Schweiz
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Jean-Michel Cina, der neu gewaehlte Praesident der SRG SSR, links, im Gespaech mit Generaldirektor Roger de Weck, rechts, anlaesslich einer Pressekonferenz, am Freitag, 1. Juli 2016, in Bern. Jean Michel Cina uebernimmt die Nachfolge von SRG Praesident Viktor Baumeler und tritt die Stelle am 1. Mai 2017 an. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

SRG-Präsident Cina und Generaldirektor de Weck (rechts). Bild: KEYSTONE

Die SRG mit No Billag auflösen? So einfach geht das nicht!

No Billag bedeutet nicht automatisch das Aus der SRG. Neben der Zustimmung der Delegierten bräuchte es auch eine Änderung des Radio- und Fernsehgesetzes

andreas möckli / Aargauer Zeitung



Die SRG-Spitze hält dem Stimmvolk das Messer an die Brust. Die Botschaft: «Stimmt ihr Ja zur No-Billag-Initiative, lösen wir die SRG auf.» Zuletzt machte SRG-Präsident Jean-Michel Cina eine solche Aussage in der «Arena» des Schweizer Fernsehens SRF am letzten Freitagabend. Sollte die Vorlage angenommen werden, bleibe nichts anders übrig, als die Unternehmung geordnet und verantwortungsvoll zurückzufahren, so der Walliser Ex-CVP-Politiker. «Wir können sie nur liquidieren», sagte Cina wörtlich. So oder ähnlich liess sich die SRG auch in anderen Medien verlauten. Die SRG halte daran fest, dass sie «nach einem Ja am 4. März 2018 ihren Laden schnell dichtmache», schrieb etwa die «NZZ am Sonntag».

Mit der Botschaft will die SRG-Spitze dem Stimmvolk klarmachen, wie viel bei einem Ja zur Initiative auf dem Spiel steht. Doch so einfach, wie Jean-Michel Cina die Auflösung des Unternehmens darstellt, ist sie nicht. Die SRG, ausgeschrieben Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft, ist ein Verein mit Sitz in Bern.

Intensive Diskussion nötig

Dieser verfügt, wie vom Zivilgesetzbuch vorgeschrieben, über Statuten. Darin heisst es, dass Entscheide über die Auflösung der SRG bei den Regional- und Mitgliedgesellschaften in Vernehmlassung gegeben werden müssen. Zudem bedürfen Beschlüsse wie die Auflösung des Vereines oder die Änderung der Statuten einer Zustimmung von zwei Dritteln der Delegiertenversammlung. Von den 41 Mitgliedern müssen also mindestens deren 28 einer Auflösung zustimmen, wie es unter Artikel 8 der SRG-Statuten heisst.

Wie es sich für einen gutschweizerischen Verein mit angemessener sprachregionaler Vertretung gehört, ist die Delegiertenversammlung gemäss dem Gewicht der einzelnen Landesteile zusammengesetzt (siehe auch Grafik). Fragt sich also, wie die Delegierten und die Regional- und Mitgliedgesellschaften, die vor der Auflösung angehört werden müssen, sich dazu stellen. Sicher ist, dass diese einem Antrag nicht einfach diskussionslos zustimmen würden. Dies bestätigen mehrere Delegierte der SRG im Gespräch mit der «Nordwestschweiz».

Heisse Diskussionen garantiert

«Selbstverständlich würde ein Antrag zur Auflösung des Vereins SRG für Diskussionen in den verschiedenen Gremien unserer Regionalgesellschaft sorgen», sagt Peter Moor, Präsident der Mitgliedsgesellschaft SRG Aargau Solothurn und SRG-Delegierter. «Zu welchem Schluss unsere Gremien kommen würden, kann heute nicht beurteilt werden», sagt Moor. Andreas Schefer, Präsident der SRG Deutschschweiz, schliesst sich der Aussage von Moor an. Mit Sicherheit brauche es eine intensive Diskussion, bevor eine Auflösung der SRG vollzogen werden könnte. Schefer kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, wie eine Auflösung im Detail ablaufen würde. Er betont, dass in den SRG-Gremien, in denen er Einsitz hat, bislang nicht über einen alternativen Plan zur Auflösung der SRG gesprochen wurde.

