Schweiz
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Streit der «Kuhteiler» – warum ein Bauer auf den «Crowdbutcher» losgeht



Der Berner Informatiker Moritz Maier hat die Zeichen der Zeit erkannt. Weil «nachhaltig» Fleisch essen auf dem Vormarsch ist – die Konsumenten also weg von der industriellen Massentierhaltung wollen – erfand er 2015 kuhteilen.ch. Damit war er so erfolgreich, dass er auch anfing Schweine zu «teilen». Das Konzept ist einfach: Das Tier wird erst geschlachtet, wenn es komplett verkauft ist. 

sauteilen.ch

Der Kunde sieht stets, wie viel vom Fleisch verkauft ist. screenshot  kuhteilen.ch

Vorwurf 1: «Bauern profitieren nicht»

Der Erfolg hält an, Maiers Geschäft brummt – für einige offenbar zu gut.

Thomas Rippel, Bauer auf dem Hof Maiezyt im Berner Oberland, gehört zu ihnen. Und Rippel ist nicht nur Bauer, sondern auch Konkurrent: Er bietet sein Fleisch auf ähnliche Weise wie Maier an – und erhebt nun happige Vorwürfe gegen seinen Branchenkollegen aus der IT-Branche. Auf dem Blog Swiss Bio Farmer schreibt der Berner Oberländer am 1. Januar:  

Kuhteilen: Partner der Bauern, Held der Konsumenten – nicht wirklich! Es sieht alles so harmonisch aus auf der Seite von kuhteilen.ch. Wenn ich hier einkaufe, dann handle ich ökologisch, verhindere Foodwaste und helfe obendrein noch den Bauern. Nur leider stimmt das nicht! Was mich als Bauer am aller meisten stört ist, das Moritz Maier von Kuhteilen sehr stolze Preise für sein Fleisch verlangt (das ist ja gut!), aber vom stolzen Preis praktisch nichts den Bauern gibt! In der Migros kostet ein Kilo Bio-Rindfleisch im Durchschnitt 35 Franken. Der Bauer bekommt davon pro Kilo 17.91 Franken (51.1%). Bei Kuhteilen koste ein Kilo Bio-Rindfleisch 45 Franken. Der Bauer bekommt davon pro Kilo 18.66 Franken (41.5%). 

«Er betreibt nur die Homepage und verdient mehr als ein Schweizer Bauer, der 60 Stunden und mehr pro Woche arbeitet», sagt Rippel zu watson. Ausserdem bekomme Maier von den Medien ständig Aufmerksamkeit, das sei nicht fair. Rippel attackiert Maier nicht nur auf dem Blog sondern auch über Facebook. Darauf reagierte Maier anfänglich noch: 

Fleisch

Maier setzt Rippel kurz zusammengefasst entgegen, er bezahle den Bauern Preise über dem üblichen Marktpreis. Es gebe individuelle Abmachungen mit allen Bauern und Lieferanten. «In der Regel bestimmt der Bauer den Preis, den er für sein Tier haben will und dieser liegt manchmal bis zu 2.50 Franken pro Kilo höher als üblich.» Mit dem Rest finanziere er die komplette Vermarktung, die Werbung und die Verteilung – daher komme die relativ grosse Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem Preis, den der Bauer bekommt. 

Umfrage

Ist es okay, dass der Crowdbutcher so viel verdient?

  • Abstimmen

1,370

  • Sicher. Es ist eine gute Geschäftsidee. Das steht im zu. 59%
  • Nein. Der Bauer arbeitet viel härter. Er müsste mehr verdienen. 29%
  • Mir egal. Ich bin Vegetarier. 11%

Maier und Rippel lieferten sich auf Facebook einen regelrechten Schlagabtausch. Diesen möchte Maier jetzt allerdings nicht mehr weiterführen. «Wir haben nichts zu verbergen, warum Bauer Rippel uns und mich teilweise auch persönlich angreift, weiss ich nicht.» 

«Ich weiss noch nicht, ob ich gegen Rippel vorgehen soll.»

