Schweiz
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Staatsanwalt Bruno Werlen, Chefin Kriminalpolizei Graziosa Gairing, Polizeikommandant Reto Cavelti, Chef Regional- und Verkehrspolizei Kurt Lutz, von links, aufgenommen an einer Medienkonferenz der Kantonspolizei, am Dienstag, 3. Januar 2016, in Herisau. Gemaess Kantonspolizei kam es am Vormittag bei einer Hausdurchsuchung in Rehetobel zu einer Schiesserei. Ein 33-jaehriger Mann habe auf Beamten geschossen. Zwei Polizisten wurden verletzt. Nach seiner anschliessenden Flucht konnte ihn die Polizei lokalisieren. Er richtete sich schliesslich selbst. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Die Kantonspolizei AR gibt am Dienstagabend an einer Pressekonferenz Auskunft zum Einsatz im Rehetobel.  Bild: KEYSTONE

Schütze von Rehetobel ist tot – Angeschossener Polizist in Lebensgefahr

03.01.17, 10:31 04.01.17, 03:11


Der 33-jährige Schweizer, der am Dienstagmorgen während einer Hausdurchsuchung zwei Polizisten anschoss, ist tot. Der Mann richtete bei der Festnahme in Rehetobel eine Waffe gegen sich selbst. Einer der beiden angeschossenen Polizisten befindet sich in Lebensgefahr.

Der mutmassliche Täter stand im Verdacht, in Rehetobel eine Indoor-Hanfplantage zu betreiben. Der Mann sei am Dienstagmorgen im Vorfeld einer Hausdurchsuchung auf dem Polizeiposten Heiden auf gefährliche Gegenstände untersucht worden, sagte Graziosa Gairing, Chefin der Ausserrhoder Kriminalpolizei, am Dienstagabend vor den Medien. Der Mann sei kooperativ und geständig gewesen.

In die Hausdurchsuchung sei auch ein Schuppen in Heiden miteinbezogen worden. Zwei Beamte im Alter von 29 und 37 Jahren begleiteten den Mann dorthin. «Beim Schuppen konnte der Mann eine Waffe behändigen und es kam kurz nach 9 Uhr zu einem Schusswechsel zwischen ihm und der Polizei», sagte Gairing.

Strassensperre der Polizei zwischen Rehetobel und Heiden, aufgenommen am Dienstag, 3. Januar 2017, in Rehetobel. Gemaess Kantonspolizei kam es bei einer Hausdurchsuchung zu einer Schiesserei. Ein 33-jaehriger Mann habe auf Beamte geschossen. Zwei Polizisten wurden verletzt. Der Taeter ist auf der Flucht. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

In Rehetobel kam es am Dienstagmorgen zu einer Schiesserei. Der Täter ist tot. Bild: KEYSTONE

29-jähriger Polizist in Lebensgefahr

Dabei wurden die beiden Polizisten schwer verletzt. Sie mussten mit der Rega ins Spital überführt werden. Beide wurden notoperiert. Der Zustand des 29-Jährigen sei äussert kritisch, sagte der Ausserrhoder Polizeikommandant Reto Cavelti. Er erlitt einen Herzsteckschuss. Der zweite Beamte wurde im Bereich der Beine getroffen. Er sei ausser Lebensgefahr. Die Beamten hätten korrekt gehandelt, sagte Cavelti. Der Täter sei äusserst skrupellos vorgegangen.

Verhandlungen mit dem Mann führten zu keinem Resultat. Kurz vor 17 Uhr wurde ein Diensthund gegen den Schützen eingesetzt. Der Mann ergriff eine Handfeuerwaffe und verletzte sich tödlich. Beim Täter sei eine weitere Waffe und Munition gefunden worden, aber kein Sprengstoff.

Lagebericht aus Heiden und Rehetobel. Video: tele züri

Wegen versuchter Tötung verurteilt

Beim Schützen handelt sich um einen 33-jährigen Schweizer. Er ist vorbestraft. 2003 habe er versucht, zwei Personen zu erschiessen, sagte der Ausserrhoder Staatsanwalt Bruno Werlen. 2004 wurde der Mann vom Ausserrhoder Kantonsgericht wegen mehrfacher versuchter Tötung, mehrfacher schwerer Körperverletzung und Widerhandlung gegen das Waffengesetz verurteilt. Es wurde eine Massnahme angeordnet.

