Schweiz
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RSI-Nachrichtensprecher Gianmaria Giulini probt im Studio von RSI die Ausstrahlung der Nachrichtendung

RSI-Nachrichtensprecher Gianmaria Giulini im Studio der Sendung «Telegiornale». Bild: TI-PRESS

Darum sind die Tessiner die grössten SRG-Gegner

Keine andere Region profitiert mehr von den Billag-Gebühren als die italienischsprachige Schweiz. Trotzdem sind es die Tessiner, die mit härtesten Bandagen für die Abschaffung der Gebühren kämpfen. Aber warum?



Laut den jüngsten Umfragen lehnt eine Mehrheit der Schweizer die No-Billag-Initiative ab. Das Forscherteam vom Institut GFS Bern berechnete, dass derzeit 65 Prozent der Wählerinnen und Wähler bestimmt oder eher gegen die Abschaffung der Gebühren stimmen würden. Der Ausgang der Abstimmung vom kommenden Sonntag dürfte demnach klar ausfallen. 

Ausser im Kanton Tessin. Anders als in der restlichen Schweiz ist dort die Zustimmung für die Initiative in den letzten Monaten gewachsen. In der Vorabstimmungsanalyse sprachen sich 48 Prozent der Befragten gegen und ebenfalls 48 Prozent für die Initiative aus. Vier Prozent waren noch unentschieden. In der Studie hiess es, derzeit baue sich die Sympathie für die Vorlage auf. Es sei denkbar, dass es am Sonntag im Kanton zu einem «Ja» komme. 

Diese Tendenz ist bemerkenswert. Denn kein anderer Kanton profitiert so stark von den Radio- und Fernsehgebühren wie das Tessin. Von den gesamtschweizerischen Einnahmen aus der Billag-Gebühr fliessen 20 Prozent in die RSI, die Radiotelevisione Svizzera di lingua italiana, dem italienischsprachigen Ableger der SRG. Ein hoher Anteil angesichts dessen, dass die italienische Schweiz mit dem Tessin und den Südbündner Täler nur acht Prozent der Schweizer Gesamtbevölkerung ausmacht.

Regionaler Finanzausgleich der SRG-Gebühreneinnahmen

Bild

grafik: srg

Zudem ist die RSI punkto Mitarbeiterzahl der viertgrösste Arbeitgeber im Kanton. 1155 Personen sind beim Radio- und Fernsehunternehmen beschäftigt, dessen Wertschöpfung beläuft sich laut einer Schätzung auf jährlich auf 213 Millionen Franken. Rund 850 Tessiner Firmen erhalten von der RSI Aufträge und sie ist Partner von verschiedenen Kulturanlässen, der bekannteste darunter ist das Filmfestival Locarno

Warum also sind viele Tessiner mit der RSI unzufrieden und wollen keine Billag mehr bezahlen?

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Tessiner anders als die Mehrheit der Schweizer gegen die Billag stellen. Bereits 2015 verwarfen die Tessiner Stimmberechtigten mit 52 Prozent die Revision des Radio- und Fernsehgesetzes (RTVG) an der Urne. In der gesamten Schweiz wurde das neue Bundesgesetz mit einem hauchdünnen «Ja» von 50,1 Prozent angenommen. Schon damals entbrannte in der Öffentlichkeit eine Debatte darüber, warum ausgerechnet der Südkanton, der von allen vier Sprachregionen am meisten von der Gebührenverteilung profitiert, gegen die RTVG-Vorlage stimmte. 

«Wir Tessiner respektieren das Geld unserer Deutschschweizer Mitbürger und finden es wichtig, aufzuzeigen, dass es schlecht ausgegeben wird.»

Lorenzo Quadri

Für Lorenzo Quadri, Lega-Nationalrat und prominentester Billag-Gegner im Tessin, ist das kein Widerspruch. Weder damals bei der Vorlage von 2015 noch heute. Vielmehr sei das «Ja» zu No Billag ein Zeichen, dass offenbar viele Tessiner verantwortungsbewusster seien als die Führungskräfte der RSI. «Wir Tessiner respektieren das Geld unserer Deutschschweizer Mitbürger und finden es wichtig, aufzuzeigen, dass es schlecht ausgegeben wird. Schliesslich sind dies öffentliche Gelder.»

