Schweiz
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Marc Oestreicher kämpft gegen Racial Profiling bz/Kenneth Nars

Schwarzer wird wegen Hautfarbe kontrolliert: Mann schreitet ein und landet vor Gericht

Ein 56-jähriger Basler schritt bei einer Polizeikontrolle ein, als ein Schwarzer wegen seiner Hautfarbe kontrolliert wurde. Jetzt kommt der Basler vor Gericht.

Benjamin von Wyl / bz Basel



Marc Oestreicher und seine Frau waren unterwegs ins Kino. «Die drei Polizisten fuhren im Auto am Kasernenareal vorbei, parkierten und gingen direkt zu einem Schwarzen. Es war so offensichtlich, dass er nur kontrolliert wird, weil er dunkelhäutig ist. Wir konnten nicht einfach weitergehen», schildert der 56-jährige Feldenkrais-Praktiker die Szene.

Laut Oestreicher haben er und seine Frau die Beamten freundlich nach dem Grund für die Kontrolle gefragt. Drei Mal seien sie aufgefordert worden, weiterzulaufen. Sie kamen dem nicht nach. Der unverhofft in eine Kontrolle geratene Mann konnte dann gehen. Oestreicher ist sich sicher, dass sich jener zuvor ausweisen musste: «Er hat ein Dokument vorgezeigt. Es war eine beruhigte Situation.»

Der Abend endete für Oestreicher und seine Frau allerdings nicht im Kinosessel, sondern mit einer Anzeige wegen Diensterschwerung. Der Vorwurf: Das Pärchen habe die Durchführung der Kontrolle verhindert. Im Strafbefehl, welcher der bz vorliegt, steht, die Beamten seien von hinten grob angegangen worden. Oestreicher habe «gewettert» und sich «aufbrausend» verhalten. Das Ehepaar reichte dagegen Einsprache ein. Diese hat sie zwischenzeitlich zurückgezogen; Marc Oestreicher steht kommenden Dienstag vor dem Basler Strafgericht. Die Verurteilung scheint so gut wie sicher.

Neue Version bei EinvernahmeOestreicher wurde ordentlich zu einer Einvernahme gemeinsam mit einem der Polizisten eingeladen. Das Protokoll dieser Einvernahme liegt der bz ebenfalls vor. Das Verhalten des Pärchens wird vom Polizisten im Einvernahmeprotokoll anders dargestellt als im Strafbefehl: Beide seien nicht aggressiv gewesen. Laut dem Polizeibeamten konnte der Aufenthaltsstatus des dunkelhäutigen Mannes aber nicht überprüft werden.

Kampf gegen Racial Profiling

Das Gegenteil kann Oestreicher nicht beweisen. Das ist ihm aber relativ egal, denn ihn interessiert was vor Gericht nicht verhandelt wird: Dass ein polizeilicher Verdacht alleine aufgrund der Hautfarbe aufgekommen war. Reicht der Polizeistreife die Hautfarbe des Kontrollierten für einen Verdacht auf illegalen Aufenthalt, nennt man dies Racial Profiling – und darauf will der Beschuldigte aufmerksam machen. Deshalb hat er sich mit Vertretern von Asylrechtsorganisationen und der «Allianz gegen Racial Profiling» zusammengetan, um – Zitat ihres Flyer – «der Verhandlung kritisch zu folgen».

Ebenfalls Oestreichers Verhandlung beiwohnen soll Mohamed Wa Baile. Der Schweizer mit kenianischen Wurzeln geriet 2015 in den Pendlerströmen am Zürcher Hauptbahnhof in eine Polizeikontrolle. Als er die Polizisten fragte, ob sie nach einer Person schwarzer Hautfarbe suchten, verneinten diese.

Deshalb handelte es sich für Wa Baile in seinem Fall um Racial Profiling; er weigerte sich, seinen Ausweis zu zeigen und ging vor Gericht. In den bisherigen Instanzen blitzte er ab. Wa Baile sei dem Blick der Polizisten ausgewichen, deshalb habe er letztlich deren Verdacht auf sich gezogen. Über seinen Fall wird das Bundesgericht entscheiden müssen. Am Rande von Oestreichers Verhandlung will Wa Baile über die Wichtigkeit von kritischen Beobachtern berichten.