Brisant ist zudem ein weiterer Artikel in den Statuten der SRG. So heisst es darin, dass der Verein weder aufgelöst werden noch auf seine Konzession verzichten kann, solange die SRG durch das Gesetz zur Erfüllung des Programmauftrags verpflichtet ist. Dieser Auftrag ist im 2015 vom Stimmvolk beschlossenen Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) festgehalten. Es bräuchte also zuerst eine Gesetzesänderung, bevor der Verein überhaupt aufgelöst werden kann. Dafür wäre ein Beschluss des Parlaments und allenfalls erneut des Volks nötig. Alternativ könnte die Delegiertenversammlung der SRG natürlich auch die Statuten ändern.

Bild

Was passiert bei Auflösung? 

Schliesslich stellt sich die Frage, was bei der Auflösung des Vereins SRG geschieht. In den Statuten steht, dass die Delegiertenversammlung auf Vorschlag des Verwaltungsrats über das verbleibende Vermögen, sprich abzüglich der Schulden, verfügt. Laut Zivilgesetzbuch sei ein Verein frei, was er mit dem verbleibenden Vermögen nach der Auflösung mache, sagt Anwalt Tobias Bonnevie-Svendsen, der für Peyer Partner Rechtsanwälte in Zürich arbeitet. Entscheidend seien im vorliegenden Fall die Statuten. Bonnevie Svendsen findet es erstaunlich, dass in den Statuten der SRG nicht klarer festgehalten wurde, was mit dem verbleibenden Vermögen bei einer Auflösung passiert. Es sei aber davon auszugehen, dass die verbleibenden Mittel einem anderen, ähnlichen Zweck zugutekommen würden.

Doris Leuthard über die neue Billag-Gebühr

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Video: srf

Die SRG hält in einer Stellungnahme fest, dass die No-Billag-Initiative eine ersatzlose Streichung der Gebühren verlange. Sobald diese wegfalle, sei eine Liquidation der SRG die logische Konsequenz. Letztlich müsse die SRG ihre Geschäftstätigkeit einstellen. Der Verein SRG mit den vier Regionalgesellschaften, die Mitglieder sind, bliebe als juristische Hülle zurück. Die Umsetzung des Zweckartikels, nämlich die Erfüllung des gesetzlichen und konzessionsrechtlichen Leistungsauftrags, sei nach der Annahme des Volksbegehrens nicht mehr möglich. «Die logische Konsequenz wäre die Auflösung des Vereins», schreibt die SRG. Dies sei in den Statuten auch so vorgesehen.