Lorenzo Quadri (Lega/TI) aeussert sich zur Volksinitiative

Lega-Nationalrat Lorenzo Quadri Bild: KEYSTONE

Viele sind laut Quadri der Meinung, dass die RSI ihr Mandat missbraucht, um parteipolitische Propaganda zu betreiben. Für sie sei die RSI zu gross, zu teuer, zu arrogant. «Im Vergleich zur übrigen Schweiz ist die Kluft zwischen der Bevölkerung und der RSI im Tessin wahrscheinlich grösser.»

Warum diese Kluft grösser ist, versucht Moreno Bernasconi zu erklären. Der frühere Chefredaktor der Zeitung «Corriere del Ticino» ist heute pensioniert und schreibt als Freelancer Kolumnen – in den letzten Monaten vor allem zur No Billag und warum die Initiative abzulehnen ist. Doch es scheint, als ob seine Bemühungen vergeblich waren, zumindest in seinem Heimatkanton. 

«Die Lega ist die stärkste Partei im Kanton. Und sie prägt die öffentliche Debatte gegen die Institutionen heftig mit.»

Moreno Bernasconi

«Die Tessiner waren schon immer ein kritisches Publikum», sagt Bernasconi. In den 70er- und 80er-Jahren sei der öffentliche Diskurs linksorientiert gewesen. Eine Mehrheit sei den Institutionen gegenüber kritisch eingestellt gewesen. Das sei zwar heute noch immer so, doch anders als damals sei diese Haltung jetzt Angelegenheit der rechten Parteien. «Die Lega ist die stärkste Partei im Kanton. Und sie prägt die öffentliche Debatte gegen die Institutionen heftig mit.» 

Wie stark die No-Billag-Befürworter die Debatte mitprägen, zeigt auch eine Auswertung der Abstimmungskampagne im Tessin. Nirgendwo sonst in der Schweiz wird aggressiver um die Zustimmung für die Initiative geworben. Das Institut für Politikwissenschaft, Année Politique Suisse, hat die Inseratekampagne zur No-Billag-Initiative untersucht und festgestellt, dass die Pro-Kampagne im Südkanton markant mehr Inserate schaltet als im Rest der Schweiz. 

Das Engagement der No-Billag-Befürworter scheint Früchte zu tragen. Auch bei der RSI selbst ist man sich bewusst, dass die Kritik am Unternehmen besteht und über die Jahre immer lauter geworden ist. Luigi Pedrazzini ist Präsident der Corsi, der SRG-Trägerschaft im Tessin. Er sagt, 2015 habe man eine Umfrage in Auftrag gegeben, die gezeigt habe, dass eine Mehrheit der Tessiner und der italienischsprachigen Bündner mit der RSI und deren Programm zufrieden seien. «Doch als negativ empfunden wurde von vielen die Grösse des Unternehmens und seine Distanz zur Bevölkerung», sagt Pedrazzini. 

Auch heute sind die häufigsten Kritikpunkte an der RSI die Privilegien der Mitarbeiter, die linke Tendenz und eine gewisse Arroganz gegenüber dem Publikum, sagt Pedrazzini. Für ihn seien diese Vorwürfe nicht gerechtfertigt. «Nichtsdestotrotz muss sich die RSI aber darum bemühen, die Kritik ernst zu nehmen und zu analysieren.»

