Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
OBdachlose, Alkoholiker, Bahnhof

Basler SVP will «Freiluftbeiz» ausmisten: Weg mit den Randständigen auf dem Bahnhofsplatz

Die Basler SVP stört sich an den Randständigen am Centralbahnplatz und verlangt vom Kanton Sofortmassnahmen. Die Polizei widerspricht den Behauptungen.



Die Regierungsratswahlen in Basel vom 23. Oktober rücken merklich näher, die Parteien bringen sich in Position. So auch die SVP Basel-Stadt. Sie sorgt sich um den Centralbahnplatz als Aushängeschild. Im Fokus: Die Randständigen, wie die «Tageswoche» schreibt.

Unattraktiv für Touristen

Die Situation habe sich nach dem Umbau der SBB «merklich verschlechtert», schreibt die Partei in einer Mitteilung von gestern. «Auch wenn die Randständigen nicht direkt die Reisenden belästigen, so ist der Vorplatz dennoch ausserordentlich unattraktiv und wirkt verkommen.» Bei den heissen Temperaturen seien zudem vermehrt starke Verunreinigungen der Bänke und des gesamten Vorplatzes festzustellen, welche den Platz zusätzlich abwerten würden.

Die SVP weiss auch von «regelmässig eskalierenden Zuständen auf dem Centralbahnplatz»: «Auseinandersetzungen zwischen den Randständigen, wohl unter Alkoholeinfluss, sind nicht nur in den Abendstunden zu beobachten. Auch generell ist die Situation schlecht, häufige Einsätze der Bahnpolizei aber auch der Kantonspolizei Basel-Stadt sind festzustellen.»

Touristen erhielten so einen ersten negativen Eindruck von Basel – «was nicht sein darf». Deshalb fordert die Partei Sofortmassnahmen und die Beantwortung des Vorstosses von SVP-Regierungsratskandidat Lorenz Nägelin. Dieser befürchtet, dass der Bahnhof auf Ebene Centralbahnplatz zu «einer Freiluftbeiz für Randständige und Trinker» wird.

Polizei widerlegt Behauptungen

All das klingt beunruhigend. Was meint die Polizei dazu, die laut der Partei häufig eingreifen muss? «Die Situation betreffend der Randständigen vor dem Bahnhof SBB hat sich nicht spürbar verändert. Wie in der Vergangenheit kommt es immer mal wieder zu einem Polizeieinsatz, eine Häufung kann nicht festgestellt werden», sagt Sprecher Andreas Knuchel gegenüber der «Tageswoche». (rwy)

Das könnte dich auch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

27
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • cassio77 12.07.2016 21:05
    Highlight Highlight Hmm... mit den "Randständigen" (was für ein doofes Wort) ist es doch so, dass niemand diese fürchten muss. Ich hsbe mehr Probleme mit diesen Wochenend-Party-Säufern oder den Volksfest-Bierhumpen-Hebern. Da kann die Aggression schnell überhand nehmen.
    • andersen 13.07.2016 13:51
      Highlight Highlight Die "Randständigen" haben immer Freude, wenn ich mit ihnen rede, ein Mann hat sogar wieder im Winter die Socken an , er weiss, dass ich sonst schimpfen würde. Man kann doch nicht einfach die Menschen wegwerfen.
  • Silas89 12.07.2016 16:17
    Highlight Highlight Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn man versucht, Randständige davon abzuhalten, in der Öffentlichkeit rumzulungern und zu saufen. Wenn man mit ihnen redet erfährt man oft schnell, dass sie das selbst nicht mögen, sie wissen aber nicht, was sie sonst tun sollen. Wenn man ihnen einen Ort gibt, wo sie sich wohl fühlen und niemanden stören, dann passt das. Das traue ich der SVP jedoch nicht zu. Die will einfach vertreiben. Das Problem wird nicht gelöst, es wird nur verschoben. Genau wie der Abbau in den Sozialwerken zu lasten der Sozialhilfe.
  • Ouli Mouli 12.07.2016 12:14
    Highlight Highlight Ist die SVP nicht die Partei die anstelle Flüchtlinge aufzunehmen sich um die Obdachlosen und Randständigen künmern wollte...
    Dies sei wichtiger, laut SVP...
    Und jetzt doch nicht? Anscheinend ist das Thema "Flüchtlinge" nicht mehr aktuell...
    Da hauen sie lieber noch ein bisschen auf Randständigen rum...top momou....
  • Statler 12.07.2016 11:52
    Highlight Highlight Politik auf Kosten von Leuten die sich nicht wehren können und eh schon am Abgrund stehen ist einfach nur widerlich.
  • Olmabrotwurst 12.07.2016 11:04
    Highlight Highlight Ich nehme ein paar randständige auf wenn die svp ein paar flüchtlinge aufnimmt
    • HerrKnill 15.07.2016 12:42
      Highlight Highlight Hat die SVP schon: als Schwarzarbeiterinnen im privaten Haushalt. Also, Herr Braun, ab nach Basel
    • Olmabrotwurst 17.07.2016 13:43
      Highlight Highlight Naja basel-stadt wäre nicht so meins ^^ lieber aufs land aber das liegt daran das ich selber in der agglo wohne.. und jetzt ohne das hier ein streit entsteht wer besser ist.. mir gefällt die region um basel sehr bis ins berner seenland runter.. inklusive meinem lieblingsortsnamen im schwarzbubenland :Nuglar ^^ (keine ahnung ob das schon solothurn ist)
  • Maon 12.07.2016 11:00
    Highlight Highlight Die SVP soll mal nach Milano an den Bahnhof gehen. Danach werden sie nicht mehr sagen in Basel gäbe es ein Problem...
    • Yolo 12.07.2016 17:04
      Highlight Highlight Bald gibt es neben dem nicht vorhandenen Asylchaos dann auch ein Randständigenchaos
  • zombie woof 12.07.2016 09:43
    Highlight Highlight Wär mal an der Zeit bei der SVP auszumisten.
    • seventhinkingsteps 12.07.2016 10:35
      Highlight Highlight Geht nicht, dann wäre keine Partei mehr übrig.
    • Walter Sahli 12.07.2016 11:08
      Highlight Highlight Nicht ausmisten, aber auf den Ballenberg migrieren!...und dann Stacheldraht drum rum - nicht dass da noch ein Fremder eindringt!
    • Datsyuk * 12.07.2016 11:43
      Highlight Highlight Du hast einen guten Humor. :)
  • pamayer 12.07.2016 09:29
    Highlight Highlight 'Weg damit' ist immer gut. Aber wo soll 'weg' sein?