Mortiz Maier, kuhteilen.ch

Vorwurf 2: «Kein Bio»

Rippel ist der Knatsch mittlerweile unangenehm. Es gehe ihm vor allem um den zu tiefen Anteil, den die Bauern bekämen. Allerdings sagt er auch, «kuhteilen.ch» preise als Bio an, was nicht Bio sei. 

Bei Bio Suisse weiss man Bescheid über den Streit. Offenbar hat Rippel das Label kontaktiert. Stephan Jaun, Sprecher von Bio Suisse, sagt dazu: «‹Kuhteilen› machte auf der Homepage neben einer Grafik die Aussage «100 Prozent Bio», verkauft aber nicht ausschliesslich Bio-Fleisch.» Die Grafik wurde jetzt von der Seite genommen und das Thema ist für Bio Suisse somit gegessen. 

Machte Rippel unlautere «Promotion» auf Facebook?

Rippel ging noch einen Schritt weiter. Er schaltete auf Facebook zwei Tage bezahlte «Promotion» worin er «korrigiert», was «kuhteilen.ch» in seinen Augen falsch angibt. Mit der geschalteten Anti-Werbung könnte er nun ein Problem bekommen. Maier könnte bei der Lauterkeitskommission deswegen eine Beschwerde einreichen. Diese würde dann Rippel auffordern, seine Aussage zu beweisen. Kann oder tut er das nicht, würde die Lauterkeitskommission laut Sprecher Thomas Meier die Beschwerde gutheissen und Rippel empfehlen, auf solche Aussagen zu verzichten.

post

So sah die Promotion aus. bild: screenshot

Moritz Maier hat noch nicht entschieden, ob er gegen Rippel vorgehen wird.

sauteilen.ch

Das Angebot von Kuhteilen.ch (oben). Auf dem Hof Maiezyt gibt es ähnliches – ganze Pakete mit verschiedenem Fleisch.  screenshots

Fleisch

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46
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    Alle Leser-Kommentare
  • satyros 04.01.2017 17:23
    Highlight Highlight Ich kann den Bauern verstehen. Er zieht die Tiere auf, kümmert sich einige Jahre um sie und stellt sicher, dass sie ökologisch und tierfreundlich gehalten werden. All das sind die Verkaufsargumente des Kuhteilens, den Gewinn streicht aber grösstenteils ein Internetfuzzi ein. Ich kaufe mein Fleisch übrigens direkt beim Bauern, da wird auch alles verwendet und das Geld geht an die, die die Arbeit hatten (Bauer und Metzger).
    • Walter Sahli 04.01.2017 18:44
      Highlight Highlight Der Bauer kann ja sein Fleisch auch einem der beiden Grossverteiler verkaufen, wenn er sich von kuhteilen.ch ungerecht behandelt fühlt...und jedes Mal hüpfen, wenn einer der beiden orangen Riesen "Frosch" sagt.
    • Charlie Brown 04.01.2017 20:06
      Highlight Highlight Klar. Handel = Abzocke.