Polizei widerspricht vehement

Bei der gemeinsamen Einvernahme mit Oestreicher äusserte sich der Polizist folgendermassen: «Im Bereich der Kaserne entschlossen wir uns, eine dunkelhäutige Person zu kontrollieren wegen Verdacht des illegalen Aufenthalts.» Dem Untersuchungsbeamten schien diese Erklärung nicht auszureichen: «Können Sie mir nochmals erläutern, warum genau dieser Mann durch Sie kontrolliert worden war?» Der Polizist blieb dabei: «Wir befanden uns in der Klybeckstrasse bei der Kaserne und sahen einen dunkelhäutigen Schwarzafrikaner. Wir kontrollierten ihn wegen des Verdachtes von illegalem Aufenthalt.»

Für Oestreicher ist klar: «Ich unterstelle nicht den einzelnen Polizisten Rassismus, sondern gehe davon aus, dass sie einen Auftrag haben, der sich nur mit rassistischen Mitteln lösen lässt.» Toprak Yerguz, Sprecher der Basler Justiz- und Sicherheitsdirektion, widerspricht vehement: «Bei der Polizeileitung besteht eine hohe Sensibilität für die Thematik.» Es gebe in Basel-Stadt keinerlei Anweisung, Personen aufgrund ihrer Hautfarbe zu kontrollieren. Ebenfalls reiche die Hautfarbe für einen Verdacht auf illegalen Aufenthalt nicht aus. Das Polizeikorps, in dem Mitarbeiter aus über zehn Nationen versammelt sind, sei speziell geschult. (bzbasel.ch)

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69Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hades 28.02.2018 15:19
    Highlight Highlight Meine Güte, so oft wie hier neuerdings das Wort Gutmensch als Beleidigung benutzt wird, scheint hier schon bald Blick und 20min Niveau zu herrschen.

    Schade. Watson Kommentare waren für mich bisher immer eine Spur besser, gescheiter und reflektierter als in anderen Online Kommentaren.

    @watson: Schaut zu eurer Qualität.
    @Alle: Wer Gutmensch als Schimpfwort benutzt ist aus meiner Sicht ein Schlechtmensch der das schlecht sein gut findet. Klar kann man über Racial Profiling, Polizeiarbeit etc. diskutriern und geteilter Meinung sein. Aber haltet das Niveau von Watson bitte höher.
    • road¦runner 01.03.2018 08:38
      Highlight Highlight Tatsächlich hat das Wort Gutmensch den Zweck jemanden zu diskreditieren.
  • koks 28.02.2018 14:46
    Highlight Highlight Wurde der Schwarze Mann wegen seines Geschlechts oder seiner Hautfarbe kontrolliert?
    • BuddySpence 01.03.2018 07:48
      Highlight Highlight Weder noch. Wegen des Verdachts auf illegalen Aufenthalt. Statistik nennt sich das ganze. Leider.
  • René Gruber 28.02.2018 13:32
    Highlight Highlight Ist es wirklich rassistisch wenn ausländisch aussehende Personen öfter kontrolliert werden als andere? Es ist nun mal fakt, dass wohl der Prozentsatz illegal im Landbefindlicher Personen bei Menschen mit ausländischem aussehen wohl deutlich grösser ist als bei anderen (ja ich weiss auch ausländisch aussehende können Schweizer sein). Auch ist zum Beispiel manchmal bekannt, dass im Drogenhandel Banden mit mirgrationshintergrund (zum Beispiel aus Afrika) den Markt beherrschen. Müssen jetzt hier auch weisse kontrolliert werden nur um das Verhältnis der Kontrollierten aus zu gleichen?
  • Walser 28.02.2018 13:15
    Highlight Highlight Ich bin froh und dankbar um die sehr gute und professionelle Arbeit unserer Polizei. Schon traurig genug dass die Polizei sich rechtfertigen muss warum sie jemanden kontrolliert.
  • A7-903 28.02.2018 12:33
    Highlight Highlight Das ganze wort gegen wort liesse sich relativ einfach lösen. lasst unsre polizei dashcams tragen, dann benehmen sich auch dritte besser wenn sie einer patrouille begegnen.
  • Madmessie 28.02.2018 11:32
    Highlight Highlight Was zum Teufel soll eigentlich daran falsch sein, dass die Polizei die von ihr kontrollierten Personen nach Erfahrung auswählt?