Der Mann kam bis 2009 in eine Arbeitserziehungsanstalt, wie Werlen sagte. 2012 endete die Probezeit. Er sei aber wieder auffällig geworden. Es bestand der Verdacht auf Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die Staatsanwaltschaft vermutete, dass der Mann in seinem Wohnhaus eine Indoor-Hanfanlage betreibt. (sda)

Ein vermummter Polizist, aufgenommen am Dienstag, 3. Januar 2016, in Heiden. Gemaess Kantonspolizei kam es bei einer Hausdurchsung zu einer Schiesserei. Ein 33-jaehriger Mann habe auf Beamten geschossen. Zwei Polizisten wurden verletzt. Der Schuetze konnte nach seiner Flucht von der Polizei lokalisiert und kontrolliert werden. Der Mann wird als gefaehrlich eingestuft und duerfte bewaffnet sein. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Polizei im Dorf Rehetobel. Bild: KEYSTONE

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47Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • meliert 04.01.2017 11:35
    Highlight Ein sehr tragischer Einsatz für die Polizisten. Wurden diese vorgängig von den Vorgesetzten aufgeklärt um wenn es sich bei dem Täter handelt?
    5 0 Melden
  • Meitlibei 04.01.2017 09:30
    Highlight Entscheiden Polizisten selbst ob Sie eine Schusssichere Weste tragen wollen? Oder wie wird das gehandhabt? Der Täter hatte ja eine gewisse Vorgeschichte.
    8 0 Melden
    • herschweizer 04.01.2017 19:01
      Highlight Aber jetzt ein wegen einem Irren Soziopathen jede Hausdurchsuchung schwerbewaffnet durchzuführen ist unsinnig. Da er aber schon wegen versuchten Mordes bekannt war ist eine Anpassung der Kommunikation vielleicht notwendig
      0 0 Melden
  • Luis Cypher 04.01.2017 09:16
    Highlight Sorry to say, aber: Wenn ein Täter solche Vorstrafen hat muss man damit rechnen, dass er versucht, zu einer Waffe zu kommen. Handschellen bei der Durchsuchung oder mehr als 2 Polizisten? Hoffentlich schafft es der junge Polizist.
    13 2 Melden
    • herschweizer 04.01.2017 18:48
      Highlight Der war denk ich richtig irre. Soziopathen sind meistens auf die schnelle nicht erkennbar
      1 0 Melden
  • redeye70 04.01.2017 01:29
    Highlight Der Wahnsinn geht auch im neuen Jahr weiter. Der Täter wäre sicher für ein paar Jahre in den Bau. Aber so lange wäre der nicht gesessen und hätte sogar viel Unterstützung für die Resozialisierung erhalten. Stattdessen wählt er den Weg des John Rambo und ballert drauflos! Hoffentlich schafft es der Polizist.
    34 7 Melden
  • Chrigi-B 03.01.2017 23:23
    Highlight 1 Toter, 2 Polizisten mit Verletzungen im Spital und das wegen GRAS? 2016 hatten wir schon so einen Fall, mit Mutter und Sohn nicht? Legalisiert dieses Kraut endlich!!! Bittte!!! 2 Tote in 2 Jahren (evtl. sogar 3, wenn der Polizist nicht überlebt) ist dieses dämliche Verbot schlicht nicht wert! Es wird sowiso in Rekordmengen angebaut und verpafft! Absoluter Verhältnisblödsinn!
    56 80 Melden
    • ujay 04.01.2017 03:23
      Highlight Was du hier verzapfts ist Verhältnisblödsinn.Weder geht es um Gras noch um pro oder kontra.Ein Krimineller schiesst um sich und dann so ein, schlicht gesagt, einfältiges Statement.Wer das nicht richtig einordnen kann wie du,sollte mal über die Bücher.
      75 8 Melden
    • Aged 04.01.2017 08:45
      Highlight Die Razzia war aufgrund illegalem Hanfanbau.
      5 8 Melden
    • bebby 04.01.2017 09:02
      Highlight Ich denke auch, ein Berufskrimineller wie dieser Täter hätte wohl sonst anstatt Gras irgend ein anderes Ding gedreht. Das zeigt höchstens, dass die Hanfindustrie vermehrt in die Hände von Kriminellen gelangt, welche die Mittel haben sich zu verteidigen, coute que coute...
      Und eigentlich war es ein Erfolg der Behörden, dass sie ihn erwischt hatten. Der Polizist ist hier einfach nur ein trauriges Opfer.
      15 1 Melden
  • Hugo Wottaupott 03.01.2017 22:52
    Highlight cannakills.
    11 48 Melden
  • Naja1 03.01.2017 22:25
    Highlight Tote wegen einer Hanfplatage in der Schweiz? Die Welt geht wirklich zugrunde!
    36 32 Melden
    • forest hill 03.01.2017 23:16
      Highlight Sorry, aber völlig falsch, es geht nicht um die Plantage, normalerweise zieht der Hanfbauer nicht gleich die Waffe, das tun nur A....les
      48 7 Melden
  • Euklid 03.01.2017 21:40
    Highlight Sollte sich herausstellen, dass der Täter diese Waffen legal erworben hatte, wäre dies ein Armutszeugnis sondergleichen. Mich würde zudem interessieren, wieso er damals statt Gefängnis, eine Massnahme (laut Blick) verordnet bekam.