      Wie klein die geistige Welt doch sein kann.
    • Firefly 04.01.2017 21:06
      Highlight Highlight Libertas, Nichts steht den Bauern im Weg, ihr Business selber in die Hand zu nehmen und selber gemeinschaftlich ihre Produkte und Dienstleistungen direkt anzubieten. Die könnten sich sogar von der Abhängigkeit von Migros und Coop befreien, wenn sie etwas Mut und Unternehmertum hätten konnten sie eine richtige kleine Revolution lostreten. Aber zu viele Subventionen ersticken das Unternehmertum wohl im Keim und fördern das Jammern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Froggr 04.01.2017 16:14
    Highlight Highlight Ist ja genau wie bei UBER. Die Taxifahrer habens schlicht verpennt. Tja und jetzt sollen sie auch nicht reklamieren.
    • satyros 04.01.2017 17:25
      Highlight Highlight Das sagst du genau so lange, bis auch dein Beruf digital revolutioniert wurde.
    • Froggr 04.01.2017 18:54
      Highlight Highlight Dann bin ich aber froh, dass ich bereits vorgesorgt habe, dass mein Beruf bereits digitalisiert wurde. Schwein gehabt.
    • SemperFi 05.01.2017 20:53
      Highlight Highlight Der Beruf des Bauern wurde ja nicht digitalisiert. Wenn das Bewirtschaften eines Internetshops so einfach ist, kann er es ja selber machen und seinen Gewinn optimieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Firefly 04.01.2017 15:48
    Highlight Highlight Der schlaue Bauer verbündet sich mit anderen schlauen Bauern und macht selber so eine Webseite und so ein Business auf.
    • SemperFi 05.01.2017 20:56
      Highlight Highlight @SeKu: Sie haben den Ironie -Button vergessen. Falls nicht, dann haben Sie offensichtlich keine Ahnung vom Beruf des Bauern.
  • Jol Bear 04.01.2017 14:51
    Highlight Highlight Beide sind in einer Marktnische aktiv, die aber gutes Wachstumspotenzial hat. Anstatt einen Kleinkrieg zu führen, sollen sie ihre Energie gescheiter zur Weiterentwicklung ihrer eigenen "Labels" einsetzen. Von den grossen Bio-Labels ist nicht viel zu erwarten, die sind unterdessen zu stark mit den Grossverteilern verbandelt, bringt wenig Mehrwert dafür umso mehr Bürokratie. Wenn "Bio", dann reicht "Bundesbio" um die höheren Direktzahlungen sicherzustellen. Die Eigenvermarktung über kleine autonome bäuerliche Organisationen, regional verankert verspricht mehr.
  • Tomtom64 04.01.2017 14:15
    Highlight Highlight Besucht mal die weiter unten von p4trick geposteten Links auf die Seiten vom vermeintlich streitbaren Bäuerlein Rippel und "seinem" Hof. Ihr werdet sehen, es geht um mehr als in obigem Artikel dargestellt. So dürfte Rippel auch sehr wohl wissen was Unterhalt einer Homepage, Portionieren und Versenden von Fleisch kostet.
    Er denkt wahrscheinlich in ganz anderen Dimensionen und scheint missionarisch, ist aber sicher kein dümmlich neidisches Bio-Bäuerlein.
    • dadada 04.01.2017 15:04
      Highlight Highlight Wäre er wirklich nur ein intellektuelles Bäuerlein warum dann der ganze Rummel? Würde sich doch niemand freiwillig antun! Ich denke eher er versucht auf Kosten anderer Aufmerksamkeit zu erregen.
  • Wilhelm Dingo 04.01.2017 14:09
    Highlight Highlight Was habe ich gelernt: Die BioUndAllesKorrektMach-Menschen sind mindestens so grosse Abzocker wie die nichtBioundAllesFalschMach Menschen!
    • Marbek 04.01.2017 14:22
      Highlight Highlight Aha, dann ist also nach der Lektüre dieses Artikels für dich Maier ein "Abzocker"? Kannst du das bitte näher erläutern?
    • Wilhelm Dingo 04.01.2017 15:35
      Highlight Highlight @Marbek: Abzocke ist die Bruttomarge von knapp 60%, auch wenn da noch der Versand gemacht werden muss.
    • Intellektueller 04.01.2017 19:31
      Highlight Highlight @Wilhelm: Die Marge ist kleiner als 60 %, weil die Rohstoffkosten (hier die Kuh) von rund 40 % nur einen Teil der Herstellkosten ausmachen (hier: metzgen, lagern, abpacken, vermarkten, verkaufen und versenden).
      In in vielen Branchen ist eine Marge von um die 50 % üblich und erforderlich, damit die Fixkosten gedeckt werden können (Investitionsgüter und nicht produktive Organisationseinheiten wie Management, Verwaltung, Verkauf und Produktentwicklung). Software hat nicht selten eine Marge weit über 90 %, weil deren Verbreitung extrem bilig ist (Download), die Entwicklung aber teuer.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bibaboo 04.01.2017 13:39
    Highlight Highlight Ich frage mich, ob sich der Bauer auch über den Spitzenkoch, welcher für das Kilo 1000 verlangt, beklagt.
    • Marbek 04.01.2017 14:24
      Highlight Highlight Klar, und der Manager des Stahlwerks nervt sich, dass BMW die Autos so teuer verkauft?