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65Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Päddy ZH 08.11.2017 12:00
    Highlight Highlight Komischer Artikel... Der Zerfall beginnt unmittelbar am Tag nach dem "Grounding". 1. Wird kein Mensch mehr seine Gebührenrechnung 2018 zahlen; 2. Lieferanten machen nur noch gegen Bezahlung sämtlicher offener Rechnungen mit (remember Swissair); 3. darf der Bund gemäss Initiativtext Abs. 4 auch keinen Überbrückungskredit geben; 4. wird jede*r Mitarbeiter*in gehen.
    Somit bleibt der geordnete Rückzug oder die Liquidation wegen Zahlungsunfähigkeit. Wenn nicht ein Investor von aussen kommt - z.b. ein bekannter Medienkäufer aus Herrliberg - dann gibt es die SRG spätestens Ende 2018 nicht mehr.
  • Thinktank 08.11.2017 10:17
    Highlight Highlight Die Erpressungsversuche des Staates sind sicher kontraproduktiv. Nobillag ist auch eine hervorragende Gelegenheit, seinem Unmut gegenüber dem Staat und der Politik Ausdruck zu verleihen. Den Untergang der SRG kann man problemlos in Kauf nehmen, da nichts wirklich Relevantes verschwindet.
  • Shabina 08.11.2017 08:54
    Highlight Highlight Post(2)
    7) Wie die Gebühren eingesetzt werden wird von SRG nicht veröffentlicht, wir wissen nicht, wie das Geld verteilt wird.
    8) Die Billag-Gebühr ist eine Steuer
    9) Die SRG berichtet Nato und EU freundlich, statt kritisch
    10) jede/r muss bezahlen
  • Shabina 08.11.2017 08:48
    Highlight Highlight Post(1)
    25% der SRG Einnahmen kommen aus der Werbung! Also über 400 Mio. Da kann die SRG ihr Programmangebot auf 20% reduzieren und gut ist.
    Was mich zu einem Ja bewegt:
    1) Alle Vorstösse zur definition von Service Public wurden im Parlament abgelehnt.
    2) Die SRG erhielt in den letzten 10 Jahren immer mehr Geld, das Angebot blieb gleich, die Gebühr wurde nicht angepasst.
    3) Nur ein paar % der Gebühren landen in den privaten Medien.
    4) Der Chef von SRG verdient eine halbe Million.
    5) Widerrechtlich eingetriebene MwSt. wird nicht automatisch zurückbezahlt.
    6) Der hohe Betrag von 451.–
  • Mäf 08.11.2017 08:44
    Highlight Highlight Sind wir wirklich bereit und stellen hunderete Jobs aufs Spiel, zerstören einen wichtigen Auftraggeber für viele kleine Unternehmen in der Medienbranche, verzichten auf zuverlässige Informationen und fahren ein bewährtes System an die Wand, damit wir 365.- CHF pro Jahre sparen, gleichzeitig aber pro Monat hunderte von Franken für Natel, Mobilität und Gesundheit ausgeben? Schauen wir doch etwas über unseren üblichen Horizont und sehen was die Konsequenzen sein könnten: Für viele Menschen wären die Folgen gravierend.
    • Thinktank 08.11.2017 10:31
      Highlight Highlight Wenn man die Selbsterneuerung verschlafen hat, hilft nur noch der Komplettabriss. Zudem kann Neues entstehen, wenn man veraltetes ersetzt. Elektroautos verdrängen Verbrennung. Solar verdrängt Kohle. Cryptocoins verdrängen Fiat. Die Welt wird liberaler und dezentraler, da braucht es keine Staatsoase, nur weil es sie schon so lange gibt und sich Unzählige davon ernähren.
    • NotWhatYouExpect 08.11.2017 11:30
      Highlight Highlight Man darf nicht immer zurückschrecken und sagen ach wegen diesen und denen können wir das nicht machen. Wenn man so agiert verschliesst man sich vor dem Fortschritt.

      Ich bin sogar für ein Grundeinkommen und die einstellung aller Sozialdienstleistungen die auch X Tausend Jobs kosten würde. Aber irgend wann muss man den schritt mal gehen... aber nein man Bläst lieber alles mit Subventionen auf.
    • DWO 08.11.2017 17:48
      Highlight Highlight Was soll das für ein Fortschritt sein? Und der Zusammenhang mit einem Grundeinkommen? Entlassene SRF Mitarbeiter werden ein Grundeinkommen ab No-Billag Annahme benötigen?
      Momol, sehr fortschrittlich!
  • Madison Pierce 08.11.2017 08:36
    Highlight Highlight Wie es mit der SRG nach Annahme der "No Billag"-Initiative weitergehen wird, kann heute noch niemand sagen.

    Sicher wird sich viel ändern, wenn der Grossteil der Einnahmen wegbricht. Aber das muss nicht das Aus aller Sender bedeuten. Vielleicht gibt es Bezahlfernsehen, vielleicht finanzieren die Kantone einige Sender, vielleicht finden sich Mäzene... Vielleicht ist aber auch alles aus.