    Svp wie sie poltert und lebt. Hauptsache auf die wehlosen los. Absehbar und menschenverachtend wie immer.
  • kurt3 12.07.2016 09:14
    Highlight Highlight Fragt sich , was schlimmer ist. Ein paar Randständige , wie an jedem Bahnhof in Europa , oder Antiausländer Plakate der SVP .
  • seventhinkingsteps 12.07.2016 08:46
    Highlight Highlight Die Touristen könnten ja noch den Eindruck erhalten es gebe Randständige in Basel. Man stelle sich das vor. Geht ja mal gar nicht.
    • pamayer 12.07.2016 09:31
      Highlight Highlight Die Touristen könnten ja noch den Eindruck erhalten es gebe eine SVP in Basel. Man stelle sich das vor. Geht ja mal gar nicht.

      (Danke seventhinkingsteps für die Vorlage)
  • Fumo 12.07.2016 08:05
    Highlight Highlight «Die Situation betreffend der Randständigen vor dem Bahnhof SBB hat sich nicht spürbar verändert. Wie in der Vergangenheit kommt es immer mal wieder zu einem Polizeieinsatz, eine Häufung kann nicht festgestellt werden»

    Aber es nahm auch nicht ab. Es besteht durchaus Handlungsbedarf.
    • Datsyuk * 12.07.2016 10:45
      Highlight Highlight Was ist dein Vorschlag? Bitte nicht nur poltern..
  • Linus Luchs 12.07.2016 07:56
    Highlight Highlight Und wieder einmal tut die svp, was sie am liebsten tut: auf die Schwächsten losgehen. Nach den Scheininvaliden, den Sozialschmarotzern und den Flüchtlingen sind jetzt die Randständigen dran.
    • Pjehle 12.07.2016 08:47
      Highlight Highlight Haben Sie noch Platz bei Ihnen um die Randstädigen bei sich zu beherbergen.
      Dann tun Sie wenigsten aktiv etwas um den Schwächsten zu helfen.
      Aber nur Schwatzen über das Problem,das wirklich ein Schandfleck für die "Weltstadt Basel" ist,ist eben einfacher.
    • stiberium 12.07.2016 11:10
      Highlight Highlight Eben.. Weltstadt, mit allem was dazu gehört...
    • Walter Sahli 12.07.2016 11:11
      Highlight Highlight Menschen sind Schandflecke, Pjehle?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thomas Rohrer 12.07.2016 07:26
    Highlight Highlight Eine gute Gesellschaft erkennt man daran wie sie mit den Minderheiten umgeht.
  • Yolo 12.07.2016 06:52
    Highlight Highlight Wie hiess es noch während der DSI-Abstimmungen, zuerst den eigenen Obdachlosen und Armen helfen. Und so sieht demnach die Hilfe also aus.

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

Artikel lesen
Link to Article