Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Nach Rassismus-Debatte: Gugge Negro-Rhygass verzichtet auf umstrittenes Logo

Logo und Name der Basler Gugge Negro-Rhygass sorgten in den vergangenen Monaten für eine heftige Diskussion um Rassismus und Tradition. Die Gugge wird in Zukunft auf ihr umstrittenes Logo verzichten – kreiert aber vorerst auch kein neues.

Franziska Zambach / ch media



Darf sich die Tradition alles erlauben?

abspielen

Video: srf

Es war Anstoss einer langen und heftig geführten Debatte in der Basler Fasnachtsszene und darüber hinaus: Das Logo der Gugge Negro-Rhygass, das ein paukenspielendes schwarzes Männchen mit dicken Lippen und einem Knochen im Haar zeigt – die Darstellung entspricht dem stereotypischen Bild des «Mohren», wie es in Europa bis zum Ende des Kolonialismus üblich und weit verbreitet war.

Die Gugge wurde öffentlich dazu aufgefordert ihr Logo – und auch ihren Namen – zu ändern, da beides «rassistisch» und «diskriminierend» sei. In der Fasnachtsszene fand die Forderung nicht viel Anklang. Es handle sich nicht um Rassismus, sondern um eine Tradition, so der Tenor.

Fasnächtler organisierten einen Solidaritätsmarsch für die Gugge, dieser wurde aber von rechtsextremen Kreisen unterstützt – unter anderem liefen auch Mitglieder der Pnos mit – und deswegen kritisiert.

Bild

Jetzt hat sich die «Negro-Rhygass» dazu entschlossen, auf ihr Logo zu verzichten. «Das umstrittene Vereinslogo wird offiziell nicht mehr öffentlich eingesetzt», schreibt die Gugge in einer Mitteilung. Auf ein neues Logo werde aber vorerst verzichtet.

Das Logo werde jedoch nicht verbannt, da es nach wie vor auf vielen Instrumenten und anderen Fasnacht-Requisiten vorhanden sei. Zudem gehöre es zur Vereinsgeschichte, schreibt die Gugge.

Mehr Basel!

Wer die Basler Quartiere nicht anhand von 4 Emojis erkennt, muss heute ohne Läckerli ins Bett!

Link zum Artikel

Die Schweiz aus Basler Sicht – böse, böse, böse, böse, böse

Link zum Artikel

«Morgestraich! Vorwärts, Marsch!» – das war der Auftakt der Basler Fasnacht

Link zum Artikel

Basler Hooligan-Studie: 14 Prozent sind Akademiker und jeder Zweite schützt die Zähne

Link zum Artikel

Adieu Basel. Jetzt muss ich statt Bebbi-Sägg Züri-Säck kaufen 

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Neuer Kampfjet: Parlament entscheidet im Überschall-Tempo

Link zum Artikel

Wo stand die erste Manor-Filiale der Schweiz? Und wo McDonald's? Die grosse Übersicht

Link zum Artikel

Thomas Cooks Pleite und die «grösste Rückführungsaktion seit dem WWII» – 6 Antworten

Link zum Artikel

«Schwarzer Tag»: Manor schliesst Standort Zürich Bahnhofstrasse Ende Januar 2020

Link zum Artikel

Schweizer verschwindet auf LSD-Trip im Disneyland – und landet hart wieder in der Realität

Link zum Artikel

Roger Köppel sprengt die Zürcher Ständerats-«Arena» – zumindest fast

Link zum Artikel

Diese 9 Food Trucks aus New York wünschen wir uns in der Schweiz (weil absolut 🤤)

Link zum Artikel

Federer/Nadal necken sich wie ein altes Ehepaar und McEnroe will «ihre Karrieren beenden»