    Ich habe Mühe mit Angstmacherei, denn bevor alle Optionen geprüft sind, kann man keine klare Aussage machen. Leider prüft man andere Finanzierungen erst nach Annahme der Initiative, was wenig Zeit lässt.
  • Blitzer, achtung! 08.11.2017 08:22
    Highlight Highlight ....auf jeden Fall sollte uns unser "Staatsfernsehen", in abgespeckter Form erhalten bleiben. Von den Amerikanern haben wir bereits mehr als genug schlechtes, in allen Lebenslagen übernommen! Die Schweizer sollten sich mal überlegen, was wäre, wenn wir noch mehr Muster der Amerikaner oder der EU übernehmen wollten... Ihr spürt beim Lesen, ich will weder zuviel Macht von links, noch von Rechts, sondern ein gesundes Mittelmass. Wenn nicht, zerreissen wir das kleine Schweizlein in allen Belangen.
    • Richu 08.11.2017 18:42
      Highlight Highlight @Spötter: Aber du musst einfach zur Kenntnis nehmen, dass bei der Mehrheit unserer Parlamentarier und auch bei den SRG Verantwortlichen "ein gesundes Mittelmass" nicht erwünscht ist!
      Meiner Meinung nach würden jedoch die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger "einem gesunden Mittelmass" mehrheitlich zustimmen.
  • rönsger 08.11.2017 08:01
    Highlight Highlight Hei Watson, peinlicher Journalismus: Nachfragen bei der SRG ist ja gut und recht; aber nicht nachfragen bei jenen, die es eigentlich wissen sollten, nämlich bei den Rechtskundigen im verantwortlichen Departement, die ja auch für die Konzession zuständig sind, wäre wohl das Mindeste gewesen. Mit diesem Artikel bleibt einmal mehr alles im luftleeren Raum stehen.
  • Töfflifahrer 08.11.2017 07:45
    Highlight Highlight Nur ein Hinweis, nur weil ein Verein SRG besteht, heisst dies nicht, dass die irgendwas senden wird.
    Ohne Einnahmen, keine Löhne, die Rechnungen Strohm etc. können nicht mehr bezahlt werden. Vertragspartner werden gegen SRG oder Bund klagen, da Verträge nicht erfüllt werden, etc.
    Der Begriff Staatsmedien ist Schlichtwegs falsch, die SRG hat einen Auftrag, den diese aber unabhängig erfüllen muss. Darum werden die Gebühren ja auch separat erhoben und nicht via Steuern. Wie die SRG die Gebühren verwendet ist ihnen überlassen um genau die Unabhängigkeit auch einigermassen wahren zu können.
  • Posersalami 08.11.2017 07:38
    Highlight Highlight Die Initianten sind doch deutlich mit ihren Forderungen:

    „4 Er subventioniert keine Radio- und Fernsehstationen. Er kann Zahlungen zur Ausstrahlung von dringlichen amtlichen Mitteilungen tätigen.

    5 Der Bund oder durch ihn beauftragte Dritte dürfen keine Empfangsgebühren erheben.“

    Klar, die SRG kann künftig aus dem Herrliberg bezahlt werden.. ansonsten hat die SRG fertig weil sie erst ein Modell zur Finanzierung haben müsste, was in kurzer Zeit kaum zu machen ist.
  • Driver7 08.11.2017 07:34
    Highlight Highlight Die können danach von mir aus jahrelang diskutieren.. mir egal, bezahlen muss ichs nicht mehr :-)
  • Gsnosn. 08.11.2017 07:30
    Highlight Highlight Bei einem Ja zu "Nobillag" stelle ich es mir so vor. Mittags auf dem letzten Sender der SRG kommt die Tagesschau, vielleicht einer Sendezeit von 5 mim. und danach kommt das Fernsehrtestbild. Das Testbild kennt jeder sicher.
    • BaDWolF 08.11.2017 09:27
      Highlight Highlight Eher 5 Minuten sowas wie eine Tagesschau, den Rest des Tages Hellseh - und Sex-TV... Oder was die privaten sonst noch so an tollen Verkaufssendungen produzieren. *Schauder
    • Gsnosn. 08.11.2017 22:20
      Highlight Highlight In der Arena habe sie wirklich 3+ als Vorbild genommen, weil dieser Sender kein Geld bekommt. LoL
  • sintho 08.11.2017 07:20
    Highlight Highlight Danke für den Artikel, diese Aufklärung ist wichtig. Ich hab die vorherigen Artikel eher gegen NoBillag empfunden, nicht wie andere hier schreiben. Ihr gebt euch Mühe neutral zu berichten.
  • klugundweise 08.11.2017 07:02
    Highlight Highlight Falls die SRG nach Annahme von no Billig weiter existieren sollte, dann nur als privater Pay-TV mit entsprechenden Qualitätsverlust und einseitiger politischer Ausrichtung.
    Und dies soll ür die Konsumenten ein Vorteil sein?
    Wohl eher für die (ausländischen) Werber und für die politische Seite die hinter no Billig steckt.
  • just sayin' 08.11.2017 06:57
    Highlight Highlight 2/2