Luigi Pedrazzini, Mitglied des Leitenden Ausschusses der Konferenz der Kantonsregierungen (KdK) und Tessiner Staatsratspraesident, spricht waehrend einer Medienkonferenz am Mittwoch, 6. Oktober 2010 in Bern ueber die Steuergerechtigkeits-Initiative der SP. Die Initiative der SP sei schaedlich und unnoetig, weil sie den Steuerwettbewerb in Frage stelle. Dieser Meinung sind Bund und Kantonsregierungen, wie Finanzminister Hans-Rudolf Merz am Mittwoch vor den Medien sagte.(KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Corsi-Präsident Luigi Pedrazzini Bild: KEYSTONE

Eine Einsicht, die vielleicht zu spät erfolgt. Denn wenn die No-Billag-Initiative im Tessin am Sonntag an der Urne angenommen wird, könnte das für den Kanton weitreichende Folgen haben – selbst dann, wenn sich in der gesamten Schweiz die Initiativ-Gegner durchsetzen werden. Dessen ist sich auch Pedrazzini bewusst: «Wenn sich ein ‹Ja› im Tessin durchsetzt, wird der Verteilungsschlüssel der Gebühren zwangsläufig in Frage gestellt. Das wird dazu führen, dass der RSI weniger Mittel zur Verfügung gestellt werden.» 

Dem widerspricht Alain Bühler, SVP-Gemeinderat von Lugano und Präsident des No-Billag-Unterstützerkomitees im Tessin. «Wird die Initiative nur in unserem Kanton angenommen, müsste mit der RSI zwar viel passieren», sagt er. Dass damit eine Änderung des Verteilschlüssels einher geht, glaubt er allerdings nicht. Immerhin sei in den letzten Monaten ständig von dem «nationalen Zusammenhalt» gesprochen worden. Dass in der Folge der italophonen Sprachminderheit die Mittel gekürzt würden, widerspräche dieser Propaganda, findet Bühler. 

Welche Konsequenzen die Abstimmung haben wird, zeigt sich nach kommendem Sonntag. Klar ist: Viele Ticinesi werden an der Urne als Protest gegen die RSI, gegen die Bürokraten in der Hauptstadt und allgemein gegen die in ihren Augen linken Institutionen ein «Ja» einwerfen. Für Corsi-Präsident Pedrazzini eine kurzsichtige Haltung. «Damit wird den Interessen der italienischsprachigen Schweiz geschadet», sagt er. 

Der Kampf um No Billag – Ja, so was gibt's in Kanada auch

abspielen

Video: watson/Emily Engkent

No Billag: Diese Promis kämpfen gegen die Initiative

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dein Vater 28.02.2018 19:21
    Highlight Highlight «Nichtsdestotrotz muss sich die RSI aber darum bemühen, die Kritik ernst zu nehmen und zu analysieren.»

    Ja gib dir mühe, es ernst zu nehmen.
  • oliversum 28.02.2018 17:40
    Highlight Highlight Die Tessiner benötigen dringend noch fünf weitere Fernseh- und zwölf Radiosender, sonst verstehen die ja nie, wie wichtig die SRG ist!
    • Fabio74 28.02.2018 19:40
      Highlight Highlight warum eigentlich auf diesem kindischen Niveau kommentieren?
  • einmalquer 28.02.2018 17:32
    Highlight Highlight Der Marktanteil von RSI ist praktisch identisch mit demjenigen des SRF

    RSI: " il 30% nelle 24 ore e il 38% nel Prime Time"
    SRF: "Marktanteil von 31,3 Prozent («Overnight»-Wert). Zur attraktivsten Sendezeit am Hauptabend zwischen 19 und 22.30 Uhr lag der Marktanteil gar bei 38,7 Prozent"

    So schlecht kann RSI also nicht sein, da dürfte die Macht des Geldes schwerer wiegen...
    • chicadeltren 28.02.2018 20:50
      Highlight Highlight Die Macht des Geldes... ...sagt ausgerechnet ein NoBillag Gegner. Wie süss.
    • einmalquer 28.02.2018 22:08
      Highlight Highlight Ein Ja zur NoBillag ist vor allem eine Süssigkeit für all die Privatunternehmen, die abkassieren ohne zu informieren
      und für all die kostenpflichtigen Spartensender