      Öpfel und Bire, kennsch?
    • Milof 04.01.2017 15:40
      Highlight Highlight Der Vergleich hinkt, da hier Beide identische Produkte anbieten.
    • Firefly 04.01.2017 15:46
      Highlight Highlight Öpfel und Bire, kennsch?
      Benutzer Bild
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hayek1902 04.01.2017 13:21
    Highlight Highlight Wenn hart undviel arbeiten ein Kriterium wäre, wieso man mehr verdienen müsste, dann hätten wir das Rad nie erfinden sollen. Ich lese hier nur das typische Schweizer mimimi gegenüber Unternehmer.
  • Shin Kami 04.01.2017 13:12
    Highlight Highlight Oh die Bauern mal wieder am rumheulen. Zu wenig subventionen gekriegt? Er kriegt mehr als beim Marktpreis und er ist nicht der einzige der was macht. Klappe halten wäre da angesagt.
    • Skip Bo 04.01.2017 13:43
      Highlight Highlight Ich bitte dich diesen Streit zwischen diesen Zwei nicht dazu zu benutzen in frecher Art und Weise über die Bauern herzuziehen. Das mit der Klappe schliesst dich übrigens mit ein.
    • Shin Kami 04.01.2017 17:18
      Highlight Highlight Stimmt, korrektur, ein Bauer. Die anderen können schlecht was dafür.
    • Lami23 04.01.2017 19:15
      Highlight Highlight Jaja auf so einen undifferenzierten Kommentar habe ich nur gewartet...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maett 04.01.2017 13:03
    Highlight Highlight Da ist ein Bauer mit dem Kapitalismus überfordert. Ich verstehe das Problem wirklich nicht.

    Er wird ja sogar besser bezahlt, als von einem Grossverteiler, motzen tut er nur darüber, dass der Typ mit der Webseite Geld verdient.

    Aber dass dieser das Risiko der Entwicklung eingegangen ist, blendet er aus. Webseiten sind einiges teurer, als sich das so manche vorstellen. Dass die Logistik aufwändiger und teurer sein wird, als bei einem Grossverteiler, ebenfalls. Ausserdem bezahlen kleine Kunde weitaus mehr fürs Marketing als die "Grossen".

    Also: was soll das Gejammer?
    • Hoppla! 04.01.2017 13:35
      Highlight Highlight Jein. Ich sehe jeden Monat, dass online mit überschaubaren Kosten sehr viel Umsatz erwirtschaftet werden kann, wenn es läuft. Aber schlussendlich kann jeder eine solche Website inklusive Netzwerk aufbauen. Da muss man nicht jammern.

  • PHM 04.01.2017 13:01
    Highlight Highlight Sorry aber die Sachlage ist doch relativ klar... kuhteilen.ch bezahlt den Bauern mehr als den üblichen Marktpreis. Allein damit sollten diese zufrieden sein, denn es zeigt, dass sie sogar finanzielle Vorteile aus einem Vermarktungskonzept ziehen, das sie NICHT selbst entwickelt haben. Die Idee, die Webseite und die Vermarktung sind halt deutlich wichtiger als Herr Rippel sich eingestehen möchte. Ist aber wieder mal typisch... von jemandes Idee profitieren und sich dann beklagen, dass diese Person von ihrer eigenen Idee noch mehr profitiert.
  • Intellektueller 04.01.2017 13:01
    Highlight Highlight Er liefert eine Kuh, kein Steak. Die Kuh muss erst zu einem Steak verarbeitet werden, Schlachtabfälle entsorgt, das Fleisch gelagert, abgepackt, verkauft und versandt werden. All diese Prozessschritte kosten. Die Kosten dieser Prozessschritte sind bei jeder konkreten Prozesskette unterschiedlich, wobei Skaleneffekte einen grossen Einfluss haben. Vom Verkaufspreis kann man daher nicht über eine Dreisatzrechnung auf den Einkaufspreis schliessen. Mich erstaunt, dass ein Bauer bei Maier soviel mehr kriegt als bei Grossmetzgereien.
    Hier hat wahnhafter Neid die Vernunft verdrängt.
    • Skip Bo 04.01.2017 20:01
      Highlight Highlight Für ein durchschnittliches Schlachttier mit 550 kg Lebendgewicht plus Biozuschlag wird aktuell 3180Fr. bezahlt. Für den Verkauf ergibt das ca. 210 kg Fleisch ohne Knochen. Bei 35 Fr. wären das 7350 Fr. pro Tier. Fürs Schlachten und den Vertrieb bleiben 4170 Fr. Der Schlachtlohn, und die Entsorgung schätze ich mal auf 1000Fr.

