Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Der rote Nissan nach der Bergung in Umiken: Viele offene Fragen.

Wie konnte der rote Nissan 17 Jahre in der Aare verborgen bleiben?

Arbeiter fanden am Montag einen roten Nissan Stanza in der Aare im Brugger Ortsteil Umiken. Darin sass ein seit 2001 vermisster Mann. Der Wagen steckte wohl in einer Art See.

14.07.18, 10:01

Mark Walther / AZ



Die Umiker Schache-Insle gehört zum Auenschutzpark Aargau. Sie ist ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung und beliebt für Ausflüge in die Natur, zieht derzeit aber die Aufmerksamkeit wegen eines spektakulären Fundes auf sich. Arbeiter des Kraftwerkbetriebs Wildegg-Brugg fanden am Montag einen dunkelroten Nissan Stanza in der Aare. Darin stiess die Kantonspolizei Aargau auf die Überreste der Leiche eines Mannes, der seit 2001 vermisst wurde.

Wie kommt es, dass ein Auto 17 Jahre lang in einem Fluss in einem bewohnten Gebiet liegt und nicht bemerkt wird? Antworten auf diese Frage lassen sich nur schwer finden. Die Staatsanwaltschaft gibt zu den laufenden Ermittlungen nur wenig bekannt.

Hier wurde der rote Nissan geborgen:

Die Arbeiter entdeckten das Auto oberhalb des alten Dachwehrs an der Spitze der Insel. Der Fund geschah zufällig. Die Axpo bereitet beim Kraftwerk ein Bauprojekt vor: Dereinst sollen oberhalb des Wehres die Sedimente aus dem Fluss geschafft werden. Erste Baggerarbeiten haben bereits stattgefunden. Dass das Auto bei diesem Arbeiten zum Vorschein kam, wollten am Freitag weder die Axpo, die Staatsanwaltschaft noch die Polizei bestätigen.

Der Wagen dürfte im Sediment gesteckt haben. Bei der Bergung war er voller Schutt und Schlamm. Das könnte erklären, weshalb er so lange verschollen geblieben war. Martin Tschannen, stellvertretender Leiter Sektion Wasserbau beim Kanton, hält das für plausibel: «Es ist möglich, dass das Geschiebe das Auto zugedeckt hat.» Das Wehr stoppte Wasser und Geschiebe, wodurch sich eine Art See bildete, in dem das Auto zugeschüttet wurde.

Bleibt die Frage, wo das Auto in die Aare gelangte. Es sei grundsätzlich möglich, sagt Tschannen, dass Hochwasser wie jene in den Jahren 2005 und 2007 das Auto flussabwärts bewegt hätten. Ob es aber beim Wehr oder weiter flussaufwärts ins Wasser glitt, könne er nicht rekonstruieren.

Dass die Verbindung zum vermissten Mann mit Jahrgang 1928 schnell gelang, ist den Nummernschildern des Autos zu verdanken. Die offizielle Identifikation steht aber noch aus. Derzeit analysieren Spezialisten die DNA des Mannes, um dessen Identität zu bestätigen. Nächste Woche soll Klarheit herrschen, sagt Daniel von Däniken, stellvertretender Leiter der Aargauer Oberstaatsanwaltschaft. Man verfahre wie üblich in einem AGT, einem aussergewöhnlichen Todesfall. Das heisst, es werden primär zwei Fragen geklärt: Woran starb die Person? Und wurde sie getötet oder starb sie durch einen Unfall oder einen Suizid? Die Polizei ging und geht weiterhin von Suizid aus. Die Witwe des Mannes lebt noch. Die Polizei hat sie über den Fund informiert.

Das könnte dich auch interessieren:

Wir haben kürzlich dieses BMW-Plakat gesehen – und hatten da ein paar Fragen

Das essen wir alles in einem Jahr

Mehr als nur Sex zwischen Bäumen: Wie dieser Wald im Aargau zum «Schwulewäldli» wurde

Sex, Lügen und Politik: Der Fall Kavanaugh erinnert an die Hetze gegen Anita Hill

Trump Jr. postet dieses Fake-Bild – und wird vom Moderator komplett demontiert

Instagram vs. Realität – wie es hinter den perfekten Fotos wirklich aussieht

Genital-Check bei jungen Flüchtlingen: Jetzt intervenieren Fachleute und Politik

iOS 12 ist hier – das sind 13 nützliche Tipps für iPhone-User

«NACHBARN AUFGEPASST» – Wie eine Touristin in Deutschland zur Einbrecherin erklärt wurde

Diese 19 Comics zeigen, wie sich Depressionen und Angst anfühlen

Autistin flüchtet aus Angst vor SBB-Ticket-Kontrolle – und wird hammerhart bestraft

Das passiert, wenn Manchester-Fans beim FC Basel nach Champions-League-Tickets fragen 😂

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Melker Spitzwegerich 14.07.2018 15:19
    Highlight Fürs sachdienliche Hinweise bitte an Dorie wenden!
    27 20 Melden

Grossbrand in Aargauer Fabrik – Feuerwehr findet tote Frau

Im Industriegebäude der Firma «Spyk Bänder» im aargauischen Herznach hat ein Grossbrand in der Nacht auf Montag einen grossen Schaden angerichtet. 

Die Feuerwehr war mit einem Grossaufgebot vor Ort. Wie TeleM1 bestätigt wurde, forderte der Brand ein Todesopfer. Das Feuer sei in den Büroräumen im zweiten Stock ausgebrochen. Was die Frau, die dort leblos von der Feuerwehr gefunden wurde, gemacht hat, ist Gegenstand der Ermittlungen. 

Bei der «Spyk Bänder» handelt es sich …

Artikel lesen