      Sauer wird es für diejenigen, die noch einigermassen neutrale Infos möchten

  • Gummibär 28.02.2018 17:05
    Highlight Highlight Beeindruckende Zahlen !
    Gesamtschweizerisch trifft es einen SRG Mitearbeiter auf 850 Arbeitnehmer.
    Im Tessin bemüht sich jeweils ein SRI Mitarbeiter um durchschnittlich 190 Erwerbstätige, die ergo bei weitem die best-informierten, best-unterhaltenen und best-public-serviced Radiohörer bzw. Fernseher der Schweiz sein müssen.
  • reich&schön 28.02.2018 16:59
    Highlight Highlight Ich höre oft Rete Uno wenn ich länger mit dem Auto unterwegs bin. Was da teilweise an Volkserziehungsprogrammen läuft, geht auf keine Kuhhaut. Vorletzten Montagabend wurde in einer 2-stündigen Sendung unablässig gepredigt, auf was man denn alles verzichten solle um "nachhaltig" zu leben. U.a. wurde vorgeschlagen, man solle nicht mehr jeden Tag duschen. (Pfui!)
    Diesen Montagabend stundenlang feministische Propaganda und viel Gejammer wo die Frauen denn überall angeblich untervertreten seien.
    Kein Wunder hängt dieser Laden den Tessinern zum Hals raus!
  • Bert der Geologe 28.02.2018 16:30
    Highlight Highlight Es war schon immer so: der Tessiner ist des Tessiners grösster Feind.
    • chicadeltren 28.02.2018 20:56
      Highlight Highlight Aha. Und von wo willst du wissen was für die Tessiner gut ist? Schon etwas arrogant...
    • IchSageNichts 01.03.2018 23:02
      Highlight Highlight Krass 66:23 herz zu blitz verhältnis. NoBillag vernebelt wirklich viel zu vielen Leuten das Gehirn. Beide Ausgänge ändern die Schweiz nicht dramatisch!! Aber dieser Kommentar:
      Ersetzt doch mal Tessiner mit Afrikaner... oder Juden. Erinbert mich an die"goldigen" 30er in D'land. Würdet ihr dann auch herzen???
  • Juliet Bravo 28.02.2018 16:03
    Highlight Highlight Der Chef des RSI rechnete mal vor, wie viel ein Jahresabo des Telegiornale und der News-Angebote als Prepaid kpsten würde: er kam auf über 2200.– Fr. – pro Jahr versteht sich.
  • Juliet Bravo 28.02.2018 16:00
    Highlight Highlight Die Lega dei Ticinesi macht italienische Medien-Politik à la Berlusconi. Mattina del domenico wird sicher schön profitieren.
    • Mariolino 28.02.2018 17:22
      Highlight Highlight *Mattino della domenica 😊
    • Juliet Bravo 28.02.2018 18:26
      Highlight Highlight Merci☺️
  • lucasm 28.02.2018 15:44
    Highlight Highlight Dann kann man sich das geld fürs tessin ja sparen. Können sich dann bei den berlusconi medien informieren.
  • paddyh 28.02.2018 15:40
    Highlight Highlight Schon witzig hier in den Kommentaren, wie oft dieses Märchen von der linken SRG wiederholt wird. Die Schweiz scheint inzwischen schon so weit nach rechts gerutscht zu sein, dass niemand mehr weiss, was links ist. All die Heile-Heidiwelt Sendungen die die SRG zeigt sind meines erachtens tiefst bürgerlich, resp. rechts-national. Bsp. Donnstigsjass, All die SRF bi de Lüt, Landfraue bladibla. Bitte gebt mir ein Beispiel einer progressiven linken Sendung im SRF. Und wer mit progressive Linke die SP meint, der bestätigt nur meine These vom Rechtsruck (Siehe oben).
    • Dinolino 28.02.2018 16:27
      Highlight Highlight Die SRG ist ausgewogen, egal welche Perspektive man im Leben hat. Progressives findest Du vorallem in den Podcast von SRF. Am TV fällt mir Kulturplatz als "Links" ein. Was aber nichts schlechtes heissen soll. Ebensowenig wie die von dir genannten Sendungen. Gehört halt zu unserem Kulturgut - so wies ewige rumgenörgele.
    • opwulf 28.02.2018 16:36
      Highlight Highlight Vergiss dann bitte nicht auch dein Statement selbstkritisch zu betrachten! Landeskulturelle Sendungen per se als rechts-national zu sehen, aber sich dann wundern wenn andere Leute die SP als progressive Linke sehen. Sind diese Leute in diesem Fall ein Spiegelbild deiner Selbst? BTW Ja zu Billag und nein zu No-Billag! Ich mag es nur nicht so wenn Leute bei anderen bemängeln, was sie selber offensichtlich (zumindest in diesem Falle, sonst kenn ich dich ja nicht und du magst durchaus ein guter Typ sein) auch tun. :)
    • Shabina 28.02.2018 16:37
      Highlight Highlight @paddyh
      geb ich dir gerne. zB die Arena zur Lohnungleichheit Mann/Frau. Da wurde im Einleitungsfilm einheitlich SP Ansichten übernommen, und behauptet, der Lohnunterschied sei diskriminierend, obwohl gemäss Faktenlage andere Gründe möglich wären.