      Falls Maier tasächlich 3918 Fr. pro Tier bezahlen würde, bräuchte es keine DZ mehr.
  • Scaros_2 04.01.2017 13:00
    Highlight Highlight Er erfand 2015 das Kuhteilen? Tut mir Leid! Wenn dann ist er ein guter abkupferer denn das ist 1:1 das gleiche wie https://www.kaufnekuh.de/ So ziemlich das gleiche
  • chicadeltren 04.01.2017 12:52
    Highlight Highlight Die lieben Bauern hätten ja auch selbst auf die Idee kommen können. Aber lieber sitzen sie im subventionierten Glashaus. Und Bauern, die 60h pro Woche arbeiten sind selten. In meiner Gemeinde und auch in der gesamten Umgebung (Züri Oberland) sind die Hälfte der Landwirtschaftsbetriebe nur Teilzeitbeschäftigungen. Die meisten Höfe sind für eine Vollzeittätigkeit mittlerweile zu klein.
    • esmereldat 04.01.2017 13:58
      Highlight Highlight Quatsch, sobald du Tiere hältst, bis du täglich dran und zwar nicht zu knapp.
    • Mark84 04.01.2017 15:38
      Highlight Highlight Ähm ja, "die Höfe sind für eine Vollzeittätigkeit mittlerweile zu klein"... Das heisst ja dann, dass die angesprochenen Landwirte zusätzlich noch einem anderen Job nachgehen müssen... Verstehe nicht ganz was du sagen willst? Und v.a. - Würde mich noch interessieren woher du die Arbeitszeit der Landwirte im Züri Oberland kennst?
  • Radesch 04.01.2017 12:49
    Highlight Highlight Was soll denn das Gejammer? Der Bauer verdient ja trotzdem mehr (18.66 > 17.91). Klar könnte man prozentual noch mehr rüberwachsen lassen, aber trotzdem ist es mehr als in der Migros, oder habe ich was falsch verstanden?
  • ali_der_aal 04.01.2017 12:44
    Highlight Highlight Und ihr bietet diesem mötzli noch eine Plattform?
  • Mr Siangi 04.01.2017 12:40
    Highlight Highlight "unterhält dafür nur doe website"

    So eine Website zu unterhalten und vorallem zu entwickeln ist definitiv mit viel Aufwand und je nach grösse auch mit finanziellem Risiko.

    Ich bin absolut nicht auf der Seite des Bauers Rippel.
    • Mark84 04.01.2017 15:42
      Highlight Highlight mimimi...
  • Loeffel 04.01.2017 12:38
    Highlight Highlight Der arme liebe Bauer hat mal wieder nicht verstanden, dass je mehr Staub er aufwirbelt umso mehr Klicks sein Konkurrent ernten wird. Er mag viel bäuerlichem Kleinkrieg verstehen, in medialer und digitaler Kriegsführung muss eich allerdings noch nachsitzen.
  • Slant 04.01.2017 12:32
    Highlight Highlight Mein Beitrag zur Facebook-Diskussion:

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