    Es wäre ja völlig Ineffizient, wenn sie es nicht machen würde.

    Ich gehe ja auch nicht in eine Metzgerei, wenn ich Milch kaufen will. Ich geh direkt in die Migros, obwohl ich weiss, dass es in Metzgereien manchmal Milch gibt.
  • Baba 28.02.2018 10:22
    Highlight Highlight "Wa Baile sei dem Blick der Polizisten ausgewichen, deshalb habe er letztlich deren Verdacht auf sich gezogen."

    Er hat kenianische Wurzeln. Wenn ich in Kenia einem Polizisten bei der Kontrolle direkt in die Augen schaue, ist die Chance seeehr gross, dass ich dann Ärger bekomme, weil das dort respektlos ist... Der direkte Augenkontakt (auch bei Begeüssungen) gilt in Kenia als unhöflich, bzw unangenehm. Wenn Herr Wa Baile also dem Blick der Polizisten ausgewichen ist, ist er ihnen damit gemäss seinem kulturellen Hintergrund mit Respekt begegnet.
    • Knety 28.02.2018 12:45
      Highlight Highlight Der Typ ist aber Schweizer und nicht Kenyaner.
    • Felix Walter S. 28.02.2018 13:08
      Highlight Highlight wir sind hier nicht in Kenia.
    • Baba 28.02.2018 14:08
      Highlight Highlight Ich weiss, dass wir hier nicht in Kenia sind, vielen Dank für den Hinweis.

      Es ging mir nur darum aufzuzeigen, dass kulturelle Hintergründe eben eine Rolle spielen und speziell beim Kontakt mit Behörden/Polizei durchschlagen können und dann uU missverständlich interpretiert werden.

      Schweiz: dem Blick ausweichen = der hat was zu verbergen
      dem Blick standhalten = der ist 'sauber'/ehrlich
      Kenia: dem Blick ausweichen = der ist respektvoll
      dem Blick standhalten = aggressiv, unhöflich
    Weitere Antworten anzeigen
  • Karl33 28.02.2018 10:19
    Highlight Highlight Es werden massiv häufiger Männer als Frauen kontrolliert.

    Da habe ich noch keine linke Politikerinnen dagegen protestieren gehört: Gender Profiling steht nämlich ganz im Einklang mit der feministischen Ideologie, dass Männer pöse und Frauen gut seien. Aber Racial Profiling klagt man dann gerne an, seitens Linke. Wie verlogen.
    • Fulehung1950 01.03.2018 19:34
      Highlight Highlight Ach Karli, mir kommen gleich die Tränen!
  • Trouble 28.02.2018 10:07
    Highlight Highlight Mein Held.
  • SteveLaCroix 28.02.2018 09:59
    Highlight Highlight Das nennt sich leider nicht Rassismuns, sondern Statistik. In vielen Schweizer Städten ist es halt einfach so, dass z.B. der gesamte Drogenhandel in Schwarzafrikanischer Hand ist und sich viele dieser Leute illegal hier aufhalten. Deswegen werden in vielen Städten dunkelhäutige Männer überdurchschnittlich viel kontrolliert. Auch wenn allen klar ist, dass nur ein ganz kleiner Anteil der dunkelhäutigen Männer hier tatsächlich Dealer sind und/oder illegal in der Schweiz...
    Ich find's nicht super, kann die Polizisten andererseits aber auch verstehen.
    • reich&schön 28.02.2018 10:13
      Highlight Highlight @SteveLaCroix: Was als "racial profiling" diffamiert wird ist oft einfach effiziente und zielgerichtete Polizeiarbeit.
      Angesichts der von Dir beschriebenen Realität wäre es wenig sinnvoll, zum "Ausgleich" vermehrt hellhäutige ältere Frauen zu kontrollieren.
    • Fulehung1950 01.03.2018 19:21
      Highlight Highlight Es stimmt eben nicht, dass der gesamte Drogenhandel in „schwarzafrikanischer Hand“ ist. Die kleinen Händler sind wohl grossmehrheitlich Afrikaner, möglicherweise Sans Papiers, die leicht zu gewinnen sind. Die Importeure sind aber nach wie vor die Mafia-OrganisTionen aus Ost und Süd, aus Italien neben der N‘Dranghetta neuerdings die Sacra Corona Unita.