      Zudem haben 70 Prozent aller Journis bei einer Anfrage angegeben, das sie links oder eher links stehen. Klar nicht nur bei SRG sondern auch bei allen anderen Medien.

      Das die SRG Nato-konform berichtet wieht ja jeder objektive Zuschauer selber....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Michael Ruefer 28.02.2018 14:53
    Highlight Highlight Na ja, Fakt ist, die gfs-Umfrage schreibt von einem "grossen" Stichprobenfehler für das Tessin aufgrund der kleinen Anzahl Befragten. Vielleicht besser recherchieren? Ich habe im Südtessin ein Ferienhaus und in meiner sehr ländlichen Gegend hängen an der Strasse seit Januar an vielen Orten grosse Anti-No-Billag-Plakate. Zudem fand in Bellinzona eine Demo mit mehreren tausend Teilnehmern gegen die Initiative statt. Lorenzo Quadri ist einfach ein Wichtigtuer, der noch nie was Vernünftiges gearbeitet hat und meint, er repräsentiere das ganze Tessin. Ich glaube auch im Tessin ein deutliches Nein.
    • SaraSera 28.02.2018 15:15
      Highlight Highlight @Michael Ruefer: Mit Verlaub: Der Artikel ist gut recherchiert. Unter anderem verweist er auf eine Studie, die zeigt, dass im Tessin so viele Pro-No-Billag Plakate geschalten wurden, wie nirgendwo sonst im Kanton. Dass ausgerechnet vor Ihrem Ferienhaus ein Anti-No-Billag Plakat hängt, ist kein Indikator dafür, wie gut der Artikel recherchiert ist.
    • Snowy 28.02.2018 15:23
      Highlight Highlight Ich liebe Kommentatoren wie Michael, welche die eigene Wahrnehmung über seriöse Studien und Recherchen stellen ...

      "Also ich rauche täglich zwei Päckli Zigaretten, dito alle meine Freunde und wir sind kerngesund.. und Winston Churchill der alte Raucher wurde über 90! So schädlich kann Rauchen also nicht sein"

      qed. NOT!
    • MacB 28.02.2018 15:30
      Highlight Highlight Na, jetzt haben wir ja ein battle...am Abstimmungssonntag sehen wir dann, wer recht hatte :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • dechloisu 28.02.2018 14:39
    Highlight Highlight Dass über die Änderung des Verteilschlüssels nachegedacht werden soll ist doch logisch.
    Wenn ein Kanton komplett dasgegen ist, dann soll man das Angebot herunterfahren.
    Natürlich nicht komplett, denn der Grundsätzliche Auftrag soll weiter erfüllt werden.

    Aber es würde keine Begründung für 22% vorliegen.
    • Snowy 28.02.2018 15:06
      Highlight Highlight Naja, weniger ausgewognene Berichterstattung im Tessin würde bloss zu einem noch grösseren Zustrom zu populistischen Parteien führen.