    es ist weiss gott nicht das erste mal, dass eine firma, welche für den staat gearbeitet hat, den vertrag verloren hat. was haben diese gemacht? die grösse der firma angepasst und weitergemacht.

    der einzige unterschied ist die menge an geld welches geflossen ist, die unfähigkeit mit diesem korrekt umzugehen und das „töippele“ (beleidigt sein) welches jetzt stattfindet.

    schlimmer als der ärgste bundesbetrieb
  • Schneider Alex 08.11.2017 06:54
    Highlight Highlight Mit der Annahme der No Billag-Initiative eröffnet sich die Chance, die Programmstruktur der SRG zu revidieren und eine Neuverteilung der Gebührengelder (zum Beispiel auch für die indirekte Unterstützung der Printmedien) vorzunehmen.
    • Päddy ZH 08.11.2017 12:06
      Highlight Highlight Falsch... die Gebühren werden per Verfassung abgeschafft, also kann nichts verteilt werden. Hier Abs. 4 des Initiativtexts:
      "[Der Bund] sub­ven­tion­iert keine Radio- und Fernsehsta­tio­nen. Er kann Zahlun­gen zur Ausstrahlung von dringlichen amtlichen Mit­teilun­gen tätigen."
      ...dann zahlt man dem Teleclub für jeden Federermatch, jedes Fussballspiel etc. etc....
    • Schneider Alex 09.11.2017 07:37
      Highlight Highlight @Päddy ZH
      Die Politik muss einen neuen Medienartikel in die Verfassung aufnehmen. Das "Aus" der Gebühren müsste gesetzlich geregelt werden. Das bräuchte auch sehr viel Zeit und die wäre für einen neuen Verfassungsartikel zu nutzen.
  • just sayin' 08.11.2017 06:53
    Highlight Highlight 1/2

    unglaublich wie arrogant und unlogisch die haltung der srg weiterhin ist.

    und zur aussage der srg, dass sie den verein „nicht einfach auflösen können“, da noch die „delegierten dazu was zu sagen hätten“: so ein schwachsinn!

    ob der verein aufgelöst oder umgewandelt wird, ist alleine die entscheidung der srg.

    sie würden einfach keine kohle mehr bekommen und die bv würde angepasst. was die srg daraus macht ist ihre sache.