      Werden nun deshalb alle italienisch aussehenden Menschen ständig kontrolliert? Ich glaube nicht!
  • Alterssturheit 28.02.2018 09:48
    Highlight Highlight Wer will heute noch Polizist sein?? Man muss sich bedrohen/beschimpfen, etc. lassen und darf ja nicht "überreagieren", man muss Kontrollen durchführen - aber bitte nicht so.....
    Und braucht man sie selber mal ist es auch nicht recht, weil sie erst so spät kamen, usw.
    Aber klar, einfach Schwarze kontrollieren geht nicht, da man ja weiss, dass z.B. Drogendealer, Illegale und andere mehr zu 90% weiss sind.....

  • @ursus 28.02.2018 09:38
    Highlight Highlight "Drei Mal seien sie aufgefordert worden, weiterzulaufen. Sie kamen dem nicht nach." Dass sich Herr Oestreicher in dieser Situation falsch verhalten hat, sieht er wohl inzwischen selber ein. Dennoch kann er nicht auf die Moralkeule Racial Profiling verzichten, obwohl er keinerlei Beweise dafür hat. Am Schluss will er sein Fehlverhalten doch noch politisieren. Schade.
  • reich&schön 28.02.2018 09:29
    Highlight Highlight Lachhaft. Es geht Oestreicher rein gar nichts an, weshalb die Polizei einen Dritten kontrolliert.
  • 7immi 28.02.2018 09:28
    Highlight Highlight wenn man flüchtlinge kontrolliert ist es ja naheliegend, dass man dunkelhäutige kontrolliert. oder soll die polizei einfach alle anhalten? wenn man einen weissen sucht werden dunkelhäutige ja auch nicht angehalten. wenn man männer sucht keine frauen, wenn man rentner sucht keine jungen, etc.
    diese ewige rassismusleier geht mir langsam aber sicher auf den sack. ist dieser herr nicht auch rassist? hätte er sich auch für einen weissen so engagiert?
  • Ihr Kommentar hat 20min Niveau 28.02.2018 09:09
    Highlight Highlight Ich glaub dem Mann. Ich arbeite am Flughafen, und was die Polizei dort manchmal abzieht ist jenseits von gut, böse und irgendwelchen internen Richtlinien. Aber es kann ja keiner was sagen, es ist ja die Polizei
    • mogad 28.02.2018 10:22
      Highlight Highlight Bringen Sie bitte ein Beispiel, von dem was die Polizei am Flughafen abzieht. Oder haben Sie einfach etwas zu verbergen?
  • Eskimo 28.02.2018 09:09
    Highlight Highlight Hätten die beiden Gutmenschen auch eingegriffen wenn der Kontrollierte Mann weiss gewesen wäre? Wohl eher nicht...
    Somit sind doch die beiden Basler Rassisten und nicht die Polizisten.
    • JoeyOnewood 28.02.2018 12:56
      Highlight Highlight Für diesen kruden Kommentar gibts 75 Herzen? WTF? Es geht hier um Racial Profiling - in einem Land, in dem so um die 90% weiss sind, wird diese Gruppe wohl kaum Probleme damit haben. Ergo muss bei der Kontrolle eines Weissen auch kein Racial Profiling vermutet werden. Mi mr geht das langsam auf den Sack, wie einfach billig umgedreht wird, und Personen, welche sich für unterdrückte Minderheiten einsetzen, plötzlich als Rassisten dargestellt werden. Und das meistens von Leiten, welche ziemlich weit rechts sind (auch bei Eskimo, nach dem ich so 3,4 Kommentare vo dir gelesen habe).
    • Eskimo 28.02.2018 13:12
      Highlight Highlight @JoeyOnewood
      Das hat nichts mit "Rechts" zu tun sondern mit gesundem Menschenverstand. Viele denken sie müssten Minderheiten um jeden Preis schützen und priviligieren. Damit tun sie niemandem einen gafallen.
    • luca.affolter 28.02.2018 13:12
      Highlight Highlight Eine Kontrolle ist ja noch keine Unterdrückung. Zudem ist es doch normal dass eine Stichprobenkontrolle aufgrund von Erfahrungen gemacht wird. Mit einem tiefergelegten BMW 3er wirst du auch öfter von der Polizei kontrolliert als mit einem Toyota Yaris. Ich finde es in erster Linie wichtig, dass die Kontrolle genau gleich abläuft egal ob Weiss oder Schwarz.
    Weitere Antworten anzeigen
  • luca.affolter 28.02.2018 09:02
    Highlight Highlight Diese Diskussion ist lächerlich. Es ist doch klar dass Polizisten aufgrund von Erfahrungen gewisse Personengruppen mehr kontrollieren als andere. Wo ist das Problem ?
    Wenn ich mit schwarzen Kleidern einem Schal und weissen Reebok Sneakern in ein Stadion will werde ich auch mehr kontrolliert als der 75 Jährige Mann im Anzug.... Ist ja logisch oder nicht ?
    • welefant 28.02.2018 11:17
      Highlight Highlight liegts an den weissen reebok‘s? oder was spielen die für eine rolle?;)
  • So en Ueli 28.02.2018 08:56
    Highlight Highlight Ich weiss ja nicht was man sich über eine simple Kontrolle so aufregen kann. Könnte ja sein, dass die drei Beamten einen Verdacht oder einen Tipp hatten. Einfach so zu urteilen, ohne die Intentionen und Hintergründe zu kennen und einfach irgendwas zu unterstellen, ist naiv und zeugt von Unreife. Des Herr Oestreichers Naivität wird mit der Weigerung dem Befehl der Polizisten Folge zu leisten noch unterstrichen. Dem Herrn fehlt es aus meiner Sicht deutlich an Respekt gegenüber unseres Staates. Boy keep your own business.
  • just sayin' 28.02.2018 08:53
    Highlight Highlight «Wir kontrollierten ihn wegen des Verdachtes von illegalem Aufenthalt.»