      Deswegen kämpft die Lega und die SVP an forderster Front gegen die SRG (deren linkslastigkeit ist ein vorgeschobenes Argument und eine individuelle Wahrnehmung, die einer Prüfung nicht standhält).
    • Jol Bear 28.02.2018 18:21
      Highlight Highlight "... denn der grundsätzliche Auftrag soll weiter efüllt werden." Da bin ich gleicher Meinung, aber nicht nur für das Tessin, sondern für die ganze Schweiz. Insbesondere seit die Gebühren unabhängig vom Konsum des Angebots in eine Steuer für jede Person umgewandelt wurden.
    • chicadeltren 28.02.2018 21:08
      Highlight Highlight @snowy: du willst die Politik mit der RSI also in eine bestimmte Richtung lenken? Wie war das nochmals mit neutral?
    Weitere Antworten anzeigen
  • piedone lo sbirro 28.02.2018 14:29
    Highlight Highlight lustige truppe diese lega dei ticinesi.

    die scheinpatrioten hetzen gegen die italienischen grenzgänger (die sie teils selber aus kostengründen anstellen) und die SRG, aber steuerhinterzieher und bunga-bunga TV aus den süden sind herzlich willkommen.

    • TheMan 28.02.2018 15:12
      Highlight Highlight Ach piedönchen das die Tessiher genug haben von Linken Lügen woleh wir hier nicht sagen. Das die Linken, eine SVP Initiative, welche von den Tessiner Hoch angenommen wurde, nicht umsetzen will ist bekannt. Es ist die Tessiner MEI. Auf deutsch heisst die. Zuerst einer von Uns. Eine Linke Politiker im Te sin sagte dabei, man sölle doch Schauen, das keine Ausländische Arbeiter Arbeitslos werden. Die eigenen Leute sind denen Egal. Im Tessin sehen wir die Bialteralen und Ihre Ausmassen in Höchstform. Das die Bilateralen schlecht sind.
    • Fabio74 28.02.2018 15:54
      Highlight Highlight Ach Männchen. Du weisst schon dass das Tessiner Parlament, Kantonsrst zu 73% rechts ist und die Regierung zu 80% rechts ist
    • TheMan 28.02.2018 16:16
      Highlight Highlight Ach Fabiöchen klar weiss ich das. Weil die Leute dort von den Linken verarscht wurden. Wie die ganzen Schweiz. Und die Linken probieren dort wieder eine Initiative nicht umzusetzen. Wie bei der MEI. Das Volk ist den Linken halt egal.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Siro97 28.02.2018 14:16
    Highlight Highlight Ich kann das pro Argument „links Propaganda“ nicht mehr hören. Generell bin ich froh, dass die Debatte am Sonntag vorbei ist. Ich hoffe, dass dann die Initiative bergab geschickt wird, sonst haben wir dann ein Demokratieproblem.
    • Dinolino 28.02.2018 15:13
      Highlight Highlight boah...da pflicht ich Dir bei. Hoffe aber die Debatte geht dann vernünftig in die nächste Runde im Parlament, weit weg von radikalen Ideen von Rechts und Links und/oder intressengeschwängerten Vorstössen von Rickli und Candidas Konsorten.
    • Siro97 28.02.2018 16:13
      Highlight Highlight @Dinolino hoffe ich auch 😬
    • Shabina 28.02.2018 16:48
      Highlight Highlight @siro97
      Auch wenn du es nicht mehr hören möchtest, es ist halt einfach so! Die "Wahrheit" tut halt manchmal weh....
    Weitere Antworten anzeigen
  • fandustic 28.02.2018 14:16
    Highlight Highlight Aufgebläht, links, arrogant....treffend zusammengefasst.
    • Fabio74 28.02.2018 15:55
      Highlight Highlight Beweise? Fakten? Argumente? Quellen? Keine
    • TheMan 28.02.2018 16:18
      Highlight Highlight Ach Fabiöchen als würdest du das jemals bringen. Du mit deinen Geileh Fakten. Und Argumente die Fundament haben. Deine Quellen alle sooooo Seriös.
    • fandustic 28.02.2018 16:48
      Highlight Highlight Stand so im ersten Titel des Artikels. Nun wurde er geändert, trifft aber meine Meinung. Argumente willst du, also: 70% der SRG Mitarbeiter bezeichnen sich als links; Arrogant ist die SRG, da man weder einen Plan B hat, noch gewillt war (mittlerweile klingt es auch etwas anders) überhaupt das Format zu überdenken oder geschweige darüber zu diskutieren; Wer all die Jahre so viel Geld erhält, ohne auch nur einmal Kürzungen in Kauf nehmen zu müssen (im Gegensatz zu den beinahe jährlichen Einsparungen in den Finanzen der Kantone oder viele andere Firmen) ist naturgemäss aufgebläht. Voilà;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Radesch 28.02.2018 14:14
    Highlight Highlight Kritik an der SRG soll und kann auch stattfinden, allerdings muss es dafür eine SRG geben. Mit der No-Billag Initiative war es das. Dann gibt es gar keine öffentlich rechtlichen Medien mehr. Dann ist es zu spät um über den Auftrag, das Budget, ... zu reden.

