt der sektiererische Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) juristische Schritte an. Gemäss Informationen der «Basler Zeitung» planen die beiden muslimischen Schüler zudem, die Grussgeste nach wie vor zu verweigern. Der Familie drohen horrende Bussen von bis zu 5000 Franken.

Ein Fall für den franko-algerischen Unternehmer Rachid Nekkaz, der bereits Bussen gegen das Verbot der islamischen Vollverschleierung in der Öffentlichkeit begleicht? Gegenüber watson findet der 44-Jährige klare Worte, sowohl an die Adresse der beiden Schüler, als auch an die Schweizer Behörden:

«Ich verteidige die Grundrechte und ich bin für das Zusammenleben. Die Dummheit der Menschen werde ich nie verteidigen, egal aus welcher Ecke sie kommt. Einander die Hand zu geben, gehört zum Zusammenleben. Aber die Weigerung zum Händedruck unter Busse zu stellen, zeugt von Sturheit.»

Rachid Nekkaz

Nora Illi, links, und Rachid Nekkaz, rechts, sprechen miteinander waehrend einer Medienkonferenz des Islamischen Zentralrates der Schweiz, am Donnerstag, 10. Dezember 2015, in Locarno. Das im November im Tessin verabschiedete

Rachid Nekkaz (rechts) kündigt in Locarno an, alle anfallenden Bussen im Zusammenhang mit dem Tessiner «Anti-Burka-Gesetz» zu bezahlen (10.12.2015).
Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Dann macht er klar, dass er in Therwil sein Scheckbuch nicht zücken wird:

«Ich werde keine Bussen bezahlen für die Weigerung zum Händedruck an einem Ort der Begegnung wie es Schulen und Universitäten sind. Das würde ein sehr schlechtes Bild von der Umgänglichkeit der Muslime im Westen vermitteln. Die Schule ist das universelle Erbe des Zusammenlebens.»

Rachid Nekkaz

Und worin liegt der Unterschied zur Vollverschleierung?

«Ich bezahle alle Bussen im Zusammenhang mit der Vollverschleierung auf der Strasse, denn sie entspricht einer Freiheit im öffentlichen Raum. Die Strasse ist das universelle Erbe der Freiheit in unseren Demokratien.»

Rachid Nekkaz

Nekkaz anerkennt, dass hier «ein echtes Problem» vorliegt. Statt Bussen und Verweigerung empfiehlt er, es über die «Erziehung und die Diskussion» zu lösen.

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47
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    Alle Leser-Kommentare
  • Ghost 28.05.2016 23:33
    Highlight Highlight Respekt vor Herr Nekkaz.
  • The Firefighter 27.05.2016 20:36
    Highlight Highlight Der Händedruck wird überbewertet.
    • giguu 28.05.2016 09:09
      Highlight Highlight Naja, trotzdem geht es diesen extremen nur darum zu provozieren, damit sie ihre opferrolle leben können. Für mich als "ausländer" aus dem arabischen raum sind solche leute abschaum. Integration zu verweigern sollte stärker geahndet werden
  • Spooky 27.05.2016 19:16
    Highlight Highlight Ich finde es sowieso einen Unsinn, dass die Schüler einer Lehrperson die Hand geben müssen. Es nimmt mich wunder, wann das in der Schweiz zur Gewohnheit wurde und auch warum es zur Gewohnheit oder sogar zu einer Verpflichtung geworden ist. Früher mussten wir weder der Lehrerin noch dem Lehrer die Pfoten schütteln. Trotzdem hatten die Lehrerinnen und Lehrer viel mehr Autorität als heute.
    • Nietram 27.05.2016 21:52
      Highlight Highlight Der Händedruck wurde wahrscheinlich von der Pharmaindustrie erfunden. Zuerst wurde er in den Spitälern bei der Arztvisite konsequent angewendet. Es gibt keine bessere Mittel zur Feinverteilung von Krankheitserregern.
      Psychologen sehen darin übrigens eine Geste, den Feind friedlich zu stimmen – darum ist er wohl in der modernen Schule ohne den althergebrachten Respekt so wichtig.
    • andersen 28.05.2016 00:06
      Highlight Highlight Lieber Spooky Red,

      Die Erde hat sich gedreht, seit wir in die Schule war, dar gab es auch nicht die Frauen-Wahl-und Stimmrecht in der Schweiz.
      (was für andere Länder in Europa unfassbar war).
      Bei die Salafisten kann man ja Fragen, ob sie wirklich in der 21ste Jahrhundert angekommen sind.
  • TaZe 27.05.2016 19:08
    Highlight Highlight Wie stellen sich die beiden Herren denn ihre Zukunft vor? Beispiel Vorstellungsgespräch: "Guten Tag Frau XY. Ich möchte Ihnen die Hand aus Respekt vor Frauen nicht reichen." Ich, im HR tätige Frau, würde dem keine Stelle geben.
  • Robert K. 27.05.2016 18:14
    Highlight Highlight (a) Niemand hat das Recht, zu definieren was die Schweizer Kultur sein soll bzw. zu sein hat, insbesondere da sich diese ständig weiterentwickelt. Dies belegt wie abwägig die leidige Diskussion um diese Pausenplatz Posse ist.