    es ist nun mal so, dass mehr dunkelhäutige menschen illegal hier sind. mann könnte auch den weissen typ daneben kontrollieren - wird aber eher nichts bringen.
  • mogad 28.02.2018 08:51
    Highlight Highlight Wie soll uns die Polizei schützen, wenn sie sich bespucken und treten lassen muss, weil die Vorgesetzten "Deeskalation" als höchstes Gut betrachten. Kürzlich musste sich in Zürich ein Polizist durch einen Sprung über eine 4 Meter-Maurer vor gewalttätigen Hooligans retten. Dabei hätt er sich schwer verletzen können. Die Polizei darf auch von niemandem einen Ausweis verlangen, weil sie sonst gleich unter Rassismusverdacht gerät. Mein Sparvorschlag: Polizei abschaffen, sie darf ja eh nix, Strafverfolgungsbehören? Abschaffen. Denn Schuld gibt es, aber keine Sühne.
    • Gar Manarnar 28.02.2018 10:22
      Highlight Highlight Genau, lieber wie die Ami Cops einmal mehr als weniger Eskalieren. Besten auch gleich schiessen.

      Zum Glück deeskalieren die. Dafür sind sie da. Was willst du, eine staatliche Schlägerbande?
    • mogad 28.02.2018 11:26
      Highlight Highlight @Morbid. Nicht gleich ins andere Extrem kippen, bitte! Aber richtig: zum Glück deeskalieren die. Nur: wenn die Hooligans wissen, dass ausschliesslich auf Deeskalation gesetzt wird, werden sie immer dreister. An Deeskalation sind die prügelnden Hooligans meist gar nicht interessiert. Die wollen Randale, sonst macht es ja keinen Spass. Und wo ist denn die Grenze für Deeskalation? Ich hab das Beispiel vom Polizisten gebracht, der von einer 4-Meter-Mauer springen musste, um sich vor einem gewalttätigen Hooligan zu schützen. Ich finde das unerträglich.
  • mogad 28.02.2018 08:41
    Highlight Highlight "Verdacht" bringe ich in Zusammenhang mit einer bereits begangenen Straftat. Man weiss noch nicht wer es getan hat. Man beginnt, Leute nach dem Ausschlussverfahren zu überprüfen. Ich fände "wir wollten den Aufenthaltsstatus des Mannes überprüfen," treffender und so wars auch gemeint von den Polizisten. Man kann den Polizisten nämlich nicht einfach im voraus Rassismus unterstellen, weil sie von einem Schwarzen den Ausweis sehen wollten. Es kann ja nicht sein, dass die Polizei entweder gar keine Ausweiskontrollen mehr machen, oder nur noch hellhaarige, helläugige Menschen kontrollieren darf!
  • Olmabrotwurst 28.02.2018 08:32
    Highlight Highlight Ein guter Freund von mir wird in St.gallen regelmässig kontrolliert, aber nicht weil er Schwarz ist, sondefn er ein Zürcherdialekt hat, passt den lappen in St.Gallen überhaupt nicht xD