    59 9 Melden
    • ch ch ch 03.01.2017 22:43
      Highlight Mit diesen Vorstrafen kriegt man definitiv kein Waffenerwerbschein. Da werden doch einige Abklährungen getroffen, bevor man eine Waffe legal erwerben kann.
      40 3 Melden
    • redeye70 04.01.2017 01:34
      Highlight Die Waffen hatte er kaum legal erworben. Leute, auch wenn es "nur" Hanf war, es braucht viel kriminelle Energie eine Hanfplantage zu betreiben. Wieder ein Fall mehr wo "harmlose" Hanfanbauer zur Waffe greifen und Menschen verletzen oder gar töten.
      18 11 Melden
    • meine senf 04.01.2017 09:05
      Highlight Das Problem ist, dass eben genau wegen der Repression bezüglich Hanf nur noch solche gefährliche Krimelle als Grower (im grösseren Ausmass) übrig bleiben und es deswegen so ein Big Business ist.

      Der friedliche Hobby-Züchter oder der währschafte Bauer wurden genau wegen dem Verbot aus dem Geschäft gedrängt oder sie beschränken sich auf Selbstversorgung.
      7 1 Melden
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  • MaxHeiri 03.01.2017 20:40
    Highlight Ein Toter und ein sinnlos, schwerverletzter Polizist und sowas im Kampf gegen weiche Drogen. Unterwerft Gras der MwSt und einer Drogensteuer, um die Süchtigen zu kurieren und sucht der Polizei/Justiz dringendere Aufgaben.
    77 52 Melden
    • herschweizer 04.01.2017 18:44
      Highlight Jetzt echt... Das war ein Irrer. Aber Kanabis zu legalisieren ist ja jetzt überfällig. Der synthetische Kakk aus irgendwelchen Hobbykellerlaboren entsteht ist viel schlimmer als ein bisschen Gras das gekifft wird. Dann gibt es wieder normales BioOutdoorGras weil sich der kakk Indooranbau nicht mehr lohnt. Steuereinnahmen wären ja auch nicht zu unterschätzen
      0 0 Melden
  • Ignaz 03.01.2017 19:54
    Highlight Und das alles wegen etwas Gras?
    86 61 Melden
    • Natürlich 03.01.2017 20:12
      Highlight Indooranbau ist u.U. ein "Big Bizness"
      Was ihn geritten hat als er die Polizisten anschoss kann ich nicht sagen (Angst vor öffentlicher Blosstellung)
      Und als er die Ausweglosigkeit seiner Situation erkannte, blieb ihm in seinen Augen wohl kein anderer Weg mehr als sich selbst zu richten.
      35 12 Melden
  • Mnemonic 03.01.2017 19:09
    Highlight UND er ist ein Schweizer mit "gutschweizerischem" Namen...
    47 112 Melden
    • TanookiStormtrooper 03.01.2017 19:35
      Highlight Ist doch eigentlich nicht wichtig, auch wenn sich die Geier sehr gerne auf einen kriminellen Ausländer oder einen Schweizer mit Migrationshintergrund gestürzt hätten. Mir persönlich gehen diese Deppen auch auf den Zeiger, die möglichst schnell wissen wollen von wo der kommt, um in den Sozialen Medien wieder zu hetzen.
      161 19 Melden
    • Mnemonic 03.01.2017 19:59
      Highlight Ja aber wirklich!
      13 18 Melden
    • Raembe 03.01.2017 20:33
      Highlight Ich glaube der Polizist in Lebensgefahr, interessiert sich einen Dreck für die Herkunft des Täters...
      74 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thinktank 03.01.2017 19:02
    Highlight Normalerweise stehen bei solchen Meldungen innet Sekunden, dass der Täter Schweizer ist. Mal schauen, was hier noch kommuniziert wird.
    17 180 Melden
    • River 03.01.2017 19:26
      Highlight Thinktank, plizz ....don't spread the hatez
      64 7 Melden
    • Charlie Brown 03.01.2017 19:30
      Highlight Es wird sich sicher etwas finden, was man jemandem in die Schuhe schieben kann. Wenns kein Uslender war, dann hat ihm sicher die KESB das Leben zu Hölle gemacht. Das Auge hat ja schon die pöhse Steuerbehörde als schuldige Instanz erkannt. Wutbürgerfutter ist immer zu finden.
      96 21 Melden
    • Datsyuk * 03.01.2017 19:52
      Highlight Und welche Reaktionen könnte das dann bei dir auslösen?
      35 4 Melden
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  • SemperFi 03.01.2017 17:45
    Highlight Auftrag der Polizei ist es Leben zu retten, auch das Leben von Tätern. Deshalb ist es gut, dass Holy Crèpe (hoffentlich) kein Polizist ist.
    88 10 Melden
    • Holy Crèpe 03.01.2017 19:03
      Highlight ;)
      7 16 Melden
  • Holy Crèpe 03.01.2017 17:12
    Highlight Was gibt es denn da zu verhandeln?
    31 136 Melden
    • Datsyuk * 03.01.2017 17:20
      Highlight Es braucht niemand unnötig zu sterben. Findest du das nicht in Ordnung?
      125 18 Melden
    • Imfall 03.01.2017 17:22
      Highlight man kann den ja nicht einfach erschiessen... : \
      26 42 Melden
    • giguu 03.01.2017 17:37
      Highlight ich gehe jetzt noch einen schritt weiter: gebt dem typen doch ein paar decken und eine warme suppe 😀
      17 63 Melden
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