Link zum Artikel

«Kein Brexit ohne Parlament!» John Bercow sagt Johnson in Zürich den Kampf an

Link zum Artikel

St. Galler Polizist schiesst sich aus Versehen in den Oberschenkel

Link zum Artikel

Die lange Reise der Schiedsrichter-Pfeife an die Rugby-WM nach Japan

Link zum Artikel

Eins vor Tod will ich Sex und (eventuell) eine Ohrfeige

Link zum Artikel

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

18
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Marcel Kuriger 04.12.2018 07:51
    Highlight Highlight Werde ich nächste Fasnacht als Rassist angeklagt, wenn ich mich schwarz schminke? Gut haben wir keine anderen Probleme in unserem Paradieschen Schweiz!
    PS. Meine Frau ist aus Afrika.
  • HGS 03.12.2018 14:05
    Highlight Highlight Ein Lob den klugen Negro-Rhygässlern. Tradition lebendig halten heisst, nicht jede Dummheit und Geschmacksverwirrung unserer Vorfahren als unantastbar zu veredeln, sondern sich frohen Mutes davon zu trennen. Das ist stark, Negro-Rhygass. Wir freuen uns auf das nächste Konzert.
  • Cédric Wermutstropfen 03.12.2018 13:49
    Highlight Highlight Absolut lächerlich. Wenn man sich wegen so etwas beschwert, ist man hypersensibel. Diese ganze Diskussion ist mehr als peinlich.
    • Eh Doch 03.12.2018 15:47
      Highlight Highlight In dem Fall genau wie du?
      Sonst würdest du dich nicht so brüskieren, oder?
    • welefant 03.12.2018 21:15
      Highlight Highlight brüskieren 🙄🙄
  • Gondeli 03.12.2018 13:44
    Highlight Highlight Und wieder krebst der Schweizer zurück und "verleugnet" oder gibt Traditionen auf, um jemanden jaaaaaa nicht auf die Füsse zu stehen...
    • Liselote Meier 03.12.2018 14:17
      Highlight Highlight Ja finde ich auch, so wie das traditionelle sich am 1. Mai vermummen oder die alte eidgenössische Tradition des Kloster plünderns und schleiffens.

    • Alex_Steiner 03.12.2018 14:21
      Highlight Highlight Es soll nicht aus der Geschichte entfernt werden - sondern aus der Gegenwart...
    • AleTee 03.12.2018 17:44
      Highlight Highlight Ich finde es viel die schöner tradition der schweizer das sie so auf einander rücksicht nehmen... wen sich jemand wegen sowas beleidigt fühlt, finde ich schon richtig darüber zu sprechen. Und das nun soeine kompromiss lösung gefunden wurde ist eigentlich ja auch schon eine Tradition ^^
  • ostpol76 03.12.2018 13:29
    Highlight Highlight Schade das jetzt sogar schon die Guggenmusiken dem politisch correctness Schmarrn zum Opfer fallen.
    • Ziblizabli 03.12.2018 20:13
      Highlight Highlight Das sehen unsere Nachbaren pragmatischer. Deren zumindest in Vorberg meist verkauftes Bier hat als Logo einen schwarzen Kopf und der Name diese Biers darf man in der CH warscheinlich nicht mal aussprechen.
  • egemek 03.12.2018 13:25
    Highlight Highlight Ist das wirklich das Logo oder doch eher das Gemeindewappen von Möriken? Womit ich bei meiner zweiten Frage wäre: Wird es dort auch ein neues Wappen geben?
    • Hoodie Allen 03.12.2018 13:44
      Highlight Highlight Um deine 1. Frage zu beantworten: Jawohl, absolut korrekt.
      2. Frage: Hoffentlich nicht!
  • G. Samsa 03.12.2018 13:05
    Highlight Highlight Unter dem Deckmantel der "Tradition" lässt sich vieles verstecken und rechtfertigen.
    Bis im Jahr 2000 gab es im spanischen Dorf Manganeses de la Polvorosa die Tradition, bei einem alljährlichen Fest eine Ziege vom Kirchturm zu werfen.
    Oder man steckt einem Stier brennende Kugeln auf die Hörner, oder man reisst lebendigen Hähnen den Kopf ab... usw.
    Alles Tradition, kann deswegen nicht geändert werden.
    Wir würden ja wenn wir könnten, ist aber leider Tradition und deswegen unumstösslich.
    • Scott 03.12.2018 21:51
      Highlight Highlight "Wenn wir anfangen, alles zu verbieten, was irgend eine andere, humorlose Person als potenziell beleidigend ansehen könnte, haben wir bald ein totalitäres System, wo man nicht mehr sagen darf, was man möchte."

      Ich denke wir leben schon seit Jahren darin!
    • Carlo Marx 04.12.2018 07:09
      Highlight Highlight Dieses totalitäre System haben wir bereits. Ich warte auf die Zeit, in der ich keine Anstellung mehr bekomme, weil ich noch frei denke, statt mich dem linken Mainstream anzuschliessen.
  • elnino 03.12.2018 13:02
    Highlight Highlight Political correctness gone too far part II
  • Durolex 03.12.2018 12:30
    Highlight Highlight Jeeeh, die SJWs haben wieder mal gewonnen... nicht :o

Lastwagen blockiert A2 ++ Autobahn Richtung Basel gesperrt

Ein Sattelschlepper kollidierte bei Eptingen am Montagnachmittag auf der A2 mit einer Leitplanke. Der Lastwagen stand quer und blockierte damit die gesamte Autobahn in Fahrtrichtung Basel.

Die Dauer der Blockierung ist unbekannt, die Behörden empfehlen, den Unfallort und den Belchentunnel in Fahrtrichtung Basel weiträumig zu umfahren.

Update folgt (bzbasel.ch)

Artikel lesen
Link zum Artikel