    • Yakari 28.02.2018 14:51
      Highlight Highlight Seit wann sieht man jemandem den Dialekt an?
    • Olmabrotwurst 01.03.2018 10:45
      Highlight Highlight Seit wann muss man alles ernst nehmen? Die Geschichte stimmt aber in unserer Gesselschafts hats ja nur noch schwarzmaler, ich und der Freund von dem hier geschrieben wurde sind trotzdem glücklich im leben^^ keep calm enjoy ur life
  • Chains 28.02.2018 08:32
    Highlight Highlight Lasst die Polizei ihren Job machen, mein Gott!
  • D “Chasfondue17” R 28.02.2018 08:25
    Highlight Highlight Es soll mir jemand bitte verraten, was die politisch korrekte Lösung für solche Kontrollen ist, ohne jemanden rassistisch zu beleidigen und mit erfolgreicher Bekämpfung des Drogenhandels und der Illegalität? Gibt es den vollbusige blonde Schwedinnen hier, die dieser Vergehen schuldig sind? Ergibt es nicht Sinn eher Schwarze aus Gründen der Effizienz zu kontrollieren?
    • reich&schön 28.02.2018 10:17
      Highlight Highlight Ganz einfach. Es braucht keine politisch korrekte Lösung.
      Die Polizeit soll ihre Arbeit machen und die SJWs sollen ihre Klappe halten.
  • mogad 28.02.2018 08:20
    Highlight Highlight Messen sich Demokratie und Rechtsstaatlichkeit daran, von wem die Polizei einen Ausweis sehen will und von wem nicht? Flüchten Schwarze vor Armut und Krieg, um sich im Gastland wegen einer Ausweiskontrolle gleich schikaniert zu fühlen? Und bestimmt ein Herr Oestreicher, wen die Polizei kontrollieren darf und wen nicht? Es ist einfach wahrscheinlicher, dass ein Schwarzer als abgewiesener Asylbewerber abtaucht, als ein hellhäutiger Mensch. Das hat nichts mit Rassismus zu tun. Wer nichts zu verbergen hat, zeigt den Ausweis und das wars.
  • Gar Manarnar 28.02.2018 08:15
    Highlight Highlight Es wurde Strafbefehl erlassen, Einsprache gemacht, diese aber zurückgezogen (gem. Artikel).

    Wieso kommt es dann zur Verhandlung? Bei Einspracherückzug wird der SB rechtskräftig, d.h. kein Verfahren. Da muss also ein Detail im Artikel fehlen oder die Einsprache wurde nicht zurückgezogen.

  • MacB 28.02.2018 08:14
    Highlight Highlight LAsst doch alle einfach mal ihre Arbeit machen...
  • Redly 28.02.2018 08:10
    Highlight Highlight Durch solche Idioten wird die Polizeiarbeit erschwert.
  • Swizzi 28.02.2018 08:04
    Highlight Highlight ??? :
    Gemäss Herrn Östreicher darf die Polizei also nur noch Leute mit weisser Hautfarbe kontrollieren?