    Ich bitte alle die sich unsicher sind und zu einem Ja neigen, wirklich gut nachzudenken, ob sie das wollen. Selbst schaue ich auch fast kein Fernsehen, aber die News-Seite der SRG und die tollen Schweizer Dokus will ich nicht ins Ausland abwandern sehen.

    #NEIN zu NO-BILLAG
    • reich&schön 28.02.2018 17:14
      Highlight Highlight Wenn Du ernsthaft glaubst, dass es nach einem Nein zu wesentlichen Reformen kommt, dann glaubst Du wohl auch, dass der Storch die kleinen Kinder bringt.

      It's not gonna happen!

      Genau wie nach dem ultraknappen Ja zum RTVG wird sich auch nach einem Nein zu No Billag nichts ändern.
      Derart verkrustete Organisationen reformieren sich nur unter Druck und nach einem Nein zur Initiative wird dieser Druck wieder entfallen.
    • Radesch 28.02.2018 20:02
      Highlight Highlight Wir leben in einem anständigen demokratischen Land. Wenm Reformbedarf herrscht, kann man diesen in einer dafür vorgesehenen Abstimmung zum Ausdruck bringen.

      Allerdings geht es hier darum, ob der Staat überhaupt noch Medien subventionieren darf. Diskussionen zur SRG sind bei dieser Initiative gar nicht vorgesehen.

      Das mal wird auch nicht "lasch" umgesetzt... Es steht ja kein Völkerrecht ider Vertrag im Wege. Nach einem Ja ist die SRG einfach weg...

      Deswegen NEIN zu NO BILLAG!
    • derlange 28.02.2018 21:42
      Highlight Highlight Die SRG in der heutigen Form ist weg, aber nicht das Schweizer Fernsehen.
      Glaubst du wirklich, dass es kein Medium schafft, ein vernünftiges TV Programm zu erschaffen und zahlende Kunden zu gewinnen?
      Die Gelder müssen anderswo beschaffen werden mittels payTV, Werbung, Sponsoren, Gönnern,
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eric Lang 28.02.2018 14:14
    Highlight Highlight Interessant, jetzt wurde uns doch seit mindestens 4 Monaten immer wieder erzählt von den Gegnern, dass man im Tessin nicht ohne RTSi Leben könne und sich das Tessin wohl abspalten würde, wenn wir nicht im Interesse der Sprachminderheiten, die NoBillag Initiative ablehnen würden!
    Und jedem NoBillag Befürworter wurde unterstellt, er sei der Einzige, welcher die SRG als Links und arrogant wahrnehmen würde!
    Bleibt zu hoffen, dass noch der eine oder andere Unschlüssige, ein fettes Ja auf den Stimmzettel kritzelt.
    Ja zu NoBillag!

Die «Arena» ist in der No-Billag-Falle – doch dann macht Student Christian alles klar

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