  • rodolofo 08.11.2017 06:53
    Highlight Highlight "It's the economy, stupid!"
    Dieser berühmte Spruch gilt auch hier.
    Wenn die ökonomische Basis weg bricht, kann der SRG-Verein noch lange über seinen Leistungsträger-Auftrag diskutieren.
    Dieser liesse sich aber sowieso nicht mehr erfüllen.
  • dracului 08.11.2017 06:36
    Highlight Highlight Bei jeder Abstimmung ist die Angstmache über die ungewisse Zukunft ein Argument, vor der uns nur die verbitterte Festhaltung am Status Quo retten kann. Die Abschaffung der SRG ist nur eine Drohung der SRG selber! Wie bei der Swisscom könnten Angebote privatisiert werden, während der Service Public mitfinanziert würde. Die Kernfrage ist, wie Herr Pfister, CVP sagte: Wie sieht das staatliche Medienangebot der Zukunft aus? Leider will Frau Leuthard diese Diskussion partout nicht führen. Durch eine finanzielle Entlastung Privathaushalte versucht sie das Fernsehen unserer Grosseltern zu retten.
    • äti 08.11.2017 09:30
      Highlight Highlight Grosseltern haben Mist gebaut? Danke, Draculi. Der Mist hat über 80 Jahre bestens und mit Qualität (!!) funktioniert. Die heutigen Hypes schaffen kaum 5 Jahre. Und die super Privaten haben nicht mal einen Hauch von Schweiz.
      Übrigens, Bäume werden auch sehr alt und immer der Zeit und Umgebung angepasst. Wälder jetzt durch geniale künstliche Pilze ersetzen? Mir zwingt keiner Zwangs-Bachelor-TV auf, bestimmt nicht zu satten Preisen im üblichen Tranchen-Mode.
  • Majoras Maske 08.11.2017 06:24
    Highlight Highlight Schade muss sich Watson nicht an dieselben Qualitätsstandards wie die SRG halten. Diese tägliche einseitige, egoistische Berichterstattung zeigt eindeutig, dass Private Medien nicht wie gewünscht dazu fähig sind den Service Publique zu übernehmen. Wenn die Medien, deren Besitzer immer weniger zahlreich werden, so einseitig bei Volksabstimmungen Partei ergreifen, schädigt das die Demokratie und öffnet Tür und Tor für noch dümmeren Populismus als heute schon.
    • Amboss 08.11.2017 07:31
      Highlight Highlight Die privaten Medien erhalten ja auch keine Gebühren. Also sind sie ja auch nicht verpflichtet, den Service public zu übernehmen.

    • Majoras Maske 08.11.2017 09:52
      Highlight Highlight Nur argumentieren sie ja schon länger, dass sie sich stärker in diese Richtung engagieren wollen. Ich kann mich noch sehr gut an eine SRG-Sendung erinnern, wo der Chef der AZ Medien sich dahingehend geäussert hat.
  • derEchteElch 08.11.2017 06:24
    Highlight Highlight Ja zu No Billag bedeutet Abschaffung der Gebühren. Nicht die Abschaffung der SRG!

    Die SRG könnte sich zuerst verkleinern, ihr Programm überdenken u. ungewünschte Angebote einstellen. Finanzierung revidieren und dann (wenn das alles nicht helfen sollte) erst über die Einstellung nachdenken.

    Ewige Schwarzmalerei!
    • bokl 08.11.2017 07:14
      Highlight Highlight @dEE
      Initiativtext gelesen? Wohl kaum. Setzen. 6!
    • saukaibli 08.11.2017 07:41
      Highlight Highlight Dann würde das SRF zu einem zweiten 3plus oder sowas. Ohne Gebühren, rein werbefinanziert, muss das Programm rentieren und den Sponsoren genehm sein. Kritische Berichterstattung ist so nicht mehr möglich (was natürlich einem, der eh nur den Bachelor und co. schaut egal ist). Gerade in einem kleinen Land wie der Schweiz kann ein Privatfernsehen kein qualitativ ansprechendes Programm machen, wie man bei unseren Privatsendern ja sieht. Sogar in eine grossen Land wie DE senden die Privaten nur Schund-TV.
    • boexu 08.11.2017 08:19
      Highlight Highlight No Billag verlangt eine ersatzlose Streichung der Gebüren. Steht ja im Artikel. Wie willst du denn die "Finanzierung revidieren"?
    Weitere Antworten anzeigen
  • tomdance 08.11.2017 06:12
    Highlight Highlight Drei Sachen sind IMHO in diesem Artikel relevant. Erstens benützt der Autor den Begriff „Staatsmedien“. Dies ist schlicht und ergreifend nicht korrekt und ist ungefähr so angemessen wie „Lügenpresse“. @Andreas Möckli sollte das wirklich besser wissen. Der zweite Punkt ist, dass es hier um den Verein SRG und nicht um die Programminhalte geht. Wenn die Gebühren wegfallen ist kein Geld für Produktionen mehr vorhanden und damit ist der Bildschirm schwarz und das Radio stumm. Dies ist im Artikel erst, und hier kommt der dritte Punkt, am Schluss in der SRG Stellungnahme klar verständlich. Schade.
    • fcsg 08.11.2017 08:24
      Highlight Highlight @tomdance
      Die SRG ist zwar privatrechtlich organisiert, ist aber de facto nichts anderes als ein „Staatssender“. Denn sie wird zu praktisch 100% durch den Staat finanziert und ist von dessen Gesetzgebung abhängig. Sonst würde, wie sie behaupten, der Bildschirm nicht schwarz bleiben nach einer Annahme.
    • bcZcity 08.11.2017 08:25
      Highlight Highlight Die SRG erhält breite Unterstützung vom Staat, also kann man plakativ von einem Staatsmedium reden. Und wenn man jetzt schon sagt, dass man ohne die „Spenden“ des Volkes keine Sendungen mehr produzieren kann, dann fehlt die Kreativität und der Geschäftssinn!
    • Markus Kappeler 08.11.2017 08:30
      Highlight Highlight SRF/SRG bekommt das Geld vom Staat, deshalb ist der Ausdruck Staatsmedien korrekt. Das die Eintreibung der Fernsehsteuer über Private abgewickelt wird, ist unwichtig. Wenn die Fernsehsteuer wegfällt, heisst das nicht, dass die SRG keine Einnahmen mehr hätte. Nur schon aus der Werbung kommt viel Geld. Zudem könnte via freiwilligen Spenden und Crowdfunding, da würde sich natürlich die Firma wemakeit besonders gut eignen, SRF finanziell über Wasser halten. Es geht bei der Abstimmung nur um die Art wie SRG/SRF finanziert wird, um nichts anderes, auch wenn die Gegner behaupten die Welt gehe unter.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chääschueche 08.11.2017 06:12
    Highlight Highlight Ist ja eigentlich logisch das Sie dichtmachen müssen?
    Da das SRF vergleichsweise wenig Werbung zeigt wird es da nicht nennenswerte einkünfte geben...