    Dieser Herr soll doch die Polizei ihre Arbeit machen lassen und sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmern.
  • Antaxas 28.02.2018 08:02
    Highlight Highlight Also..... dürfen Schwarze nicht mehr kontrolliert werden weil sie schwarz sind? Ist das nicht auch Rassismus?
  • hävi der spinat 28.02.2018 07:54
    Highlight Highlight Würdelos.
    Gerade wenn spiessige Senioren, sich aufgehetzt und gleichgeschaltet durch einen 1984 Mainstream, sich in kleinen Gedankenpolizisten verwandeln.

    Was kompensiert dieser Mann wohl?
  • Simonetta 28.02.2018 07:31
    Highlight Highlight Weswegen eine Polizeipatroullie jemanden kontrolliert, weiss einzig derjenige Polizist, der sich dazu entschied. Aussenstehende können die Motivaton der Polizisten unmöglich erkennen.
    Die Polizei hat das Recht, jeden zu anzuhalten und zu überprüfen, während die Behinderung der Polizei untersagt ist.
    Aus dem Umstand, dass eine polizeilich kontrollierte Person dunkelhäutig ist, kann nicht geschlossen werden, dass dies aus rassistischen Motiven geschieht.
    Und: Es wäre diskriminierend, wenn nur Hellhäutige kontrolliert würden.
    Herr Oestreicher wird zu Recht bestraft.
  • Wilhelm Dingo 28.02.2018 07:12
    Highlight Highlight Es ist ein Fakt, dass unter illegalen Migranten überproportional viele Dunkelhäutige sind. Das ist keine Dikriminierung sondern ein Tasache. Es ist daher salchlich absolut nachvollziehbar, dass die Polizei bei dunkelhäutigen Menschen vermehrt Kontrollen durchführt.
  • zeromaster80 28.02.2018 07:04
    Highlight Highlight Profiling ist NICHT rassistisch! Und ja, die Ethnie ist ein wesentlicher Bestandteil. Die vermehrten Kontrollen verdankt er tausenden illegal eingereister Afrikaner, welche weit überdurchschnittlich in den Statistiken als Kriminelle auffallen. Ich kann das auch steuern... wenn ich mit drei Kollegen, alle das Gesicht halb verdeckt, neben der Reitschule rumlungere und ab und an Passanten die Hand gebe werde ich kontrolliert und nicht der Schwarze in ordentlicher Kleidung, welcher 100m weiter zur Rushhour von links nach rechts geht.
    • Gar Manarnar 28.02.2018 10:12
      Highlight Highlight Was ne Logik wieder.

      Analog darf man alle Männer als sexuelle Belästiger betiteln. "Das vermehrte Misstrauen verdanken sie den tausenden Belästigern und Vergewaltigern."

      Dann ist auch nicht mehr so cool was?
    • zeromaster80 28.02.2018 13:07
      Highlight Highlight Wo habe ich alle schwarzen als Kriminelle betitelt? Da geht Dir der sjw durch.
    • Bündn0r 28.02.2018 13:12
      Highlight Highlight Er bezeichnet nicht alle Schwarzen als Illegale, nur die Wahrscheinlichkeit ist höher.
      Wenn Sie einen Vergewaltiger suchen, kontrollieren Sie vermutlich eher Frauen als Männer.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dreiländereck 28.02.2018 07:01
    Highlight Highlight Es kann ja nicht sein, das der einzelne Bürger auf der Strasse bestimmt wen die Polizei kontrollieren darf.
    Vielleicht sollte die Polizei einfach mal einen Monat lang gar niemanden mehr kontrollieren, egal welche Hautfarbe er hat.
    Das Resultat könnte noch interessant sein. Insbesondere wenn es sich herumgesprochen hat das niemand mehr kontrolliert wird.
  • pamayer 28.02.2018 06:48
    Highlight Highlight Radial Profilierung gibt es nicht. Nur Einzelfälle...
  • Bowell 28.02.2018 06:46
    Highlight Highlight Das Ironische an der ganzen Geschichte ist ja, dass Herr Oestreicher die Kontrolle beobachtet und aufgrund der Hautfarbe des Kontrollierten davon ausgeht, dass er helfend einschreiten muss. Findet Herr Oestreicher denn, dass Dunkelhäutige sich nicht selber wehren können, wenn sie sich unrecht behandelt fühlen?
  • Nukular! Das Wort heisst Nukular. 28.02.2018 06:44
    Highlight Highlight Es ist ja nicht so, dass eher dunkelhäutige Personen, wegen Misshandlung des Betäubungsmittelgesetzes angezeigt werden.
    In diesem Fall könnte es sich um Rassissmus handeln, was jedoch Racial profiling an sich nicht als etwas schlechts dastehen lässt. Weiss man z.B. das ein Nordafrikaner 5 mal eher eine Frau sexuell belästig/Vergewaltigt, ist es aus meiner Sicht legitim, dass auch mehr Nordafrikaner kontrolliert werden. Dies hat mit gesundem Menschenverstand zu tun.