    (b) Wenn schon der Händedruck zwischen Frau und Mann ein schützenwertes Kulturgut ist, ist es um die Schweizer Kultur nicht weit her.
  • Sandokan 27.05.2016 17:49
    Highlight Highlight Ist dem Herrn Rachid Nekkaz das Geld ausgegangen? Oder wird es ihm langsam zu teuer das ganze? 😂
  • Qui-Gon 27.05.2016 16:49
    Highlight Highlight Einander die Hand zu geben, gehört zum Zusammenleben. Aber die Weigerung zum Händedruck unter Busse zu stellen, zeugt von Sturheit.

    Perfekt zusammengefasst.
    • andersen 27.05.2016 17:09
      Highlight Highlight Er sagt, es zeugt von Sturheit, nein, ich wurde eher Sagen: Durchsetzungsvermögen.

      Man kennt aus der Kindergarten, wo der Konflikt mit ein Händedruck beendet wurden und somit hat man sich mit die andere Kinder sich wieder Versöhnt
      Das nennt man Pädagogik, Lehrer die der Hand anbietet, öffnet der Weg zur Integration, ein schöne Geste.
  • DerWeise 27.05.2016 16:45
    Highlight Highlight Schön...

    Den Leuten mit denen man in einer Gesellschaft zusammenleben will, das Gesicht zu zeigen gehört jedoch genau so dazu...
  • pamayer 27.05.2016 15:03
    Highlight Highlight Klare worte.
  • Ingmar Blessing 27.05.2016 14:26
    Highlight Highlight Zum Thema ein großartiger Kommentar von Rod Liddle:

    http://inselpresse.blogspot.com/2016/03/the-spectator-was-haben-all-diese.html
    • DerTaran 27.05.2016 18:21
      Highlight Highlight Ein ganz miserabler faschistischer Kommentar. Und die Leserbriefe entlarfen die deutsche Seite als Antisemitisch.
  • Peter Keller (1) 27.05.2016 14:24
    Highlight Highlight Erzwungener Körperkontakt ist lästig. Das hat mich als Kind immer genervt.
    • tomtom1 27.05.2016 14:44
      Highlight Highlight Ja, besonders von Frauen...
    • Asmodeus 27.05.2016 15:10
      Highlight Highlight "Willsch dr Tante nid es Küssli gäh? Chumm. Gibbere doch es Küssli"

      graah da stellen sich mir jedesmal die Zehennägel auf wenn ich sowas sehe/höre.
    • Charlie Brown 27.05.2016 18:45
      Highlight Highlight @Asmodeus: Ja, das ist wäääh!