    Daher gibts 2 Optionen: Laden zu oder der Bund springt ein (Was er auch müsste da es auch nach der Abstimmung einen Absatz in der Verfassung gibt das den Service Public vorschreibt.)
    • Tom B. 08.11.2017 07:12
      Highlight Highlight Initiativtext gelesen?🙈
    • nickname2000 08.11.2017 07:13
      Highlight Highlight Die können ihre jodel shows per pay tv anbieten oder mehr werbung schalten. Wenns niemand zahlt will es niemand sehen.
    • derEchteElch 08.11.2017 07:18
      Highlight Highlight Und dann gibts noch
      Option 3; Mehr Werbung
      Option 4; nicht rentable Programminhalte streichen (z.B die ganezen Gameshows, G&G, Jassen, Schawinksis einseitige Diskussionssendung wo nur seine Argumente zählen)
      Option 5; höhere Vereinsbeiträge
      Option 6; 1 oder 2 statt 3 SRF Sender und 2 statt 5 Radiosender

      Die Liste der Optionen sind lang.
    Weitere Antworten anzeigen
  • peter red 08.11.2017 05:39
    Highlight Highlight Vereinsrecht ist schon gut....aber ein Verein ohne Geld ist dann nicht mehr so handlungsfähig wie man sich wünschen könnte.
    • bcZcity 08.11.2017 08:32
      Highlight Highlight Ein Verein zahlt aber keine Steuern!
    • Troxi 08.11.2017 08:40
      Highlight Highlight Ein Verein ohne Geld wird von Gesetzes wegen aufgelöst. Steht irgendwo im OR.

Zwei Unfälle blockierten den Gubristtunnel ++ 9 Fahrzeuge involviert

Im Gubristtunnel haben sich am Dienstagmorgen im Morgenverkehr in Richtung Bern gleich zwei Unfälle mit insgesamt neun Fahrzeugen ereignet. Der Verkehr staute sich zwischen Seebach und dem Tunneleingang. Beide Fahrstreifen waren blockiert.

Wie die Kantonspolizei Zürich gegenüber watson bestätigte, gab es zwei unterschiedliche Unfälle mit vier bzw. fünf involvierten Fahrzeugen. Eine Person hat sich leicht verletzt. Inzwischen ist die Unfallstelle geräumt worden. (jaw)

Update folgt ...

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