    Freundliche Grüsse aus Sektor 7G.
  • Rumbel the Sumbel 28.02.2018 06:44
    Highlight Highlight Kontrollieren Sie mich wegen meiner schwarzen Hautfarbe......usw. Nein. Kontrolle Drogenhandel, aber kann auch ein anderer Vorfall gewesen sein. Muss für gewisse Leute schlimm sein. Was würde der erstgenannte bei der Kontrolle eines weißen Bürgers, gleichwohl woher dieser kommt, machen. Nichts.
  • walsi 28.02.2018 06:27
    Highlight Highlight Das Äussere und das Verhalten können sehr wohl einiges verraten, erfahren Polizisten wissen das. Wenn ich damals, in meiner Jugend, über den Zoll nach Konstanz fuhr, hatte ich, wenn ich alleine war nie ein Problem, wenn mein Freund dabei war wurden wir regelmässig gefilzt. Weil er wie ein Kiffer aussah. Die Zöllner hatten dabei den richtigen Riecher, er war ein Kiffer.

    Gabe es nicht erst kürzlich hier auf Watson einen Artikel eines Schweizers der schwarz ist und keine Probleme mit der Polizei hat und auch nicht einfach so kontrolliert wird.
    • TheDude10 28.02.2018 08:56
      Highlight Highlight Ich wünschte du würdest anderst aussehen und desshalb andauernd diffenziert behandelt werden.
    • reich&schön 28.02.2018 09:34
      Highlight Highlight Naja, das mit dem "Riecher" scheint eine eher oberflächliche Sache zu sein.
      Wenn ich mit einer unauffälligen Limousine über den Zoll fahre, dann werde ich fast nie kontrolliert.
      Mache ich dasselbe im auffälligen Sportwagen, nehmen sie mich fast jedesmal raus.
    • loquito 28.02.2018 10:48
      Highlight Highlight Es ist eben nicht so, dass die Polizei einen guten Riecher hat... Es wurde Xfach bestätigt: sogar Zufallskontrollen sind erfolgreicher als Polizeiprofiling....
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Nach Rassismus-Debatte: Gugge Negro-Rhygass verzichtet auf umstrittenes Logo

Logo und Name der Basler Gugge Negro-Rhygass sorgten in den vergangenen Monaten für eine heftige Diskussion um Rassismus und Tradition. Die Gugge wird in Zukunft auf ihr umstrittenes Logo verzichten – kreiert aber vorerst auch kein neues.

Es war Anstoss einer langen und heftig geführten Debatte in der Basler Fasnachtsszene und darüber hinaus: Das Logo der Gugge Negro-Rhygass, das ein paukenspielendes schwarzes Männchen mit dicken Lippen und einem Knochen im Haar zeigt – die Darstellung entspricht dem stereotypischen Bild des «Mohren», wie es in Europa bis zum Ende des Kolonialismus üblich und weit verbreitet war.

Die Gugge wurde öffentlich dazu aufgefordert ihr Logo – und auch ihren Namen – zu ändern, da beides …

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