      Aber es geht nicht um ein Küssli von der Tante mit Mundgeruch. Bleiben wir beim Thema.
  • Ridcully 27.05.2016 13:38
    Highlight Highlight Der IZRS will um jeden Preis einen Eklat herbei führen um den Islam als unterdrückte Religion darzustellen. Zynischwerweise auch auf dem Bucke der zwei Knaben, die sich hier so instrumentalisieren lassen. Dass dieser Frömmler Illi sich über den Verlust der liberalen Werte beklagt unterstreicht diesen Zynismus noch, da der IZRS Alles Ander ist als liberal.
    Wir sind daher gut beraten nicht Alles zu tolerieren und eine Grenze ziehen, wie es Herr Nekkaz auch macht. Seine Ansicht betreffend der Sturheit der Behörden kann ich nur unterstreichen.
  • MaxHeiri 27.05.2016 13:25
    Highlight Highlight Ich teile die Meinung von Herr Nekkaz. Ob jemand eine Burka trägt in der Öffentlichkeit, finde ich persönlich schade, aber es gibt mir nicht das Recht es jemanden zu verbieten. Was ich allerdings nicht bereit bin, ist asylsuchenden Familien, die ein erzkonservative Einstellung haben und Mühe mit einer Assimilierung zeigen werden, mit meinen Steuern durchzufüttern. Dazu gehören leider Burka-Trägerinnen.
    • Kian 27.05.2016 14:04
      Highlight Highlight Vollverschleierung in der Schweiz ist ein Phänomen reicher Touristinnen aus den Monarchien am Persischen Golf. Die brauchst du mit deinen Steuern nicht durchzufüttern. Wenn überhaupt sind es diese Länder, die unsere Rüstungsindustrie alimentieren. Aber das ist ein anderes Thema.
    • elmono 27.05.2016 14:23
      Highlight Highlight Alimentieren. Nice. Wortschatz erweitert👍😂
    • ivolution 27.05.2016 15:59
      Highlight Highlight Die Vollverschleierung mag ja ein touristisches Problem sein. Wenn aber junge Asylsuchende, gestylt wie US-Gangsta-Proleten, grundlegende Werte zum Zusammenleben (z.b. Anständige Begrüssung) in der Schweiz unter dem Vorwand der Religion nicht anerkennen, dann habe ich auch ein Problem damit, meine Steuergelder dafür zu verwenden, diese Leute zu unterstützen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sapere Aude 27.05.2016 13:23
    Highlight Highlight Finde jetzt nicht, dass das Händeschütteln per se zum Zusammenleben gehört. Gibt ganz unterschiedliche Begrüssungsformel (auch in der Schweiz). Finde es deshalb wenig sinnvoll, dass sich die Schule auf die eine Form versteifft. Nun hat sie aber so entschieden, womit sich auch jeder daran zu halten hat. Sehe nicht ein weshalb jetzt der IZRS sich hier wieder einmischen muss und die Sache politisch/juristisch Ausschlachten will. Da stellt sich schon die Frage, inwiefern diese Situation bewusst auch vom IZRS provoziert wurde.
    • Chrigu91 27.05.2016 13:37
      Highlight Highlight Händedruck gehört nicht zum Zusammenleben? Was denkst du, was passiert, wenn die beiden Schüler bei einem künftigen Bewerbungsgespräch der potentiellen Vorgesetzten den Händedruck verweigern?
    • TanookiStormtrooper 27.05.2016 13:54
      Highlight Highlight Nun ja, wenn du dich später im Berufsleben weigerst einer Vorgesetzten die Hand zu geben, oder als Frau deinem Chef, kriegst du eventuell Probleme. Händeschütteln gilt bei uns als Respektbekundung. Selbst die Japaner und Chinesen schütteln westlichen Geschäftspartnern artig die Hand.
    • Sapere Aude 27.05.2016 14:23
      Highlight Highlight Natürlich gibt es Situationen in welcher ein Händedruck angebracht ist und auch eingefordert wird. Es ist aber nicht so, dass bei jeder Begrüssung oder Verabschiedung die Menschen sich die Hände reichen. Im Berufsleben ist es wohl noch so, dass man sich auf diese formale Begrüssung festgelegt hat, was auch sinnvoll ist. Im Altag erlebe ich aber auch immer wieder, das Menschen seltsam reagieren, wenn man ihnen die Hand schütteln will. Manche bevorzugen 3 Küsschen oder eine Ummarmung oder gar keinen Körperkontakt. Insofern ist das Händeschütteln für mich nicht die absolute Begrüssungsform.
    Weitere Antworten anzeigen
  • TheMan 27.05.2016 13:10
    Highlight Highlight Seit wan gilt Burka= Freiheit? Schon das dieser Person gewisse Vitaminen fehlt durch die Sonne, die Sie wieder mit Vitaminpräparate zu sich nehmen muss. Eine Religion die ich nie verstehen werde.
    • Asmodeus 27.05.2016 13:59
      Highlight Highlight Mit dieser Begründung würden auch Informatiker verboten werden. Die sehen die Sonne auch nie :)
    • Gantii 27.05.2016 16:05
      Highlight Highlight asmodeus - stimmt nicht.
      für uns informatiker ist die sonne brandgefährlich. weisst du wie schnell die informatikerbräune verschwindet am tageslicht?

      :D
    • H1o 27.05.2016 16:14
      Highlight Highlight nuja, heutzutage gibts mit Homeoffice und Notebook mit Internet (oder Hotspot) genug möglichkeiten in richtigem Licht bzw. im Freien zu arbeiten..
      >WENN< das der Arbeitgeber erlaubt und man es selbst auch will - aber die Möglichkeiten sind da..

      Unter der Burka noch ein Licht zu "installieren" und es so zu "konfigurieren" das es wie eine natürliche Lichtquelle für den Körper wirkt (Stichwort Vitamine) stelle ich mir da durchaus umständlicher vor ;-)

      Casemodding ist da nix dagegen^^
    Weitere Antworten anzeigen
  • Erode Terribile 27.05.2016 13:03
    Highlight Highlight man(n) sieht wieder einmal wie pervers Geld und Macht eng zusammenhängt.
    Warum nur sind die Leute nach Europa gekommen wenn sie sich nicht anpassen wollen? Demokratie ist es auch sich gegenseitig zu respektieren.
    • Lil'Ecko 27.05.2016 13:13
      Highlight Highlight Du scheinst den Artikel nicht richtig gelesen zu haben...
    • torpedo 27.05.2016 13:27
      Highlight Highlight Das mit dem gegenseitig respektieren hast Du wohl selbst nicht so ganz genau verstanden...
    • Peter Keller (1) 27.05.2016 14:27
      Highlight Highlight Möcht mich auch nicht anpassen. Ist Zufall das ich hier geboren bin und nicht gekommen.
  • Stachanowist 27.05.2016 12:54
    Highlight Highlight @ Ramezani

    Cool, dass Du Nekkaz zu dem Thema befragt hast. Gute Idee!
    • Kian 27.05.2016 13:44
      Highlight Highlight Danke, das Lob gebührt Franz Ermel, Mitglied der Chefredaktion, der die Idee hatte.

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